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WMDEDGT?

Journal Mittwoch, 5.9.2018 – #WMDEDGT 9/18

[Mehr WMDEDGT?-Einträge bei Frau Brüllen.]

Lausig geschlafen. Jott war mit G im Wohnzimmer, ich mit M und Babyphone-J im Schlafzimmer. Babyphone-J quäkte ständig rum, erholsamer Schlaf sieht anders aus.
Halb Sechs aufgestanden, Kaffee aufgesetzt, duschen, frühstücken, dem weiterhin über Babyphone zugeschalteten und quäkenden J eine Mini-Flasche gemacht (wenn die Zwillinge wach werden, bevor wir mit frühstücken fertig sind, bekommen sie eine Flasche- alles andere würde zu massiven Verzögerungen im Betriebsablauf führen), weitergefrühstückt, mit Jott die Kinder fertig gemacht bzw. sie uns, allgemeiner Aufbruch kurz vor 7 Uhr. Nach Kinder-ins-Auto-setzen auf dem Weg zum Bahnhof festgestellt, dass meine Hose total dreckig ist, das war mir vorher nicht aufgefallen. Schnell nochmal hoch, andere Hose angezogen, wieder los zum Bahnhof.

Kurz darauf beim Bäckerauto am Bahnhof festgestellt, dass Brot schon wieder teurer geworden ist: Vor ’nem halben Jahr stieg der Preis für ein 750g Mischbrot von 2,20€ auf 2,40€ und jetzt auf 2,80€. Ob das ggf. eine Folge der Dürre ist? Und ob andere Bäcker nachziehen? 2,80€ find ich immer noch okay, das Bäckerauto ist damit weiterhin mindestens 50 Cent günstiger als alle anderen Bäcker im Umkreis (die selber backen).

Auf dem Weg ins Büro den Feedreader einigermaßen leer gelesen und die letzten Kilometer vom Alex zum Hausvogteiplatz in „alter“ Zeit geschafft (also ~17 Minuten). Yay.

Kurz nach Acht im Büro. Direkt rangesetzt an ein Angebot, das heute rausgehen sollte. War schwierig, ich stehe nur so teilweise hinter dem Angebot und halte ein anderes, auf Grund der Gegebenheiten allerdings nicht abzustimmendes Vorgehen (der Ansprechpartner auf Kundenseite ist auf Bali und kann nicht erreicht werden…) für zielführender für Kunden und uns. Aber wat willze machen, wie man anderswo so schön sagt?
Mich beim Schreiben außerdem ziemlich abgemüht, weil ich nur sehr spärliche Informationen bekam und mir jede Menge Kram aus den Fingern saugen musste.
Zwischendurch immer mal wieder Plausch mit eintrudelnden Kollegen (ich bin morgens im Normalfall der erste).

Gegen 10 Uhr Daily Standup. Seit einiger Zeit schalten wir Kollegen nicht nur per Telefon, sondern auch per Videochat dazu, das find ich super.
Nachdem jeder zu Wort gekommen war, schrieb ich weiter Angebot, stimmte mich dazu mit verschiedenen Kollegen ab und bekam schlechte Laune, weil weder mir angekündige Textbausteine noch Abgrenzungstexte vorlagen. Außerdem stellte sich beim Schreiben heraus, dass es noch ein, zwei Probleme bei der zu verkaufenden technischen Lösung gab, was in zusätzlichen Recherche- und Abstimmungsaufwand resultierte.

Halb Eins Mittagpause. Auf dem Markt auf dem Spittelmarkt holte ich mir ein veganes Gyros-Sandwich (geiler Scheiß) und ein Stück Käsekuchen als Nachtisch (leider ohne Rosinen, aber ebenfalls geiler Scheiß).

