Ich darf nicht Fahrradfahren. Hab ich natürlich vor der Vasektomie gelesen, gabs keine Fragen zu, fertig.
Verstanden, im Sinne von „Ah, das hat diese und jene Auswirkungen auf meinen Alltag!“ hab ichs dann leider erst heute Mittag, als ich die Termine (Kinder abholen, Psychotherapie, Bibliothek mit den Kindern, etc) im Kopf durchging und mir dann aufging, dass ich alles zu Fuß machen muss– und das natürlich erheblich länger dauert. Manchmal bin ich sehr, sehr kluk.
Besser geschlafen als die letzten Nächte, aber immer noch nicht gut. Ich hab ja die Hoffnung, dass es nun von Nacht zu Nacht zu Nacht besser wird.
Unspektakulärer Arbeitstag. Weil ich mich immer noch nicht gut konzentrieren/motivieren kann, hab ich schon letzte Woche aktiv gegengesteuert und mir ein paar Mechanismen einfallen lassen damit ich zumindest nicht ganz untergehe. Smartphone verstecken, bei jedem Griff hinterfragen– warum, Paul, nimmst Du dieses Teufelsgerät in die Hand? Was möchtest Du gerade tun und weshalb?– einen Tagesplan aufstellen (was ist heute wichtig, was ist morgen wichtig, was die nächsten Tage), viele Aufgaben weil sie strukturieren & das abhaken schön ist, sowas. Ich hab das Gefühl, das es funktioniert. Schauen wir mal.
Erste Worte von G nach dem Nachhausekommen waren „Kann ich was Süßes?“ Bei M „Kann ich Pokemon spielen?“
Das macht mich sehr, sehr fuchsig. Es gibt im Leben der beiden gerade gefühlt nur diese beiden Dinge, und es nervt mich. Das sinnlose Rumgenasche von G, die Pokemon-Besessenheit von M… Schlimm. G vespert in der KiTa, M hat tonnenweise Spielzeug und Kinder um sich rum mit denen er spielen kann. Wird vielleicht mal Zeit für ein paar Worte zur Mechanik von Spielen wie Pokemon und weshalb diese für _niemanden_ gut ist. Und weshalb Süßigkeiten naschen kein Ersatz für _gar nichts_ ist (wenn sie das doch verstehen würden– aber da tu ich mich auch schwer. Mit allem).
Ich bin kein guter Patient. Mich nerven die (kleinen) Einschränkungen.
Es gibt seit kurzem germany4ukraine.de als offizielles Infoportal für Geflüchtete:
Sie sind aus dem Kriegsgebiet der Ukraine geflohen? Willkommen in Deutschland. Sie brauchen Informationen und Hilfsangebote, eine Unterkunft oder ärztliche Versorgung? Wir wollen Ihre erste digitale Anlaufstelle für einen guten Start in Deutschland sein. Dieses Webangebot wird sukzessive ausgebaut.
Das BBK hat eine Übersicht für Helfende bzw. Leute, die helfen möchten, erstellt: BBK – Sie wollen helfen?
Was heute schön war:
- Mit Jott frühstücken
- Durch den Frühling spazieren – wie schnell doch nun alles grünt und blüht
- G und J beim Spielen zu beobachten. Sie sind wie Waldorf & Statler…
