Jott fuhr am frühen Morgen beruflich nach Stuttgart, zum Glück kommt sie schon am Donnerstagabend wieder.
Nachdem die Kinder in der Schule abgeliefert waren, entschied ich mich gegen eine Fahrt ins Büro, frühstückte mit Jotts Mama und verabschiedete sie anschließend.
Morgens in meiner Funktions als Krankheitsvertretung meiner Kollegin eine Mail mit der Bitte um Terminteilnahme bekommen. Bisschen Austausch, am Mittag kam die Info „Du, wundert euch nicht– das Thema ist bei uns groß und wichtig, da kommen ein paar mehr Leute als nur wir 3“. Artig für die Warnung bedankt, nichts groß dabei gedacht– ich dachte so an 5 oder 6 Leute vom Kunden.
… im Call waren dann 14 (!) Leute vom Kunden, dem technischen Dienstleister des Kunden und einem weiteren externen Partner des technischen Dienstleisters des Kunden. Meine Güte! Ursache für den Termin war ein technisches Problem beim Login ins Online-Banking des Kunden, da ist natürlich verständlich das die Aufmerksamkeit hoch ist– aber mit 14 anderen hatte ich nicht gerechnet. War dann aber auch nicht wild, wir brainstormten und testeten gemeinsam und nach einer guten Stunden konnten mein mich begleitender Kollege und ich wieder raus mit der starken Überzeugung, an der Stelle nicht zu einer Lösung beitragen zu können weil das Problem an anderer Stelle liegt.
… die Kollegin vertret ich nicht mehr. Das ist nämlich auch die, bei der während ihres Urlaubs immer irgendwelche obskuren Kundenwünsche an mich herangetragen werden.
Für meine Nachmittagsplanung hatte ich fest eingeplant, dass L die Kinder abholt. Wie ich dann so da saß und überlegte, ob und wann ich eine Runde Sport machen könnte, fiel mir siedendheiß ein, dass L ja gar nicht kann– sie hatte vor einer Woche schon abgesagt. Aus nicht mehr so ganz nachvollziehbaren Gründen hatte ich das zwar zur Kenntnis genommen, aber trotzdem mit ihr geplant.
Großes Glück also, das ich nicht ins Büro gefahren war, sondern zu Hause blieb. So konnte ich in aller Ruhe und pünktlich die Kinder abholen & M war nicht ewig allein zu Hause.
J war in der Schule beim Hort-Sport auf den Rücken gefallen, er klagte den ganzen Nachmittag über Rücken- und Kopfschmerzen. Offenbar hatte ihn ein anderes Kind am Bein gepackt, er hatte eine halbe Luftrolle gemacht und war anschließend wie ein Käfer auf dem Rücken gelandet. Weil er sich relativ normal verhält (für J-Maßstäbe), beließ ich es bei einem Kühl-Pad und einer Ibu am Abend– mal schauen wie es ihm morgen geht. Da er keine Anzeichen einer Gehirnerschütterung zeigt und sich normal bewegen kann (wenn auch offenbar mit Schmerzen) scheints nicht so wild zu sein.
Abends ein bisschen mit Jott geschrieben und beiläufig erzählt bekommen, dass sie gerad kreislaufbedingt mit Beinen auf einem Stuhl auf dem Boden eines Restaurants liegt. Was macht die Frau bloß in der Fremde?!
Keine Igelsichtung am Abend, ich schaute und horchte gründlich als ich nach vollbrachten Tagwerk mit einem Moscow Mule auf dem Balkon saß.


