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Journal Sonntag, 16.10.2016

Vormittags: Mehrstündiger Spaziergang zum Müggelsee mit den Nachbarn von oben.

Mittags: Nach dem Essen erfolglose Mittagschlafversuche mit einem im Bett hopsenden Kind.

Nachmittags: Kaffee und Kuchen mit den Nachbarn von oben, danach viel Toben und Spielen.

Abends: Kind baden, in den Schlaf begleiten, Knuspermüsli zubereiten.

Wie kann ein 16 Monate altes Kind dazu gebracht werden, nicht im Bett zu hüpfen? Erklärungen (er kann stolpern und sich weh tun, das Bett leidet darunter) und anschließende mahnende Worte führten heute Mittag nicht zum gewünschten Ergebnis, sondern feuerten Herrn Schnuffke zu noch wilderem Gehopse an. Auch das Herausnehmen aus dem Bett fasste er eher als Spiel auf.
Mittlerweile glaube ich, dass er nach Aufmerksamkeit suchte (ich lag zwar neben ihm, aber vielleicht reichte das nicht aus). Ist es also ein gutes Mittel, ihm diese Aufmerksamkeit gerade nicht zu geben und ihn zu ignorieren oder sogar den Raum zu verlassen?

Beim Spaziergang sahen wir heute erstmals die Wasserbüffel auf den Erpetalwiesen. Die sollen dort schon eine Weile leben, aber gesehen hatten wir sie bislang noch nicht.

Außerdem kamen wir auf Höhe der Wasserbüffel an einer Naturführung vorbei- eine etwas sehr öko aussehende Frau erklärte gerade einer kleinen Menschengruppe Details zu am Wegesrand wachsenden Sträuchern.
Ich muss mal gucken ob es tatsächlich Führungen gibt, es ist schon sehr beschämend auf Herrn Schnuffkes „Da?“ nur „Strauch. Noch ein Strauch. Busch.“ sagen zu können und zum Großteil nicht zu wissen, wie die Pflanzen tatsächlich heißen.
Außerdem ists natürlich interessant, welche Pflanzen man eventuell essen kann und welche nicht.

Was schön war: Enten füttern.

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Journal Samstag, 15.10.2016

Dankenswerter Weise übernahm Jotts Mama Herrn Schnuffkes Nachtbetreuung. So konnten wenigstens Jott und ich ruhig schlafen, der Rest der Familie leider nicht so bzw. erst ab 4 Uhr morgens. Dafür schlief Herr Schnuffke aber auch bis halb Neun, das ist geradezu rekordverdächtig lange.

Jotts Mama reiste am Nachmittag ab. Nun ist Jott tagsüber auf sich allein gestellt. Zum Glück kommt die Haushaltshilfe wohl ab Montag regelmäßig. Ansonsten würde das echt stressig, Jotts Zustand wurde neulich von der Frauenärztin mit einer Einlings-Schwangeren verglichen die überträgt, deren Kind also am errechneten Geburtstermin noch nicht zur Welt gekommen ist. Ob das wirklich so vergleichbar ist, weiß ich natürlich nicht, aber als Umschreibung für die körperliche Fitness passt das ganz gut. Und es sind noch gute zehn Wochen bis zu “unserem” Geburtstermin…

Herr Schnuffke und ich spazierten am späten Nachmittag durch die Mittelheide. Wir fuhren mit der S-Bahn eine Station bis Hirschgarten, liefen fünf Minuten und standen im Wald. Um uns herum kein Straßenlärm und keine Menschen, sondern nur Bäume, der Wind und ein paar Regentropfen, die es durch das Blätterdach geschafft hatten. Das war interessant, ich war lange nicht mehr im Wald.