Nach der Mittagspause schrieb ich kurzzeitig noch allein am Angebot weiter, dann setzten eine Kollegin und ich uns in einen ruhigen Raum um den bisherigen Stand zu besprechen, ihn anzupassen und zu überlegen, was noch alles reinmuss. Mittendrin stimmte ich mit einem unserer Entwickler zwei technische Anpassungen ab, um den oben erwähnten Problemen bei der zu verkaufenden technischen Lösung entgegenzuwirken. Im Anschluss weiter Feinschliff des Angebots, bis zum Feierabend gegen Viertel Fünf.

Die Heimfahrt gestaltete sich unschön, auf Grund eines Notarzteinsatzes im westlichen Teil der Stadtbahn war der Zugverkehr unterbrochen und verspätet. Ich musste etwas warten, fuhr dann erstmal bis Ostbahnhof- von da können alle 20 Minuten ungeachtet der Geschehnisse im Westen Bahnen Richtung Köpenick fahren-, wartete auch da ein bisschen, stieg in einer Köpenick-Bahn und kam schlussendlich mit 20 Minuten Verspätung an.
Dort noch fix in eine Apotheke, Dentinox für G holen (die Alternative wäre ein pflanzliches Mittel gewesen, und da vertrau ich dann doch lieber auf Chemie) und ab nach Hause. Jott und die Kinder waren schon da und spielten im Kinderzimmer.

Abends dann wieder völlige Eskalation. J scheint Zähne zu bekommen, G hat weiterhin die Aphte, M wollte nicht schlafen. Totaler Kack.

Halb, Dreiviertel Neun wars dann einigermaßen geschafft. Dann: Beruflichen Telefontermin für morgen vorbereiten, ein Fehlerticket von einem Kunden prüfen und eine Rückmeldung schreiben, zwischendurch den brüllenden J beruhigen, wieder an den Rechner.

Noch später: Fertigstellung der Bringmeister-Bestellung, Blogpost schreiben, Flasche für J.

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Journal Dienstag, 4.9.2018

G hat eine Aphte auf der Zunge. Ich sollte jetzt sowas schreiben wie „Armes kleines Ding, sie tut mir so leid, ich bin so empathisch“, aber das geht nicht. Nicht vollständig.
Natürlich tut sie mir leid. Aphten sind scheiße. Richtig scheiße. Ich habe selbst gelegentlich Aphten, ich fühle mit G. Aber, und jetzt kommt der Teil wo ich ein unempathisches, egoistisches Arschloch bin: Ihr Geschrei und ihre Weinerlichkeit machen mich wahnsinnig. Die Zwillinge sind eh seit Wochen schwer auszuhalten, heulen, bocken, streiten ständig, kreischen herum, sind bis über die Ohren in der A-Phase, und jetzt auch noch das. Es ist einfach zu viel, ich kann das nicht. Es gibt in der Wohnung keinen Ort, an dem man dem Geschrei entkommen kann. Es dringt in jedes Zimmer und sogar durch Ohropax und Lärmschutzkopfhörer. Ich würde am liebsten die Zeit um eine Woche, ach quatsch, ein halbes Jahr, vorspulen, um in einer anderen Situation zu landen.

Das schlimmste ist: Aphten bleiben ja ein bis zwei Wochen und es gibt de fakto nichts, das hilft. Nurofen-Saft bringt nichts, Mund-Gels sind relativ witzlos weil sie weggelutscht werden, Kamillentee ist zu schwach… Wir können einfach nur abwarten bis die Aphte weg ist, und versuchen, in der Zwischenzeit nicht völlig durchzudrehen.

