Ein Tag, drei Akte.
Vormittags: Große Laufradrunde an der Wuhle entlang. Wir sahen: Wildschweingrabspuren, Schwäne, Enten, Blesshühner, sammelten Kastanien, Eicheln und Herbstblätter.




–
Mittags: Während des Zwillings-Mittagsschlafs mit M nach Neukölln, arabische Süßigkeiten kaufen.


–
Nachmittags: Mit den Zwillingen und in Begleitung von Freund S und dessen Tochter E nochmal an der Wuhle entlang. Diesmal sahen (und hörten!) wir mehrere Graureiher, das war sehr spannend.



Dann war da noch eine alte Fuddel, die sich aus heiterem Himmel vor den trotzenden und bockenden J stellte und ihn mit „Du bist aber hässlich, wenn Du so bockst!“ ansprach. Hallo? Ich mein… HALLO? Die durfte sich dann was anhören. Glück hat sie gehabt, das ich sie und ihren Köter nicht in die Wuhle geschubst habe (J hat davon unbeeindruckt und wunderschön, wie er ist, noch weitere 20 Minuten gebockt und bis nach Hause geheult und getobt. Aber trotzdem. Dumme alte Schachtel).
–
Außerdem hätte ich die Kinder heute fast rausgeschmissen. Mehrfach.
Da kommen wir Vormittags nach fast drei Stunden draußen nach Hause und was machen die drei, kaum das wir einen Fuß in die Wohnung setzen? Schaukeln sich gegenseitig hoch, drehen frei, hören nicht, machen Blödsinn, M und J lassen sogar das Mittagessen ausfallen, toben herum und machen dabei infernalischen Krach (immerhin im Kinderzimmer).
Nach dem Vesper gehen Jott und Freundin A raus und wollen shoppen am verkaufsoffenen Sonntag (der bei uns aber nicht verkaufsoffen war, wie sie kurz darauf rausfanden), und was machen die zuvor recht friedlichen Kinder? Das selbe wie vor dem Mittagessen, nur das sie auch noch auf dem Bett mit den zusammengelegten Kinderwäschebergen herumspringen und dabei ein ziemliches Durcheinander anrichten. Alle Ansagen trugen nur zur Belustigung bei und wurden ansonsten ignoriert. Schreien half nicht, am Arm festhalten half nicht, ihnen diverse Strafen androhen half nicht. Die waren innerhalb von einer Minute nichts mehr zugänglich. Zum Glück kamen Jott und A schnell zurück, das rettete die Situation.
–
Ich wüsste wirklich gern, was in solchen Momenten hilft außer einer ungefähren 1:1-Verteilung.
–
… ich hätt sie einfach schon am Vormittag auf dem Wuhlewanderweg zurücklassen sollen. Der Rest-Tag wäre wesentlich entspannter gewesen.


