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Sonntag, 20.08.2023

Es hat sei gefühlten Ewigkeiten in jedem einzelnen Raum der Wohnung über 25°C. Seit Freitag liegt dazu die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60%. Ich möchte das nicht.


Gegen Sieben von den Kindern geweckt worden und aufgestanden. Ich hatte mir vorgenommen, morgens wenn es noch kühl ist Sport zu machen, da passte das frühe Aufstehen ganz gut rein. Bisschen im Wohnzimmer den Jungs Gesellschaft geleistet und gegen Dreiviertel Acht mit Sportzeug und Equipment (Gymnastikringe, Wasserflasche) auf den Hof zum Sport machen gegangen. Ab und an schauten die Kinder vom Balkon zu, aber ansonsten hatte ich meine Ruhe und konnte das Training durchziehen.


In den Kinderzimmern treiben Mücken ihr Unwesen, die Kinder sind ziemlich zerstochen. Vor allem M sieht schlimm aus, die Stiche sind teils handgroß (meine Hände) und sein linkes Ohr, das auch gestochen wurde, ist doppelt so groß wie das andere und wobbelt bei jeder Bewegung vor sich hin (es ist eigenartig faszinierend). Abends gabs daher Cetirizin für ihn, ich hoffe es hilft schnell.

Trotz mehrfacher Checks der Kinderzimmer fand ich keine Müchen und hoffe, dass die Kinder nun erstmal verschont bleiben.


Besprechung der Einschulung– es sind nur noch zwei Wochen– mit Jott. Die ganze Familie kommt zusammen, wir sind 18 Personen. Mit Jott Ablauf, Ankunftszeiten und Vorstellungen besprochen und nebenbei Notizen gemacht. Das wird ein trubeliger Tag, es hilft wenn irgendwo tintenblau auf weiß steht was wann wo mit wem passiert.
Bisschen Bauchschmerzen wegen des Mittagesssen; zu 18. im Restaurant wird eine teure Angelegenheit. Wird sicherlich schön, aber wenn ich pro Person mit 30 bis 35 EUR rechne kommt eine Summe Geld zusammen die unanständig hoch ist. Andererseits: Wie solls auch sonst gehen. Wir kriegen keine 18 Personen unter und können/wollen nicht selbst am Herd stehen, sondern auch was vom Tag und der Familie haben.


Jott fuhr heute Mittag nach Stuttgart. Von Montag bis Freitag ist sie auf der „Trainingswoche“ ihres Arbeitgebers, nimmt an Workshops, Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen teil und trifft ganz viele Kolleg:innen. Latenter Neid meinerseits, aber auch große Freude für sie, dass sie das machen kann.


Die Kinder und ich verbrachten einen entspannten Nachmittag zu Hause. Auf die Frage beim Mittagessen, was wir machen wollen, antworteten zwei von drei Kindern mit „Ich möchte heute zu Hause bleiben“. War für mich auch okay, auf große Ausflüge hatte ich nach der gestrigen Tour auch keine Lust. Die Kinder planschten also auf dem Hof und hatten eine gute Zeit, während ich in der Wohnung ein bisschen aufräumte, den Speiseplan für übernächste Woche erstellte und ein bisschen las.

Mittendrin immer wieder frenetische Jubelgeräusche aus der Alten Försterei, Union besiegte Mainz mit 4:1. J kam jedes Mal aufgeregt zum Balkon gerufen, wenn es besonders laut war, und fragte nach dem Spielstand.


Abends trotz des entspannten Nachmittags sehr froh gewesen als die Kinder endlich im Bett lagen. Vor allem G– wenn sie eine Stunde früher ins Bett gegangen wäre, hätten wir uns einigen Knatsch erspart. Aber das wollte sie nicht und dann ist das auch nicht kräftesparend durchzusetzen.

Nach dem Zubettbringen mit einem Eis auf die Couch gesetzt und gelesen, dann Bringmeister für Freitag bestellt. Mittendrin nochmal zu M gerufen worden– der las noch– und aus dem Nichts heraus ein „Papa, wenn ich zwischen 11 und 15 Jahre alt bin und meine Hose morgens nass ist, dann kann das kein Pipi sondern Samenflüssigkeit sein“ an den Kopf geworfen bekommen. Seine Abendlektüre war das neue Aufklärungsbuch. Gut, das was hängen bleibt. Mal schauen, wie sehr er im Alter von 11 bis 15 noch darüber reden möchte.


