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Donnerstag, 09.02.2023

Nach dem Abgeben der Zwillinge in der KiTa und M auf den Schulweg schicken mal wieder an der Wuhle entlang spaziert und erfreut festgestellt, wieviel heller es mittlerweile im Vergleich zu vor vier Wochen ist. In nochmal vier Wochen hält der Frühling langsam Einzug, in acht Wochen sind wir mittendrin… Es wird.


Vormittags einen Termin bei der Psychotherapeutin gehabt. Nicht so gut, ich kann aber nicht benennen/den Finger drauf legen weshalb. Ich hab in mir keinen Zugang zu bestimmten Themen von denen sie spricht, bzw. fühl mich als ob sie mit einem Blinden über Farben sprechen will. Generell sehr sprachlos gewesen.


Beim mittäglichen Essen holen vom Dönermann erfahren das er Familie im Erdbebengebiet in der Türkei/Syrien hat. Geht wohl allen gut, aber das Leben liegt in Trümmern. Sehr hilflos gefühlt. Was sagt/macht man da?


M hatte heute seine erste Probestunde Qwan Ki Do (Kampfsport). Den Computerkurs wollte er nicht weiter verfolgen; da der auch öfter ausfiel als stattfand und wir nicht so recht Ergebnisse/Fortschritte sahen war das für uns okay. Wir haben lose mit ihm vereinbart, dass er ab und an Programmierübungen mit z.B. der Maus macht.


Nachdem die Kinder zu Hause waren, schwärmte M breit und lang was er alles gern isst. Grießbrei, Haferflockensuppe, Porridge, kalten Grießbrei… In einer Spontaneingebung die Kinder gefragt ob sie Grießbrei mit Kirschen zu Abend essen wollen (Süßes! Zum Abendbrot!) und aus sechs strahlenden Gesichtern ein „Jaaaaa“ entgegengeschmettert bekommen. Mit Reibungsverlusten einkaufen gegangen– die Kinder wollten zwar Grießbrei-Zutaten einkaufen, aber gleichzeitig konnten sie sich auch nicht durchringen sich ohne Quatsch und Faxen und Herumalbern anzuziehen, daher brauchten wir fast eine halbe Stunde zum Loskommen. Im Rewe mussten die Kinder sagen was wir alles für Grießbrei brauchen und dann auch finden, G glänzte während die Jungs leicht planlos waren.


Im Rewe zufällig Ms beste Freundin samt Mutter getroffen. M hatte ihr heute morgen einen Brief in den Briefkasten gesteckt in dem er um ein Treffen bat. Die Kinder verabredeten sich direkt für morgen nach der Schule.


Wieder zu Hause hatten die Kinder nur Quatsch im Kopf und ließen sich nur unter Androhung von Tablet-Verbot dazu bewegen, kurz noch beim Wäschelegen zu helfen. Sehr kraftzehrend.


Was schön war:

  • Mit den Kindern nach dem Abendessen herumrechnen und mit Hilfe von Zahnstochern Addition und Subtraktion erklären
  • Der Morgenspaziergang an der Wuhle
  • Konstruktives Arbeiten am Nachmittag vor dem Abholen der Zwillinge
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Mittwoch, 08.02.2023

Bürotag. Vormittags hatte ich mit zwei Kolleg:innen einen Vor-Ort-Termin beim Kunden, den wir ab sofort in Sachen Digitalisierung beraten werden. Guter Termin, wir bekamen viel Papier ausgehändigt, viele Fragen gestellt und durften schon Skepsis erleben die wir in den nächsten gemeinsamen Terminen (hoffentlich) ausräumen können. Festgestellt, dass mir die Meta-Ebene bzw. Strategie-Ebene nicht großartig liegt sondern ich eher praxisnah und operativ arbeiten möchte– also ganz im Sinne von „Klingt ja schön und gut, aber was heißt das konkret, wer macht das, zu wann, wie soll das Ergebnis aussehen“. Muss es ja auch geben.

