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Sonntag, 02.08.2026

Nachts davon geweckt worden, wie etwas auf dem Dach herumtapste. Schnell die Dachfenster geschlossen– nicht, dass ein Waschbär (oder Marder) ins Schlafzimmer purzelt.


Am letzten Urlaubstag in Heringsdorf schien die Sonne und es wurde leidlich warm (~23°C, das reicht dicke), wir gingen also nochmal an den Strand und planschten/bauten Sandburgen.

Ich sah am morgen nur noch zartrosa aus, schmierte mich wieder dick ein und trug obenrum sogar zwei Schichten Klamotten (Leinenhemd über T-Shirt), um nicht direkt wieder Sonnenbrand zu bekommen.


Die Kinder wussten weder, wie Kleckerburgen noch feine runde Sandkugeln gebaut werden. Diese Bildungslücke wurde heute geschlossen.


Abendessen im Ponte Rialto auf der Seebrücke. Wir hatten Glück bzw. Ausdauer beim Gucken nach einem besseren Platz (wir saßen erst drinnen), sodass wir einen Platz draußen auf der Seebrücke bekamen. Das Essen war überraschend gut und überraschend schnell auf dem Tisch, ich war beeindruckt. Die Kinder schafften ihre großen Portionen beinahe komplett allein, das wars dann wohl mit Kindergerichten.


Gut das wir morgen wieder nach Hause fahren, mein Körper überlegt keinen weiteren Tag Sonne– am Abend war ich trotz aller Schutzmaßnahmen deutlich roter als morgens.


Jott packte so nebenbei zwischen Rückkehr vom Strand und Aufbruch zum Abendessen einen beträchtlichen Teil unserer Habseligkeiten zusammen. Ich war angemessen beeindruckt und hätte gern geholfen, musste mir aber erstmal fünf Lagen Creme-Sand-Salz-Gemisch abstrahlen und anschließend After Sun auftragen.


Abends Knatsch, eines der Kinder konnte nicht schlafen und musste das lautstark kundtun. Jott opferte sich und nahm das betreffende Kind in unser Bett, ich zog in ein freies Bett um.

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Samstag, 01.08.2026

Gewitter und Regen in der Nacht, es prasselte gegens Dachfenster. Der Tag startete dementsprechend feucht und frisch, das war aber eigentlich ganz angenehm.


Weil die Temperaturen Jott und mich nicht in Badestimmung versetzten, schauten wir uns die Heringsdorfer GlanzZeiten an. Es gab Musik, Fressbuden, einen kleinen Rummel, Menschen in historischen Kostümen, alte Autos und Fahrräder und diverse Verkaufsstände.
Wir fuhren alle zusammen Riesenrad und schauten uns die Kaiserbäder von oben an (SEHR weit oben, das war nichts für mich), und weil die Kinder nicht genug bekamen durften sie danach auch noch aufs Kettenkarussell (mir wurde schon beim Zuschauen Angst und Bange).

Danach kamen wir rechtzeitig am Wohnwagen von Gilbert dem Scharlatan an und schauten uns seine Show an. Ich lieb das, ich kann Zauberern, Gauklern, Unterhaltern stundenlang zuschauen.

Nach einer halben Stunde wars leider schon vorbei. Wir liefen dann noch die Promenade ein bisschen Richtung Ahlbeck weiter, drehten aber bald wieder um weil die Kinder maulten und keine Stände mehr kamen.
An der Heringsdorfer Seebrücke gabs dann noch einen (zu) großen Eisbecher (bis auf M kapitulierten wir allesamt) und waren anschließend äußerlich als auch innerlich ordentlich durchgefroren– wir hatten uns in einem Anflug von Leichtsinn draußen hingesetzt, wo uns der Wind um die Ohren pfiff.

Zurück im Quartier ausgiebiges Füßehochlegen bis zum Abendessen. Eigentlich war lose vorgesehen, auswärts zu essen, aber dafür waren dann die Füße der anderen zu schwer. War mir recht, auswärts essen zu 5. ist teuer.


Nach dem Abendessen im Quartier tapperte ich dann allein nochmal los, einmal zur Bansiner Seebrücke und zurück. Ein schöner Moment der Ruhe.

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Freitag, 31.07.2026

Zum Sonnenbrand kommt nun noch Sonnenallergie, fml.


Über Nacht hatte sich die Wohnung abgekühlt, es war auch direkt unterm Dach wieder erträglich.


Weils vormittags recht frisch war und wir noch ein paar Erledigungen machen wollten/mussten (u.a. ein Anti-Allergikum für mich), spazierten wir nach Bansin, kauften dort ein, aßen ein Eis und liefen anschließend am Strand zurück.

Nach einer etwas längeren Mittagspause im Quartier gings nachmittags nochmal an den Strand. Jott und mir war etwas frisch, den Kindern nicht– sie stürmten wieder ins Wasser und tollten dort herum. Als sie genug davon hatten, bauten die Jungs und ich eine große Sandburg (die leider recht schnell den Wellen zum Opfer fiel), während sich G zu Jott in den Strandkorb kuschelte und nach und nach unter immer mehr Handtüchern verschwand.


