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Journal Dienstag, 4.10.2016

Manchmal macht mich das Kind wahnsinnig. So auch in der Nacht zu heute. Als Jott und ich nämlich gerade zu Bett gehen wollten, wachte Herr Schnuffke auf und wurde von mir in unser Bett geholt. Dort gings dann los: Er drehte sich alle Nase lang, wälzte sich von Jott zu mir und wieder zurück, versuchte seine Hände unter uns zu stecken und betatschte, krabbelte und kniff unsere Arme.
Jott ist da sehr duldsam, mich macht es wahnsinnig. Ich finde diese Angewohnheit furchtbar nervig, und wenn ich müde bin und schlafen möchte umso mehr. Es gibt nämlich kein wirkliches Mittel dagegen, das Rumgefummel hört erst auf wenn Herr Schnuffke eingeschlafen ist. Und das dauert natürlich, weil er sich durchs drehen, wälzen und anfassen selbst wach hält und nicht in den Schlaf findet.
Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und bin ins Wohnzimmer ausgewichen- allein, Jott wollte Herrn Schnuffke nach der langen Trennung bei sich behalten. Ich war nicht sonderlich traurig drüber.

Wieder emsiges Arbeiten im Büro, nur unterbrochen von einem sehr langen Telefonat mit einem unserer Kunden sowie der anschließenden Nachbearbeitung des Telefonats. Irre, wie fix anderthalb Stunden vergehen können.

Dienstag ist im Büro Meeting-Tag, der letzte Termin endet normalerweise 17 Uhr, sodass ich erst zwischen 17:15 Uhr und 17:30 Uhr aus dem Büro komme. Damit Herr Schnuffke am Dienstag nicht so ewig lange in der KiTa ist, wird ihn in Zukunft meine Mama abholen und zu Jott bringen. So muss ich nicht aus dem Büro hetzen, Herr Schnuffke sieht seine Großmutter regelmäßig und kann zur normalen Abholzeit mit ihr nach Hause fahren.

Ich habe vor, die Zwillinge nach Möglichkeit viel zu tragen. Leider scheint der Markt für Zwillingstragen sehr überschaubar zu sein. Wobei „überschaubar“ schon arg euphemistisch ist- ich fand nur eine einzige Trage. Und zu der steht in den meisten Reviews, dass sie nur für kleine Kinder bzw. wenige Wochen nach der Geburt hilfreich war, weil die Gewichtsverteilung ungünstig und die Schultergurte zu dünn sind.
Die meisten Zwillingstrageeltern benutzen Tücher oder Slings, und das ist absolutes Neuland für mich. Ich hatte eigentlich gehofft, wieder sowas tolles wie die Bondolino zu finden, aber scheinbar gibt es die nicht für Zwillinge.
Ich bin nun am Überlegen, ob ich nicht einfach mal eine Trageberatung mitmache und je nach Ergebnis Tücher ausprobiere. Bislang schreckt mich nämlich die Wickeltechnik, vielleicht kann die Trageberatung die ja ausräumen.

Die Namensfindung für die Zwillinge macht Fortschritte. Mittlerweile sind wir bei ~20 Namen pro Geschlecht gelandet, die Listen werden überschaubarer.

Ich wünschte, das ganze Jahr wäre ein Wetter wie heute. Der Herbst zeigte sich von seiner besten Seite: 15°C, ein bisschen Wind, Sonne und Wolken im Wechsel. Total toll.

Heute gern gelesen: Den Kiezneurotiker zur Frauenquote beim Firmenfußballturnier und Anke Gröners Fangirl-Beitrag zu YouTuber Casey Neistat (mit den Videos bin ich allerdings noch nicht durch).

Was schön war: Von der Geburt des kleinen Frischlings lesen. Alles Gute, lieber ben_!

2 Antworten auf „Journal Dienstag, 4.10.2016“

Hallo Herr Paul, hier ist schon wieder die tragetante :). Ich glaube,mit einer trageberatung machen sie bestimmt nichts falsch,besonders für Zwillinge lohnt sich das.und tuch binden ist wie Schuhe binden,das sieht am Anfang kompliziert aus,geht aber dann ganz einfach. Auf Facebook gibt es auch eine „Zwillinge tragen“ Gruppe, vielleicht kann man ihnen da auch eine trageberatung fürs tandemtragen empfehlen. Liebe grüße!

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