Gemeinsamer Home Office Tag mit Jott. Wir arbeiteten beide unseren Kram ab und versuchten uns von der Arbeit nicht zu sehr stören zu lassen– nicht zwei Tage vor Urlaubsantritt. Nachmittags begleitete ich Jott „mal schnell“ bei einer kurzen Einkaufsrunde, es wurden mit Bummeln durch die Klamottengeschäfte des Forums sowie einem Abstecher zum Rewe & zu DM gute zwei Stunden draus.
Abends nach ein bisschen Individualzeit noch gemeinsam eine neue Folge vom Witcher geschaut. Festgestellt, dass ich keine große Lust auf verworrene Geschichten mit unzähligen Nebensträngen, bei denen sich erst kurz vor knapp alles auflöst und zusammenkommt, habe.
Wieder um 6 Uhr aufgestanden. Während ich einen Plan hatte– Wäsche legen, Wäsche verräumen, Aufräumen– war Jott ein bisschen durcheinander. Gar nicht so einfach, wenn der gewohnte Tagesablauf plötzlich entfällt. Wir kümmerten uns dann einfach beide um die Wäsche, bevor Jott nach einem Abstecher zum Bäcker ins Büro fuhr und ich mich an den Schreibtisch setzte.
Abends nach ein bisschen hin und her (Baden fahren/nach Friedrichshagen fahren und Pizza essen) von der Realität überrascht worden. Jott hatte einen Arbeitstermin, der bis 20 Uhr andauerte, übersehen und somit gar keine Zeit für Aktivitäten. Das war uns beiden dann allerdings auch sehr recht– wir waren beide k.o. und beschlossen gemeinsam, nach ihrem Termin zu couchen und mit einem Frozen Strawberry mit Schuss die dritte Staffel von The Witcher zu beginnen. Das tat uns beiden wesentlich besser als in der Weltgeschichte herumzufahren.
Bisschen orientierungslos am Morgen. Jott und ich standen normal gegen 6 Uhr auf, mussten aber weder Brotbüchsen vorbereiten noch Kinder wecken und antreiben. Wir nutzten die Zeit um ein bisschen aufzuräumen und anschließend gemeinsam zu frühstücken, bevor Jott ins Büro aufbrach und ich mich ebenfalls an die Arbeit machte.
Relativ gemischter Arbeitstag, den Tag über gingen wieder ein paar Anfragen für meine Kollegin ein für die ich die Urlaubsvertretung übernehme. Ging aber alles gut aus, keine großen/dringenden Sachen. Meine Aufgaben konnte ich trotzdem abschließen. Vormittags arbeitete ich eine Kollegin aus unserem Project Office in die Ausschreibungsrecherche/Vorqualifikation ein– sie wird mich während meines Urlaubs zumindest teilweise vertreten und dafür sorgen, dass unser gemeinsamer Geschäftsbereich weiter an Ausschreibungen teilnehmen kann.
On a side note: Diese Ausschreibungsrecherche ist ja nun nicht sooooo anspruchsvoll– man muss halt wissen, was die eigene Firma macht, schnell Inhalte erfassen können und diese dann ebenfalls möglichst effizient/schnell für die weitere interne (Fach-)Prüfung aufbereiten können. Und trotzdem ist das eigentlich der Part, der unfassbar wichtig ist und auf dem die ganze Firma basiert– ohne Ausschreibungsrecherche keine Ausschreibungen, ohne Ausschreibungen erheblich weniger/gar kein Umsatz, ohne Umsatz keine Firma (minimal überspitzt). (Vielleicht rede ich mir das auch nur schön)
Mit der Post kamen heute neue Kostenbescheide: Der Schulhort in der dritten Klasse ist in Berlin nun ebenfalls beitragsfrei. Somit müssen wir die eigentlich angesetzten 80 EUR Hortbeitrag, für die wir schon einen Bescheid hatten, nun doch nicht zahlen. Super Sache.
Nach der Arbeit ein Paket für Jott abgeholt und die 25 Minuten zu Fuß hin- und anschließend auch zurück gelaufen. War schön, ich hatte mich den Tag über nur minimal bewegt und erreichte dadurch mein 10.000 Schritte-Ziel. Auf dem Rückweg lief ich an der Wuhle lang, naschte ein paar semireife Pflaumen, entdeckte Biberspuren und einen Reiher und freute mich über den Spaziergang.
Kurzer Schreck am Vorabend: J hatte sich bei einem Ausflug mit Jotts Mama eine Platzwunde zugezogen, die geklebt werden musste. Weil ich ihn bei Jotts Mama in sehr guten Händen wusste (und er auf den Fotos, die sie schickte, verhalten grinste), war der Schreck tatsächlich nur kurz– sowas passiert, wenn man (Kind) in einem niedrigen Spieltunnel einen Rappel kriegt und dort mit seiner Schwester aufrecht Fangen spielen möchte… Herzchen und Umarmungen an Jotts Mama geschickt, die vermutlich zu Hause erstmal einen Schnaps nötig hatte.
