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Freitag, 22.04.2022

In der KiTa-Gruppe der Zwillinge war seit Anfang April eine Zeitarbeitskraft im Einsatz, Hintergrund ist langfristiger Personalmangel/ständige Spontan-Ausfälle.

Die Zeitarbeitskraft wirkte auf mich sehr engagiert, es gab auch gutes Feedback zu den Zwillingen im Gespräch diese Woche– den frischen Blick von außen empfand ich als sehr bereichernd.

Heute kam eine Mail von der KiTa-Leiterin, dass diese Zeitarbeitskraft ab Beginn der nächsten Woche nicht mehr zur Verfügung steht. Für die Zwillings-Gruppe wird zwar weiterhin eine feste Erzieherin gesucht, aber zum einen ist ab 19.04. ein fester Springer (… der neue stellvertretende Leiter) in der KiTa beschäftigt, zum anderen geht es anderen Einrichtungen in punkto Personal offenbar schlechter sodass es keinen Rechtfertigungsgrund für die Zeitarbeitskraft mehr gibt.

Ich könnte wirklich kotzen. Die Fluktuation in der Zwillings-Gruppe ist hoch; es sind ausschließlich Teilzeitkräfte sowie eine Auszubildende/Studierende im Einsatz, eine Vollzeitkraft fällt seit Monaten aus und wird bis zu Rentenbeginn im Sommer vermutlich nicht wiederkommen (und selbst wenn: Im Sommer ist sie weg). Es ist ein elendes Hin und Her, es kommt immer wieder zu Verkürzungen der Betreuungszeit und auch Gruppenschließungen, teils ist Personal in der Gruppe das die Eigenheiten der Kinder nicht kennt (woher auch, wenn diese nur der Bezugserzieherin bekannt sind). Auf dem Papier ist natürlich alles toll, aber das entspricht nicht der gelebten Realität.

Die Erzieherinnen die da sind sind alle unfassbar engagiert, warmherzig, den Kindern wohlgesonnen und generell hinterher, aber die Personalsituation der Gruppe/offenbar des Trägers macht mich wahnsinnig. Die machts den Kindern schwer, die macht es uns schwer. Ich fühl mich da auch sehr machtlos– was können wir schon tun?


Apropos Personal das die Eigenheiten der Kinder nicht kennt: J hatte heute versehentlich eine falsche Brotdose bei und somit auch das falsche Essen. Weil er mit Abweichungen von der Regel nicht so gut klarkommt, führte das in der KiTa offenbar zu einer ziemlichen Eskalation, weil niemand da war der sein Verhalten erklären konnte und ihn auch niemand so richtig auffangen konnte.


Vormittags von meiner Hausärztin die Info bekommen, dass Schilddrüsenfunktion und Blutbild super sind. Mit der Info gehts nun weiter zur Psychotherapeutin für den Antrag auf Psychotherapie.


Abends Filmabend, wir schauten auf Wunsch der Kinder (… oder ggf. auch Jott) Encanto. Als die Kinder im Bett waren, machten Jott und ich mit This is us weiter– da gibts mittlerweile die 5. (?) Staffel auf Prime, die kennen wir noch nicht.


Flashback zurück als M vor ein paar Wochen beim Kuchenbasar in der Schule für 50 Cent Kuchen kaufte und später für 1 Euro an Kinder weiterverkaufte, die zu spät für ihren Lieblingskuchen kamen.

Einerseits ist der Geschäftssinn und auch die Marge sehr beeindruckend, andererseits… Hrmpf.

2 Antworten auf „Freitag, 22.04.2022“

Ich steh jetzt nicht so auf Ferndiagnosen, aber was du oft über J. schreibst erinnert mich sehr an meinen autistischen Sohn bzw. auch generell in die Richtung. Habt ihr in die Richtung mal überlegt? Im Internet gibt es ja (vernünftige) Screening-Tests, auf deren Basis dann weiter in die Diagnostik eingestiegen werden kann oder eben nicht. Aber rechtzeitig Bescheid zu wissen wäre ja im Fall für alle Beteiligten hilfreich…

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