Wir liefen (beide) parallel zu den Schienen zurück nach Köpenick, durchquerten das Märchenviertel und kamen am S-Bahnhof Köpenick wieder heraus. Eigentlich eine recht kurze Strecke, aber mit Herrn Schnuffke kann auch ein 100 Meter langer Weg eine Stunde in Anspruch nehmen- der Wegesrand muss nur spannend genug sein…

Das Kind ist schon ganz schön clever: Das Herr Schnuffke seine Körperteile zuordnen kann, wenn wir ihn beispielsweise fragen wo seine Nase ist, ist nichts neues. Heute beim Abendessen fragten wir aber noch weiter: Wo denn die Uhr ist, die Lampe, das Fenster, die Tür… Und immer zeigte Herr Schnuffke auf das richtige Objekt. Ich war sehr beeindruckt.

Aber eigentlich ist das ja nur logisch: Wenn er auf unsere Ansagen in die richtigen Räume gehen und Sachen von A nach B tragen kann, dann ist wohl das Zeigen auf eine Uhr oder ein Fenster eine Kleinigkeit.

So ein schlaues kleines Mäuschen.

Beim Verabreichen von Herrn Schnuffkes Nasentropfen leistete ich mir einen echten Paul: Nach Einspritzen der Nasentropfen ließ ich noch in der Nase des schlafenden Kindes die Pipettierhilfe (ja, den Begriff habe ich gegooglet, ansonsten hätte ich „Gummi-Dingsi am Kopf der Pipette“ schreiben müssen) los… und saugte die gerade erst verabreichten Nasentropfen dadurch sofort wieder ein.
Zum Glück schlief Herr Schnuffke schon tief und fest und ließ sich dadurch nicht stören.

Was schön war: Mit den Zwillingen kuscheln. Also: Sanft auf die Stellen auf Jotts Bauch drücken, an denen gerade ein Babykörperteil zu spüren ist, und dann auf Rückmeldung (in Form von Tritten/ Faustschlägen) warten.

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Journal Freitag, 14.10.2016

Herr Schnuffkes ist Nase ist stark verstopft. Die helfenden Nasentropfen lehnt er ab, sobald er auch nur das Fläschchen in der Hand bemerkt windet und wehrt er sich. Ablenken funktioniert nicht. Bei jedem Versuch wird das Kind panischer, und irgendwann
Die bislang einzige Möglichkeit, die Nasentropfen in ihn rein zu kriegen, ist abzuwarten bis er schläft.
Blöd nur, wenn er auf Grund der verstopften Nase schlecht Luft kriegt und darum nicht schlafen kann…

Ich freu mich drauf, wenn er älter ist und den Zusammenhang zwischen Nasenspray und einer freien Nase versteht.

Gestern Nachmittag dachte ich vor Verlassen des Büros noch, dass ich einen ruhigen Freitag vor mir habe. Das war leider falsch, der heute Tag war Stress pur. Ein „Oh, da sollte ich mich lieber mal drum kümmern“ wurde gejagt von „Paul, Du musst mir mal helfen“. Und so schön es auch ist, Ansprechpartner für vieles sein zu können, leidet darunter eben doch die eigentliche Arbeit.
Um das mal zu verdeutlichen: Initial war angedacht, dass ich in dieser Woche zwischen 25 und 30 Stunden Code schreiben sollte. Daraus wurden letztendlich nur fünf Stunden, die auf fünf Tage verteilt waren und deren Ergebnis auch eher mau ist- teilweise waren es nämlich nichtmal ganze Stunden, die ich entwickeln konnte.
Als Konsequenz daraus habe ich heute mit der Projektleiterin abgestimmt, dass ich vorerst keine Entwicklungs-Aufgaben mehr auf den Tisch bekomme, sondern erst einmal weiter organisiere und manage.

Offenbar kommen zur verstopften Nase des Kindes und der miesen Laune wegen der Nasentropfen noch Blähungen- wir haben hier seit einer halben Stunde ein immer wieder hysterisch schreiendes Kind. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das mit drei Kleinkindern ist.

Was schön war (gerade wichtiger als sonst): Die ruhige S-Bahn-Fahrt, die ich zum Lesen nutzen konnte.

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Journal Donnerstag, 13.10.2016

Post von der Hausverwaltung: Die Damen und Herren bedauern, keine Rückmeldung von uns bezüglich der Mitte August verkündeten Mieterhöhung bekommen zu haben.