Jott war Abends mit Kolleginnen essen. Ich nutzte die Zeit für eine ausgiebige Sporteinheit auf dem Hof. Mittendrin kam ein Facetime-Anruf von M, er vermisste Jott und mich und wollte erzählen. War niedlich, wir quatschten ein bisschen, er erzählte was er alles so gemacht hatte (meine Eltern waren mit ihm im Schiffshebewerk Niederfinow, ich war ein bisschen neidisch). Anschließend weiter Sport; als ich in der Dusche war kam Jott nach Hause– ich erschrak mich leicht, als ich ins Wohnzimmer kam und sie im Sessel sitzen sah, ich hatte nichts gehört.
Aufgefallen: Seit ich etwas regelmäßiger und öfter als zwei Mal die Woche Sport mache und diesen mit gezielten Übungen für die untere Lendenwirbelsäule kombiniere, sind meine Rücken- und Hüftschmerzen etwas besser geworden. Gute Sache.
Am Vormittag, zwischen zwei Terminen, holte meine Mama M ab. Er wird die nächsten paar Tage– wie lange genau, wissen wir noch nicht– im Brandenburgischen verbringen. Ich verbrachte den Tag bis in den frühen Abend hinein mit Arbeiten– aus einem eigentlich kurzen Gesprächstermin gegen 17 Uhr wurde ein fast 90-minütiger Zoom Call, in dem ich viel über meinen Kunden, für den ich aktuell als Scrum Master tätig bin, lernte.
Abends gings zum Ostkreuz für ein Abendessen mit Jott, ihrer Kollegin und deren Partner. Wir aßen bei Umami (lieb gemeinte 7/10, mein Banh Bao Burger war nicht so toll und das ist schon krasse Massenabfertigung), gingen anschließend noch auf ein Eis zum Royal Eisladen (volle 10/10, richtig gutes Eis und preislich auch in Ordnung) und saßen dann dort eine ganze Weile eisessend und erzählend.
Aufbruch gegen 22 Uhr, kurz vor 23 Uhr todmüdes ins Bett fallen.
Vormittags M die Haare geschnitten. Ich war zu 80% zufrieden mit dem Ergebnis, das Kind fands aber voll in Ordnung und war dankbar für die neugewonnene Luftigkeit auf dem Kopf. Ich muss das noch ein bisschen üben, damit ich dann auch zufrieden bin.
Anschließend draußen Sport gemacht. War nur eine semigute Idee, ich war von gestern k.o. und es war zu warm. M saß demonstrativ gelangweilt in der Gegend; ich hatte ihm verboten Krach zu machen (es war Mittagszeit) oder nebenbei Tablet zu spielen. Lesen wollte er nicht, auf dem Hof spielen auch nicht, da blieb nur rumsitzen übrig. Nach zwei Drittel des üblichen Trainings beendete ich meine Sporteinheit vorzeitig und ging wieder rein ums Mittagessen vorzubereiten. Anschließend durfte M dann endlich wieder Tablet spielen, während ich mir Bart und Haare schor.
M schaut momentan mit großer Begeisterung Lets Plays. Ich find das blöd, denn:
Er vergisst darüber die Zeit
Er sitzt stumpf vor dem Tablet und macht nichts
Die LetsPlays sind teils unfassbar dämlich und nervig
Wenn er irgendwas spielen würde hätte ich kein Problem, denn beim Spielen ist er aktiv, denkt nach und ist kreativ. Ich hab versucht ihm das zu erklären, aber ob er es verstanden hat…
Nachmittags fuhren wir gemeinsam zur Badestelle am Kleinen Müggelsee. Ich wollte ausprobieren, ob er das packt (es sind ca 7,5km von uns aus) und hatte generell Lust auf Sandstrand und See.
Obwohl er mittendrin kurzzeitig schwächelte, kamen wir ziemlich fix (gute 30 – 35 Minuten) an der Badestelle an. Während ich unser Strandlager aufbaute (also das Handtuch hinlegte und an allen vier Ecken irgendwas drapierte damit es nicht wegflog, stürzte er sich ins Wasser und planschte drauflos. Wider Erwarten meinerseits musste ich nicht mit ihm spielen– ihm reichte es, (sehr) kurze Strecken zu schwimmen, wieder zurückzukommen und herumzuspritzen. Super Sache, so konnte ich mich ein bisschen sonnen (ich brauch noch ein bisschen Sonnengewöhnung, nicht das ich im Ostseeurlaub Ende Juli Sonnenallergie kriege) und ihm zuschauen.