Anschließend wieder in den Standort gehetzt, schnell was zwischen die Kiemen geschoben und anschließend bei einem internen Kickoff für ein Migrationsprojekt teilgenommen– wir müssen uns bis Ende März in ein „System“ im weiteren Sinne reinfuchsen, das wir dann ab April betreiben weil der bisherige Dienstleister die verwendete Software aus seinem Portfolio streicht. Unser Kunde sitzt in den Niederlanden, die Projektsprache ist englisch; am Freitag habe ich dann auch den ersten offiziellen Call mit Kundenbeteiligung.

Anschließend kurz mit den Kolleg:innen aus dem Digitalisierungstermin am Vormittag abgestimmt & danach Kleinkram weggearbeitet, bevor es nach Hause ging.


Keine Masken mehr in den Bahnen, nur noch sehr vereinzelt. Ich trug auch keine.


Jott war heute ebenfalls im Büro. M war daher nach seiner Heimkehr aus der Schule allein zu Hause bis L, die heute für uns die Zwillinge abholt, mit eben jenen aus der KiTa nach Hause kam. Er rief nach Ankunft zu Hause mit dem Tablet über Alexa (was nicht alles möglich ist…) Jott an um Bescheid zu geben das alles in Ordnung ist. Als L mit den Zwillingen heimkam, riefen sie nochmal durch– offenbar wollten die Zwillinge auch unbedingt.

Als ich gegen 17 Uhr nach Hause kam, waren bis auf M alle wieder ausgeflogen, Jott war mit den Zwillingen beim Sport. Bisschen in der Wohnung hin und her geräumt, mit M erzählt, Badewasser eingelassen und das Bad aufgeräumt und dann kamen sie alle wieder nach Hause.


Jetzt: Weiter Kleo mit Jott schauen.

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Dienstag, 07.02.2023

Rückreisetag. Nach dem Packen gings zurück nach Berlin, am frühen Nachmittag kamen wir an. Dann mit Jott (im HO) schnacken, Koffer auspacken, alles verräumen. Mittendrin kam M nach Hause und als ich dann noch ein Käffchen getrunken hatte war es auch schon wieder Zeit, um die Zwillinge aus der KiTa abzuholen.

Den Rest des Tages dann piano gemacht– die blöde Erkältung will sich nicht in Luft auflösen–, kurz schonmal in die Arbeitsmails und -chats geschaut und abends mit Jott angefangen, „Kleo“ auf Netflix zu schauen.

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Montag, 06.02.2023

8 Uhr klingelte der Wecker; 9 Uhr hatte ich einen Arbeitstermin an dem ich teilnehmen wollte. Ich bekomme ein neues Projekt und dafür war heute die Übergabe aus dem Vertrieb ins Projektteam. Meine Teilnahme wurde nicht erwartet, ich wollte aber um direkt ab Start dabei zu sein und alle Infos zu haben.

Nach dem Termin zogen S und ich wieder an die Steilküste los um Donnerkeile zu sammeln. Während S in seinem Element war, machten mich die Kreisefelsen nervös– vor allem, als ich merkte das immer mal wieder Kreidesand und Steinchen herunterrieselten. Das war mir dann doch zu unheimlich, also suchte ich mir eine Bucht aus in der ich mir im Falle eines Abbruchs Überlebenschancen ausmalte (niedrige Steilküste, breiter Strand, Steilküste mit sanfter Steigung) und ließ S weiter Donnerkeile sammeln. Ein paar Donnerkeile fand ich auch dort, das reichte mir.

Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Heimweg ins Quartier, aßen dort Mittag (Pizza) und fuhren nach einer kurzen Mittagsruhe nach Kap Arkona, um dort Bernstein zu suchen. Auf dem Weg verwarfen wir den Plan und hielten stattdessen zwischen Glowe und Juliusruh, um mal nachzusehen ob der Strand immer noch so sauber wie gestern war. War er nicht, es lag reichlich Seegras am Strand. Also liefen wir im letzten Tageslicht in Richtung Juliusruh, und als es dunkel genug war schalteten wir unsere UV-Lampen ein und liefen bernsteinsuchend zum Auto zurück. Wir fanden vor allem Krümel, mein größter hatte ungefähr die Größe eines Streichholzkopfes. Passte aber für uns, wir hatten trotzdem unseren Spaß. Gegen 19 Uhr waren wir fertig, stiegen ins Auto und fuhren zurück nach Sassnitz zum Abendbrot im Quartier.

