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Journal Samstag, 11.11.2017

Neun Stunden und acht Minuten am Stück geschlafen. Und wenn ich nicht um 9 Uhr einen Friseurtermin gehabt hätte, wäre es noch mehr geworden.

Das tat unglaublich gut.

Vom Paketboten beim Rasieren überrascht worden und mit schaumverschmierten Gesicht die Tür aufgemacht. Der Mann hat mit keiner Wimper gezuckt und ganz normal das Paket übergeben. Andererseits: Wer weiß, was die am Tag so alles sehen…

Nicht ganz das geschafft, was ich wollte. Ich hatte mir vorgenommen, die Wohnung einmal komplett zu reinigen, dazu kam es dann doch nicht. Zum einen dauerten bestimmte ToDos wesentlich länger als angenommen, zum anderen nahm ich mir die Zeit für ein ausgiebiges Frühstück und nachmittägliches Kaffeetrinken. Und Abends hatte ich dann tatsächlich ab 18 Uhr keine Lust mehr, irgendwas zu machen, und spielte stattdessen zum ersten Mal seit einem halben Jahr (ich hab nachgeschaut, es sind wirklich ungefähr sechs Monate) wieder am Computer (nach zwei Stunden war ich völlig fertig, ich kann das nicht mehr lange). Vielleicht mache ich vor der Abreise morgen früh noch was, mal gucken.

Auf Twitter heute viel über ein Thema gelernt, über das ich normalerweise nicht großartig nachdenke, weil es mich nur am Rande betrifft. Dank einiger netter Damen weiß ich jetzt einiges mehr über die Menstruation im Allgemeinen und im Weltraum, über Tampons und Menstruationstassen. Ich fand die Unterhaltungen teilweise befremdlich (vor allem mein sehr lückenhaftes Wissen, aber auch einige Antworten- das Thema Menstruation ist für mich offenbar mit einem Stigma verbunden (sagt man das so?)), aber andererseits: Für ungefähr 50% der Weltbevölkerung ist sie Alltag, von daher kann es natürlich überhaupt nicht schaden, sich damit ein bisschen zu befassen und dazu zu lernen. Vor allem, weil ich in ein paar Jahren ja vermutlich selbst Wissen und Offenheit zur und gegenüber der Menstruation vermitteln muss.

Die im Automaten vergessenen 50 Euro sind wieder da! So ein Glück. Sie wurden vor kurzem von der Bank auf mein Konto überwiesen.

Was schön war: Der ganze Tag. Die Ruhe. Die Gewissheit, nur für mich verantwortlich zu sein. Keine strikten Essensregeln einhalten zu müssen. Wie ein Mini-Urlaub.

Eine Antwort auf „Journal Samstag, 11.11.2017“

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