Leidlich gut geschlafen, im Gegensatz zu Jott. Die Uhr zeigte 100 Punkte/Prozent für die Body-Batterie an, das freute mich obwohl ich nichts aktiv beigetragen habe.
Weil ich meine Zahnbürste in der Ladeschale zu Hause vergessen hatte (was pack ich sie auch am Morgen der Abfahrt noch dahin…), zog ich direkt nach dem Aufstehen los und kaufte beim örtlichen Rewe eine neue, gemeinsam mit Geschirrspültabs und Wattepads für das große Kind. Dabei gabs ein neues erstes Mal: Ich lieh mir für den Weg ein Rad bei Usedom-Rad aus und fuhr den Großteil der Strecke. Das Rad war ’ne olle Möhre und die Ausleihe lief etwas anders als per App beschrieben, aber jetzt hab ich das auch mal gemacht und kann für andere Anbieter/Systeme abstrahieren.
Vormittags wars noch kein Badewetter (~18°C, teils bedeckt und windig), also gingen wir erstmal auf den neu aufgebauten Piratenspielplatz. Nach ungefähr fünf Minuten hatte sich das größte Kind mehrfach gestoßen weil der „Scheißspielplatz nur für Kleinkinder ist und alle Scheißöffnungen zu klein sind“. Wir zogen also nach kurzer Tröstung weiter zur Seebrücke, kauften Postkarten und Eis für die Kinder und liefen anschließend am Strand zurück. Mittlerweile wars schon ein bisschen wärmer, die Kinder konnten nur unter Androhung des Ausfallenlassens von Badeaktivitäten am Nachmittag dazu bewegt werden, nicht mit ihrer normalen Straßenkleidung ins Wasser zu rennen.
Zurück im Ferienhaus legten wir kurz die Füße hoch (die 10.000 täglichen Schritte hatten wir schon runter); danach Arbeitsteilung: Ich cremte die Kinder (und mich) ein, Jott bereitete Strandverpflegung zu. Wir hätten uns gern noch ein bisschen ausgeruht, aber das erlaubte das Verhalten der Kinder nicht– mit ihnen ans Wasser zu gehen schien uns weniger anstrengend zu sein als alle drei Minuten auf ihr Quengeln/ihre Langeweile zu reagieren.
Nachmittags also Strand. Die Kinder waren kaum aus dem Wasser zu bewegen (blaue Lippen und Zittern? EGAL) und langweilten sich auf dem Trockenen tödlich.
Dementsprechend viel gebadet, mit G Beachball gespielt, den Jungs beim Buddeln zugeschaut.
Morgen werden sie dazu verdonnert, Bücher/Spielzeug mitzunehmen damit sie sich selbst beschäftigen können.
Gegen 17 Uhr packten wir alles zusammen, gingen in die Ferienwohnung zurück und aßen eine große Portion Spaghetti Bolognese. Die Kinder futterten ordentlich was weg, trotz Jotts Strandverpflegung. Konnte ich allerdings gut nachvollziehen, vom vielen Rumtoben und Laufen knurrte mir auch der Magen.
Abends gemeinsam „Stadt, Land, Vollpfosten“ und im Anschluss „Taco Katze Ziege Käse Pizza“ gespielt. Eine richtig schöne Spielrunde, das versöhnte mich einigermaßen mit den anstrengenden Momenten des Tages.
Auf der Wiese hinterm Ferienhaus tummeln sich Rehe.

… es ist schon haarsträubend wie fordernd/needy die Kinder sind. Einfach mal zehn Minuten irgendwo sitzen ist nicht möglich. Ich hatte vor dem Urlaub die Hoffnung, dass es auf Grund des Alters vielleicht schon ein bisschen entspannter wird, aber sobald es keine Action (z.B. Baden) oder Bildschirme gibt, wirds anstrengend.
Wieder was gelernt.
Insgesamt trotzdem ein schöner Tag. Vielleicht wirds morgen noch ein bisschen einfacher, wenn wir uns alle schon einen Tag eingelebt haben.