Kurz vor 18 Uhr fuhren wir dann gemeinsam mit dem Rad zurück. Allerdings nicht nach Hause, sondern zu A, S und E, mit denen wir für den Abend verabredet waren. Jott war bei Ankunft schon dort, sie war direkt aus Magdeburg, wo sie J und G bei ihrer Mama abgeliefert hatte, durchgefahren.
Im Anschluss gemeinsames Abendessen (Pizza), dann durfte M Tablet spielen während wir Erwachsenen auf der Terrasse saßen und erzählten.
Die Rückfahrt gegen 22 Uhr war für M dann gruselig– es war ja schon halb dunkel…
Streunertag mit M. Wir fuhren am Vormittag ins Futurium und schauten uns dort gute anderthalb Stunden im klimatisierten Gebäude diverse Zukunftsthemen (Ernährung, Medizin, Zusammenleben, Landwirtschaft) an. M fands spannend, ich unfassbar spannend– ich muss da nochmal in Ruhe ohne Kinder hin.
Über Mittag spazierten wir über Kanzleramt, Reichstag, Brandenburger Tor und Tiergarten, immer den Schatten suchend, zum Leipziger Platz und zum dortigen Spionagemuseum. Vor der Mall of Berlin gabs einen kleinen Snack, dann tauchten wir ab in die Welt der Spionage, Agenten und Kryptographen.
War auch spannend, aber speziell an diesem Tag ein wenig zu viel für uns beide. Dazu kam, dass es im Museum zwar kälter als draußen war, allerdings schien die Lüftung überfordert zu sein– es roch die ganze Zeit muffig und nach Pups. Nach guten anderthalb Stunden hatten wir keine Lust mehr und gingen wieder nach draußen.
Nach einer kleinen Pause stellte ich M vor die Wahl– weiter mit dem Streunertag-Plan und somit ab zum True Italian Pizza Street Festival– oder etwas früher als geplant wieder zurück nach Hause fahren und dort, ebenfalls früher als geplant, Harry Potter und der Gefangene von Askaban schauen. Wir stimmten uns ab, stellten fest das wir beide genug hatten, liefen mit einem Abstecher in den Dussmann– hier durfte er sich als Belohnung für seine Anstrengungen, nicht aber das Zeugnis selbst, zwei Bücher aussuchen (Tintenblut, Tintentod)– zum Bahnhof Friedrichstraße und fuhren wieder nach Hause.
Zum Tagesausklang schauten wir bei einem kleinen Abendbrot auf der Couch Harry Potter und der Gefangene von Askaban. M fands cool, gruselte sich beim Werwolf ziemlich (mit Ankuscheln gings) und wollte direkt Teil 4 schauen. Ich genoss den Filmabend mit M, war aber sehr erstaunt wie altbacken der Film aussieht.
Wir (G) hatten vor einiger Zeit bei einem Spaziergang an der Wuhle ein iPhone 12 Mini gefunden. S brachte es ins Fundbüro, wo es ein halbes Jahr rumlag und somit durch ihn beansprucht werden konnte. Weil keiner von uns das Handy benötigte, schickte ich es die Tage zum Verkauf zu Rebuy. Lief total unkompliziert, das Geld war direkt nach Bestätigung des Verkaufs (Klick auf einen Button) bei Paypal. Coole Sache.
G kriegt im Urlaub ein richtig großes Eis :)
J ist in der KiTa sein erster Wackelzahn rausgefallen. Große Begeisterung und Freude bei ihm, nun kommt die Zahnfee endlich auch mal zu ihm.
Nachmittags fuhr Jott mit J und G aufs Dorf bei Magdeburg. Die Zwillinge werden die kommende Woche bei Jotts Mama verbringen, Jott kombiniert das Bringen mit einem Abend mit ihrer besten Freundin und einem Tag mit ihrem Papa und seiner Frau. M und ich blieben zu Hause.
M hat sich für den morgigen Samstag einen Streunertag gewünscht. Das ist ein Tag, an dem wir morgens aus dem Haus gehen, den Tag unterwegs sind und erst Abends wiederkommen. Find ich gut, ich bin ja ganz gern unterwegs– aber morgen soll es so furchtbar heiß werden… Nach der Arbeit also geschaut, was abseits von Baden gehen machbar ist und ein Programm für morgen geplant.
Wir haben einen neuen Mitbewohner. Sieht aus wie ’ne Ratte, oder?
Auf Wunsch von M gemeinsam mit ihm zur Schule gelaufen. „Papa, wenn ich Hort hab möchte ich das Du mich bringst.“ Ok. Konnte ich gleich gucken wie lange das dauert– ab August werd ich ja morgens wieder gemeinsam mit dann drei Kindern zur Schule laufen.