Auch schlimm ist, dass die beiden anderen Kinder zu klein sind und nicht verstehen, wenn wir dann für G da sind. Vorhin hat sie im Bett gelegen und vor Schmerz, Wut und Trotz geschrien, und als ich sie hochnahm, tröstete und sie ruhiger wurde, fing J an. Der wollte auch aus dem Bett und legte richtig los; ich stand kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

Und während ich mich dann mit M beschäftige, der gerade viel zu kurz kommt weil seine Geschwister so fordernd sind, hallt das Geschrei durch die Wohnung und M erzählt und ich überlege kurz, ob ich mir nicht einfach die Trommelfelle durchsteche damit ich endlich nichts mehr höre. Und wenn ich ihn bitte, mal kurz leise zu sein weil ich ihm eh nicht zuhören kann wenn die Zwillinge schreien, jammert er, dass er jetzt mit mir reden und ich ihm zuhören müsse.


Ich bin für dieses Vater-Ding nicht gemacht. Ich will Ruhe sowohl was die Lautstärke als auch die Umstände betrifft und nicht ständig Krach und Chaos und „irgendwas ist immer“.


Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, wie sich die Situation ändern lässt.

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Journal Montag, 3.9.2018

Müde, k.o. und genervt. Die Zwillinge, vor allem G, haben mal wieder gezeigt, wie leicht sie einen Abend sprengen können.
Das macht gerad alles überhaupt keinen Spaß, da muss sich irgendwas ändern.

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Journal Sonntag, 2.9.2018

Vormittags Spielplatz. Die Kinder trugen erstmals seit ewig wetterfestere Bekleidung, es waren nur moderate Temperaturen und leichter Niederschlag angesagt worden. Zum Glück blieb es aber bei drei, vier Tropfen und ein bisschen Wind.
Die drei waren sehr umtriebig, meinem 10.000er-Schrittziel kam ich allein auf dem Spielplatz ein großes Stück näher.


Da wollte ich eigentlich fotografieren, wie G und J sich ans Seil hängen und die Beine baumeln lassen. Stattdessen sehen Sie, wie G laut „GAAA GAAAA“ rufend auf eine Krähe zu rennt und J kurz davor ist, es ihr gleich zu tun. M trug währenddessen trotz mehrfacher Ermahnung, das nicht zu tun, freudestrahlend Schotter vom Fußweg auf den Spielplatz.

Trotz großer Müdigkeit kamen die Zwillinge über Mittag nicht zur Ruhe, sondern hüpften in ihren Betten, krakeelten und schmissen ihr Bettzeug raus (alles wiederholt und mehrfach). Nach ungefähr einer Stunde war dann endlich die Luft raus und sie kippten um, zumindest sah es so aus als wir sie für unsere Nachmittagsverabredung weckten.

Bevor wir aus dem Haus kamen, eskalierten alle Kinder nochmal ordentlich vor sich hin. M, hundemüde und k.o., aber unwillig sich Mittags hinzulegen, machte auf der Straße munter weiter. Erst auf den letzten Metern, bevor wir bei unseren Bekannten ankamen, glätteten sich die Wogen.

Nachmittags dann auf Besuch bei Bekannten. Dort leben zwei Katzen, die die Zwillinge laut „MAU“ kreischend verfolgten. M schloss sich an.

In der Straßenbahn verpasste ich M versehentlich eine dicke Beule: Beim Herunterheben von meinen Schultern hob ich ihn etwas zu schwungvoll etwas zu hoch und stieß dabei seinen Kopf versehentlich gegen eine Haltestange. Rabenvater galore.

Unsere Straße wird wohl noch bis 14.9. gesperrt sein. Das ist ungefähr drei Wochen länger, als angekündigt. Hoffentlich kriegen sie es bis dahin hin.

Die KiTa ist Ende der Woche für zwei Tage geschlossen. Donnerstag nimmt Jott Urlaub, Freitag ich. In Anbetracht der momentanen Stimmung der Kinder gruselt es mich ein wenig davor. Hoffentlich wird das Wetter schön, dann können wir viel draußen sein.

M kündigt mittlerweile, wenn ihm etwas nicht passt, die Freundschaft auf. „Du bist jetzt nicht mehr mein Freund!“ habe ich mir in der letzten Woche bestimmt drei, vier Mal anhören dürfen.