Tja.

Schlaufüchse, wie wir sind, haben wir aber unseren Einspruch gegen genau diese Mieterhöhung als Einschreiben verschickt und können belegen, dass das Einschreiben zugestellt wurde.
Jott schrieb also erstmal eine E-Mail, in der wir um Stellungnahme binnen sieben Werktagen bitten.

Mal gucken, was da noch passiert.

Unsere Nachbarn von oben, deren Miete ebenfalls erhöht werden soll und die ebenfalls Einspruch eingelegt hatten, bekamen von der Hausverwaltung einen Erpresserbrief: Entweder sie akzeptieren die moderate Mieterhöhung oder aber die Hausverwaltung sieht sich gezwungen, die Miete komplett neu zu berechnen. Das Dachgeschoss, in dem unsere Nachbarn wohnen, sei nämlich bei einer Renovierung des Hauses nachträglich bewohnbar gemacht worden und demzufolge kein Altbau, sondern ein Neubau- und da übersteige die Miete die 1000 Euro kalt.
Was für dreiste *****geigen.

Herr Schnuffke wurde heute geimpft. Der Husten ist halt, da Kindergartenkinder im dem Alter haben eben ständig Infekte und schniefen und husten und sind angeschlagen. Solange der Husten nicht trocken ist und Herr Schnuffke kein Fieber bekommt, sollen wir uns keine Sorgen machen, beschied die Ärztin. Außerdem könne das in der Erkältungssaison noch schlimmer werden und halte vermutlich bis zum März des nächsten Jahres an.

Ich bin da etwas skeptisch- teilweise hustet Herr Schnuffke so stark, dass ich befürchte das er gleich zerspringt.

Für die nächsten 72 Stunden ist er nun besonders anfällig für Infekte, zudem war er über den Tag wohl etwas quengeliger als sonst. Kann sein, dass das schon von der Impfung kommt, kann aber auch sein das er von der Abkehr vom normalen Tagesablauf irritiert ist.

Punkt 16 Uhr klappte ich im Büro den Rechner zu, lief hinunter zum Hausvogteiplatz und wartete auf meine Verabredung: Die Rabenfamilie, die auf ihrem Weg von Trondheim nach Bielefeld Zwischenstation in Berlin machten.
Ich war sehr gespannt, sollte ich doch heute Frau Rabe samt der beiden Kinder wiedersehen und zusätzlich noch Herrn Rabe persönlich kennen lernen.

Als die vier ankamen, tranken wir einen Kaffee im Coffee Shop am Hausvogteiplatz, besprachen kurz das weitere Vorgehen und machten uns auf den Weg ins Driss im Wunderland. Das hatte ich bei der Abstimmung zu unserem Treffen auf Twitter als geeigneten Ort vorgeschlagen, dabei aber leider nicht so ganz bedacht dass wir ja erst einmal dort hingelangen mussten- und das dauert vom Hausvogteiplatz aus schonmal 30 bis 40 Minuten.
Im Driss im Wunderland konnten die beiden Kinder spielen, während wir Großen eine Kleinigkeit aßen und uns unterhielten. Das war schön.

Herr Schnuffke und Jott, die eventuell hätten dazustoßen können, sagten leider ab. Beide waren angeschlagen, und den nun besonders anfälligen Herrn Schnuffke dem Bazillencocktail eines Familiencafés ausetzen schien Jott und mir keine gute Idee.

Beim nächsten Mal. Und dann auch mit Herrn Schnuffkes Geschwistern.

Nach einer guten Stunde brachen wir wieder auf und fuhren zum Hauptbahnhof. Dort warteten wir gemeinsam auf den ICE, ich verabschiedete die Rabenfamilie und fuhr nach Hause.

