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Journal Freitag, 22.4.2016

Großer Schreck um fünf Uhr morgens: Herr Schnuffke hatte einen Alptraum und ließ sich nicht beruhigen. Weder auf Hochnehmen noch Wiegen noch Ansprechen reagierte er, erst als Jott ihm sanft ins Gesicht pustete beruhigte er sich und schlief weiter.

Jott und ich sind im Sommer zu einer Hochzeit in Bremerhaven eingeladen. Heute kam die Einladung zur Feier nach der Trauung- zur Trauung selbst sind wir nicht eingeladen- per Post, was uns zum Überlegen brachte: Bahntickets nach Bremerhaven kosten um die 100 Euro für uns drei, ein Zimmer in einer Pension für eine Nacht ebenfalls nochmal um die 100 Euro. Die Anreise dauert ungefähr sechs Stunden, die Feier auch nochmal- zumindest für einen von uns. Der andere (ich, es ist nämlich Jotts Verwandte die heiratet, außerdem machen mir solche Feiern im Gegensatz zu Jott keinen Spaß) müsste Herrn Schnuffke beaufsichtigen, der Veranstaltungsort und die Übernachtungsmöglichkeit sind räumlich getrennt.

Zu allem Überfluss fällt der Hochzeitstermin in meine Elternzeit, wenn finanziell eh keine großen Sprünge möglich sind.

Entweder wird also Jott allein den Weg auf sich nehmen und Herrn Schnuffke und mich in Berlin zurücklassen oder aber wir bleiben alle zu Hause und schicken Videogrüße an die Nordsee.

In den letzten Wochen hatte ich teils erheblich mehr gearbeitet, und so verbriet ich heute zwei der diese Woche angehäuften Überstunden und ging bereits dreiviertel Drei nach Hause. Wir fuhren nämlich am Nachmittag nach Magdeburg zu Jotts Mama, da passte das sehr gut.

Auch sonst wars ganz gut, ich konnte zwar heute die für gestern eingetaktete Aufgabe bearbeiten, doch trotzdem war der Tag nur so mittelprächtig. Unser Entwicklerteam hat vor ein paar Wochen eine Feature-Anfrage eines Kunden besprochen und verschiedene Lösungsansätze erarbeitet. Heute fand die zeitliche Einordnung des von uns priorisierten Lösungsansatzes statt. Im dazugehörigen Meeting fiel auf, dass wir bestimmte Aspekte nicht berücksichtigt hatten und unsere Lösung doch nicht so toll war, wie wir dachten. Das ärgerte mich sehr: Da saßen wir vor ein paar Wochen zu viert, hatten ein gutes Gefühl beim Erarbeiten des Lösungsansatzes und dann konnte der Lösungsansatz heute mit wenigen Worten zerpflückt werden. Doof. Doof doof doof.

Auf Grund eines nicht zu mir genommenen Mittagessens futterte ich während der Fahrt wahllos Süßkram in mich rein und habe jetzt Bauchschmerzen. Wie so ein Fünfjähriger.

Was schön war: Auf der Autofahrt mit Herrn Schnuffke rumalbern. Er ist ganz fasziniert, wenn ich einen Greifring auf seinem Kopf ablege, sitzt still und starr und versucht, den Greifring vom Kopf zu fischen. Sobald ihm das geglückt ist, schüttelt er sich vor Lachen. Goldig.

2 Antworten auf „Journal Freitag, 22.4.2016“

Bremerhaven ist jetzt nicht so die attraktive Stadt zum übernachten. Aber der Bremerhavener Zoo am Meer hat ein Eisbärbaby: Lili. Ich würde was in der Umgebung suchen. Wir waren jetzt im Jaderpark und Zoo am Meer mit einer Übernachtung in Varel, was sehr schön war (Tiere & Nordsee). Für euch böte sich ja eher Ferienwohnung mit 2-3 Nächten an. Nehmt jemanden (oder mehrere) mit, das teilt die Übernachtungskosten und für Herrn Schnuffke ist während der Hochzeitsfeier gesorgt. Nachteil an sowas ist: eine_r von euch muss für die Rückfahrt zur Fewo nüchtern bleiben. Und hält eins solche Feiern nüchtern aus? ;)
Cuxhaven mit seinen Stränden und der Möglichkeit des Tagesausflugs nach Helgoland ist auch nicht weit weg- den Kegelrobben und Seehunde ganz nah am Strand der Düne sein, ein Erlebnis fürs Leben.

Hallo & willkommen chiri! Danke für die Tipps zu Bremerhaven und Umgebung. Eisbärbaby Lili hätte unseren Entschluss fast ins Wanken gebracht, aber eben nur fast- zusätzlich zu meiner Elternzeit und den damit verbundenen finanziellen Einbußen liegt der Hochzeitstermin in Herrn Schnuffkes KiTa-Eingewöhnung, und da möchten wir ihn nicht lange rausreißen.

Aber wenn wir mal so auf Familienbesuch an die Nordsee fahren, haben wir jetzt auf jeden Fall Ausflugsziele :)

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