Morgens solls nochmal etwas kühler als heute sein, mal schauen was wir machen.

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Donnerstag, 30.07.2026

Unfassbar heißer Tag, brutale Temperatur (32°C). Die Luft stand, es wehte kein Lüftchen, selbst am Strand hatten wir nicht wirklich Spaß. Der Sand war so heiß, dass es an den Füßen weh tat. Ich hing mehr durch als normal bei solchen Temperaturen, weil mir der Sonnenbrand zu schaffen machte. Zwischendurch ging ich mit T-Shirt baden (möglichst wenig Angriffsfläche für die Sonnenstrahlen), aber fünf Minuten nach Verlassen des Wassers war der Erfrischungseffekt verpufft.

Jott und die Jungs hielten es gegen 17 Uhr nicht mehr aus und gingen zurück in die Ferienwohnung, G und ich blieben noch– ich wollte auf keinen Fall in unsere Dachgeschosswohnung. Ab ungefähr 17:30 Uhr wurde es angenehmer, die Temperatur sank ein bisschen und mir gings besser.


Beim Einschlafen wie im Ofen gefühlt. Im Elternschlafzimmer unterm Dach war es unfassbar warm, durch die geöffneten Fenster kam kaum kühle Luft von draußen rein. Nach einer guten Stunde zog ich in ein freies Bett eine Etage tiefer in Gs Zimmer, wo es deutlich kühler war.

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Mittwoch, 29.07.2026

Trotz LSF 50, Kleidung und viel Schatten trotzdem leichter Sonnenbrand. Ich bin angenervt (und tue mir selbst leid). Jeder der mir nochmal mit den Hauttypen nach Fitzpatrick kommt, wird geboxt– ich habe hatte braune Haare und braune Augen und kriege trotzdem schnell und oft Sonnenbrand.


Strandtag. Wir gingen Mittags zum Wasser und erst Abends wieder in die Ferienwohnung. Ich hielt mich ungefähr 95% der Zeit im Strandkorb oder im Schirmschatten auf und trug Hose & Hemd. Schien alles nichts zu helfen, Abends war ich nochmal etwas rosaner.
Nächstes Jahr fang ich einfach an, ab März halbnackt an der Wuhle spazieren zu gehen. Dann gewöhnt sich meine Haut bis zum Sommer an die Sonne.

Die Kinder hatten wieder den Spaß ihres Lebens. Sie brauchen nichts anderes als Wasser und Strand. Heute konnten sie wetterbedingt (es war wärmer als gestern und beinahe windstill) mehr baden und taten das auch ausgiebigst. Jott und ich wurden nicht ganz so oft eingespannt wie gestern.


Der Fahrradladen, bei dem ich mein Rad zur Inspektion gebracht hatte, rief heute zurück. Ein paar Verschleißteile müssen ausgetauscht werden, das wird teurer als erhofft/erwartet. Das brachte mich zum Nachdenken, da ich einerseits mit dem Gedanken gespielt hatte mir im neuen Jahr ein neues Rad zu kaufen (unter der Prämisse, dass ich wirklich ab Spätsommer öfter fahre) und nun überlegen musste, nochmal viel Geld ins alte Rad zu stecken. Andererseits muss ja auch das alte Rad noch eine Weile sicher betrieben werden…
Ich überlegte den Abend hin und her und tauschte mich mit Jott, Gemini und S aus. Meine Lösung sieht nun so aus, dass ich lediglich die Inspektion bezahle (das ist „nur“ ~1/3 des vom Fahrradladen aufgerufenen Gesamtpreises) und die Verschleißteile (es handelt sich um die Bremsen, Kassette und Kette) selbst austausche und bei Schwierigkeiten S um Rat und Tat fragen darf.


„Du siehst aus wie Pettersson“, sagte Jott nach der Rückkehr– mit Hut, lockerem Hemd und Leinenhose sah ich ihm wohl ähnlich. Gibt, glaube ich, schlimmeres– Pettersson ist „stabil“, wie M sagen würde.
Einzig das ich mich als deutlich jünger als Pettersson verorten würde, nagt etwas an mir.


Muss man unterschreiben: Schutz queerer Menschen ins Grundgesetz!


Einer meiner Lieblings-Comis (Dark Legacy Comics) wird nicht fortgesetzt. Die Gründe sind verständlich, ich finds trotzdem schade– das war mein wöchentlicher, humorvoller Einblick in World of Warcraft.

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Dienstag, 28.07.2026

Leidlich gut geschlafen, im Gegensatz zu Jott. Die Uhr zeigte 100 Punkte/Prozent für die Body-Batterie an, das freute mich obwohl ich nichts aktiv beigetragen habe.


