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Journal Samstag, 23.12.2017

Wessen Kinder schliefen bis kurz nach Sieben? Na? Yeah. Jott und ich waren ein bisschen fassungslos nach dem Aufstehen.

Ein pickepackevoller Tag. M und ich stürzten uns in die Menschenmassen, um kleinere Einkäufe und einen großen Batzen Fleisch (vorbestellt beim Fleischer für heute) nach Hause zu bringen. Um Einkäufe und M leichter transportieren zu können- das Kind will ja nicht laufen-, nahm ich den Zwillingswagen: Auf Gs Seite kam M, auf Js Seite die Einkäufe. Das war sehr praktisch.

Beim Fleischer standen sich die Leute die Füße in den Bauch, wir dann auch. Wir mussten trotz Vorbestellung eine halbe Stunde warten, das war mit M nicht so toll. Zu allem Überfluss war bei der Bestellung etwas schief gegangen, sodass ich nicht mit 3kg Schweineschulter, sondern 3kg Schweinenacken nach Hause ging (immerhin Schwein- das eigentlich zurück gelegte Fleisch war Rind, damit kann Jott nicht soviel anfangen). Zwar auch okay für Gulasch, aber wir hatten beim Zuschneiden am Abend unseren Spaß mit Fett und Sehnen…

Als wir wieder nach Hause kamen, schliefen die Zwillinge bereits. So konnten wir in Ruhe Mittag essen. M aß seinen traditionellen Weihnachtsdöner (heute begründet, am 23. sehr praktisch- niemand muss kochen, kein Geschirr muss gespült werden…) zum ersten Mal allein, ich war sehr stolz. Nachdem wir ihm gezeigt haben, wie er den Döner halten muss, damit nichts rausfällt, machte er das super nach: Sowohl Kind als auch Tisch und Boden blieben, bis auf ein paar unvermeidliche Rausfaller, sauber.
Anschließend internettete ich, Jott und M guckten „Der Polarexpress“, und irgendwann kamen die Zwillinge auch dazu.

Nach Kaffee und Plätzchen schnappte ich mir J und G und ging wie mit Jott vereinbart mit ihnen spazieren. So hatte sie nämlich Luft, um mit M den Kartoffelsalat für morgen vorzubereiten. Als ich wiederkam, spielten wir alle noch ein bisschen, ich bewunderte Jotts Fenstermalerei (irre, was sie alles kann…), wir aßen Abendbrot und begannen nach dem Zubettbringen der Kinder, das halbe Schwein für das Gulasch zu verarbeiten. Mittendrin störte M immer mal wieder. Der wollte nicht schlafen, weil das langweilig sei, und außerdem sei da noch eine böse Katze unter seinem Bett, vor der er Angst habe. Naja. Wir suchten also die böse Katze (ich rechne es mir hoch an, ernst geblieben zu sein- wenn es ein Monster wäre, okay- aber eine böse Katze?), fanden keine, gingen aber trotzdem sicherheitshalber ins Wohnzimmer (Kinder…). Als der Schweinenacken zerlegt war, bereitete ich noch Mohnpielen zu, und irgendwann so gegen dreiviertel Zehn war dann Feierabend für heute.

Ach ja, es gibt Bilder- ich dacht mir, ich begleite das Wochenende mal wieder mit der Kamera.

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