Es sticht ein wenig, aber ich weiß ja was er sagen will. Ich antworte dann also ungefähr so, dass ich das sehr schade finde, er aber immer mein tolles M-Kind sein werde und wir ja auch keine Freunde sein müssen, solange wir Papa und Sohn sind.

Wenn dann alles in Ordnung ist, darf ich aber wieder sein Freund sein – „Jetzt sind wir wieder Freunde“.

Nach dem Wochenende möcht ich immer 1000 Stunden schlafen. Geht das anderen Eltern auch so?

Was schön war: Abends mit Jott Serie gucken.

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Journal Samstag, 1.9.2018

Schlecht geschlafen (die Zwillinge mal wieder, abwechselnd alle zwei Stunden, hurraachneedochnichtwannhörtdermistendlichauf), morgens vom „Papaaaa“ durch die Wohnung rufenden J geweckt worden. Er ist heute erstmalig morgens alleine aus seinem Bett geklettert, hat alleine die Kinderzimmertür geöffnet und sich alleine auf die Suche nach uns gemacht. Ab sofort schließ‘ ich nachts die Wohnungstür ab.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Apfelfest nach Wesendahl. Da sind meine Eltern mit uns früher zum Kirschenpflücken und Apfelkaufen immer hingefahren, Jott und ich machen zumindest letzteres alle Jubeljahre auch.
Laut Navi sollten wir eigentlich nur ~35 Minuten brauchen, es kam dann leider anders. Ein Unfall, eine Umleitung auf der Umfahrungsstrecke und die Tour de Tolerance sorgten für eine Wegzeit von etwas unter einer Stunde. Dementsprechend zusammengekürzt werden musste unser Programm da. Es reichte aber für Hüpfburg, Ponyreiten für die Kinder, Traktor gucken und Äpfel und Zwetschgen im Hofladen kaufen.
Zur Mittagszeit fuhren wir zu meinen Eltern weiter, aßen dort Mittag, ließen die Kinder Mittagsschlaf machen (heute nur J, G schlief auf der Fahrt nach Wesendahl und war Mittags noch zu munter, und M wollte lieber spielen), aßen Kuchen und dann konnten die Kinder auf einem großen Parkplatz Lauf- und Dreiräder ausfahren.


Die coolste Gang der Stadt.

Am Nachmittag ging es zurück nach Berlin, wir mussten auf Grund der für den Abend eingetakteten Bringmeister-Lieferung pünktlich zu Hause sein.

Nach Ankunft und beim Abendessen diesmal nicht ganz so viel Esskalation wie sonst, die Kinder waren wohl zu müde. Immerhin.
Jott und ich haben trotzdem drei Kreuze gemacht als sie im Bett lagen.

J kann sich jetzt allein seinen Schlafanzug aufknöpfen. Und seine Windel ausziehen. Und ohne Windel auf sein Kopfkissen pullern. Ersteres ist ganz gut, mittleres okay, letzteres dann eher nicht so toll.

Was schön war: Den Kindern beim Fahren zuschauen.

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Journal Freitag, 31.8.2018

Heute im Home Office gefühlt den Großteil des Tages am Telefon verbracht, den Rest auf unterschiedliche MSOffice-Produkte gestarrt. Das aus dem Entwickler-Brainstorming hervorgegangene technische Konzept vom Dienstag und Mittwoch stimmte ich heute morgen mit unserer Key Account Managerin ab, finalisierte ein paar Zahlen und konnte dann die Kundin informieren. Danach gings direkt mit einem anderen Angebot weiter, das ich während des Urlaubs einer Kollegin übernommen habe.

In der KiTa geht ein Magen-Darm-Infekt um. In der Gruppe der Zwillinge hat es zwei Kinder erwischt. Möge der Kelch an uns vorüber gehen.

