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Journal Dienstag, 2.5.2017

Nachtrag zum gestern empfohlenen ewig langen Interview mit Florian Leibert: Ein Aspekt stieß mir ungut auf. Er sagt nämlich „Man muss heute aber kontinuierlich lernen und wachsen.“. Klingt ja erstmal gut, aber was, wenn man das nicht möchte/ kann? Solche Fälle gibt es offenbar in seiner Welt nicht.

Ohrwurm, den ganzen Tag schon:

Diese vermaledeiten Recruiter werden auch immer dreister. Ich bekomme bei Xing viele, viele Anfragen von Recruitern- ich habe Glück, Menschen mit meinem beruflichen Profil müssen sich keine großen Sorgen um den nächsten Job machen-, die meistens nur Spam (Massenanschreiben, wechselnde Anreden im Anschreiben, Schreibfehler) sind. Der Herr aus diesem Beispiel ist einer davon:

Sinngemäß so „Ja hömma, mach doch mal meinen Job für lau für mich!“

Nach Feststellung von M.s KiTa-Tauglichkeit (kein Fieber, normaler Husten, nicht zu weinerlich) am Morgen innerliches Champagner-Flaschen-Öffnen. Also nicht zu Hause bleiben, sondern ab in die KiTa/ ins Büro.

Jott und ich haben unisono festgestellt, dass wir zwar die Kinder ganz gern haben, es uns aber einfach nicht erfüllen würde, sie den ganzen Tag zu betreuen, und dass wir insgesamt doch ganz gern arbeiten gehen und die Kinder dann in guten Händen wissen möchten.

In M.s KiTa-Gruppe geht seit der vergangenen Woche ein Magen-Darm-Infekt um, heute war nur die Hälfte der Kinder anwesend.

Hoffentlich erwischt es uns nicht

Dieser M.. Beim Treppauflaufen zur Wohnung stellte er sich „Paaapaaaaa“quengelnd vor mich.

Ich so: „M., was willste?“
Er so: „…“
Ich so: „M, wenn Du was möchtest, sollst Du es sagen und nicht quengeln.“
Er so: „…“
Ich so: „Möchtest Du getragen werden? Dann sag das bi-“
Er so, freudestrahlend, quietschig, enthusiastisch, mich unterbrechend: „Jaaaaaaaaaaaaaaaaa“

Und dann musste ich lachen und konnte ihm nicht sagen, dass er doch nicht quengeln, sondern einfach Bescheid sagen soll.

Wenn M. gern mehr von etwas hätte, sagt er „Nuch mehr?“. Putziges Kind.

Heute beim Abendessen, Szene 1. M. hat sein Käsebrot gegessen und stellt fest, dass Jott und ich uns angeregt unterhalten und ihn gerade nicht beachten. Was macht das gerissene Kind? Streckt heimlich seine Hand nach dem Camenbert aus, greift sich das Stück und steckt es sich betont unauffällig in den Mund…

Heute beim Abendessen, Szene 2. M. so, nachdem er beim Camenbert-Moppsen erwischt wurde und gern noch mehr Käse hätte:

via GIPHY

Auf das „Nein, Du hattest gerade ein großes Stück!“ folgte eine Oscar-verdächtige vorgeschobene Unterlippe und ein „Wie kannst Du mir das antun?“-Blick.

So ein manipulatives kleines Kerlchen <3

Die Zwillinge bekamen heute Abend erstmals Abendbrei. Eigentlich sollte es den erst ab ungefähr Mitte Mai geben, aber aus Gründen (sie haben wohl beide recht viel rumgequengelt, sagte Jott), durften sie heute Brei essen. Mal gucken, wie es ihnen bekommt.

Den gestrigen Ausflug haben die beiden wesentlich besser verkraftet als beim letzten Mal (da folgte auf den Tag im Brandenburgischen eine sehr, sehr, sehr unruhige Nacht). Diesmal schliefen sie ganz normal und machten uns weniger Trubel als M.., der im Schlaf seine Roundhouse Kick Skills zu verbessern suchte.

Jott bekam nach einer Vertragsverlängerung ihr neues Handy zugeschickt und überließ mir großzügig ihr altes. Sobald ich Zeit für die Konfiguration habe, bin ich also im Besitz eines goldenen Samsung Galaxy S6 mit Blümchen-Cover.

Ganz großes Tool-Kopfschmerz-Fuckup im Büro. Etwas funktionierte nicht, beim Fehler suchen und beheben bekam ich ganz furchtbare Kopfschmerzen weil es so ein „Tool A hat Abhängigkeiten nach Programm B in Version C und läuft nur bei Vollmond“-Ding war.

Dieser ganze Computerkram kann schon ordentlich nerven. Wie meinte ein Kollege neulich auf meine Feststellung, dass etwas ganz bestimmt funktionieren wird weil wir es nur von A nach B kopieren und zum Laufen bringen? „Aber das ist IT, irgendwas funktioniert immer nicht“.

In Gedanken bei der Schlimmen Helena. Viel Kraft.

Was schön war: Die Zwillinge waren Dank Jotts Kinder-müde-Spiel-Fähigkeiten superfix eingeschlafen, und dann war auch kaum noch was zu erledigen in der Küche. Ich wiederhol mich, aber Jott ist definitiv toll.

2 Antworten auf „Journal Dienstag, 2.5.2017“

Lieber herr paul,
freue mich jeden Abend auf Ihren Text. Mein Mann ist schon etwas eifersüchtig.
Haben zwei Kids, davon eins im Alter der Zwillinge.
Ihr macht das alles super, ich bewundere Euch!
Alles Liebe!

Hallo & herzlich willkommen, MomOfTwoBoys! Freut mich, dass es Sie freut- das kann ich mir beim Alltag-Aufschreiben je kaum vorstellen… Danke für die lieben Worte :)

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