Weil ich meine Zahnbürste in der Ladeschale zu Hause vergessen hatte (was pack ich sie auch am Morgen der Abfahrt noch dahin…), zog ich direkt nach dem Aufstehen los und kaufte beim örtlichen Rewe eine neue, gemeinsam mit Geschirrspültabs und Wattepads für das große Kind. Dabei gabs ein neues erstes Mal: Ich lieh mir für den Weg ein Rad bei Usedom-Rad aus und fuhr den Großteil der Strecke. Das Rad war ’ne olle Möhre und die Ausleihe lief etwas anders als per App beschrieben, aber jetzt hab ich das auch mal gemacht und kann für andere Anbieter/Systeme abstrahieren.


Vormittags wars noch kein Badewetter (~18°C, teils bedeckt und windig), also gingen wir erstmal auf den neu aufgebauten Piratenspielplatz. Nach ungefähr fünf Minuten hatte sich das größte Kind mehrfach gestoßen weil der „Scheißspielplatz nur für Kleinkinder ist und alle Scheißöffnungen zu klein sind“. Wir zogen also nach kurzer Tröstung weiter zur Seebrücke, kauften Postkarten und Eis für die Kinder und liefen anschließend am Strand zurück. Mittlerweile wars schon ein bisschen wärmer, die Kinder konnten nur unter Androhung des Ausfallenlassens von Badeaktivitäten am Nachmittag dazu bewegt werden, nicht mit ihrer normalen Straßenkleidung ins Wasser zu rennen.


Zurück im Ferienhaus legten wir kurz die Füße hoch (die 10.000 täglichen Schritte hatten wir schon runter); danach Arbeitsteilung: Ich cremte die Kinder (und mich) ein, Jott bereitete Strandverpflegung zu. Wir hätten uns gern noch ein bisschen ausgeruht, aber das erlaubte das Verhalten der Kinder nicht– mit ihnen ans Wasser zu gehen schien uns weniger anstrengend zu sein als alle drei Minuten auf ihr Quengeln/ihre Langeweile zu reagieren.


Nachmittags also Strand. Die Kinder waren kaum aus dem Wasser zu bewegen (blaue Lippen und Zittern? EGAL) und langweilten sich auf dem Trockenen tödlich.
Dementsprechend viel gebadet, mit G Beachball gespielt, den Jungs beim Buddeln zugeschaut.
Morgen werden sie dazu verdonnert, Bücher/Spielzeug mitzunehmen damit sie sich selbst beschäftigen können.


Gegen 17 Uhr packten wir alles zusammen, gingen in die Ferienwohnung zurück und aßen eine große Portion Spaghetti Bolognese. Die Kinder futterten ordentlich was weg, trotz Jotts Strandverpflegung. Konnte ich allerdings gut nachvollziehen, vom vielen Rumtoben und Laufen knurrte mir auch der Magen.


Abends gemeinsam „Stadt, Land, Vollpfosten“ und im Anschluss „Taco Katze Ziege Käse Pizza“ gespielt. Eine richtig schöne Spielrunde, das versöhnte mich einigermaßen mit den anstrengenden Momenten des Tages.


Auf der Wiese hinterm Ferienhaus tummeln sich Rehe.

Mit dem iPhone durchs Fernglas

… es ist schon haarsträubend wie fordernd/needy die Kinder sind. Einfach mal zehn Minuten irgendwo sitzen ist nicht möglich. Ich hatte vor dem Urlaub die Hoffnung, dass es auf Grund des Alters vielleicht schon ein bisschen entspannter wird, aber sobald es keine Action (z.B. Baden) oder Bildschirme gibt, wirds anstrengend.
Wieder was gelernt.


Insgesamt trotzdem ein schöner Tag. Vielleicht wirds morgen noch ein bisschen einfacher, wenn wir uns alle schon einen Tag eingelebt haben.

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Montag, 27.08.2026

Auf an die Ostsee!
Die Fahrt zog sich, wie sowohl Jott als auch ich empfanden, aber nicht erklären konnten. Dabei ists ja keine Strecke von Berlin aus.
Mecces in Anklam war mega voll, das hatten wir so nicht erwartet. Auch auf den Straßen war mehr los als gedacht, unser Geheimtipp „Montags fahren“ ist wohl nicht so geheim wie wir dachten.


Die Woche solls wieder sehr warm werden. Wir freuen uns, der Hitze zu entkommen und bei „nur“ 30°C am Meer sein zu dürfen :)


Ankunft in Heringsdorf gegen 15 Uhr. Nach Bezug der Ferienwohnung & Koffer ausräumen fuhren wir einkaufen. Das war totaler Stress weil der Rewe zu klein für die Menschenmassen war; zudem quasselten und wuselten die Kinder in einer Tour. Als wir raus waren, brauchten wir erstmal eine Pause. Ein Hoch aufs Bestellen zu Hause!


Wir können vom Schlafzimmer aus (durch die Bäume) das Meer sehen und hören.


Nach dem Abendessen erstmals an den Strand gegangen, mit Jott in unseren Strandkorb gekuschelt und den Kindern beim Toben zugeschaut.