Nachdem Herr Schnuffke eingeschlafen war, probierte ich einen Nasensauger aus, er schnorchelte arg vor sich hin. Wenn er wach ist, habe ich keine Chance, die Nase auszusaugen, er zappelt und dreht den Kopf weg. Im Schlaf sollte das einfacher sein, dachte ich. Aber Pustekuchen- kaum berührte der Saugkopf seine Nase, drehte er sich im Schlaf weg.
Ich würde gern mal sehen, wie das bei Babys und Kleinkindern funktionieren soll.

Als ich so auf die Rabenfamilie wartete, bekam ich einen kleinen Vorgeschmack auf das Wetter für das nächste halbe Jahr: Kalt und windig, nur der Regen fehlte noch. Zum Glück war ich halbwegs warm eingepackt, nur die Mütze fehlte. Die wird morgen früh aufgesetzt.

Was schön war: Das Treffen mit der Rabenfamilie.

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Journal Mittwoch, 12.10.2016

Kein 12 von 12 heute, an Bürotagen ist es ziemlich schwierig wirklich 12 Bilder vom Tag zu schießen, die sich nicht wiederholen oder zu langweilig sind.

Herr Schnuffke ist mal wieder etwas stärker erkältet. Die laufende Nase und gelegentliches Husten sind ja inzwischen normal und keine Meldung mehr wert (so schnell stumpft man ab…). Leider hat sich der Husten in den letzten paar Tagen wieder verschlimmert, er bellt hundserbärmlich. Der Husten ist zwar „produktiv“, aber mal ehrlich, soviel Schleim kann niemand in den Atemwegen haben.

Morgen soll er eigentlich seine zweite MMR-Impfung erhalten, mal gucken ob das möglich ist. Ich habe Jott jedenfalls gebeten, bei der Kinderärztin nachzufragen ob das wirklich noch normaler Husten ist oder schon wieder in irgendwas unschöneres abdriftet.

Wir haben in drei Wochen im Büro eine sehr, sehr große Code-Auslieferung, an der wir seit längerer Zeit arbeiten. So kurz vor Ende der Deadline nimmt das Stresslevel zu, und damit verbunden auch der Geräuschpegel. Zudem wird der Umgangston etwas rauer.

Ich freue mich, wenn der Auslieferungs-Zeitpunkt vorüber ist und das normale Tagesgeschäft wieder Einzug hält.

Jedes Mal, wenn ich „The Soulforged“ von Blind Guardian höre (das ist oft, es ist eines meiner Lieblingslieder), möchte ich die Dragonlance-Saga lesen. Das Lied handelt vom Leben des Raistlin Majere, eines Zauberes aus der Welt der Dragonlance-Saga. Ich lese (oder vielmehr las, seit ungefähr zwei Jahren lese ich nur noch online) solche Werke ungemein gern und kann mich da sehr tief drin verlieren. Jedenfalls klingen die Wikipedia-Artikel zu Dragonlance und auch Raistlin Majere spannend und wecken jedes Mal aufs neue meine Neugierde.

Nachdem ich es gerade anhörte, machte ich Nägel mit Köpfen und bestellte mir endlich Band 1 und 2 der Raistlin Chronicles. Das ist auf jeden Fall ein Anfang.

In 7 bis 21 Werktagen (Lieferung aus den USA) sollen sie eintreffen, ich freu mich drauf.

Offenbar habe ich eine Bastelmama geheiratet.

In der KiTa ist Anfang November Lichterfest. Die Kinder laufen mit Laternen über den Gendarmenmarkt, begleitet von einer Musikkapelle und Polizei mit Blaulicht. Als Jott davon hörte, war sie Feuer und Flamme- endlich könnte sie eine Laterne basteln! Meine Einwände, dass wir die auch einfach kaufen können (ich bastle nicht), wurden beiseite gewischt.

Gestern und heute wurde gebastelt, das Ergebnis ist wunderschön geworden. Beinahe zu schön, ich will gar nicht dran denken was Herr Schnuffke mit der Laterne anstellt.

Eine Laterne in Form eines stilisierten Igels
Igellaterne und Zwillingsbabybauch.