Gelesen: Wie steht es um das Coronavirus?

Gute Einordnung & Überblick. Besonders spannend die Einschätzung zu Herbst und Winter.

In unserem Umfeld und für uns spielt Corona mittlerweile keine Rolle mehr– wir testen bei Husten/Schnupfen/Erkältung nicht und tragen keine Masken mehr. Eigentlich merkwürdig, vor einem Jahr sah das noch absolut gegensätzlich aus.

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Samstag, 19.08.2023

Gegen Dreiviertel Sechs wegen Kindergeräuschen aufgewacht und nachgeschaut was da los ist. Die beiden Jungs waren wach und mussten auf Toilette. Kritische Zeit, es ist morgens noch hell und außerdem sind sie ja am Wochenende auch teils wesentlich früher wach… Ich verdonnerte sie dazu, wieder ins Bett zu gehen und schärfte ihnen ein, frühestens halb Acht aufzustehen. Dann legte ich mich wieder hin und schlief– bis es irgendwann rhythmisch gegen die Wand klopfte. Jott stand auf, mehr weiß ich nicht. Das war, wie ich später erfuhr, Dreiviertel Sieben. J und M sagten zwar, dass sie nochmal geschlafen hatten, aber so ganz konnte ich ihnen das beim Frühstück nicht glauben…


Vormittags Einkaufen, DM und Rewe. Eigentlich wollte G mitkommen. Als ich aber sagte, dass sie sich nichts von ihrem Taschengeld kaufen darf– da hatte ich keinen Nerv für– wollte sie nicht mehr… So konnte ich allein losziehen.

Bei DM Videochat mit Jott, ich sollte ihr einen Nagellack mitbringen den es aber nicht gab. Auf der Suche nach Alternativen führte ich sie am Handy dann durch vier Reihen voller Nagellacke, leider erfolglos. Aber trotzdem sehr praktisch.


Nachmittags fuhren die Kinder und ich mit dem Rad Baden. Aus einer eigentlich überschaubaren kleinen Runde wurde eine größere Tour. Weil nämlich die bevorzugten Badestellen an der Spree alle schon besetzt waren und einem der Kinder die Qualität des Wassers und des Ufers nicht behagte, veranstalteten wir also stattdessen Badestellen-Hopping und fuhren dabei erst die Spree hinauf bis zum Müggelsee und dann den Müggelsee entlang bis zur Badestelle am Kleinen Müggelsee, wo ich mit M neulich war. Für die Kinder war das ein großes Abenteuer: Sie durften in Badesachen, ohne T-Shirt und barfuß Fahrrad fahren und (zumindest die Zwillinge) entdeckten auch noch neue Badestellen! Alle drei hielten super durch, ich war positiv überrascht.

Auf der Rückfahrt taten G die Beine weh und J hätte sich fast übergeben weil er über eine tote Ente fuhr, aber ansonsten kamen wir gut hin und gut zurück (Gs Unfall auf der Garageneinfahrt, bei dem sie vom Rad fiel und dabei M einen großen Kratzer am Bein verpasste, zähle ich nicht mit– da waren wir schon zu Hause).

Zu Hause zog Jott die Kinder durch die eine Dusche und ich mich durch die andere, dann gabs ein schnelles Abendbrot und anschließend das Witcher-Staffelfinale für Jott und mich (gut, dass wir durch sind– ich glaube nicht, dass ich mir Staffel 4 anschauen werde)– die Kinder waren sehr, sehr schnell eingeschlafen.

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Freitag, 18.08.2023

Jott brachte die Kinder morgens in den Schulhort. Ich nutzte die gewonnene Zeit für eine Sporteinheit auf dem Hof bis kurz vor Neun. Dann fiel mir ein, dass ich um 9 Uhr einen Arbeitstermin habe– also fix reingesprintet und in Sportklamotten sowie leicht verschwitzt am Termin teilgenommen. Fiel offenbar niemandem auf– wobei mein Sport-Shirt auch einen Kragen hat und somit nicht so ganz nach Sport aussieht.


