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Journal

12.11.2020

Gestern Arbeitsbedingt viel zu spät ins Bett (= es war schon nicht mehr gestern, sondern heute), heute morgen sehr gerädert. Aber viel geschafft und das hatte sehr positive Auswirkungen auf den Arbeitstag.


Heute fand das Brainstorming statt, zu dem ich ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde kam und wofür ich benötigten Aufwand initial ein bisschen (das ist untertrieben) unterschätzt hatte. Etwas blauäugig dachte ich ja, wir setzen uns einfach eine Stunde per Teams zusammen, jeder schmeißt ein paar Begriffe in den Raum und dann wird das schon.

Naja. Blauäugig halt. Geht natürlich nicht. Die Leute müssen abgeholt werden (Agenda + Kontext), es braucht ein konkretes Setting, das Brainstorming muss moderiert werden und dann muss ja auch noch mit dem Ergebnis des Brainstormings irgendwas angefangen werden. Ich kam also nicht umhin, mir im Vorfeld einige Gedanken zu machen. Das wir den Termin remote durchführten, war dann noch das Sahnehäubchen– dafür musste auch noch was vorbereitet werden. Zu allem Überfluss kam noch hinzu, dass ich ich bin und a.) gern die Kontrolle über Dinge habe und b.) sowas nur machen kann, wenn ich mir quasi ein Skript daneben lege– was dann auch erstellt werden musste.

Ich bekam zum Glück Inspiration und Schützenhilfe und war nicht ganz auf mich allein gestellt in der Vorbereitung. Die bei mir liegenden Aufgaben reichten trotzdem, um mich einen doch recht großen Teil des gestrigen Arbeitstages und Arbeitsabends zu beschäftigen. In dem Board, das auf dem Screen zu sehen ist, stecken mit allem Drum und Dran einige Stunden Arbeit.

Es hat sich aber gelohnt, der Termin lief super (ich hab natürlich im Nachgang um schonungsloses Feedback gebeten). Als ich mit Setting/Kontextualisierung und Aufgabenverkündung fertig war, brainstormten die Leute los wie die Profis, die sie ja auch sind. Ich war völlig überrascht, wie viel da zusammenkam und bekam hinterher zu hören, dass das eben nur dank der guten „Einweisung“ so funktioniert hatte (das ging runter wie Öl und deswegen muss ich das auch nochmal aufschreiben). Als das Brainstorming vorbei war, kam ich ein bisschen ins Schwimmen, denn– mal unter uns– ich weiß nicht so wirklich was ich mit den Ergebnissen anfangen sollte. Clustern schien mir eine gute Idee zu sein, das machten wir dann auch und das war auch gut und richtig so. Und dann war der Termin vorbei und ich war sehr aufgeregt und musste dann aber auch direkt in den nächsten Termin, der aber zum Glück nur aus einem internen Team Huddle bestand.

Das beste war aber tatsächlich, das ich neben der Info, dass das so schon gut war, auch noch ein oder zwei methodische Anregungen mitnehmen konnte die sehr spannend und total sinnvoll sind und die ich nächstes Mal direkt berücksichtigen kann.

(Ich bin ein bisschen euphorisiert, soviel Spaß hatte ich bei der Arbeit lange nicht mehr)

Übrigens: Falls Sie eine Plattform für so digitalen Kollaborationskram suchen: Miro ist wirklich, wirklich großartig.


Nachmittags waren M und ich allein, Jott fuhr mit den Zwillingen zu einer KiTa-Freundin der beiden und blieb dort bis nach dem Abendessen. M und ich genossen die Ruhe, M hörte in der Maus-App ganz gebannt die Nibelungen-Sage und ich machte dies und jenes, hörte auch zu, beantwortete seine Fragen. Das war sehr entspannend.


M wächst und wächst und wächst… Die Tage schau ich ihn an, seh die Hose und wundere mich– skinny Jeans mit knöchelfrei kaufen wir für die Kinder eigentlich nicht… Er muss in den letzten Wochen wieder einen Schwung gewachsen sein.


Christians Empfehlung gefolgt und eine Krautreporter-Probemitgliedschaft abgeschlossen. Ich entdeck da immer wieder spannende Artikel, die ich aber nicht lesen kann– bzw. konnte, denn jetzt kann ichs. Mal schauen ob ich das nutze, denn zum Lesen brauchts ja auch ein bisschen Zeit.

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