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Journal Donnerstag, 29.10.2015

Hurra, es ist wieder Geld auf dem Konto! Dank diverser nicht ganz so geplanter Ausgaben (neuer Autoreifen, I’m looking at you!) endet der Oktober mit einem leichten Minus und das verursacht bei mir sehr schlimme Ängste. Ich bin nämlich eigentlich furchtbar geizig mehr oder weniger sparsam und würde am liebsten gar kein Geld ausgeben (jaja, das geht natürlich nicht). Gelegentlich scherze ich zu Jott, dass ich als Fabeltier ein Drachen wäre, der auf seinem Hort voller Gold und Geschmeide liegt und jeden röstet und auffrisst der auch nur eine kleine Kupfermünze davon klaut (eventuell ist mein Humor etwas speziell). Jedenfalls gebe ich also eher ungern Geld aus.

Der Arbeitstag brachte heute eine gewisse Unannehmlichkeit mit sich: Ich hatte Anfang Oktober ignoriert vergessen, meine Arbeitszeiten für ungefähr anderthalb Wochen zu erfassen. Da der Monat sich dem Ende zuneigt, benötigte meine Projektmanagerin aber genau diese Zeiten, weshalb ich heute der Großteil des Vormittags mit dem rekonstruieren eben jener verbrachte. Dank Mails, Kalender, Chat und Commit Messages und der ein oder anderen Nachfrage bei Kollegen ist das nicht unbedingt schwer, aber eben nervig und in Summe zeitaufwändig. Wir müssen nämlich unsere Zeiten ziemlich kleinteilig erfassen, weshalb der Großteil meiner Tage so aussieht wie dieser Screenshot aus meiner Zeiterfassungs-App.
Zeiterfassung mit Tyme
Ich habe mir jedenfalls einen Serientermin eingestellt, der mich pünktlich 15 Minuten vor Schluss daran erinnert diese Zeiten in das offizielle Firmentool einzutragen, damit sowas nicht wieder passiert.

Ansonsten war ab Mittag die Luft raus- ich weiß nicht wie das in anderen Berufen ist, aber zumindest in meinem Metier ist es tatsächlich so dass einfach nichts vernünftiges rumkommt weil die Gedanken wandern, man nicht klar denken kann, immer gestört wird oder auch einfach mal keinerlei Motivation da ist (gut, letzteres wird es wohl überall geben). Das wird vermutlich in allen mehr oder weniger kreativen Berufen so sein.

Nach der Arbeit kaufte ich Kümmelöl, nur um zu Hause von Jott zu erfahren dass wir das in Form von einer Bauchweh-Creme schon haben. Hm. Vielleicht sollten wir uns doch gelegentlich unterhalten.

Durch die Verkürzung meiner Mittagspause entgeht mir viel Büro-Tratsch und ich befürchte, mich dadurch in sozialer Hinsicht auszumanövrieren. Andererseits möchte ich halt gern Zeit mit dem Kind verbringen… Es ist ein Kreuz.

Wenn Sie heute nur einen Text lesen, dann bitte Das Böse ist Tabu von Frau Meike.

Pegida, AfD, die besorgten Bürger, von denen einige immerhin so besorgt sind, dass sie zu Molotow-Cocktails greifen – wir müssen versuchen zu verstehen, welche Umstände zu diesem Hass geführt haben, wir müssen, wenn wir jemals auch nur den Hauch einer Chance haben wollen, ihn zu beenden. Verstehen heißt nicht relativieren, sondern es ist der einzige Weg, jemals eine Lösung für das Problem zu finden. Eine Lösung für das Problem, nicht nur für die Symptome.

Schlimmer Ohrwurm heute: The Jaws of Oblivion. Dicht gefolgt von Oo-de-lally (Kontrastprogramm, quasi).

Hach, den Film könnt ich glatt nochmal gucken.

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