Erstmals im Stehen gearbeitet. Weil ich ein Paul von geringem Verstand bin, tat ich nach der Bandscheibendiagnose natürlich _nicht_ das naheliegendste, sondern wartete so ungefähr 8 Wochen bis ich einen Steharbeits-Aufsatz kaufte. Während ich bei meiner Suche bei Pappboxen gelandet war, hatte Jott einen Holzaufsatz gefunden. Den hatte ich Anfang der Woche gekauft und heute nun erstmals eingeweiht.
Ums kurz zu machen: Ich war sehr begeistert. Ich kann den Aufsatz sowohl am Schreibtisch im Arbeitszimmer als auch am Küchentisch aufbauen und tatsächlich sehr bequem im Stehen arbeiten. Für den Wechsel zwischen Stehen und Sitzen sollte das reichen.


Abends mit Jott The Witcher weitergeschaut. Ich werd mit der Serie nicht mehr warm. Das ist nicht meine Art von Fantasy– einerseits soll das Setting wie schmutziges, düsteres Mittelalter wirken, andererseits sehen die Kostüme aus wie aus einem mittelmäßigen Fantasy-Katalog. Die Dialoge sind mir auch zu platt, ständiges Fuck und Shit und moderne Sprache. Passt für mich nicht zusammen. Ich bin mittlerweile auch aus 2/3 der Erzählstränge ausgestiegen (das kann aber an unseren langen Streaming-Pausen liegen).

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Donnerstag, 17.08.2023

Morgens mit Jott die Kinder zum Hort gefahren und anschließend noch schnell bei Edeka französisches Frühstück (Kippen für Jott, Croissant für uns beide) eingekauft. Ich weiß gar nicht mehr weshalb wir das gemeinsam gemacht haben, es war ablauftechnisch betrachtet eigentlich total unsinnig– aber so hatten wir ein bisschen Zeit außerhalb der Reihe für uns. Das ist auch ganz nett.

Im Anschluss ins Büro gefahren und heute mal von dort gearbeitet. Bisschen mit den Kolleg:innen gequatscht und ansonsten das gleiche gemacht wie sonst auch.


Kinderfrust: Was gestern Abend gut funktionierte– die Kinder räumen selbstbestimmt/-organisiert auf–, funktionierte heute gar nicht. Einziger Unterschied: Jott war anwesend.
Es ist für uns beide zum Mäusemelken.


Aus dann nicht mehr nachvollziehbaren Gründen– ggf. zum Channeln der Wut?– den Medikamentenschrank bzw. die Waschmaschinenablage aufgeräumt während Jott die unsägliche Brut ins Bett brachte. Viele abgelaufene Medikamente entsorgt, im Haushalt herumliegende Medikamente einsortiert und dafür gesorgt das ich wieder waschen kann ohne jedes Mal Sachen von A nach B zu stellen.

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Mittwoch, 16.08.2023

Waschküchenwetter morgens. Ich schwitzte schon beim Brotbüchsen-Zubereiten.


Nach Rückkehr vom Kinder in die Schule bringen einen leisen Turmventilator bei Amazon bestellt. Vermutlich zum saisonalen Höchstpreis (ich vergleiche das jetzt nicht), aber egal. Die nächsten Tage, ach was– die nächste Woche– soll heiß werden und ich brauche dringend ein Mittel gegen. Daher: Ein Ventilator. Ich verspreche mir ein flüsterleises Surren, dass es uns ermöglicht ihn sogar Abends/Nachts im Schlafzimmer laufen zu lassen.


Direkt im Anschluss eine abgespeckte Runde Sport auf dem Hof eingelegt. Es war, trotz des erwähnten Waschküchenwetters, ja immer noch vergleichsweise kühl, zudem wehte gelegentlich ein sanfter Wind. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass es die erste Sporteinheit seit gut drei Wochen oder ich einfach nicht richtig fit war, aber es gab eindeutig noch Luft nach oben in punkto Leistung/Performance. Andererseits: Dann ist das eben so. Das ganze ist ein lebenslanges Marathonprojekt und kein Sprint.


Während der folgenden Zeit Arbeitsdinge gemacht, bisschen hiervon, bisschen davon. Es ist weiterhin ruhig, ich genieße das und freue mich meine Tage selbst gestalten zu können.


Die Kinder hatten Spaß im Schulhort: Sie konnten Schleim herstellen und mit nach Hause nehmen und durften, weil wir endlich mal die Badesachen eingepackt hatten, auch noch Planschen. Sie strahlten beim Abholen.


Jott war nach der Arbeit verabredet, die Kinder und ich waren auf uns gestellt.