Was schön war: Herr Schnuffkes Begeisterung beim Spielen mit einem elektrischen Teelicht auf dem Weg zur Arbeit.

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Journal Dienstag, 11.10.2016

Das frühe Schlafen gehen gestern war gut, ich fühlte mich heute morgen tatsächlich etwas erholter.

Momentan ist das Führen dieses Blogs ein Krampf. Die Worte wollen einfach nicht raus, mitunter lösche ich ganze Absätze weil sie mir nicht gefallen und einfach nicht ausdrücken, was ich eigentlich schreiben will. Zusätzlich dauert das Schreiben unglaublich lange, das ist nicht so wirklich produktiv.

Ich hoffe, das vergeht recht schnell wieder.

Herr Schnuffke ist wieder bei uns, meine Eltern brachten ihn heute am Nachmittag zurück zu uns. Beim Nachhausekommen wurde ich von ihm begrüßt, er zeigte mir sehr aufgeregt sein neues Spielzeug: Ein elektrisches Teelicht, das Jott von Ikea mitgebracht hat und in einer Laterne für das KiTa-Lichterfest einbauen möchte. So begeistert war er lange nicht mehr.

Jott war heute im St. Joseph in Tempelhof, um sich für die Geburt anzumelden. Es sind nur noch ungefähr zehn Wochen bis zum errechneten Entbindungstermin, das ist quasi übermorgen.
Die Namensfindung macht keine Fortschritte, ich schiebe das gerade vor mir her. Es macht einfach nicht Klick.

Was schön war: Ein „Hurra, es funktioniert wie gedacht!“-Moment beim Arbeiten.

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Journal Montag, 10.10.2016

Doofer Bürotag, Kind an Großeltern verkauft, mir ist kalt- ich schnapp mir jetzt was zu lesen und leg mich mit ’ner heißen Zitrone ins Bett.

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Wochenende in Bildern

Journal Sonntag, 9.10.2016 – Wochenende in Bildern

[Weitere Informationen zur Initiative „Wochenende in Bildern“; die Wochenenden der anderen Teilnehmer sind in Wochenende in Bildern 08./09. Oktober 2016 verlinkt.]

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Wir waren heute mit unseren Nachbarn von oben in Karls Erlebnisdorf in Elstal.

Erdbeerhof
Auch wenn es auf diesem Bild nicht so aussieht: Wir hatten Glück mit dem Wetter. Bei Aufbruch und während der Fahrt herrschte strömender Regen, der tatsächlich in dem Moment aufhörte als wir auf den Parkplatz einfuhren. Glück muss der Mensch haben.

Sheherazade
Zuerst besuchten wir die Eiszeit und froren bei -10°C. Erster Gedanke bei Betreten der Halle war „*******, ist das kalt“- und das trotz Warmhalte-Poncho, der uns vor dem Betreten empfohlen wurde. Die Sand- und Eisskulpturen waren sehr beeindruckend und wir hätten sie uns bestimmt auch länger angeguckt, wenn wir nicht so gefroren hätten. Herbstklamotten und diese Kälte vertragen sich nicht so wirklich.

Pommes

Als wir wieder draußen waren, gab es Mittagessen im Burger-Restaurant. Jott und ich aßen je einen Burger, Herr Schnuffke vertilgte mehrere Handvoll Pommes.
Ich war von der Qualität des Burgers überrascht- der war echt gut, das kriegen viele Burgerläden nicht so hin.

Früher™ dachte ich ja immer: „Wer isst denn um dreiviertel Zwölf schon Mittag?!“- jetzt, mit einem Kleinkind, weiß ich es. Wer zwischen sechs und acht Uhr frühstückt, hat eben auch früher wieder Hunger…

Hand in Hand
Nach’m essen gings Hand in Hand nach draußen…

Trecker fahr'n
… zum Trecker fahren (Herr Schnuffke lenkte begeistert)…

sup guys
… und Tiere bestaunen.
So Ponys und Schafe müssen aus Kleinkindperspektive wirklich Eindruck schinden- sind sie doch ungleich größer als das sie bestaunende Kind. Herr Schnuffke war ganz fasziniert und streichelte sowohl Ponys als auch Schafe begeistert.

