Mehr schlecht als recht während der Arbeitszeit beschäftigt. Es macht was mit mir, nicht ausgelastet zu sein. Ich kann eher mit zu viel Arbeit als zu wenig Arbeit umgehen.
Nachmittags bis Abends die Kinder allein gehabt. Jott war ab dem frühen Nachmittag unterwegs und kehrte erst Abends wieder. Die Kinder und ich gingen nach dem Abholen aus Schule/KiTa auf den Wuhlespielplatz. J traf dort seinen besten Freund, die beiden spielten gemeinsam Fußball und schossen gegenseitig Bälle an den Spielplatzzaun und auch mal drüber an eine Hauswand– bis ihnen eine ältere Frau den Ball, als er gerad mal wieder über den Zaun gegen die Hauswand geflogen war, wegnahm und ins Haus verschwand eh wir groß reagieren konnten. Anschließend reagierte sie nicht auf Klingeln und Rufen, der Ball blieb verschwunden. Anschließend Rätseln mit dem dazugestoßenen Vater von Js Freund, was man sinnvoll in so einer Situation tun könne– die Polizei rufen wollten wir nicht, nicht wegen so einer Lappalie. Aber sonst? Die Frau öffnete nicht, ins Haus kamen wir nicht. Die Kinder schlugen vor, auf den Balkon zu klettern; das lehnten wir allerdings ab– Hausfriedensbruch oder Einbruch o.ä. wegen eines Balles schien unverhältnismäßig. So beließen wir es bei Sturmklingeln, was allerdings nichts brachte. Zur Abendbrotzeit gingen wir also nach Hause. Die Kinder beschäftigte das Erlebnis nachhaltig, wir unterhielten uns über Recht und Unrecht und was man tun könnte, wenn man sich offenbar von fußballspielenden kleinen Kindern gestört fühlt.
Großes Aufatmen, als die Kinder endlich im Bett waren– so gut sie auch mitmachten, es ist einfach anstrengend.



