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WMDEDGT?

Journal Montag, 5.6.2017 – WMDEDGT 6/17

[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“. Frau Brüllen fragt, viele Blogger antworten und geben so einen Einblick in ihr Leben.]

2:38 Uhr muss ich pinkeln und höre beim Aufstehen, wie J im Bettchen rumraschelt und schnauft. „Na, der wird ja wohl nicht genau in dem Moment wach werden in dem ich aufs Klo gehe“, denke ich schlaftrunken, gehe aufs Klo und höre, wie genau in dem Moment J mit rascheln und schnaufen und meckern wach wird. Jott ist aber schneller als ich bei ihm, und während sie ihn füttert, öffne ich in der ganzen Wohnung die Fenster und sorge für ein bisschen Durchzug. Dann gehe ich wieder zu Bett, Jott braucht keine Unterstützung und bedeutet mir, wieder schlafen zu gehen.

Das nächste Mal, als ich wach werde, ist es 4:33 Uhr. G schreit das Schlafzimmer zusammen, weil sie von Jott Kochsalzlösung in ihre verstopfte Nase geträufelt bekommen hat. Ich schnappe mir das beleidigte Kind, gehe ins Wohnzimmer und schaffe es, sie erneut zum Einschlafen zu bringen. Gerade als ich ins Schlafzimmer zurück will, kommen Jott und J hinaus. Letzterer wurde durch G geweckt und ist nun putzmunter und fröhlich. Jott ist auch putzmunter, aber vermutlich nicht fröhlich. Sie lässt mich trotzdem mit G wieder schlafen gehen. Das machen wir dann auch bis kurz nach Viertel Sieben. Weils zeitlich super passt- idealerweise bekommen die Zwillinge ihre erste Flasche gegen 6 Uhr- springe ich auf, ziehe G an und füttere sie. Danach essen Jott und ich Frühstück, während uns die Zwillinge in ihren Wippen Gesellschaft leisten.
Um 9 Uhr, Jott und ich sind mittlerweile tagfein und ausgehfertig, füttern wir die Zwillinge erneut und fahren anschließend mit ihnen zu meinen Eltern ins Brandenburgische. Dort kommen wir gegen Viertel 11 an. Nach der Begrüßung und dem Wiedersehen mit M spielen und erzählen wir bis zum Zwillingsmittagessen um 12 Uhr. J und G bekommen Gemüsebrei. Die Fütterung läuft semigut ab. G steckt sich des Öfteren ihre Finger in den Mund und will anschließend alles anfassen und einsauen. J prustet mit vollen Backen, zappelt und wippt wild herum und lässt sich leicht ablenken. Kein Vergnügen, das.

Nachdem aber sowohl J als auch G jeweils ihren Teller leer gegessen haben, können wir Großen Mittag essen. Es gibt Tomate Mozzarella mit Walnuss-Ciabatta und zum Nachtisch Erdbeerquarkspeise.

Nach dem Mittagessen gehen mein Bruder und ich mit den Zwillingen spazieren. Die beiden sollen Mittagsschlaf machen, und das geht in der Fremde (naja) am einfachsten, wenn sie durch die Gegend geschaukelt werden. Unterwegs erzählen mein Bruder und ich über die Kinder, die Verantwortung und den Job meines Bruders. Das ist unser erstes wirklich langes Gespräch seit ewig.

Kurz vor 15 Uhr sind wir wieder zurück. Für einen kurzen Moment schlafen alle drei Kinder gleichzeitig- tagsüber eine Sensation-: M macht mit seinem Großvater Mittagsschlaf, die Zwillinge schlafen im Wagen. Dann wird erst G wach, dann J, und während wir die beiden füttern, wird M von seiner Großmutter sanft wach gekuschelt- schließlich gibt es gleich Kaffee und Kuchen, und zumindest bei letzterem darf M gern zulangen.

Den Rest des Nachmittags verbringen wir mit Spielen (alle), Erzählen (alle) und dem erfolgreichen Versuch, nicht auf der Couch einzuschlafen (ich).
Gegen 17 Uhr brechen Jott, die Kinder und ich wieder auf und fahren nach Hause. Im Auto schläft erst G und dann J ein. M kann ich durch ein bisschen Action davon abhalten- wenn er jetzt schlafen würde, wäre er bis lange in die Nacht wach, und dann bekäme er zu wenig Schlaf und wäre morgen früh todmüde- und außerdem möchten wir gern, dass ab ungefähr 20 Uhr die Kinder im Bett sind und wir Ruhe haben.

In Köpenick kommen wir gegen 17:45 Uhr an. Beim Hochgehen zur Wohnung entdecken wir unsere Nachbarn von oben mitsamt ihren beiden Kindern im Innenhof und beschließen spontan, noch nicht in die Wohnung zu gehen, sondern noch kurz Hallo zu sagen und die Kinder miteinander spielen zu lassen. Machen sie auch, sehr kurz. Dann muss ich erst den Sohn unserer Nachbarn und im Anschluss M in die Luft werfen. Bei 16 Kilo pro Kind ist das recht fix ziemlich anstrengend… Jott geht kurz darauf schon nach oben, um das Abendessen für uns alle vorzubereiten.
Irgendwann hat sichs ausgespielt. Ungefähr 18:30 Uhr bringe ich die Kinder nach oben. Während ich die Zwillinge aus- und wieder anziehe (Schlafanzüge), darf M die letzte Viertelstunde Biene Maja im KiKa gucken. Danach essen wir zum Sandmännchen Abendbrot (Schnittchen und Melone). Im Anschluss bringe ich die müden Zwillinge ins Bett- Jott hat sie zuvor parallel mit Brei gefüttert-, mache M bettfertig und werde anschließend gegen Jott ausgetauscht- M möchte nicht von mir zu Bett gebracht werden.
Aller Müdigkeit zum Trotze möchte M aber partout nicht einschlafen und bracht fast anderthalb Stunden wechselnde Einschlafbegleitung durch Jott, mittendrin mich, und wieder Jott.

21 Uhr haben Jott und ich es geschafft: Alle Kinder schlafen, die Wohnung ist aufgeräumt. Zeit, meinen Elterngeldantrag zu ergänzen- ich hatte übersehen, dass sich durch den Elterngeldbezug im Jahr vor der Geburt der Zwillinge der nachzuweisende Gehalts-Zeitraum in die Vergangenheit verlängert. Nach das erledigt ist, räume ich diverse lose Dokumente und Kram aus meinem Arbeitszimmer auf einen Stapel, den ich morgen sichten und bearbeiten will, und schreibe diesen Blogbeitrag.

Gleich werde ich das Zähneputzen überspringen und todmüde ins Bett fallen- es ist dann ~22:30 Uhr.

Was schön war: Das Wiedersehen mit M.

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