In der Schule trafen wir eine Mitschülerin von M. Sie stand etwas orientierungslos vor den als Horträumlichkeiten angekündigten Räumen und telefonierte mit ihrer Smart Watch– die Räume waren nämlich verschlossen. M und ich standen auch kurz orientierungslos da, dann liefen wir gemeinsam mit Ms Mitschülerin auf der Suche nach anderen Horträumen durchs Gebäude. Ich nutzte die Gelegenheit und fragte sie zu ihrer Smart Watch aus; dabei kam raus das sie morgens allein aufsteht, sich Frühstück macht und dann zur Schule läuft. Wenn irgendwas ist, kann sie ihre Mutter über die Uhr anrufen. Abgefahren! M war auch begeistert und wollte das ebenfalls machen (ich vermute, der Reiz Smart Watch war stärker als der Reiz „Allein fertig machen“). Ich musste M dann leider unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückholen– da keiner von uns im Schichtdienst arbeitet bzw. wir, wenn überhaupt, nur zu normalen Bürozeiten im Büro sein müssen, wird es bei uns wohl eher wenig Gelegenheit geben sich komplett allein morgens fertig zu machen.
Durch einen Artikel bei Zeit Online daran erinnert worden, dass ich einen Dauerauftrag für Sea-Watch einrichten wollte. Gedacht, getan. Wenigstens/Mindestens das kann ich tun. Bei der nächsten Gehaltserhöhung ist die Berliner Stadtmission dran, die find ich auch gut.
(Kein Flex– ich mache mir Gedanken, wie ich in meiner privilegierten Stellung zumindest ein bisschen zur Verbesserung der Welt beitragen kann– und da ist Geld spenden das Mittel meiner Wahl)
Abends übers Arbeiten die Zeit vergessen. Die Kinder hatten so etwas länger als normal die Möglichkeit, Tablet zu spielen/YouTube zu schauen.
Ohrwurm, ausnahmsweise nicht von Jott, sondern von den Kindern. Gar nicht mal so übel.
Urlaubsübergabe der Kollegin letzte Woche an mich als ihre Vertretung, sinngemäß: „Alles ruhig, sollte nichts reinkommen“.
Der Tag heute so: „Reinkomm“ – „Reinkomm“ – „Reinkomm“
Seufz.
Zum Glück konnte ich das alles eintakten/regeln, auch dank tatkräftiger Mithilfe zweier Kollegen die sich der komplexesten Angelegenheit annehmen konnten.
Zeugnistag bei M. Tolles Zeugnis, viele Verbesserungen im Vergleich zum Erste-Klasse-Zeugnis. M war stolz, ich war stolz, die per Whats App informierte Jott war auch stolz.
Das letzte Mal Kindersport für die Zwillinge fiel wegen Kinderrotz aus. J und G sind ein bisschen angeschlagen, also ließen wir den Termin ausfallen. Die beiden sind da mittlerweile eh nicht mehr so gefordert, die Gruppe ist eigentlich nur für Kinder von 3 bis 5. Daher– und weil wir mit Schuleintritt eher nach Aktivitäten gucken die besser mit Schule/Hort vereinbar sind– hatten wir zu Ende Juli die Vereinsmitgliedschaft gekündigt. Die beiden nahmen es gelassen…
… vielleicht auch, weil wir anlässlich des letzten Schultages und der Zeugnisvergabe alle gemeinsam ein Eis essen gingen. Große Freude, auf dem Rückweg fachsimpelten die Kinder über Lieblingseissorten.
Zu Hause vorgezogene Medienzeit und anschließend ein Kinoabend für die Kinder– Jott und ich machten es uns heute leicht.
Zweiter Schulungstag. Heute mehr Praxisbeispiele, weitere Übungen außerhalb der Komfortzone.
Minimal amüsiert über die Kolleg:innen von den anderen Standorten, die sich sehr touri-like durch Berlin bewegten. Andererseits: Die sind teils 10 bis 15 Jahre jünger, teils zum ersten Mal in der großen Stadt– da wäre alles andere merkwürdig. Mit drei Kindern, einer festen Partnerin und einem sehr strukturierten Leben recht weit weg gefühlt von den Kolleg:innen.
Gegen 15:30 Uhr ein Anruf von Jott, M sei noch nicht zu Hause. Kurz mit ihr geschrieben wie das ist wenn ich ihn erwarte + was ich mache wenn er nicht pünktlich ist, innerlich alles andere als ruhig gewesen. Klärte sich dann alles recht schnell auf– die Schule hatte vergessen, ihn nach Hause zu schicken. Große Erleichterung bei uns beiden, eine gute halbe Stunde später war er zu Hause.
Abends wieder auf dem Balkon gesessen und mit Jott über Gott und die Welt (Lebensentwürfe, Arbeitsmodelle, Befürfnisse, Elternschaft und so weiter und so fort) erzählt. Immer noch eine sehr sympathische Frau.