Fahrt von Berlin nach München. Eine gute Erfahrung: Jott hatte uns ein Abteil gebucht, in dem wir entspannt, ruhig und ungestört reisten. Die Kinder malten, lasen und spielten, Jott und ich taten es ihnen (überwiegend) gleich.
Zwischendurch kurzzeitig Action weil ein Kind die Reiseübelkeit plagte und es sehr spontan sehr eilig auf die Toilette musste. Ansonsten verlief die Fahrt reibungslos, wir kamen sogar drei Minuten vor der geplanten Ankunftszeit an.
Nach Hotelbezug (eher Jugendherbergs-Vibes statt des erwarteten Familienzimmers, aber für eine Nacht okay, so dachten wir) fuhren wir im Großraumtaxi (Jotts Mobilitätsbudget regelt) mit nichtsahnenden Kindern, darunter anderthalb Bayernfans, zur Allianz-Arena und nahmen an einer Stadion-Führung teil. Beeindruckendes Bauwerk, beeindruckend durchmonetarisiert– der Guide erzählte eine Viertelstunde lang über Kosten und Preise der Plätze, Logen und Räume und hoffte damit wohl Eindruck zu schinden.
Ich fand die Alte Försterei– der Eindruck ist ja noch recht frisch– sympathischer und näher am Fußball und am Menschen.


Im Anschluss wieder in die Innenstadt. Wir wollten eigentlich in der L’Osteria essen, fanden dort aber keinen Platz mehr und gingen zu Burger King (lieber keine Experimente mit hungrigen und müden Kindern). Zurück im Hotel durften die Kinder noch eine Folge Netflix schauen, bevor es für alle ins Bett ging– inklusive Jott und mir (wenn auch nur zum Lesen).
Der weitere Verlauf des ersten Urlaubstages war dann eher anstrengend: Ein Kind konnte wie gewohnt nicht schlafen, konnte aber auch nicht kommunizieren was er dann von uns wollte. Ein anderes Kind bekam einen Hüttenkoller nach den vielen Eindrücken des Tages und benötigte ausgiebiges Bekuscheln und Kümmern. Als es dann bei uns ruhiger wurde, Jott und ich uns schlaffertig gemacht hatten und nur noch schlafen wollten, ging es auf dem Gang rund: Die anderen Gäste, eine Schulklasse aus England/USA, kehrte zurück. Inklusive Türenknallen, auf dem Gang rennen, laut sein… Da die Wände der Zimmer offenbar aus Pappe bestanden, schreckten wir jedes Mal hoch. Zum Glück schliefen die Kinder mittlerweile alle und wachten auch nicht mehr auf.
Gegen 23 Uhr wurde es mir zu bunt und ich bat, nachdem ich das richtige Zimmer fand, den Lehrer der Klasse für Ruhe zu sorgen. Danach wurde es tatsächlich ruhiger, Glück gehabt. Zwischendrin war das Hüttenkoller-Kind auch nochmal wach geworden und bat Jott, im selben Zimmer zu schlafen. Weil in Jotts und meinem Zimmer die Heizung defekt war und vor sich hinbollerte und es somit zu warm war, sich das Fenster auf Grund der Lautstärke der Straße vor dem Hotel aber auch nicht öffnen ließ, zog Jott also ins (kältere) Zimmer mit den drei Kindern…
Ich konnte dann immerhin die Fenster öffnen, mich störte der Lärm dank Ohrnupsies nicht.
