Entspannter letzter Urlaubstag. S, die Kinder und ich gingen Vormittags nochmal in den Indoor-Spielplatz. Am Nachmittag war das Wetter dann so gut, dass wir im Dümmer See baden konnten. Die Kinder nutzten das ausgiebig und tobten so wild herum, als wollten sie die anderen Tage kompensieren. Ich sonnte mich ein bisschen, war aber schlau genug mich nach 10, 15 Minuten wieder anzuziehen– mir fehlt definitiv Vorbräunung und ich möchte ungern mit Sonnenbrand nach Hause fahren.
Landschaftlich schon schön hier. S und ich gingen Abends noch ’ne Runde spazieren, tapsten im Moor rum und schauten uns die Gegend an.
Abends Werwölfe Vollmondnacht gespielt. Lief besser als erwartet, die Runde hatte sichtbar Spaß. Aus geplanten ein, zwei Runden wurden fünf, das spricht für sich.
Morgen gehts wieder nach Hause. Ein Teil von mir freut sich, ein Teil möchte gern noch länger im Urlaub bleiben.
Wir machten die klassische Bustour durch den Wildtierbereich, sahen jede Menge exotische Tiere und wurden von unserer Fahrerin bestens unterhalten. Eigenwilliger Humor gepaart mit relativ starken slawischen Akzent lockerten die Tour stark auf. Es war spannend, so nah an Giraffe, Nashorn und Löwe (und unzähligen anderen Viechern) dran zu sein. Gelernt: Die dunklen Streifen bei den Zebras sind so ein bisschen erhaben im Vergleich zum weißen Fell.
Im Freizeitbereich fuhren die (unsere) Kinder erstmals im Leben Achterbahn und kamen aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus, später folgten diverse Karussellarten und zum Abschluss nochmals die Achterbahn. Ich verweigerte mich dem, mir ist immer noch die Fahrt in der Kolossus-Achterbahn im Heidepark Soltau 2008 oder so in Erinnerung wo mir danach den ganzen Tag schlecht war. Zudem unternahmen wir eine Aquasafari und waren uns danach einig, dass DAS totaler Scam war. Wir standen 40 Minuten an, tuckerten gerade so 15 Minuten mit einem Boot umher und sahen ein paar schlecht gestaltete Plastiktiere. Immerhin waren die Kinder happy und setzten Anstehzeit nicht ins Verhältnis zur eigentlichen Aktivität.
Im späteren Verlauf trennten sich die Wege von uns und A, S und E– unsere Kinder wollten in jedes Fahrgeschäft rein, während sich E (offenbar nur in unserem Beisein) nichts traute und wiederholt in Tränen ausbrach (wie unterschiedlich Kinder sein können…). Wir zogen dann einfach getrennt durch den Vergnügungsbereich, das war auch ganz schön. Für 10 EUR Lehrgeld (sponsored by Jott) erfuhren die Kinder, dass vermeintlich einfach aussehende Wurf-Challenges (Bälle in Körbe werfen, Preis gewinnen) Abzocke sind. Die Kinder trafen zwar jeweils ihre Körbe, die Bälle sprangen aber direkt wieder raus– egal wie sanft geworfen wurde. Diese Lehrstunde war sehr effektiv, im Anschluss wollten sie keines der ähnlichen Spiele ausprobieren. Ich fands ein bisschen erbärmlich vom Park, zusätzlich zu den sehr hohen Eintrittsgeldern auch noch so Geld aus den Besuchern herauszuleihern…
Rückfahrt gegen 18:30 Uhr mit kurzem Stopp beim Netto in Hodenhagen und Snack-Besorgung für die Fahrt, um die hungrigen Kinder ruhig zu stellen.
Ich weiß nicht so recht was ich vom Serengeti-Park halten soll. Die Kinder hatten Spaß, es gab viele Tiere zu sehen, der Freizeitbereich war für die Kinder toll (auch wenn viele Fahrgeschäfte gesperrt waren). Aber so wirklich gut investiert fühlten sich die Kosten für den heutigen Tag für mich nicht an. Ich kann aber adhoc auch nicht sagen, was daran etwas geändert hätte– also liegts vielleicht einfach nur an meiner Aversion gegen so teure Aktivitäten.
