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Sonntag, 02.03.2025

Rückfahrt nac Hause. Die ersten hundert Kilometer waren die Straßen leerer als leer, Richtung Grenze nahm der Verkehr moderat zu. An einer Tankstelle wollte S jemand „gute Parfüm“ aus einem Auto heraus verkaufen, er lehnte dankend ab.

Kurz darauf die Grenzquerung. Wie großartig ist es bitte, dass abgesehen von Schildern _nichts_ auf die Grenze zwischen zwei Staaten hinweist?

Gegen Mittag kamen wir bei uns an; es war full house– neben Jott und den Kindern waren auch A, E und Jotts Mama bei uns.


Überraschung bei Ankunft: Jott hat in den vergangenen Tagen mit Unterstützung ihrer Mama bei IKEA neue Flurmöbel gekauft, den Flur gestrichen und die neuen Möbel aufgebaut und aufgestellt. Natürlich zusätzlich zur Kinderbetreuung. Sehr ambivalente Gefühle diesbezüglich– mir war noch nicht bewusst, dass wir schon auf einem finalen gemeinsamen Nenner bezüglich der Umgestaltung sind; zudem ging ich eigentlich davon aus, dass wir das gemeinsam machen weils ein Haufen Arbeit ist (und weil Jott mich eventuell bei schwierigen Sachen brauchen würde, aber das scheint nicht der Fall zu sein was natürlich gut für sie ist, aber nicht für mein aktuell eh angeschlagenes Ego).
Ziemlich rumgemuffelt und Jott vor den Kopf gestoßen; später immerhin entschuldigen und klären können.

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Samstag, 01.03.2025

Einigermaßen früh (S: 7 Uhr, ich: danach) aufgestanden und an den Hausstrand gegangen um zu schauen was über Nacht so angespült wurde. S harkte den Strand und fand Krümel, ich lief unambitioniert hin und her, harkte nicht, fand aber auch ein paar Krümel. Immerhin!

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Osten um an anderen Stränden unser Glück zu versuchen. Leider war es nicht unser Tag– der Strand war bis auf ein paar Kiesel sauber. Also beschäftigten wir uns andersweitig und buddelten am Strand herum/stauten Wasser (die Kinder hätten so viel Spaß gehabt!).

Cooler Pistolenstock

Am frühen Nachmittag gings mit einem Abstecher bei Biedronka zurück ins Hotel, Füße hochlegen und (später) Essen.

Nach Einbruch der Dunkelheit liefen wir nochmals zum Hausstrand runter, traten uns dort aber mit anderen Bernstein-Suchenden (teils mit Käscher, Watthosen und richtig fetten UV-Stirnleuchten) auf die Füße. S war auch diesmal ambitionierter dabei als ich und harkte wieder Seegras durch, ich schaute aufs Meer und freute mich.

Nachdem sogar S resignierte (und er ist wirklich leidensfähig!), spazierten wir über einen Abstecher zum Hafen ins Hotel zurück, packten für die morgige Heimfahrt und ginge wieder einigermaßen zeitig ins Bett.

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Freitag, 28.02.2025

Überraschend gut und lange geschlafen.


Die Erkältung verabschiedet sich so langsam wieder, zum Glück. Morgens war das noch nicht so wirklich spürbar, aber nach zwei Stunden gings– ggf. lag das aber auch am Kaffee, den brühte ich versehentlich nach Cowboy-Manier (… das Hufeisen bleibt beim Umrühren drin stecken) auf.


Nach dem Frühstück liefen wir die gut 100 Meter bis zum Strand runter und suchten dort Bernstein. Wir fanden ein paar Krümel– S deutlich mehr als ich, weil er den Strand harkte. Als wir genug hatten, fuhren wir mit dem Auto an den Weststrand von Kolberg (zu Fuß hätte uns das beinahe 40 Minuten gekostet, weil der Hafen zwischen dem Hotel und dem Weststrand ist), nur um dort weiter Bernstein zu suchen. Leider war trotz Wind und Wellen kaum etwas zu finden, der Strand war quasi besenrein sauber.

Als wir am Nachmittag keine Lust mehr hatten, fuhren wir ins Hotel, vesperten dort mit Kaffee und Snacks und legten bis zum Abendessen die Füße hoch.

Nach dem Essen gings in der Dunkelheit mit den UV-Lampen nochmal zu „unserem“ Strand runter. Hier fanden wir dann zum Glück richtig viele kleine Bröckchen. Die machen nicht viel her, aber es hat etwas meditatives, sie im Schein der UV-Lampe aufzulesen :)
Beim Sammeln konnte ich mehrfach meinen einzigen polnischen Satz („Przepraszam, nie mówię po polsku“ – Ich spreche leider kein Polnisch“) anbringen, es war nämlich recht voll & wir wurden wiederholt von Passanten angesprochen die wissen wollten ob wir Bernstein (Bursztyn) suchen und wie Bernstein unter UV-Licht aussieht.

Auch heute wieder einigemaßen früh ins Bett, uns steckte das Umherstapfen am Stand in den Knochen.

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Donnerstag, 27.02.2025

Bernsteinurlaub! Ich fühlte mich morgens noch ziemlich erkältet, aber. nicht mehr so komplett matschig wie Dienstag/Mittwoch. Ein Glück!


Gegen Elf brachen S und ich nach Kołobrzeg/Kolberg auf. Wir kamen super durch, die Straßen waren frei. Mittagspause machten wir klassisch bei Mäcces. In Kolberg mieteten wir uns einen Stellplatz auf einem vom Hotel empfohlenen bewachten Parkplatz, stapften anschließend zum Hotel und bezogen unser Zimmer. Die (sprachbarrierenbedingte nur sehr rudimentäre) Kommunikation erfolgte mit ein paar Brocken Deutsch, Englisch und Fingerzeichen.

Hallo Kolberg!
Aussicht aus dem Hotelzimmer: Der Leuchtturm von Kolberg und das Meer
Hallo Ostsee!
S ist in seinem Element
Nochmal der Leuchtturm, aber in Aktion.

Nach Ankunft und Kofferpacken stapften wir erstmal zum Strand runter, schauten uns ein bisschen um und liefen anschließend zum nahegelegenen Biedronka-Supermarkt zum Einkaufen. An der Kasse wurden wir unvermittelt von einer kleinen Hutzeloma auf polnisch angesprochen, weder S noch ich konnten erahnen was sie wollte– bis sie ihre Äpfel mitten in unserem Einkauf aufs Band legte. Leichte Überforderung weil sie einfach weiter polnisch mit uns sprach und wir nicht verständlich erklären konnten, dass wir ihren Einkauf nicht bezahlen werden und sie jetzt auch nicht mittendrin drankommen kann. Zum Glück half die Kassiererin.

Nach dem Abendbrot im Hotelzimmer gingen wir mit unseren UV-Lampen an den Strand und fanden unseren ersten Bernstein. Nichts großes, nur viele kleine Krümelchen– aber für den ersten Tag war das super :)

Wieder zurück fielen wir quasi in die Betten– sowohl S als auch ich verspürten eine gewisse Bettschwere.