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Journal Dienstag, 25.6.2019

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, im Büro bis zum Umzug– es sind ja nur noch gute drei Wochen– eine ruhige Kugel zu schieben und (meine) Ressourcen zu sparen. Die Projektlage hätte das abgebildet.

Hätte.

Fahrradkette.

Freitag Nachmittag rief ein Kunde überraschend an. Wir telefonierten länger, im Anschluss schickte er eine lange Powerpoint-Präsentation rüber. Die verinnerlichte ich am Wochenende und gestern, denn heute fand ein Telefonat mit Kunde + Chef + Chefchef auf der einen Seite und seniorigen Senior-Berater und mir auf der anderen Seite. Das Ende vom Lied: Die ruhige Kugel mutiert zum wrecking ball (harhar, Ohrwurm! Bittegerne) und ich muss jetzt diversen Kram koordinieren, von dem ich eher weniger Ahnung habe und bei dem ich auch nicht groß auf Unterstützung durch Leute hoffen kann, die das alles schon gemacht haben– die sind nämlich sämtlichst und auf länger im Urlaub.
Not so fun fact: Mitte letzter Woche scherzte meine Teamleiterin noch, wer denn sowas genehmigen würde– alle wichtigen Leute seien zur selben Zeit abwesend! Nur gut, dass es gerade so ruhig sei…

Nachdem ich ein bisschen vor mich hin verzweifelte und mich selbst bemitleidete, besprach ich mich mit meiner direkten PM-Kollegin, sortierte mich danach noch ein bisschen, fing an zu überlegen und zu planen, sprach mit diversen Leuten, und jetzt bin ich schon etwas schlauer und weiß so einigermaßen, was ich machen werde.
Das Gute: Ich kann machen, was ich will– ist ja niemand da, der dem Einhalt gebieten kann.
Das Schlechte: Ich kann machen, was ich will– ist ja niemand da, der dem Einhalt gebieten kann.

Tja nun. Wird doch nochmal spannend.

… das mitten im Kundentelefonat die KiTa anrief, trug nicht zu meinem Wohlbefinden in der TelKo bei.

Nach einigen Hin und Her kam raus, das G offenbar Magen-Darm hat, es ihr ganz schlecht ginge und sie bitte zu 14 Uhr abgeholt werden solle. Jott übernahm das, die war heute– welch glücklicher Zufall– im Home Office. Das Abholen war auch sehr nötig, G erbrach sich in einer Tour. In der KiTa sagten sie noch, dass das offenbar gerade umginge bei den Kleinen. Hoffen wir mal, das J sich nicht ansteckt und M auch nicht.

Auf dem Weg zum Abholen der Kinder wurde, und das habe ich so noch nicht erlebt, die S-Bahn geteilt. Die ersten vier Wagen fuhren Richtung Erkner weiter, der Rest blieb stehen. Es wurde also vorne, wo ich stand, kuschelig. Das war bei 33°C überhaupt nicht schön, die Stimmung im Wagen war auch eher gereizt. Die Leute standen dicht an dicht, und an jedem Bahnhof quetschten sich noch weitere Fahrgäste rein.

Unter den übervoll besetzten Bahnen rangiert die heute mindestens in den Top 3.

Auf dem Weg von der KiTa verloren wir Ms Sandale. Das merkte ich beim Aussteigen in Köpenick. Kurz entschlossen fuhren wir nochmal nach Friedrichshagen zurück und suchten den Weg zur KiTa nach der Sandale ab. Kurz vor der KiTa fanden wir sie dann. Die haben wir wohl echt früh auf dem Heimweg verloren und es nicht gemerkt… Nach Hause gings dann mit der Straßenbahn weiter. Ich hatte überhaupt keine Lust, nochmal zur S-Bahn zu laufen, und nahm lieber die 15 Minuten Wartezeit in Spreestraße in Kauf.

Abends diversen Arbeitsprojektkram, zu dem ich heute im Büro nicht kam, bearbeitet. Die Arbeit wird wirklich nie weniger.

G ist jetzt übrigens trocken. Vor einer Woche wollte sie partout keine Windeln mehr anziehen und ging immer aufs Klo. Seitdem hat sie 1x in ihren Badeanzug gepullert, als der eh schon nass war. Ansonsten: Alle Schlüppis trocken, sogar nachts.

J eifert ihr nach, ist aber nachts noch ein bisschen unzuverlässig. Und er hat das M-Problem: Wenn er ins Spiel vertieft ist, pullert er ein (oder kackt auf den Hof, wie bei der Geburtstagsfeier am Wochenende).

Diese Wärme ist nicht gut für mich. Ich freu mich auf Anfang Juli, da soll es kälter werden (23°C am Tag, whoop whoop).

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