Später am Abend mit S nochmal raus um das Schrittziel zu erreichen und dabei den orangen Mond/schöne Abenddämmerung fotografiert.
Sehr ruhiger Tag. Jott und A fuhren einkaufen, S und ich liehen für die Kinder Roller aus damit sie auf der Skateanlage des Ressorts herumfahren konnten. Ansonsten viel entspannt, gelesen, gespielt.
Nachmittags kam Wind auf, der Ponton-Steg schwankte ordentlich und beschäftigte die Jungs und mich länger– wir hatten unseren Spaß daran, immer wieder drüber zu laufen und uns gut durchschütteln zu lassen. G, die mit Jott im Schwimmbad war, stieß später zu uns und hatte ebenfalls Spaß.
Abends bowlten wir auf der Switch, das machte überraschend viel Spaß.
Wirklich prickelnd waren die Wetteraussichten für heute noch nicht, wir (S & ich) gingen daher mit den Kindern wieder zum Indoorspielplatz.
Ich kletterte auch, ließ es aber schnell bleiben weil mir der linke Ellbogen wehtat. Verschleiß noch und nöcher, nichtmal mit den Kindern spielen kann ich mehr ohne das mir danach irgendwas wehtut… Es ist niederschmetternd.
Lange Mittagspause. Jott legte sich hin, die Kinder spielten am Tablet und ich schaute mir an, wie im Rheinland früher Mühlsteine hergestellt wurden (Teil 1, Teil 2, via). Super spannend & informativ, ich war (wie bei ähnlichen Videos) beeindruckt wie viel manueller Aufwand, Präzision und Wissen in vermeintlich einfachen Dingen steckt.
Da Jott keine Anstalten machte, allein aufzuwachen und ich sie nicht wecken wollte, schnappte ich mir die Kinder und ging mit ihnen ins Schwimmbad. Während sie schwammen und tobten, las ich Dragonlance weiter und schaute den Kindern zu. Gegen 18 Uhr kam ein verschlafener Anruf von Jott, wo denn alle seien– niemand außer ihr war im Ferienhaus. Das nenn ich dann mal einen Mittagsschlaf :)
Rückkehr gegen 18:30 Uhr, die Kinder waren ausgehungert und fielen über das Abendbrot her. Wir futtern hier generell ganz schön was weg, der Kühlschrank ist schon wieder stark geleert und wir werden wohl nochmal einkaufen müssen…
Später am Abend die Solomission von Aborea reingeschaut und mir das dazugehörige Spielleitermaterial angeschaut. Das Solospiel erinnerte mich an die Kinder- und Jugendbücher von früher, bei dem man selbst die Geschichte gestalten kann („Wenn Du nach links gehen willst, blättere auf Seite 37. Wenn Du nach rechts gehen willst, blättere auf Seite 12“). Das Spiel nimmt für sich in Anspruch, ein einsteigerfreundliches RPG zu sein. Das mag stimmen, aber für den Spielleiter gibt es trotzdem ganz schön viel zu bedenken und zu erklären… Aber vielleicht ist das was, dass ich mit Jott, A und S ausprobieren kann– vorausgesetzt die haben Lust dazu.
Klingende Ohren nach dem Tag in unterschiedlichen lauten Umgebungen mit vielen Kindern, die Stille am Abend als alle beschäftigt vor ihren digitalen Endgeräten/Spielen saßen war sehr wohltuend.
