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Montag, 05.09.2022

Die Screen Time Reduzierung ist bislang (sehr) erfolgreich:

Ich werd die vor einer Woche installierte One Sec App weiter nutzen und ein Jahresabo abschließen. Sie nervt mich und das ist genau das richtige um nicht ständig aus Reflex/grundlos Apps auf dem Smartphone zu öffnen. Insta und Pokemon Go hab ich seit ’ner Woche runtergeschmissen, für die letzte Woche ist meine Screen Time drastisch reduziert (runter von durchschnittlich 3h11m/Woche Mitte August auf 1h16m/Woche letzte Woche). Das ist mir schon sehr gut gelungen :)

Wobei ich das immer noch viel finde für den „nachhaltigen“ Nutzen, also das was hängen bleibt. In der One Sec App erfasse ich beim Öffnen der eingetragenen Apps nun immer den Grund, und ich sags mal so: Da findet sich über verschiedene Apps immer wieder der Grund „Check auf Updates“. Muss eigentlich auch nicht sein für die wenigen wirklich relevanten Nachrichten die ich kriege.

Ich darf nur nicht in die Schiene rutschen mir alles zu versagen und _gar nicht_ das Smartphone benutzen zu wollen– es gibt ja legitime Gründe, und ab und zu ist auch mal sinnlos durch Timelines scrollen völlig okay und kein Versagen. Das muss ich mir tatsächlich sagen, ich neige zu Extremen– ganz oder gar nicht, und wenn „gar nicht“ nicht zu 100% funktioniert betreibe ich Selbstgeißelung.


Am Wochenende mit Jott viel über die Psychotherapie gesprochen und auch darüber, ob mir die Sitzungen gut tun und wie sie mich beeinflussen. Ich bin sehr davon überzeugt das die Sitzungen mir gut und und mir helfen, konnte das aber gar nicht so sehr in Worte fassen und hab ganz schön rumgeeiert. Im Endeffekt ist es so, dass mir die Psychotherapeutin ganz viele Denkanregungen für diverse Baustellen mitgibt, denen ich im Nachgang nachgehe und dann versuche, im Alltag zu berücksichtigen (was sehr schwer ist).

Beispiel: Allein ein Gedankengang wie „Es ist auch mal okay, 30 Minutenz zu versacken, dafür muss man sich dann nicht zerfleischen“ oder auch die Einsicht, dass die Screen Time Reduzierung von mehr als 3h auf etwas mehr als 1h schon super ist, das Ziel _nicht_ 10 Minuten/Tag ist und ich mich auch mal dafür loben kann, sind Dinge auf die ich allein nicht käme.

(Das sind jetzt eher triviale Dinge, deren Ursache/Wurzeln aber tiefer gehen)


Letzten Endes kreist vieles um die Frage, wer & wie ich sein möchte (und wie nicht), wie ich dorthin komme und wie ich meine Zeit nutzen will.


Ansonsten ein normaler Arbeitstag, bis auf den Umstand, dass das eine Ausschreibungs-Tool heute unfassbare 900 neue Ausschreibungen/auslaufende + zu verlängernde Verträge anzeigte statt der normalen 50 – 80. Ich werd da maximal oberflächlich durchgehen, ansonsten bin ich ja ’ne Woche beschäftigt.

Weil M heute wieder Schwimmtraining hatte, traf ich mich viertel Vier mit der M-Sitterin (ich brauch dafür ein anderes, griffiges Wort– Babysitterin triffts nicht, „junge Frau die M regelmäßig zum Schwimmen bringen wird“ ist zu lang). Gemeinsam fuhren wir zur Schwimmhalle und lieferten M ab, dann hatte sie Feierabend. Ich fuhr mit der Straßenbahn wieder zurück, holte die Zwillinge aus der KiTa ab und fuhr im Anschluss mit G und J wieder ins Allende-Viertel um M abzuholen. Kurzer Zwischenstopp beim Bäcker im Allende-Center, weil die Zwillinge ausgehungert waren und M nach dem Schwimmen vermutlich auch, danach hieß es warten bis M rauskam. Anschließend zu viert zum vierten Mal die selbe Strecke gefahren, diesmal nach Hause.

Nächste Woche wird das einfacher, da wird unsere M-Sitterin mit M allein zur Schwimmhalle fahren und ihn abliefern. Ich muss ihn dann nur noch mit den Zwillingen abholen, dadurch entspannt sich der Montagnachmittag wieder.


Abends eine Runde Rad an der Wuhle entlang gefahren, dann zu Hause ein bisschen versackt, Bringmeister zu Ende gebracht (Jott hatte den Großteil der benötigten Lebensmittel schon in den Warenkorb gelegt, ich musste nur noch mein Mittagessen für nächste Woche planen und die Zutaten reinpacken) und dann den Blogbeitrag geschrieben.

2 Antworten auf „Montag, 05.09.2022“

Lieber Paul,

30 Minuten zu versacken ist mehr als okay bei deinem Pensum, finde ich. Die Holländer scheinen gut darin zu sein: Niksen “literally means to do nothing, to be idle or doing something without any use.” Muss also quasi auch mal sein. ;-)

https://time.com/5622094/what-is-niksen/

Wie wär’s mit „MB“ (B wie Begleiterin) statt “M-Sitterin“?

LG

Die wunderbare Person, die meine beiden Söhne im Grundschulalter damals hütete, firmierte im Familiensprech als „Bubensitterin“…

Herzliche Grüße

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