Beim Einkaufen im Forum hörten die Kinder ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht und rannten, trotz Erklärung/Verbot, die Rolltreppen in die entgegengesetzte Richtung hoch und runter und stießen dabei beinah andere Leute um. Da war ich dann richtig geladen; einmal ob des nicht hörens und dann, weil sie so rücksichtslos waren. Standpauke zzgl. Tablet-Verbot für den heutigen Abend. Das hat zwar nichts mit dem besagten Verhalten zu tun, aber ich hatte keine Kapazität für pädagogisch wertvolle Konsequenzen und brauchte auch etwas, das ihnen weh tut. Lange Gesichter, finstere Blicke und Gemaule der Kinder. „Das ist gemein, Papa“ – „Nein, das ist Erziehung“ – „Das ist gemeine Erziehung!“ und so weiter und so fort.

Zu Hause passierte dann das komplett unerwartete: Nach drei Minuten bockig und beleidigt auf der Couch herumsitzen fragte M, ob irgendjemand mit ihm Murmeln spielen wolle, seine Geschwister stimmten zu… und dann spielten sie eine halbe Stunde lang bis zum Abendessen gemeinsam sehr kreativ, konzentriert, einander zugewandt, freundlich und hilfsbereit miteinander Murmeln. Ich war baff und fragte mich zwischenzeitlich, ob ich die richtigen Kinder mit nach Hause genommen hatte.


Nach dem Abendessen die Meinungen der Kinder eingeholt zur aktuellen Situation. Ich wollte wissen ob sie das viele Schimpfen, die strapazierten Nerven, die angespannte Stimmung und das ständige Anöden eigentlich toll fänden. War (natürlich) nicht der Fall. Wir sprachen dann eine ganze Weile miteinander, ich spiegelte ihnen meine (und Jotts vermutete) Situation/Reaktion, ließ sie reflektieren und dann gestanden wir uns alle ein, dass wir nicht wissen was wir nun machen sollen. Vielleicht hat ja jemand in der Nacht eine Eingebung.


Nach dem Abendbrot ließ ich die Kinder mit ein paar Rahmenbedingungen komplett allein mit ihrer Abendgestaltung und zog mich zurück. Sie räumten dann gemeinsam die Küche auf, machten sich bettfertig und schauten eine Folge Löwenzahn, während ich Wäsche verräumte und eine Runde mit dem Nachbarn erzählte (der macht Anfang September beim Half Ironman in Erkner mit, irrer Typ…)


Nachdem die Kinder im Bett waren nochmal an den Rechner gesetzt um die fehlende Stunde von heute morgen nachzuholen.

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Dienstag, 15.08.2023

Ebenfalls ruhiger Arbeitstag mit Mittags-Unterbrechung für Psychotherapie. Mein Leid mit den furchtbaren Kindern geklagt und interessante Anregungen bekommen.

Nachmittags in der Gluthitze die Kinder abgeholt und danach nichts gemacht außer Eis essen, auf dem Sofa sitzen und abwechselnd mit den Kindern sprechen.


M ist irgendwie auf Musik gestoßen, die ich auch inhaltlich nicht gut finde. Die Kinder können von mir aus Techno-Schlager mit Reggae-Einflüßen hören (gern über Kopfhörer oder in ihrem Zimmer), aber wenns um Sexismus, Abwertung von Menschen etc geht möchte ich das nicht. Kann gut sein das ich das zu eng sehe und übertreibe, aber ich möchte zumindest ein Bewusstsein dafür schaffen was sie hören, (falsch) mitsingen und so verbreiten. Ich erklärte also meinen Standpunkt möglichst kindgerecht, weiß aber nicht wie gut ich das gemacht habe– wo fängt man an, wo hört man auf? Ich beließ es bei einer recht kurzen Erklärung und hoffe, dass ich mich verständlich machen konnte.


Dramen am Nachmittag: Das Nachbarsmädchen, dass eigentlich mit G spielen wollte, spielte schlussendlich vor allem mit M und J– wie auch schon in der Schule. Viel getröstet und bekuschelt und versucht zu erklären, aber wirklich geholfen hats nicht.


So viele Baustellen.