Aktivtag. Jott und A waren den Vormittag zum Wellness, S und ich gingen mit den Kindern wieder in den Indoor-Spielplatz, toben und klettern. Ich kletterte auch und kam, trotz leichter Höhenangst, bei unterschiedlichen Elementen bis zur Spitze. Am schwierigsten war es, sich von oben abzuseilen– also aktiv die Boulder/Griffe loszulassen und mit dem Sicherungsseil hinab zu gleiten.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause gingen S, die Kinder und ich Richtung Niedrigseilgarten/Fitness-Parcour. Ich absolvierte eine Sporteinheit im Gewimmel (DREI Klimmzüge :)), die Kinder spielten gegen- und miteinander. Mittendrin Eskalation bei den Jungs, deren Spiel ausartete und irgendwann nur noch aus Beschimpfen, gegenseitigen Anstänkern und voreinander wegrennen bestand; sie gingen dann getrennt voneinander zum Ferienhaus.
Im Anschluss (mit kurzer Dusch- und Verschnaufpause, Arme und Beine fühlten sich sehr wackelig an) schnappten S und ich uns wieder die Kinder und gingen runter zum See, wo die vier eine kurze (es war frisch…) Runde planschten.
Abends wölfischer Hunger, ich hätt auch gut und gern noch mehr Essen können– es war aber nichts mehr da.
Später dann die gemeinsame Rommé-Runde, eher Routine als wirklicher Spaß– mittendrin festgestellt das ich keine große Lust mehr darauf habe weil der Ablauf in ungefähr 50% der Spiele gleich ist: S legt nach wenigen Runden in einem Rutsch überraschend vollständig aus und gewinnt; niemand kann sich erklären ob es über Jahre anhaltendes Glück oder „Können“ (WIE?!?) ist, aber es ist mittlerweile sogar statistisch festgehalten (und nervt mich, weil es so berechenbar ist).
Schlecht geschlafen. Geräuschbedingt (… ich habe an vieles gedacht, aber nicht an meine Schlafohrnupsis) versucht, auf der Couch des Ferienhauses eine Mütze Schlaf zu kriegen, aber die war dann doch zu schmal.
Es regnete fast den ganzen Tag, wir machten das beste draus: In einer Regenpause am Vormittag schauten wir uns in einer Regenpause den Niedrigseilgarten und den Fitnesspark des Ressorts an, als erneut Regen einsetzte gingen wir in den Indoorspielplatz und tobten dort eine Weile herum.
Nachmittags besuchten wir das Schwimmbad (so wie offenbar alle anderen Ressortgäste, wir mussten Schlange stehen und kamen erst rein als andere Gäste das Schwimmbad verließen), planschten und rutschten und tobten uns aus.
Abends gemeinsames Anbaden im Hot Tub. Schöne Sache :)
Was schön war:
Rumturnen im Niedrigseilgarten & Fitness-Parcour
Schwimmbad! Rutschen, Hangeln, in einem kleinen runden Bereich Todesstrudel (alle rennen im Kreis) und Wellen (abwechselndes Hüpfen) erzeugen
Mit der Urlaubsgang im Hot Tub sitzen und quatschen
Urlaub! Nach dem Frühstück gings los ins ländliche Niedersachen, zum Dümmer See.
Ereignislose Fahrt mit dem obligatorischen Mittagshalt im Gasthaus zur goldenen Möwe. Das Wetter wechselte viertelstündlich zwischen Regen, bedeckten Himmel, Starkregen und Sonnenschein, ich reichte Jott die jeweils passende Brille an.
Ankunft am frühen Nachmittag, nach kurzer Wartezeit konnten wir das Ferienhaus beziehen und, nach Aussitzen eines Regenschauers, auch kurz zum Dümmer See runterschauen. Zurück ins Ferienhaus mussten wir aber auch flitzen, weil… es wieder zu regnen begann.
Jott und A fuhren später nach Vechta um beim örtlichen Rewe die zuvor bestellten Lebensmittel abzuholen, S und ich bespaßten die Kinder. Nach Rückkehr der beiden gemeinsames Abhängen im Ferienhaus, die Kinder beschäftigten sich gemeinsam digital– G und E spielten Bowling, M und J pirschten als Wölfe durch ein MMORPG.
Abends die obligatorische Rommé-Runde, ich fraß ordentlich Punkte weil das Kartenglück mir nicht hold war.
Was schön & gut war:
Ankunft im Ferienhaus, die Aussicht auf eine Woche Urlaub