Den restlichen Abend legten wir die Füße hoch und machten nichts mehr.

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Sonntag, 05.02.2023

Bis 9 Uhr geschlafen, dann in Ruhe gefrühstückt, unsere Tagesaktivitäten geplant und anschließend über den Hochuferweg zum Königsstuhl und zurück gewandert (so ungefähr diese Tour war das). Das war teils unerwartet schweißtreibend und anstrengend, denn es ging tatsächlich (für unsere Verhältnisse) recht steil hinauf– das hatten wir zwei naiven Stadtmenschen dann doch unterschätzt…

Unterwegs dachte ich mehrfach erheitert daran, wie ich mal in die Sächsiche Schweiz fahren wollte und mir diverse sehr lange Wanderrouten mit wirklich anstrengenden Passagen ausguckte– das wäre wohl sehr ernüchternd gewesen, wenn ichs tatsächlich gemacht hätte.

Auf dem Rückweg verließen wir den Hochuferweg am Strandabgang „Kieler Bach“ und liefen direkt unterhalb der Steilküste am Wasser zurück nach Sassnitz und suchten dabei Bernsteine, Donnerkeile und Hühnergötter. So ganz geheuer war mir die Steilküste nicht, ich trieb S immer mal wieder an. Als die Dämmerung einsetze, beschlossen wir den Rest des Weges wieder durch den Wald zu gehen– in der Dunkelheit wollte keiner von uns über die rutschigen Steine laufen.

Im Quartier aßen wir Abendbrot, verschnauften ein bisschen und fuhren gegen 20:30 Uhr nach Glowe, um dort am Strand mit den UV-Lampen Bernsteine zu suchen. Leider war auch hier der Strand wie gestern in Prora wie abgesaugt, wir fanden nichtmal kleine Splitter und brachen die Suche daher relativ bald wieder ab und fuhren zurück ins Quartier. Dort gabs für mich ein zweites Abendbrot (#yolo) in Form der übrigen Nudeln, als Nachtisch eine Ibu für eine ruhige Nacht (Infekt/Tag in den Knochen).

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Samstag, 04.02.2023

Hallo Ostsee!


S und ich fuhren am späten Vormittag zu einer Neuauflage unseres Bernsteinurlaubs nach Sassnitz auf Rügen. Nach Ankunft kauften wir fix alles notwendige für die nächsten Tage– wir bleiben bis Dienstag– ein, bezogen dann das Quartier, richteten uns ein und zogen anschließend in der Dämmerung nach Norden in Richtung Steilküste los um die Gegend zu erkunden (und vielleicht schon Bernsteine zu finden). Weit kamen wir nicht, uns war es beiden etwas zu heikel im Dunkeln unterhalb der Steilküste an teils sehr schmalen Strandabschnitten mit schlammigen/steinigen/rutschigen Untergrund herumzukraxeln. Also zurück ins Quartier zum Abendbrot. Gegen halb Neun brachen wir erneut auf; mit dem Auto fuhren wir nach Prora und liefen dort mit unseren UV-Lampen den Strand auf und ab. Leider war der Strand dort blank, weder Muscheln noch Seegras noch Sprockholz und schon gar keine Bernsteine fanden wir. War trotzdem schön. Gegen 22:30 Uhr fuhren wir wieder zurück.


Bei der Buchung habe ich nicht daran gedacht, dem Vermieter mitzuteilen das wir zwei bezogene Betten benötigen. Es war also nur ein großes Doppelbett bezogen, die Betten im zweiten Zimmer waren unbezogen. Neue Bettwäsche bekamen wir auch nicht organisiert, wir arrangierten uns also– bzw. S, der sich aus herumliegenden Decken ein Laken bastelte.


