Jott fragte mich die Tage, wie mein 2025 war bzw. ob ich das Jahr reflektiert hatte. Hatte ich nicht, fands aber ‚ne gute Idee um herauszubekommen ob meine eher negative Sicht aufs Jahr gerechtfertigt war. Spoiler: Nein, zumindest nicht vollständig.
Zusammenfassung
2025 hatte seine Höhen und Tiefen und wäre eigentlich nur ein durchwachsenes, normales Jahr. Was es zu einem besonderen Jahr macht, sind Veränderungsvorgänge wie z.B. der erfolgreiche Jobwechsel und die sich daraus ergebende Gewissheit, suboptimale Dinge zum positiven hin verändern zu können.
Gehen wir mal rein.
Kurzes Gespräch über Neujahrsziele mit Jott, A und S.. Keiner von uns hat explizite Vorsätze/Jahres-Mottos. Ich möchte lediglich die in den letzten Monaten/Jahren im Alltag verankerten Sport- und Italienisch-Einheiten beibehalten bzw. ein bisschen besser in den Alltag integrieren, ich find ich bin da auf einem sehr guten Weg. Und vielleicht ein bisschen weniger Instagram, das findet leider noch zu oft seinen Weg in meinen Tag.
Oh, und vielleicht den Elefanten im Raum, die unbefriedigende Job-Situation, nicht weiter totignorieren.
Das hat im Großen und Ganzen funktioniert:
- Ich hab die unbefriedigende Job-Situation geändert, seit Mitte Juni einen neuen Arbeitgeber und seit Mitte Dezember auch die Probezeit erfolgreich absolviert
- Aus Insta habe ich mich im Frühjahr 2025 ausgesperrt und bis auf zwei Ausnahmen in 2025 nicht mehr reingeschaut
- Sport und Italienisch haben mich weiterhin im Alltag begleitet (weiter unten mehr)
Ich hab die vergangenen Tage das Jahr Revue passieren lassen (im Blog nachgelesen), was ich in 2025 alles festgehalten habe. Es folgt eine Zusammenfassung einiger Lebensbereiche, inspiriert von Bens Selbstkritik.
2025: Arbeit
- Große Langeweile und aktives Aufgabensuchen in Januar & Februar gepaart mit der Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann weil ich sonst depressiv werde und Boreout bekomme. Im Februar und März geschrieben und im März die Zusage für einen neuen Job bekommen.
- Im April, Mai und Juni (1. Hälfte) den alten Job ruhig zu Ende gebracht und geregelt übergeben.
- Ab Mitte Juni im neuen Job durchgestartet. Erwartungsgemäß viel Einsatz– sowohl mit der eigentlichen Arbeit als auch hinsichtlich er Energie, die so ein Wechsel mit sich bringt
- Einarbeitung Juni, Juli, August. Ab dem Sommerurlaub Anfang August war ich gefestigter, konnte das Ruder selbst in die Hand nehmen und eigene Impulse setzen.
- August/September verbrachte ich mit Arbeitsroutine, auf Grund der Urlaubszeit und Kunden- bzw. Projekterfordernissen passierte nicht viel.
- Ab Oktober mit den Wochenstunden hochgegangen, damit das Gleitzeitkonto nicht permanent im roten Bereich ist
- November/Dezember Einarbeitung in neues, größeres Projekt -> mehr Verantwortung/Tätigkeiten
Italienisch
- Weniger als gut gewesen wäre, aber mehr als gar nichts -> bisschen Babbel Live mitgenommen, bis es dann gekündigt wurde, ansonsten weiter in der Babbel App, mit Pingo AI sowie Chatty/YouTube geübt
- Ich bin mit meinem Fortschritt nicht zufrieden. Es fühlt sich eher nach Stagnation an. Gefühlt bin ich da, wo ich vor einem Jahr auch war. Das reicht mir nicht.
- Messbarkeit wäre gut. Aber wie messe ich diesen Fortschritt? Streaks & absolvierte Lektionen sind nicht das Mittel der Wahl.
Sport/Fitness/Bewegung/Körper
- Fitness: Ein bisschen leistungsstärker, aber nicht großartig
- Mit dem Laufen aufgehört (zu langweilig, zu wenig Fortschritt, zu viel Zeiteinsatz)
- Stattdessen mehr (zügige) Spaziergänge in den Tag eingebaut
- Körperkennzahlen (Gewicht, Muskelmasse, BFA) gehalten
- Calisthenics: Neue Schwerpunkte Rücken/Rumpfstabilität, Integration von Dehn-, Yoga- und Pilates-Übungen weil…
- Schmerzen im rechten Fuß für den Rest des Jahres, mal besser, mal schlechter
- Ab Spätsommer/Herbst immer mal wieder Rücken, November dann Muskelverhärtung
- Ich bin nicht vollumfänglich zufrieden mit dem Fortschritt. Vielleicht geht da mehr? Ich muss mal in mich gehen. Auch hier stellt sich die Frage, wie ich Fortschritt definiere und messen möchte.
