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Journal Sonntag, 21.8.2016

Die Nacht zu heute war sehr ruhig. Zumindest für mich, denn Herr Schnuffke „schlief“ heute Nacht bei Jott im Schlafzimmer, während ich im Wohnzimmer lag. „schlief“ schreibe ich deshalb in Anführungszeichen, weil er, wie in letzter Zeit üblich, wiederholt hochschreckte, rumzappelte und, wenn überhaupt, nur unruhig schlief. Die Augenringe von Jott heute morgen sprachen Bände.

Um Jott die Möglichkeit zu geben, sich noch einaml hinzulegen und auch, um das Kind zu beschäftigen, spazierten Herr Schnuffke und ich am Vormittag nach Friedrichshagen. Herr Schnuffke lief eine beträchtliche Wegstrecke selbst, kickte Eicheln durch die Gegend (ich bin noch nicht ganz sicher ob absichtlich oder nicht, er hatte auf jeden Fall Spaß als sie wegrollten), zertrampelte seine erste Nacktschnecke (DAS war ein dicker Brocken, ich sags Ihnen) und sammelte unterwegs Schätze (Eicheln, als er keine Lust mehr auf Eichelfußball hatte) ein.
Zum Abschluss gabs ein Sesam-Tartufo-Eis bei Da Dalt in Friedrichshagen, bevor wir nach Hause zurückfuhren.

Sesam und Tartufo

Dort hatte sich Jott in der Zwischenzeit nicht hingelegt, sondern zum einen Hosen für Herrn Schnuffke und die Zwillinge genäht (die Zwillingshosen sind ’ne 50/56, das ist so WINZIG!) und zum anderen ein vorzügliches Mittagessen zubereitet. Diese Frau, ey <3

Nach dem Mittagessen hätte Herr Schnuffke eigentlich Mittagschlaf machen sollen, nach der Nacht und dem schlaflosen Vormittag- im Buggy hatte er nicht schlafen wollen- war er nämlich hundemüde. Aber nein, der Herr zog es vor 45 Minuten lang gegen den Schlaf anzukämpfen, gegen Ende mit Weinen und Schluchzen. Als Jott ihn dann auf den Arm nahm, war er innerhalb von fünf Minuten weggetreten. Leider nur eine halbe Stunde, also auch nicht genug.

Am Nachmittag fuhren wir mit unseren Nachbarn von oben ins Driss im Wunderland. Dort verbrachten wir den Nachmittag, aßen Waffeln (Jott, Herr Schnuffke) und veganen Apfelkuchen (ich) und sahen den Kindern (Herrn Schnuffke) beim Spielen zu (Jott) oder spielten mit ihnen (ich).
Das Café ist schön. Jott kannte es bereits, ich noch nicht. Nach dem heutigen Nachmittag würde ich dort erneut hinfahren und auch mal die marokkanischen Gerichte ausprobieren.

Abends dann zum Glück kein langer Einschlaf-Kampf, nach dem Abendbrot schlief Herr Schnuffke recht fix ein. Zum Ausgleich für den ersparten Stress stieß ich mir, als ich ihn nach Hochschrecken und Weinen beruhigte, den Fuß und schälte mir den halben Nagel vom kleinen Zeh (NEU- jetzt mit Ekelcontent!). Aber: Ich war so leise und dezent im Leiden und Schimpfen und Herumhopsen, dass Herr Schnuffke nicht aufwachte, sondern auf meinem Arm weiterschlief.

Was schön war: Die ruhige Nacht.

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