Ein die letzten Tage schlummernder Infekt scheint herauszukommen. Perfektes Timing, nicht nur in punkto Urlaub sondern auch weil die kommende Woche ein paar Termine bereit hält an denen ich gern teilnehmen möchte. Vielleicht hilft ja die Seeluft und die Ruhe.

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Donnerstag, 02.02.2023

Bürotag. Mit dem Fahrrad gefahren und die gesamten 18km Gegenwind gehabt. Ich brauchte gute 10 – 15 Minuten länger als sonst und war bei Ankunft ziemlich k.o.…

Im Büro recht entspanntes Arbeiten. So wirklich mit dem Herzen dabei war ich heute nicht, dementsprechend löchrig sah meine Zeiterfassung aus.

Abends mit dem Fahrrad zurück und zu Hause dann total platt gewesen.

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Mittwoch, 01.02.2023

Gemeinsamer Home Office Tag mit Jott. Zur Feier ihrer bestandenen Probezeit (… es sind tatsächlich schon sechs Monate im neuen Job!) mit einer Essensbestellung (indisch) zum Mittag. Das lockerte den Tag doch etwas auf.


Nachmittags eine Sporteinheit, als Jott mit G und J beim Kindersport war. M las derweil weiter im 2. Harry Potter Band und ließ sich weder von mir noch den um ihn herum liegenden Tablets ablenken.


Abends weiter den Scrum Guide durchgearbeitet und für die Zertifizierung zum Professional Scrum Master gelernt.


Was schön war:

  1. Indisch essen mit Jott
  2. Ms Begeisterung beim Lesen
  3. Mit dem Lernen Abends was sinnvolles/zielführendes gemacht
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Dienstag, 31.01.2023

Auf dem morgentlichen Weg zum Schulhort festgestellt, wieviel heller es mittlerweile im Vergleich zu Anfang Januar ist. I like– das Dauergrau und die Dunkelheit seit November schlagen mir langsam aufs Gemüt, die Gewissheit das es nun von Woche zu Woche besser wird gibt Hoffnung.


Weiter mit der Sanduhr neben dem Notebook gearbeitet um wenigstens einigermaßen produktiv durch den Tag zu kommen.


Als die Kinder alle drei zu Hause waren, machten sie remmidemi und sprangen im Wohnzimmer halbnackt über Couch und Sessel und spielten Fange. Allerdings sehr kooperativ und ohne ihr übliches gegenseitiges Anzicken und Streiten, ich ließ sie also weitermachen.


Nachdem ich den Scrum Guide gestern Abend gründlich durchgelesen hatte, setzte ich mich heute Abend hin und begann, ihn durchzuarbeiten. Das heißt in meinem Fall, mir die wichtigsten Themen handschriftlich zu notieren und dabei darüber nachzudenken. Mit dieser Methode lerne ich eigentlich am besten– leider dauert sie ziemlich lange. Ich merkte allerdings auch direkt beim Schreiben, wieviel mehr hängen blieb bzw. wie mein Kopf diverse Verknüpfungen und Fragestellungen durchging.

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Montag, 30.01.2023

Unspektakulärer Home Office Arbeitstag.


Zu meinen Zielen für dieses Jahr gehört es, mich weiterzubilden und z.B. bestimmte Zertifizierungen zu erhalten. Daher las ich die vergangenen Tage ein bisschen zum Thema Scrum Master und begann Abends mit dem gründlichen Lesen des Scrum Guides zur Vorbereitung auf eine Zertifizierung als Professional Scrum Master.


Interessiert gelesen: Die Muster der Ungleichheit – Einkommensverteilung in Großstädten

Festgestellt das wir in einem großen roten Blob leben. Das sind die ganzen Genossenschaftswohnungen um uns herum.

Krass, wie tiefblau der größte Teil des Ringbereichs ist.

(Link auf die Berliner Karte in groß)


Was schön war:

  1. Mit M gemeinsam zum Ferienhort laufen und dabei über Harry Potter (er liest gerad Band 2) erzählen
  2. Gemeinsam tobende Kinder ohne das jemand ausgeschlossen wurde
  3. Gemeinsame Termine mit Kollegen– kommt aktuell nicht so oft vor