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Journal Samstag, 2.6.2018

Ganz schlimmes Waschküchenwetter in Berlin. Die Luftfeuchtigkeit lag irgendwo bei einer Million Prozent, was in Verbindung mit den nahezu tropischen Temperaturen und der kompletten Windstille die Art von Wetter ist, die ich am wenigsten leiden kann.

Vormittags waren die Zwillinge und ich auf dem Spielplatz. G überraschte mich, sie kletterte erstmals allein das große Klettergerüst hoch. Ich ging davon aus, dass J das zuerst schaffen würde, aber der scheiterte an den Kletterseilen. Wie er G oben rumturnen sah, wollte er hochgehoben werden- aber das mache ich nicht. Wenn die Kinder irgendwo hoch wollen, müssen sie das selbst schaffen. Dann ist die Chance nämlich größer, dass sie auch selbst wieder heil runterkommen.

(Ja, ich habe ihr ihr schickes, von Jott angezogenes, Kleidchen in die Unterbuchse gesteckt- ansonsten hätte sie nicht richtig klettern können. Die Unterbuchse ist im Übrigen eine abgeschnittene Strumpfhose und sorgt dafür, dass sie beim Rutschen nicht durch die Windel/ die blanke Haut gebremst wird- Papa hat an alles gedacht.)

Kurz nach Schießen des Fotos wollte sie einhändig auf den Ausguck links von ihr klettern… Da wurde mir kurzzeitig anders, sie wackelte nämlich ordentlich hin und her und kam auch nicht richtig hoch. Zum Glück hat sie die Versuche dann aufgegeben.

Nachmittags fuhren wir nach Friedrichshagen auf den Marktplatz, da sollte ein Kinderfest stattfinden. Fand es auch, aber „Fest“ war übertrieben. Drei schrapelige Buden und ein Kettenkarussell, das war sehr überschaubar und eher wenig festlich. Nach zwei Runden Kettenkarussell für M liefen wir die Bölschestraße hoch, aßen noch ein Eis (drei Eis die Woche für die Kinder! O tempora! O mores!) und fuhren wieder nach Hause.

Die Kinder zeigten sich heute von ihrer besten Seite. Nicht. Das Abendessen und anschließende Zubettbringen der Zwillinge eskalierte mal wieder, das war sehr unschön. Und als M dann nicht schlafen wollte, wäre ich am liebsten schreiend rausgerannt. Hab ich aber nicht gemacht, sondern stattdessen die Küche aufgeräumt.

Diese Kinder sind schon eine besondere Herausforderung.

6 Antworten auf „Journal Samstag, 2.6.2018“

Eis muss man essen, so lange es geht! Irgendwann tauchen dann nämlich die Wespen auf und wollen mitessen. Und drei Kinder gleichzeitig vor Wespen retten ist bestimmt kein Spaß… also essen Sie Eis, wann immer das wespenfrei möglich ist.

Die Kletterstrategie fahre ich genauso, auch wenn man da regelmäßig verständnislos angeguckt wird. Diese Hochhebewünsche gehen weiter, genauso wie das Gewicht zunimmt. Und bei derzeit 14 kg gehe ich sparsam damit um, es gibt genügend Gelegenheiten, wo ich das nötiger finde (trösten, bändigen, Interessantes angucken).
Kann es sein, dass die drei auch auf das Wetter reagieren? Bei schwülwarmem Wetter ist hier die Stimmung auch explosiver als sonst.
Und „Diese Kinder sind schon eine besondere Herausforderung.“ – mei, sie sind halt zu dritt. Erstens sind sie in der Überzahl, und zweitens jagen sie sich gegenseitig hoch. Ich verstehe das Gefühl, aber wie schon diskutiert, ihr seid alle fünf völlig normal.

Aber sicher reagieren die drei auf das Wetter. Wir auch. Das machts verständlicher, aber nicht besser.

Besondere Herausforderung: Jaja, klar sind sie normal (im Großen und Ganzen). Trotzdem ist das für mein ruhe- und friedliebendes Wesen schwer zu ertragen.

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