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Journal Sonntag, 30.9.2018

Ein Wohnquartier am äußersten Rand von Königs Wusterhausen besichtigt. Da wird ein tatsächlich ganz spannendes und durchdachtes neues Quartier hingebaut– aber zu Preisen, die wir uns nicht leisten können. Jott und ich haben das grob überschlagen und die Verbindung aus den in Brandenburg fälligen KiTa-Gebühren für drei Kinder sowie einer Kredit-Rate, die zwangsläufig höher als unsere jetzige Miete ist, bricht uns das Genick. Ohne KiTa-Gebühren wäre es vielleicht gerade so stemmbar, aber mit diesen Kosten geht es nicht.

Es ist schlimm: In Berlin können wir uns die Bodenpreise nicht leisten und in Brandenburg die zusätzlichen KiTa-Kosten.

Ziemlich geknickt, wir sind reichlich desillusioniert und zumindest ich weiß nicht so recht weiter. Wir müssen uns in den kommenden Tagen mal neu aufstellen.

6 Antworten auf „Journal Sonntag, 30.9.2018“

Ich nehme an, Sie berücksichtigen das eh, aber man kann nie vorsichtig genug sein: Eine Finanzierung, die „gerade so“ zu schaffen ist, ist es nicht! Auch mit Haus will man mal in den Urlaub fahren, geht die Waschmaschine kaputt, will man nicht immer überlegen, ob Pizza holen „drin“ ist… also unbedingt genügend Luft lassen!
Ich drücke nebenher die Daumen für ein kleines Wunder – eine Suche in den Immobilienportalen haben Sie ja bestimmt laufen?

Ach Herr Paul,

das ist bitter – aber Kita-Gebühren laufen ja über einen überschaubaren Zeitraum mit – vielleicht doch noch mal rechnen?
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es vorher teurer wirkt als es nachher wirklich ist.
Und Baukindergeld gibt es ja auch.

Ich verstehe Sie so gut! Irgendwie ungerecht oder? Kita-Gebühren sollten abgeschafft werden. Man braucht mehr Wohnraum, weil man Kinder hat. Man hat viel höhere Ausgaben, weil man Kinder hat. Kann aber nicht wirklich Vollzeit arbeiten, weil man Kinder hat. Halbwegs gut bezahlte Jobs gibt es nur in der Stadt. Dort ist der Lebensunterhalt aber teurer. Irgendwie passt das alles nicht zusammen für ein Land, das Fachkräftemangel, Landflucht und zu wenig Kinder hat. Für Familien muss mehr getan werden. Warum kann man gerade kinderreiche Familien nicht mehr fördern?

Die Option „Erdgeschosswohnung mit Gartenanteil statt Haus“ haben Sie vermutlich auch schon durchgedacht, oder? Und die sinkenden Betreuungskosten mit wachsendem Alter der Kinder sicher auch.

Uuhhh, größere Kinder werden nicht billiger! Die gehen auf Klassenfahrten und Ferienfreizeiten, wollen/brauchen Handys, haben Hobbys, machen Schuhe kaputt, brauchen alles Mögliche für die Schule…

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