M trägt in der KiTa wieder eine Windel. Er wollte von sich aus. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Heute Abend jedenfalls war die Windel ziemlich vollgepullert, ich hoffe er wird jetzt nicht wieder komplett „rückfällig“.

Zum Abendessen saßen die Zwillinge wieder neben M auf der Bank. Lief okay. Besser als die letzten Tage, aber noch ziemlich ausbaufähig. Vor allem G will einfach nicht stillsitzen, hampelt rum und isst nicht (heute dann doch, es gab Nudeln und da fahren sie ja alle drei drauf ab).

Abends nebenbei ein bisschen bei Jott This is Us mitgeguckt. Ich schau da immer nur sporadisch zu, aber wenn ich dann mal gucke schafft mich die Serie. So wunderschön, so traurig, dann wieder schön…

Was schön war: Vor Ms Zubettbringen Jott und M beim Herumspielen mit Instagram-Filtern zugucken. M war ein Kaninchen, ein Hund, dann war sein Mund ganz groß… Er hatte Spaß :)

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Journal Donnerstag, 30.8.2018

Lange gearbeitet, die Stundenzahl ist zweistellung und ich bin etwas k.o. Die Arbeit ist zwar das am wenigsten anstrengendste am Tag, aber die Summe machts halt.

Die Zwillinge sollten beim Abendessen eigentlich wieder in ihren Baby-Hochstühlen sitzen, in denen wir sie festgurten können, aber dann machten sie ein unglaubliches Theater und saßen schlussendlich gemeinsam mit M auf der Bank. Dort benahmen sie sich einigermaßen okay, aßen recht manierlich und vielleicht ist das ja die Lösung für die abendliche Esskalation (pun intended): Alle drei Kinder auf die Bank setzen und sie dann dort essen lassen.

Was schön war: Mittags mit Kollegen im Goodtime essen gehen.

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Journal Mittwoch, 29.8.2018

Heute mit den Kollegen das gestrige Brainstorming in ein ungefähres technisches Konzept überführt, viele Fragen erarbeitet und an den Kunden geschickt. Das lief richtig gut. Während das gestern noch alles reichlich chaotisch wirkte, wurde heute mehr und mehr ein planbares Projekt draus.

Von unserer Personalerin bezugnehmend auf mein Personalgespräch nächste Woche die Worte „Bring Sekt mit“ gehört. Okay!

Die Zwillinge waren Abends wieder furchtbar drauf. Es ist nur eine Phase Es ist nur eine Phase Es ist nur eine Phas…

Auf dem Heimweg von der KiTa in eine extrem volle Straßenbahn eingestiegen. Zwei von vier Türen waren dicht, ich musste auf dem Bahnsteig die halbe Bahn ablaufen damit ich zur dritten, einigermaßen freien Tür kam- die ich dann mit dem Buggy natürlich auch blockierte.
Zum Glück ist’s normalerweise leerer, das war anstrengend.

Beim Aufschließen der Haustür am Abend wollte G türmen. Ich hatte sie vom Buggy runtergesetzt, um den ins Haus wuchten zu können, und ihr gesagt das sie sich bitte beiseite stellen solle. Hat sie erst gemacht, nur um mich dann frech anzugucken und abzuhauen. Weit kam sie nicht, aber während ich sie in den Hausflur trug, tat M es ihr nach… Er kam etwas weiter, musste dann aber erfahren das ich a.) immer noch schneller bin als er und b.) ich solche Aktionen wirklich, WIRKLICH nicht ausstehen kann und dementsprechend pissig war. Idealerweise merkt er sich sowohl a.) als auch b.) und lässt solche Fluchtversuche.

Was schön war: Auf dem Weg zur KiTa ein Mojito-Eis essen.

