M ist zwar auf dem aufsteigenden Ast, aber noch nicht wieder fit für den Schulalltag. Ich holte also am Vormittag vom Kinderarzt die Krankschreibung für ihn ab (Jott war, weil sie kurz vor der offiziellen Öffnungszeit 8 Uhr da war, ziemlich barsch abgewiesen worden…), fuhr dann noch fix in die Schule um Ms Schulsachen abzuholen– Krankheit entbindet nicht von der Pflicht, Unterricht selbstständig nachzuarbeiten, ein großer Scheiß– und machte mich dann auf den Weg zum Hauptbahnhof, wo Mittags mein ICE nach Stuttgart fahren sollte.
Mittendrin Blut und Wasser geschwitzt weil auf Grund eines S-Bahn-Brandes in Bellevue der Zugverkehr unregelmäßig war und die Bahnen zudem nur bis Friedrichstraße fuhren. Oberirdischen Alternativen (Regio ab Ostkreuz) vertraute ich nicht, also gings am Alex in die U5 und dann damit weiter zum Hauptbahnhof. Zum Glück geht das mittlerweile.
Ereignislose Bahnfahrt mit Arbeit (abgesehen vom Teilstück zwischen Göttingen und Fulda, da waren so viele Tunnel auf der Strecke das ich auf Höhe Kassel auf Grund der vielen Netzunterbrechungen/-ausfälle aufgab). Wir waren ein bisschen verspätet, die Begründung änderte sich mit zunehmender Entfernung von Berlin von „verspäteter Bereitstellung“ hin zu „Auf Grund eines S-Bahn-Brandes in Berlin“.
Kurz nach acht im Hotel gewesen, bisschen ausgeruht und dann meine este Babbel-Live-Italienisch-Stunde vorbereitet. Die war dann ganz okay: Wir waren vier Teilnehmende (neben mir noch ein Nürnberger und zwei Frauen aus Quebec und Sydney). Der Lehrer spulte recht unambitioniert sein Programm runter (Begrüßung, also wirklich easy peasy) und ließ uns dann ein wenig sprechen. Das war ziemlich cringe weil mein aktives Sprachniveau quasi nicht vorhanden ist, und schon gar nicht vor Publikum. Aber immerhin konnte ich den Lehrer verstehen und insgesamt einen Eindruck bekommen wie Babbel Live so funktioniert. Ich glaub, das ist the way to go– so oft reinschauen, Basics üben und zur Kartoffel machen bis man halt irgendwann zwangsläufig besser wird und Sprachhürden abbaut.
Den Tag zunehmend erkälteter gefühlt. Hoffen wir mal, dass das morgen besser ist, ich brauch das jetzt nicht.

