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Journal Samstag, 14.1.2017

Ich schlief fast ohne Unterbrechung 8 Stunden. Einmal wurde ich wach, als mein Zimmergenosse gegen Mitternacht ins Bett stieg, einmal gegen 3 Uhr morgens, als vor dem Fenster irgendwelche Leute laut erzählt. Ansonsten schlief ich tief und fest und war nach dem Klingeln des Weckers um 7 Uhr sehr erholt.

Nach dem opulenten Frühstück nahm ich am ersten Tagesausflug Teil. Wir fuhren mit dem Bus nach Santanyi, besuchten dort einen Markt, liefen durch die Altstadt, besichtigten die Kirche und tranken ein Käffchen.

Anschließend fuhren wir weiter nach Cala Figuera und sahen uns dort den Hafen an. Während sich der Großteil unserer Reisegruppe in einer Hafenbar einen gratis Drink schmecken ließ, lief ich zu den Klippen vor dem Hafen, schoss ein paar Fotos und genoss die Seeluft und das Alleinsein.

Im Anschluss fuhren wir zum Es Pontas, einem Felsentor vor der Küste. Nachdem wir das ausgiebig bestaunt hatten, ging es zurück zum Ressort. Dort blieb gerade einmal eine halbe Stunde Zeit zum Mittagessen, der nächste Tagesausflug startete direkt im Anschluss.

Wir fuhren zur Cuevas del Drach, einer sehr großen und sehr schönen Tropfsteinhöhle. Durch die liefen wir und hörten uns ein klassisches Konzert mit klasse Akustik auf dem in der Höhle gelegenen Mantelsee an. Auf dem See fuhr nämlich ein Boot mit Musikern herum.
Danach wurden wir auf den Berg Puig de Sant Salvador zum Kloster Santuari de Sant Salvador hinaufgekarrt. Das war eine ziemlich heikle Geschichte, denn die Serpentinenstraße waren verwinkelt und steil. Da haben die Busfahrer einen fantastischen Job gemacht. Ich hätte mich das nicht mal mit unserem normalen Auto getraut.

Vom Berg aus hatten wir eine sehr gute Aussicht über fast die gesamte Insel Mallorca. Lange genießen wollten und konnten wir die aber nicht, denn es war schweinekalt und der Wind pfiff unerbittlich. Ich war sehr froh darüber, sowohl Schal als auch Mütze in meinen Rucksack gepackt zu haben.

Vom Puig de Sant Salvador fuhren wir zurück zum Ressort. Es blieb ungefähr eine halbe Stunde Zeit, uns zurecht zu machen, dann startet das Abendprogramm. Eigentlich sollte es eine Rede und einen Ausblick auf die nächsten paar Jahre beziehungsweise Jahrzehnte für die Firma geben, die meinen Arbeitgeber aufgekauft hat, aber beides fiel aus. Ich war darüber, ich will ehrlich sein, gar nicht mal unglücklich. Zum einen hatte ich Hunger, und zum anderen war ich nach den beiden Tagesausflügen ziemlich k.o.. Deswegen habe ich mich auch nach dem Abendessen wieder abgeseilt. Die anderen schauen sich jetzt noch ein Musical an, während ich mich gleich hinlegen werde. Uncool, aber schön.

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