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Journal Dienstag, 28.8.2018

Die Kinder schliefen gut, Jott und ich hatten eine ungestörte Nacht. Leider waren die Kinder am Morgen dann aber unausstehlich. Nachdem sie mit Jott im Auto saßen, spielte ich ernsthaft mit dem Gedanken, mich einfach wieder ins Bett zu legen, so fertig war ich. V Ö L L I G erledigt. Die Fahrt ins Büro, die erste Stunde im Büro und die ersten zwei Tassen Kaffee brauchte ich zum runterkommen.

Im Büro viel gearbeitet. Projektarbeit, TelKo, anschließend TelKo-Besprechung, zweistündiges Brainstorming mit Entwicklern zur Umsetzbarkeit einer Kundenanfrage, Schulung zur Aufwandsberechnung in Großprojekten, Urlaubsübergabe… Als ich nach Hause ging, schwirrte mir der Kopf.

Kurz bevor ich in der KiTa aufschlug, klemmte sich G die Hand ein und musste danach 20 Minuten getröstet werden, ohne jedoch die auf mich zustürmenden M und J zu vernachlässigen. Also einfach auf den Boden gesetzt, alle Kinder auf den Schoß genommen und sie solange mit Essen und Streicheln ruhig gestellt bis G sich soweit beruhigt hatte, dass wir aufstehen und den Kinderwagen holen konnten.
Zu allem Überfluss flog dann noch eine Wespe um die Kinder herum, was bei G zu erneuten Weinen und nahezu Schockstarre führte- sie wurde mittlerweile mehrmals von Wespen gestochen und ist inzwischen regelrecht panisch, wenn sie irgendwas umschwirrt- unabhängig davon, ob es eine Wespe oder eine Fliege ist.
Nach den 20 Minuten gings dann aber, beim Wettrennen zum Kinderwagenschuppen lachte sie schon wieder und fuchtelte mit den Armen.

Abends waren die Kinder und ich allein, Jott nahm einen Arzttermin wahr und kam erst gegen 19:30 Uhr nach Hause. Die Zwillinge eskalierten wie die letzten Tage auch vor sich hin. Normalerweise kriegen wir das gehändelt (Jott vor allem), aber heute war ich eben allein und es war schlimm. J rannte „Daaaaaaaaa“ rufend durch die Wohnung, kletterte auf seinen Stuhl und wieder runter, aß gar nichts, und G pickte sich den Belag von ihrer Stulle und bekam mehrere Monster-Trotzanfälle des Jahrhunderts, als ich ihr verkündete das sie nichts neues bekäme bis nicht auch die nun leere Stulle gegessen sei.
Ich weiß nicht was gerade mit den beiden los ist, es läuft einfach scheiße.

Bei M läuft auch was, leider im negativen Sinne. Während er zu Hause wunderbar aufs Klo geht und tagsüber nicht mehr einpullert, sieht es in der KiTa leider anders aus. Uns erwarten beim Abholen immer große Beutel voll mit nassen Klamotten. Inzwischen sind wir soweit, dass wir ihm wieder eine Windel anziehen wollen, weil es einfach nichts bringt. Wir wissen nicht, weshalb er ständig einpullert, die Erzieherin auch nicht (was eventuell auch daran liegen kann, dass sie sich auf Grund des immer noch bestehenden Personalmangels nicht ausreichend um ihn kümmern kann…)

Bei uns umme Ecke wird geneubaut. Und beim Blick auf die Preise frage ich mich, was mit den Leuten nicht stimmt, die solche Preise aufrufen. Die Lage ist ziemlich mies, und die wollen allen Ernstes für eine 5-Zimmer-Wohnung 600.000 Euro? Für ’ne 130qm große Wohnung in einem Haus, das am Kreuzungsbereich zweier stark befahrener Straßen, gegenüber eine Straßenbahnhaltestelle und mit Blick auf einen Baumarkt und eine Autowerkstatt liegt? Wer kauft das? Und wer kann es sich kaufen bei dieser Preisgestaltung? Das wird doch nicht die Familie von nebenan sein, die tatsächlich 5 Zimmer braucht…
Ich könnt mich aufregen.