Wildes Gehopse
Zwischendurch tobten wir herum und hopsten auf einem großen Luftkissen. Das ist großartig, das brauchen wir im Innenhof. In noch größer und noch praller.

Nach einem halben Tag im Erlebnisdorf fuhren wir wieder nach Hause. Herr Schnuffke hing zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön schief in den Seilen im Buggy, im Auto schlief er schnell ein.

Antilopen-Gang
Wieder zu Hause entspannten sich Jott und Herr Schnuffke auf der Couch und sahen sich die neusten Snapchat-Filter an. Immer, wenn sie besonders laut lachten, guckte ich nach und machte mit- ansonsten räumte ich etwas auf, denn Jotts Mama, die die nächste Woche bei uns zu Besuch ist, sollte am frühen Abend ankommen.

Admin
Zwischen Aufräumen und Snapchat gucken versuche ich, Fehlfunktionen am Laptop meiner Mama zu beheben. Internet über LAN geht nicht, und meine ersten Versuche der Fehlerbehebung sind Software- und Treiberupdates.
Mal gucken, ob ich den Fehler beheben kann- ich bin schon seit Jahren nicht mehr auf Windows unterwegs. Aber im Endeffekt ists ja immer dasselbe: Fehler googlen, Sachen ausprobieren, und dann klappt irgendwas schon.

Oat
Weil Jotts Mama es sich nicht hat nehmen lassen, Herrn Schnuffke zu baden und ins Bett zu bringen, kann ich früher als sonst aufräumen und mein Frühstück für morgen vorbereiten. Inzwischen gibt es keine Overnight Oats mehr, sondern Overnight Granolas (auf dem Bild: 80g TK-Himbeeren, 100g Skyr, 5g geschrotete Leinsamen, 5g Agavendicksaft, 80g Granola- und nein, natürlich wiege ich das nicht grammgenau ab, garantiert nicht, und ich bin auch nicht übermäßig erfreut wenn die Grammzahl natürlich nur rein zufällig stimmt…).

Zum Samstag vom Wochenende in Bildern.

Was schön war: Der Schnuffke-Wecker um fünf vor Acht. Und mit Schnuffke-Wecker meine ich das „Lalalala Bababababa Papa Papa Mama papapapapa“.

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Wochenende in Bildern

Journal Samstag, 8.10.2016

In Kurzform, weil müde: Aufstehen, im Bett herumhopsen (Herr Schnuffke), mit der neuen Talerbox (Margarinebüchse mit Schlitz und Pappscheibchen) spielen, Erledigungen machen, Äpfel und Pflaumen beim Obstbauern kaufen, bei meinen Eltern Geburtstag nachfeiern, nach Hause fahren, beim Kind ins Bett bringen einschlafen.

Flash

Talerbox

Talersegen

Einkaufen

Schlemmer-Oasa

Autofahrt

Schlafkind

Kastanien

Ausbeute

Zum Sonntag vom Wochenende in Bildern.

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Journal Freitag, 7.10.2016

Große Überraschung heute Nacht: Gegen 4 Uhr wachte ich auf, weil das Babyphone ansprang und nicht so ganz eindeutig identifizierbare Geräusche durchkamen. Es klang nach einem wachen Kind, das aber nicht weinte, sondern eher beschäftigt wirkte.
Aus der Angst heraus, dass Herr Schnuffke aus seinem inzwischen gitterlosen Bett über den Rausfallschutz klettert und fällt, schlich ich also nachsehen. Und tatsächlich: Herr Schnuffke war wach und hatte sich bereits zur Hälfte auf das neben seinem Bett stehende Luftbett (da legen Jott oder ich uns beim Zubettbringen Abends rauf) gezogen. Gut, dass das Bett da steht, und noch besser das ich nachgeschaut hatte- das Luftbett ist höher als Herr Schnuffkes Bett, wenn er da runtergefallen wäre hätte er sich ordentlich wehtun können. Des Schlafsackes wegen ist er nicht ganz so agil wie ohne, das versteht er aber noch nicht.

