Hallo.
Es folgen einige mehr oder weniger sortierte Gedankengänge.
Ich bin sehr gut darin, mir einerseits Dinge vorzunehmen, Routinen festzulegen, Ziele aufzustellen und mich andererseits so damit unter Druck zu setzen, das ich blockiert bin. Das gilt insbesondere für Dinge, die mir eigentlich liegen, mir Spaß machen und mich weiterbringen.
Ich schreibe sehr gern. Ich krieg Ordnung in meine Gedanken rein, ich reflektiere mich, Situationen, Menschen– sogar wenn ich am Ende nicht alles veröffentliche. Und: Es macht Spaß.
Ich weiß, dass Routinen und Gewohnheiten helfen, Dinge geregelt zu kriegen. Ich weiß, dass ein Ziel motivierend wirken kann.
Das ist das eine.
Mich jeden Tag hinzusetzen und zu schreiben ist schwer einzubauen. Wenn ich mit Jott couche und netflixe, gehen wir danach schlafen– also keine halbe, Dreiviertel Stunde zum Schreiben. Und erst recht keine Stunde, die es manchmal auch braucht. Davor? Da ist Alltag, Sport, Arbeiten, von der Arbeit nach Hause kommen.
Im Durchschnitt schreibe ich pro Beitrag eine halbe Stunde.
Schreiben ist anstrengender als sich stumpf an den Rechner zu setzen und die verbleibenden anderthalb, zwei Stunden des Tages zu spielen und den Kopf nicht anzustrengen.
Schreiben konkurriert mit allen anderen Verpflichtungen & Tätigkeiten & Hobbies & Dingen die ich machen möchte. Eigentlich möchte ich Schreiben auch nicht als Verpflichtung, sondern als Hobby sehen das ich gern mache. Aber wenn ich dann Abends nach einem langen Tag– und jeder Tag ist lang– da sitze, fehlt oft die Motivation mich hinzusetzen, eine Viertelstunde „in the mood“ zu kommen und anschließend Kram runterzutippen. Oft, sehr oft, gewinnt die Bequemlichkeit.
Das ist das andere.
Ich weiß nicht wie ich das auflösen kann. Ich weiß auch nicht ob es überhaupt eine Lösung gibt, geben kann– das ist vielleicht der Preis dafür, viele Dinge machen zu wollen. Irgendwas kommt wohl (gefühlt?) immer zu kurz.
Weiterhin: Alltag. Das kann ich gut.
Es herbstet. Morgens grau und wolkenverhangen (hallo versteckter Fernsehturm), Nachmittags etwas angenehmer.




Die Zeit zwischen dem ersten und dem letzten Foto verbrachte ich im Büro, arbeitete vor mich hin, ärgerte mich ein wenig über Prozesse und Personen, die mich von Pontius zu Pilatus schickten (Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im Konzern, es ist wild) und begleitete einen erdnussallergischen Kollegen durch Angst und (leichte) Panik vor einem allergischen Schock bzw. einer damit zusammenhängenden Panikattacke (es ist kompliziert) weil in der Büroküche Erdnüsse standen.
Zu Hause mussten zwei von drei Kindern Hausaufgaben machen. Es war einigermaßen unschön, wir hassen Hausaufgaben aus tiefsten Herzen. Leider haben besagte Kinder die Hausaufgaben und damit einhergehende Übung (bitter) nötig, als leidlich engagierte Eltern müssen wir da also durch. Ich schnappte mir nach Ankunft eines der beiden Kinder, zog mit dem Kind ins Kinderzimmer um und begleitete bei den Mathehausaufgaben (Jott: Englisch).
Ich bin selbst keine Leuchte in Mathe, war ich nie, werde ich nie sein, Zahlen sind mir ein Rätsel, und ja, im Gegensatz zu drei anderen Familienmitgliedern „sehe“ ich Ergebnisse nicht vor mir sondern muss auch bei 37 – 18 rechnen– aber „mein“ Hausaufgabenkind ließ mich kurzzeitig an seiner Intelligenz zweifeln. Ich verstehe nicht, wie man 75% der Aufgaben richtig rechnen, aber bei den anderen 25% bei einer Aufgabe vier verschiedene Ergebnisse rauskriegen kann (nicht übertrieben). Uff.
Das fraß jedenfalls die Zeit auf, die ich eigentlich früher nach Hause gekommen war um noch eine Runde Sport einzuschieben– als wir gegen 18:15 Uhr fertig waren, hatte ich keinen Nerv mehr dafür (und Hunger, den ich vorrangig stillen wollte).
Was schön & gut war:
- Mit dem Erdnusskollegen über seinen Italienurlaub, Gott und die Welt quatschen
- Jotts Bahnticketbuchung für unsere Bahnfahrt nach Italien (Berlin – München – Rovereto) nächstes Jahr
- Perspektivisch etwas gegen schmerzende Füße tun (sprich: Dehn-Übungen)