Ziemlicher Mist-Tag, wenn man die Schlafenszeit und die Bürozeit abzieht. Aber es bringt ja nichts. Was schön war: Abends mit M Petersson und Findus lesen (also ich lese, er guckt zu) und danach zusammen kuscheln (und einschlafen).

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Journal Montag, 27.8.2018

Nachts mehrmals bei den Zwillingen gewesen, um zu schauen ob sie noch zugedeckt sind. Heute Nacht hatte es 11°C, da wirds dann auch im Kinderzimmer recht frisch. Die beiden lagen jedes Mal auf den Decken und hatten recht kalte Arme/ Beine, schliefen aber richtig gut- sie wurden lediglich ein Mal gegen Dreiviertel Fünf wach, das ist richtig gut wenn man ihr sonstiges Schlafverhalten berücksichtigt.
Ich hoffe einfach, dass sie sich melden werden wenn ihnen kalt ist, oder sich selbst einkuscheln. Wenn sie tagsüber mit den Decken spielen, können sie das ja auch.


Jott hat für die Zwillinge ultrasüße Zipfelmützenjacken gekauft, mit denen sie heute in die KiTa gingen. Sind sie nicht putzig? 😍

Anlässlich einer Urlaubsübergabe einer Kollegin fuhr ich heute ins Büro, sowas ist live und in echt einfacher. Im Zuge der Urlaubsübergabe bekam ich direkt mal ’ne neue Aufgabe und konnte dafür gleich im Anschluss an einem Meeting teilnehmen und morgen an einer längeren TelKo. Läuft.

Das Abendessen war wieder furchtbar. Die Zwillinge benahmen sich wie die Axt im Walde. Das geht im Endeffekt so, seit ich wieder zu Hause bin, und es ist unglaublich belastend und nimmt mir jede Lust darauf, mich Abends mit ihnen an den Tisch zu setzen. Es endet jedes Mal in Schreien, Bocken und Heulen, und das nervt und ist einfach zuviel. Der Krach, die Sauerei, die Fisimatenten, das ist totaler Mist. Sie stacheln sich auch wunderbar gegenseitig hoch, und M auch wenn wir nicht eingreifen.

M schlief letzte Nacht schlecht und konnte heute Abend beim Zubettbringen auch erzählen, weshalb: Er hatte geträumt, dass ein Tiger kommen und ihn fressen wolle, und das der Tiger dann in die Wand gesprungen sei und da jetzt wohne.
Keine schöne Vorstellung, da würde ich auch schlecht schlafen.
Er wollte deswegen auch nicht schlafen, weil dann ja der Tiger wieder käme… Ihn zu beruhigen war ein hartes Stück Arbeit. Er wollte nämlich nicht glauben, dass es hier keine Tiger gibt und das nur ein Traum war. Schlussendlich hat mir eine kleine, am Bett stehende Spielzeug-Eselfigur geholfen. Das ist jetzt nämlich der Wach-Esel: Der passt die Nacht über auf. Und falls sich wider Erwarten doch ein Tiger anschleichen sollte, dann iaaaht der Esel laut, und das erschreckt den Tiger sooooo doll, dass er vor lauter Schreck pupst (wer kennt es nicht). Und ein pupsender Tiger, na, der kann sich ja wohl kaum noch anschleichen- stattdessen läuft er wieder weg und wir können in Ruhe schlafen.
Mal gucken, ob’s funktioniert.

Warum er gerade vor Tigern Angst… Keine Ahnung. Weder in Büchern noch in der Paw Patrol Serie kamen Tiger vor. Wir wissen ja, dass M eine blühende Fantasie hat und sich vieles sehr bildlich vorstellt, deswegen passen wir auf was er ansehen darf und was nicht.

Was schön war: Die Kinder schliefen heute morgen allesamt bis nach sechs Uhr, Jott und ich konnten in Ruhe zusammen frühstücken.