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Sonntag, 13.08.2023

Anstelle des geplanten Bade-Ausflugs zum kleinen Müggelsee zu Hause geblieben. Anderthalb Kinder schniefen und husten gelegentlich, ich fühl mich immer noch nicht 100% fit, Jott schwächelt minimalst, das Benehmen der Kinder die letzten Tage war furchtbar und kräftezehrend… Jott und ich hatten uns daher gestern drauf verständigt, zu Hause zu bleiben. Ich hatte Angst davor, mit den Kindern bei annähernd 30°C in der Wohnung gefangen zu sein und diese Entscheidung zu bereuen, aber Jott hatte einen Plan und war zuversichtlich, dass der aufging.


Nach dem Frühstück– dafür waren heute die Kinder verantwortlich– begann Jott, die Kinderzimmer auszumisten. Wir haben wenig Platz, die Kinder werden größer, da muss gelegentlich nicht mehr benötigter Kram weichen. Während sie mit G zugange war, begannen die Jungs ihr Zimmer vorzubereiten. Das gab mir die Zeit, systematisch Rückenübungen (aufgeteilt in Mobility und Kräftigung) aus den die letzten Wochen immer mal wieder gespeicherten Links zusammenzustellen. Am Ende hatte ich eine Liste mit ungefähr 5 – 8 Einträgen pro Kategorie, die ich nun munter variieren und runterturnen kann. Für heute Abend stellte ich mir so direkt ein ungefähr 30-minütiges, mobility-orientiertes Training zusammen, dass die aktuellen Rückenschmerzen lindern soll.

Mittendrin wurde G von einem Nachbarsmädchen zum Spielen abgeholt, woraufhin Jott ins Jungszimmer wechselte. Ich nutze die Zeit zum Aufräumen, Putzen und Müll rausbringen (das sollte ich an diesem Tag noch öfter machen, das Kinderzimmer-Aufräumen war ergiebig…) sowie anschließendem Mittagessen kochen. Bei letzterem half Jott dann irgendwann mit, ansonsten hätte es erheblich länger gedauert bis das Essen auf dem Tisch stand– ich hatte mich minimal verzettelt.

Nach dem Essen Mittagsruhe bzw. Kinderkino für die Kinder; Jott und ich legten ebenfalls die Füße hoch.

Zum späten Nachmittag durften die Kinder auf den Hof und planschen/moddern. Ich hatte das vage in Aussicht gestellt und zumindest G war begeistert. Die Jungs, von denen ich dachte das ich ihnen damit auch etwas gutes tue, benahmen sich scheußlich (provozierten sich, G und ihre Freundin; krakeelten herum, schossen mit den Fußbällen wild um sich und bevorzugt auf Metallelemente die schön laut schepperten, spuckten herum… ).
Mittelkurzer Verzweiflungs-, Weltschmerz- und Wutausbruch meinerseits; ich fühlte mich ob der Rückenschmerzen immobil und noch machtloser als sonst wenn sich die Kinder nicht benehmen.

Als Konsequenz wurden M und J von Jott wieder reinzitiert, wo sie getrennt jeder auf einem Stuhl still sitzen und sich langweilen mussten. Offenbar hatten sie Angst vor Jotts gerechten Zorn, sie kamen nämlich tatsächlich rein und saßen wirklich eine ganze Weile auf ihren Stühlen, immer mal wieder maulend das ihnen langweilig sei während Jott ihr Zimmer entrümpelte.

G und ihre Freundin spielten unterdessen wunderbar zusammen, brauten Hexensuppe aus Wasser, Schlamm, Gras und Schleim (ich will nicht wissen was das war) und hatten mächtig Spaß. Ich schaute ihnen vom Balkon zu, erstellte parallel einen Essensplan und plante die Bringmeister-Bestellung.

Abends das übliche Programm. Jott zog die Jungs durch die Wanne, während G und ihre Freundin ihre Hexensuppe im Beet entsorgten und die Überreste ihrer Hexenparty beseitigten.

Nachdem die Kinder versorgt waren, unternahm ich mehrmals weitere Mülltouren, absolvierte anschließend mein vorgenommenes Rückenprogramm, nahm eine Ibu und stieg auch in die Wanne.

Getrennter Abendausklang von Jott und mir, jeder pusselte vor sich hin.

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