Eine Stunde verschlafen. Beschlossen, mich nicht zu stressen sondern den Tag ganz normal zu starten und halt eine Stunde später mit der Arbeit anzufangen. Also eine Mail geschrieben und dann in Ruhe gefrühstückt, Jott geweckt, das Kind gewickelt und losgefahren.
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Im Büro mehrere unschöne Momente, die mich immer mal wieder am Job (ver)zweifeln lassen. Aber nichts, was sich nicht wieder einrenken lässt.
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Pünktlichst Feierabend gemacht, zu Hause das Kind gerade noch vor dem zu Bett gehen erwischt, flink in die Schlafsachen gesteckt und durch die Wohnung getragen, während Jott das Abendessen zubereitete.
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Abends die Überweisung auf das gemeinsame Wirtschaftskonto erhöht, damit Jott ihre monatliche Rate nach unten korrigieren kann. So schön Elterngeld ist, aber 65% sind eben nur 65%. Mir graust es ein wenig vor meinen zwei Monaten, wenn allein 300 bis 400 Euro für die Begleichung der Fixkosten fehlen- von eventuellen variablen Zusatzausgaben ganz abgesehen.
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Im Anschluss hingesetzt und etwas über eine Stunde damit verbracht, eingerostetes Wissen aufzufrischen. Wenns im Büro nicht passiert, muss ich eben beginnen mich privat weiterzubilden.




2 Antworten auf „Journal Dienstag, 6.10.2015“
Jaja, die 65% haben mich auch geärgert (genauso viel wie ALG1, und da weiß man dann auch wie Familienarbeit wertgeschätzt wird). Und am schlimmsten fand ich meine Kollegin, die auch noch sagte, ich solle doch bitte dankbar sein, unsere Eltern hätten damals gar nix gekriegt. Ich meine, bloß weil früher Sachen noch schlechter waren, muss ich die Zustände heute ja nicht bejubeln.
Örks. Das ist genau die selbe Einstellung wie die eines Kollegen von mir, der meinte dass wir ja über unsere 40-Stunden-Woche froh sein könnten- vor gar nicht allzu langer Zeit wären 48 Stunden und mehr ja normal gewesen.
Als ob man nicht nach dem besseren streben dürfe…