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Journal Freitag, 30.3.2018

M, den wir unter der Woche gegen halb Sieben nicht aus dem Bett kriegen, war heute Viertel Sieben wach und munter. Seine Geschwister auch. Diese Kinder…

So muss das: Nach viel Schlaf gings mir heute besser. Das ist die Sorte Magen-Darm-Infekt, die okay ist (man wird ja bescheiden bei den wochenlangen Durchfall-Arien des letzten Quartals): Ein Tag gehts einem richtig schlecht und man fühlt sich wie ein vor drei Tagen überfahrener Frettchenteppich auf’m Asphalt, und am nächsten Tag isses schon wieder fast gut. Außer Schlappheit und gelegentlichen Bauchgrummeln war ich nahezu fast wieder der Alte, und auch den Kindern ging es gut. So gut, dass wir Nachmittags auf den nahe gelegenen Spielplatz gingen, weil wir ansonsten drinnen alle einen Rappel bekommen hätten.

Ich beließ es heute trotzdem noch bei geriebenen Apfel mit Leinsamen, Fenchel-Anis-Kümmel-Tee und trockenen Brötchen beziehungsweise Laugenstangen. Man musses ja nicht übertreiben.

Wenn alles gut geht, werden wir am Sonntag zu Jotts Familie fahren.

G mag Anziehen sehr. Sie möchte immerzu Schuhe und Jacke anziehen und mit dem Rucksack auf Wanderschaft gehen- auch in der Wohnung.

Als wir vom Spielplatz wiederkamen, spielten die Kinder bestimmt eine Viertelstunde lang friedlich miteinander. Sie flitzten miteinander durch die Wohnung, quietschten und freuten sich und vergaßen für diese Zeit Zank und Streit. Das war sehr schön.

Ms Hose fiel dem Toben zum Opfer.

J, der lange Zeit nur krabbelt, läuft und flitzt inzwischen wie seine Schwester. Er hinkte G, was das Laufen anbelangt, ja ungefähr sechs bis acht Wochen hinterher, hat aber innerhalb von ungefähr drei Wochen enorm aufgeholt. Er ist noch minimal tapsiger als sie, aber wenn er sein Tempo hält ist das in einer Woche auch vorbei.

M ist weiterhin im „Bibi und Tina“-Fieber und versucht sich des Öfteren an Hex-Sprüchen. Das klingt dann ungefähr so:

„Ene mene Kartoffelbrei
komm her Du Besen!
HEX HEX“
[Pause]
„Oh. Klappt nicht.“

Es ist sehr, sehr goldig.

Beim Abendessen Eskalation. Die (völlig übermüdeten) Kinder fingen aus Jux und Dollerei an zu kreischen, erst eines, dann zwei, dann alle drei. Während wir M noch einigermaßen vermitteln konnten, dass das kein gewünschtes Verhalten ist, drang das zu den Zwillingen nicht durch (wie auch, dafür sind sie leider noch zu klein), für die war das Abendessen daher beendet und sie durften etwas früher ins Bett. Das war auch gut so, J schlief nahezu ein während ich G umzog, und drei Minuten nach dem Gute-Nacht-Sagen war Ruhe im Zimmer.
Vermutlich hätten wir sie gleich ins Bett stecken sollen und gar kein Abendessen mit ihnen mehr probieren sollen- eine Flasche bekommen sie ja so oder so nachts.

Abends mit Jott „Thor – Tag der Entscheidung“ geguckt. Der Film wird ja sehr positiv rezensiert, weil er das recht düstere und sehr stark actionlastige der Vorgänger nicht aufgreift, komödienhafter ist, sich weniger ernst nimmt.
Ich fand ihn eher mau: Es fühlte sich an wie ein Abklatsch von Guardians of the Galaxy. Nur eben nicht so gelungen. Wir wurden zwar gut unterhalten, aber das war mir dann teiweise doch zu klamaukig.

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