Beim Lesen hat mich überrascht, wie vielfältig das Jahr in Hinblick auf fröhlichen Zeitvertreib war:
Spielen
Viel gespielt. Analog, digital, mit Familie, Freunden, Bekannten, Spielpartnern…
- Platz 1 digital: Medieval 2. Ich mags, aus der Vogelperspektive mittelalterliche Königreiche aufzubauen, zu expandieren und mit Armeen zu taktieren.
- Platz 1 analog: Werwolf in verschiedenen Variationen
Außerdem gespielt:
- Dungeons & Dragons
- Das Schwarze Auge
- Catan
- 5 Minute Dungeon
- Karak
- Rommé
- Feed the Kraken
- Dorfromantik
- Arschmallows
Bücher, Zeitschriften und Magazine
Weniger als ich möchte, insgesamt okay.
- Weil-Magazin (M)
- Die Unstoppable Us Reihe von Yuval Noah
- Dragonlance
- Div. Dungeons & Dragons Bücher
- Witcher
- GEO Epoche
- Brand 1 Sommerabo
- Adesso-Magazin
Serien
Über das Jahr haben Jott und ich uns durch die folgenden Serien/Serienstaffeln geschaut:
- Black Doves
- Schitts Creek
- Star Wars: Skeleton Crew
- Yellowstone
- 1883
- 1923
- Ginny & Georgia
- Wednesday
- The Brothers Sun
- House of Guiness
- A Thousand Blows
- Tulsa King
- The Witcher
- The Great
- Fallout
… und das sind nur die, die wir auch durchgeschaut haben. Rückblickend haben mir besonders Black Doves, Yellowstone, The Brothers Sun, House of Guiness, Tulsa King und The Great gefallen.
Mit The Great und Fallout starten wir dann auch unmittelbar in 2026.
Tiere 2025
- Eisvogel (live und in Farbe an der Wuhle!)
- Spittelreiher
- Hunde: Bruderhund, Bürohunde, der Nachbarshund…
- … und natürlich die Wuhlebiber
Podcasts
Urlaube
- Februar/März: Kòlbrzég (Bernsteinurlaub)
- August: Dümmer See
- Oktober: Linstow
- Ausflüge zum Spargelhof Klaistow, in die Gärten der Welt, ins Emsland zu einer Hochzeit
Essen
- Signature Dish des Jahres ist neapolitanische Pizza, u.a. bei 72 Ore by NeaPizza und, seit Ende November, 60SecondstoNapoli.
Tool
- ChatGPT, Claude und Gemini zum Gedanken sortieren und Dinge lernen/ausarbeiten
Erste Male in 2025
- Einen Eisvogel gesehen
- Gebouldert
- D&D gespielt
- Auf D&D-Basis ein kleines Rollenspiel für die Kinder und mich entwickelt
- DSA gespielt
- Einen Job gekündigt
- Einen Job begonnen
- Fördermitglied geworden (Sea Watch)
- Im Stadion an der Alten Försterei gewesen
- Silvester mit wachem großen Kind
Ein bisschen vorgreifend für 2026: Ich bin dankbar über die vielen Menschen, die mich entweder schon seit Jahren begleiten oder die ich in diesem Jahr kennen und schätzen gelernt habe. Viele der oben genannten Dinge wären ohne diese Menschen nicht möglich gewesen.



2 Antworten auf „2025 Wrapped“
Zu Italienisch würde ich als nächsten Schritt vorschlagen, Serien und Filme im Original zu sehen, mit deutschen und später italienischen Untertiteln. Le legge die Lidia Poët ist gut, Sicilia Express auch, Im Gattopardo bestimmt auch (alles Netflix). Es gibt auch eine Weihnachtsserie in Venedig, Remake der bekannten norwegischen… Und dann italienische Podcasts und irgendwann ein Tandem-Partner oder ein Stammtisch… Berlin ist ja voll von Italiener*innen.
Den Untertiteln möchte ich wiedersprechen.
Buchautor Gabriel Wyner („Fluent forever: how to learn any language fast and never forget it“) erklärt das Problem folgendermaßen:
„DVDs von Filmen und Serien haben meist Untertitel auf Englisch oder in der Zielsprache – aber lass sie lieber weg. Das Problem ist: Lesen fällt uns leichter als Zuhören. Wir nehmen mehr mit den Augen auf als mit den Ohren, und wenn Untertitel da sind, trainieren wir unser Hörverstehen kaum. Ein Film mit englischen Untertiteln wird so zur illustrierten Geschichte mit fremdsprachigem Hintergrundrauschen – für unsere Zwecke bringt das nichts. Klar, du hörst vielleicht ein paar Stunden Französisch oder Spanisch, aber wirklich zuhören tust du nicht. Stattdessen liest du einfach die Handlung mit.“
Weiterhin viel Erfolg und vor allem Spaß beim Italienisch lernen.