Herrn Schnuffke gefiel es wieder zu Hause so gut, dass er durchschlief. Hurra!
Das Aufstehen fiel trotzdem schwer. Obwohl es inzwischen auch um dreiviertel Sechs relativ hell ist.
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Heute war ein Home-Office-Tag, Jott hatte mal wieder einen Arzt-Termin. Ich genieße diese Tage sehr: Ich sehe Jott und Herrn Schnuffke mehr, ich muss nicht S-Bahn fahren, ich kann ruhiger und konzentrierter arbeiten und im Normalfall bin ich früher mit der Arbeit fertig als an normalen Bürotagen.
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Jott kränkelt rum. Gestern Abend hatte sie Halsschmerzen, heute sah sie aus wie das Leiden Christi. Immer wenn es ihr schlecht geht, sträubt sich alles in mir gegen die Arbeit: An solchen Tagen sollte ich mich doch um sie und Herrn Schnuffke kümmern, anstatt vor dem Rechner Pixel von A nach B zu schieben!
Aber was soll man machen- im Endeffekt sorgt ja das Arbeiten gehen auch über die Krank- und Kränkeltage dafür, dass es ihr/ uns gut geht.
(Trotzdem!)
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Immerhin konnte ich ihr am frühen Abend etwas Ruhe gönnen. Als ich mit der Arbeit fertig war, schnappte ich mir das Kind und ging mit ihm in den Hof zum Spielen. Dort gibt es ein paar Fleckchen Gras und einen Sandkasten, in dem Herr Schnuffke ganz fasziniert im Sand herumpatschte und ihn sich durch die Finger rinnen ließ (Gras ist ihm unheimlich, das mag er nicht- aber Sand ist toll).
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Eine große Umstellung findet gerade statt: Herr Schnuffke bekommt keinen Brei mehr. Morgens gibts Müsli, Mittags isst er mit Jott zusammen Mittag- die Essenspläne gelten also fortan für das Mittagessen- und Abends essen wir alle zusammen Brot.
Selber essen funktioniert auch gut, die Eierkuchen (kleingeschnitten) heute Mittag waren einsfixdrei aufgegessen.
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Ich brauche unbedingt ein Hobby, damit ich am Abend nicht nur über Herrn Schnuffke und die Arbeit berichten kann.
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Was schön war: Das Feierabend-Gefühl, als um 20:30 Uhr das Kind schlief und die Wohnung fertig aufgeräumt war.