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Montag, 14.08.2023

Erstes Scrum-Meeting auf Englisch auf Grund eines neu ins Team gekommenen nicht-deutschsprachigen Entwicklers. Ich fand mich als Sprecher ganz okay, habe aber beim Hören teils Verständnisschwierigkeiten– gerade wenn der vietnamesisch(?)stämmige Entwickler spricht. Betonung und Sprachmelodie sind noch sehr ungewohnt, da sie sich stark vom europäisch geprägten Englisch des übrigen Teams unterscheiden. Ich bin aber ganz zuversichtlich, dass das nur eine Übungssache ist (da könnte ggf. sogar YouTube helfen?) und wir uns als Team da reinfinden. Ich war jedenfalls beruhigt, dass offenbar niemand aus dem Team bilderbuchmäßiges Oxford-Englisch spricht sondern sich (zumindest heute) alle mehr oder weniger abmühten.


Ansonsten sehr entspanntes Arbeiten, man merkt das beinahe überall noch Ferien sind.


Von den Kindern beim Abholen mit einem „Papa, Du bist sechs Minuten zu spät!“ begrüßt worden. Ich war nämlich 16:06 Uhr da. Ich dacht schon, eine Erzieherin wäre da sehr genau und hätte was zu M (denn nur er hat einen Betreuungsvertrag bis 16 Uhr, die Zwillinge haben Verträge bis 18 Uhr) gesagt. Stellte sich aber raus, dass das von den Kindern direkt kam– die fanden das lustig weil ich immer sage, dass ich sie gegen 16 Uhr abhole.


Nach zwei Dritteln des Nachhausewegs verbot ich den Kindern, miteinander zu reden. Was die sich zuvor angeödet und angenervt hatten, ging auf keine Kuhhaut. Ich hatte noch versucht, verständnisvoll und zugewandt zu reagieren und ihre Missverständnisse aufzuklären, aber nach gut 10 Minuten den Mund fusselig reden hatte ich dann auch keine Lust mehr.

Es ist, als ob sie sich absichtlich ärgern und gegenseitig falsch verstehen wollen. Furchtbar, sehr furchtbar.


Nach dem Nachhausekommen das angenehme mit dem Nützlichen verbunden und beim Rewe Brot und Eisnachschub (… und Kirschen) für die Woche geholt. Wir hatten keines mehr und das ist bei Temperaturen um die 30°C kein Zustand.


Abends Rückensport mit dem gestern zusammengestellten Programm anstelle des üblichen Krafttrainings. Eine halbe Stunde Beweglichkeits- und Kräftigungsübungen. Hilft hoffentlich.


Mein Bruder ist mit seiner Familie aktuell am Gardasee. Sehr neidisch geworden ob seiner Bilder. In die Ecke möchte ich auch gern mal… Wenn das doch nur näher dran wäre.

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Sonntag, 13.08.2023

Anstelle des geplanten Bade-Ausflugs zum kleinen Müggelsee zu Hause geblieben. Anderthalb Kinder schniefen und husten gelegentlich, ich fühl mich immer noch nicht 100% fit, Jott schwächelt minimalst, das Benehmen der Kinder die letzten Tage war furchtbar und kräftezehrend… Jott und ich hatten uns daher gestern drauf verständigt, zu Hause zu bleiben. Ich hatte Angst davor, mit den Kindern bei annähernd 30°C in der Wohnung gefangen zu sein und diese Entscheidung zu bereuen, aber Jott hatte einen Plan und war zuversichtlich, dass der aufging.


Nach dem Frühstück– dafür waren heute die Kinder verantwortlich– begann Jott, die Kinderzimmer auszumisten. Wir haben wenig Platz, die Kinder werden größer, da muss gelegentlich nicht mehr benötigter Kram weichen. Während sie mit G zugange war, begannen die Jungs ihr Zimmer vorzubereiten. Das gab mir die Zeit, systematisch Rückenübungen (aufgeteilt in Mobility und Kräftigung) aus den die letzten Wochen immer mal wieder gespeicherten Links zusammenzustellen. Am Ende hatte ich eine Liste mit ungefähr 5 – 8 Einträgen pro Kategorie, die ich nun munter variieren und runterturnen kann. Für heute Abend stellte ich mir so direkt ein ungefähr 30-minütiges, mobility-orientiertes Training zusammen, dass die aktuellen Rückenschmerzen lindern soll.

