Schon nach dem Aufstehen den tiefen Wunsch nach einer eigenen Wohnung ohne Kinder, wahlweise nach Kindern die durch Widerstände und Verbote nicht aufgeputscht und getriggert werden, verspürt.
J war wach, wusste nicht sich analog bis 7:30 Uhr zu beschäftigen und musste die Welt an seinem Leid teilhaben lassen. Also Poltern, absichtlich laut sprechen, durch die Wohnung rennen und dabei übertrieben laut kichern… Er weiß, was er tut und genießt den Nervenkitzel beim Provozieren von Reaktionen.
Generell: Diese Lust an der Eskalation, das Austesten von Grenzen, das absichtliche Anecken um Reaktionen zu erzeugen und Aufmerksamkeit zu generieren… Ich habe keine Reserven für sowas, finde es einfach nur anstrengend (wieso können sie sich nicht einfach an Absprachen halten und ein bisschen paul-verträglicher sein?) und möchte weit weg.
Ganz allgemein wünsch ich mir in diesen Momenten sehr ein Leben ohne Verantwortung/Einbindung in Tagesabläufe anderer, bzw. stark reduziert würde auch reichen. Aber ach.
Jott will im Urlaub baden gehen, aber ich hab noch keine Schwimmbadfigur– die letzten 3 Monate waren nicht gnädig zu mir (bzw. ich bin halt auch nicht fähig, mich an meine Bewegung/sportliche Betätigung angepasst reduziert zu ernähren)…
Jott hatte eine sehr schlaue Idee: Wir bestellten heute bei Rewe in Heringsdorf zum Abholen und umgehen somit den Einkauf im vor Ostern und am Anreisewochenende vermutlich unfassbar vollen und anstrengenden Markt.
Kindermund: „Papa, Du hast ganz große Augenringe und da sind Pickel in den Augenringen!“, geäußert mit leichten Entsetzen/Ekel. Sie geben einem soviel zurück…
Nachdem die Luft am Vormittag dann wieder dünner geworden war, spielten die Drei gemeinsam sehr schön und konstruktiv miteinander: Voller Forscherdrang zermörserten sie vor der Haustür mit einem großen Stein die Trommelsteine von M und J und schauten mit Lupe und Pinzette, wie die zerstoßenen Steine aussahen und sortierten sie nach Farbe/Größe.

Zum Mittag kam Jotts Mama vorbei. Sie fährt mit uns morgen zusammen an die Ostsee und reiste daher heute an.
Ich nutzte ihre Anwesenheit und ging am Nachmittag eine große Runde spazieren und Frühlingsanzeichen aufspüren.