Ich hab ihn dann rübergeholt und zwischen Jott und mich gelegt, nach fünf Minuten schlief er wieder und wir auch.

Ich hab mich ja am Mittwoch über den lästigen, ewig langen Einschlaf-Kampf aufgeregt. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille: Sobald Herr Schnuffke am Abend schläft, schläft er erstmal. Wir hatten schon seit längerer Zeit das unverschämte Glück, Abends tatsächlich nicht mehr zu ihm gehen zu müssen weil er wach wird und weint. Das ist total schön.

Herr Schnuffke mäkelt derzeit am Frühstück herum. Er isst weder sein Kinder-Müsli noch mein Müsli noch warmen Milchreis mit Apfelmus und Zimt. Stattdessen beharrt er seit ein paar Tagen auf „Apa“ (Apfel) und is(s)t erst zufrieden, wenn er mindestens einen halben Apfel gegessen hat.
In der KiTa aß er die Woche morgens ebenfalls kaum etwas, die Brotbüchse kam kaum angetastet nach Hause zurück (außer heute).

Dafür haut er Abends rein wie ein Scheunendrescher und isst mindestens genauso viel wie Jott oder ich.

Die Haushaltshilfe war heute das zweite Mal da. Bereits die beiden Besuche haben uns unglaublich viel Arbeit abgenommen und tragen erheblich zu unserer Entspannung bei. Ich hoffe, sie bleibt uns noch eine Weile erhalten.

Weil wir das Wochenende nur Morgens und Abends zu Hause sein werden, bestellten wir gestern Abend erstmals beim neuen Kaufland-Lieferservice. Der liefert seit Donnerstag in Berlin Lebensmitteleinkäufe aus, wir gehören also zu den Versuchskaninchen.
Eigentlich wollten wir, wie immer, bei Rewe bestellen- deren Lieferservice kennen wir, das ist ’ne solide Sache und eigentlich immer ganz gut. Donnerstag Abend allerdings war mindestens die Hälfte der von uns benötigten Artikel nicht vorrätig, sodass wir nicht über den Mindestbestellwert kamen. Da erinnerte ich mich an die Kaufland-Lieferautos, die ich in der vergangenen Woche mehrmals sah, und so kam es eben über einiges Recherchieren zur Kaufland-Bestellung.
Laut Jott lief es gut, der Kaufland-Liefermensch war zuvorkommender als der Rewe-Liefermensch, trug Jott die Taschen in die Küche und nahm außerdem noch die Pfandflaschen mit- beides wird bei einer Rewe-Lieferung nicht gemacht.
Preislich ist Kaufland etwas günstiger als Rewe, die Eigenmarken machens. Auch ein Pluspunkt.

Da die ersten drei Bestellungen bei Kaufland kostenlos geliefert werden, probieren wir das noch mindestens zwei Mal aus. Mal gucken, ob es wieder so gut läuft.

Im Büro war es heute etwas chaotisch: Deadlines, spontan abgesagte Meetings, überraschende Telefonate… Nicht schön und einer guten Entwicklungsarbeit nicht zuträglich.

Die ständige Einbeziehung Herrn Schnuffkes in alle möglichen Tätigkeiten in der KiTa und zu Hause bewirkt, dass er erstaunlich selbstständig ist und im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr viel allein oder zumindest mit nur wenig Hilfe erledigen kann. Er hält seine Windel beim Wickeln, zieht sich selbst an und aus (Schuhe, Socken, Jacken, die Hosen kann er runter und hoch ziehen), läuft auf Bitten hin in die entsprechenden Räume, kann sich die Hände waschen und Dinge und Sachen wegräumen.
Das macht vieles einfacher, und ich habe das Gefühl das ihm das sehr viel Spaß bereitet und Befriedigung verschafft.

Was schön war: Zusammen mit Jott Gotham gucken und die Ruhe genießen.