Mittendrin wurde G von einem Nachbarsmädchen zum Spielen abgeholt, woraufhin Jott ins Jungszimmer wechselte. Ich nutze die Zeit zum Aufräumen, Putzen und Müll rausbringen (das sollte ich an diesem Tag noch öfter machen, das Kinderzimmer-Aufräumen war ergiebig…) sowie anschließendem Mittagessen kochen. Bei letzterem half Jott dann irgendwann mit, ansonsten hätte es erheblich länger gedauert bis das Essen auf dem Tisch stand– ich hatte mich minimal verzettelt.

Nach dem Essen Mittagsruhe bzw. Kinderkino für die Kinder; Jott und ich legten ebenfalls die Füße hoch.

Zum späten Nachmittag durften die Kinder auf den Hof und planschen/moddern. Ich hatte das vage in Aussicht gestellt und zumindest G war begeistert. Die Jungs, von denen ich dachte das ich ihnen damit auch etwas gutes tue, benahmen sich scheußlich (provozierten sich, G und ihre Freundin; krakeelten herum, schossen mit den Fußbällen wild um sich und bevorzugt auf Metallelemente die schön laut schepperten, spuckten herum… ).
Mittelkurzer Verzweiflungs-, Weltschmerz- und Wutausbruch meinerseits; ich fühlte mich ob der Rückenschmerzen immobil und noch machtloser als sonst wenn sich die Kinder nicht benehmen.

Als Konsequenz wurden M und J von Jott wieder reinzitiert, wo sie getrennt jeder auf einem Stuhl still sitzen und sich langweilen mussten. Offenbar hatten sie Angst vor Jotts gerechten Zorn, sie kamen nämlich tatsächlich rein und saßen wirklich eine ganze Weile auf ihren Stühlen, immer mal wieder maulend das ihnen langweilig sei während Jott ihr Zimmer entrümpelte.

G und ihre Freundin spielten unterdessen wunderbar zusammen, brauten Hexensuppe aus Wasser, Schlamm, Gras und Schleim (ich will nicht wissen was das war) und hatten mächtig Spaß. Ich schaute ihnen vom Balkon zu, erstellte parallel einen Essensplan und plante die Bringmeister-Bestellung.

Abends das übliche Programm. Jott zog die Jungs durch die Wanne, während G und ihre Freundin ihre Hexensuppe im Beet entsorgten und die Überreste ihrer Hexenparty beseitigten.

Nachdem die Kinder versorgt waren, unternahm ich mehrmals weitere Mülltouren, absolvierte anschließend mein vorgenommenes Rückenprogramm, nahm eine Ibu und stieg auch in die Wanne.

Getrennter Abendausklang von Jott und mir, jeder pusselte vor sich hin.

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Samstag, 12.08.2023

Mit ekligen Rückenschmerzen aufgewacht. Na super– da macht man zwei Wochen wg. Erkrankung nichts und dann das.


Vormittags gemeinsam mit den Kindern Helden gewesen: Jott war zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen, hatte aber ihr Geschenk vergessen. Die Kinder und ich fuhren daher mit der Bahn in die Stadt, brachten Jott das Geschenk, und fuhren wieder zurück.


Wir haben einen neuen Mitbewohner:


Nachmittags, nach Jotts Rückkehr, fuhren die Kinder und ich ins FEZ. Bisschen Softeis essen, bisschen spielen. Ich wollte mich eigentlich gar nicht bewegen (Rücken, faul, warm, mimimimi), musste aber die Jungs beschäftigten– also kickte ich Bälle hin und her und versuchte mich von ihrem gegenseitigen Gemecker nicht zu sehr stressen zu lassen.


Abends gab es auf Wunsch von M Toast Hawaii. Er hatte mehrfach davon geschwärmt und wollte das unbedingt ausprobieren. Leider hielt sein vorgestelltes Esserlebnis nicht der Realität stand: Nach dem ersten Bissen lief er angeekelt zum Mülleimer und spuckte seinen Mundinhalt aus. J kostete gar nicht erst, für G war es auch nichts… Umso mehr für Jott.


Abends Couching mit Jott nebst alkoholischen Kaltgetränk. Wir schauten Guardians of the Galaxy 3 und wurden, für einen Samstagabend nach einer anstrengenden Woche, gut unterhalten.

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Freitag, 11.08.2023

(mit massig Verzug zum Datum aufgeschrieben– keine besonderen Erinnerungen oder Notizen an diesen Tag, wird wohl alles wie immer gewesen sein)