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Montag, 10.07.2023

Anlässlich einer internen Schulung („Erfolgreich präsentieren“) ins Büro gefahren und den Tag dort mit ein paar Kolleg:innen aus Berlin und anderen Standorten gelernt, wie wir bessere Präsentationen durchführen können. Ein bisschen Theorie, viel Praxis und Übungen außerhalb meiner Komfortzone (aber deswegen mach ich das ja). Wieder viel mitgenommen; ich muss einfach nur während einer Präsentation einen kühlen Kopf bewahren und mir selbst wie ein Moderator zur Seite stehen und nicht vor lauter Nervosität mein Programm abspulen (wenn das mal so einfach wäre).

Abends mit dem schönen Gefühl, mein Tagwerk geschafft zu haben, zu Hause angekommen und, trotz Wärme, sogar noch eine Sporteinheit auf dem Hof eingeschoben. Jott musste arbeiten, insofern passte das ganz gut. Für zwischen 21:15/21:30 Uhr hatten wir uns auf dem Balkon verabredet, und so saßen wir dann noch ein Stündchen erzählend in der blauen Stunde draußen und genossen das Beisammensein.
Nette Frau, diese Jott– hat ordentlich was auf dem Kasten, ist sympathisch und ziemlich süß.

Mittendrin wieder Igelgeschnuffel, die beiden Igel stromerten wieder durchs Gebüsch. Mal schauen, wann ich Katzenfutter und Wasser für sie verteile.

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Sonntag, 09.07.2023

Badetag im FEZ. Jott blieb zu Hause um sich auszuruhen, während ich mit den Kindern vom Vormittag bis zum Abend außer Haus war.

Wir verbrachten den Tag mit Baden (quel surprise), Kinder in hohen Bogen ins Wasser schmeißen (ich), in hohen Bogen von mir ins Wasser geschmissen werden (die Kinder), Essen, Mau Mau spielen, zwei oder drei Runden im tiefen Wasser schwimmen (M gemeinsam mit mir) sowie herumliegen (vor allem ich).

Nachmittags eine Nachricht von Jott. Inhalt: Ein Foto des aufgeräumten, frisch gewischten Wohnzimmers. Bei 30°C im Schatten. An ihrem freien Tag. Später am Abend werde ich entdecken, dass sie außerdem noch die drei A4-Blätter mit Schulmaterial abgearbeitet hat– inklusive Preisvergleich sowie Bestellung bei verschiedenen Online-Shops. Ist natürlich super, weil das somit alles vom Tisch ist– andererseits ist das nicht im Sinne des Erfinders.

Wieder zu Hause werden die Kinder schnell durch die Wanne gezogen und dürfen ihren obligatorischen Sonntagabend-Film schauen. Beim Schlafen gehen verarbeitet M das Schwimmen bzw. die Wasserpflanzen– er hat Alpträume in denen sie nach ihm greifen. Irgendwann kann er mit ein bisschen Zuspruch aber trotzdem schlafen.

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Samstag, 08.07.2023

Abschlussparty der Vorschüler der KiTa-Gruppe von G und J. Die beiden sind seit dem Aufstehen aufgeregt und fragen immer wieder, wann wir losfahren.

Erstmal findet aber Ms letztes Qwan-Ki-Do-Training vor den Ferien statt. Weil Jott noch letzte Vorbereitungen im und am Forum erledigen muss, fahren die Kinder und ich mit dem Rad hin. Während M trainiert, bringen G, J und ich Pakete zu einer Packstation und spielen anschließend wieder eine Runde auf dem Pflanzgartenspielplatz. Diesmal sind wir allesamt eingecremt, damit niemand Sonnenbrand bekommt.

Beim Mittagessen bekommen die Zwillinge vor lauter Aufregung kaum noch einen Bissen herunter. Wieviel vor allem G vom Kinderfilm nach dem Essen mitbekommt, weiß ich nicht– sie steht gefühlt alle 5 Minuten neben uns und fragt, wann es losgeht. Großes Aufatmen bei uns allen, als es endlich soweit ist.

Die Party startet mit einem kleinen Programm der Einschüler. Sechs Kinder, eines aufgeregter als das andere, singen ein paar Lieder, sagen ein Gedicht auf und bekommen anschließend von den drei anwesenden Gruppen-Erzieherinnen eine KiTa-Abschieds-Schultüte in die Hand gedrückt. Dann ist der offizielle Teil beendet und es wird den Nachmittag über geplanscht, gespielt, gegrillt, gegessen und erzählt. Ehe wir es uns versehen ist es 20:30 Uhr– Zeit zur Verabschiedung. Vor allem G hängt ordentlich in den Seilen, während die Jungs noch ein bisschen fitter sind. Zu Hause werden Füße gewaschen und Zähne geputzt, dann gehts ins Bett. G und J sind in Rekordzeit eingeschlafen.

Jott und ich netflixen noch ein bisschen, ehe wir es auch nicht mehr aushalten und ebenfalls ins Bett gehen.

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Freitag, 07.07.2023

16. „Wir sind jetzt ein Paar“-Tag mit Jott. Coolischmuli.

Letzte Vorbereitungen bzw. Feinschliff für die Durchmoderation der Sprint-End-Events am Nachmittag in meinem neuen Projekt. Ich bin einerseits aufgeregt, andererseits fühle ich mich aber fit und bereit dafür und freue mich auf den Nachmittag.

Langes Herumräumen der Bringmeister-Bestellung. Morgen ist die Abschiedsparty der Vorschüler aus J und Gs Gruppe, wir grillen bei der Bezugserzieherin zu Hause. Dementsprechend viele Extra-Lebensmittel kamen an, die alle verstaut werden müssen.

Nach dem Mittag eine Urlaubsübergabe von einer Kollegin. Weil es fachlich bei mir besonders passt, übernehme ich die nächsten Wochen ihre Projekte. Ich hab zwar eigentlich genug zu tun, aber…

Dann das Highlight des Tages, die Moderation der Sprint Review und der Sprint Retrospektive. Die Termine machen Spaß, ich nehme unfassbar viel mit für die nächsten Wochen und bekomme & gebe gutes Feedback ans Team und zurück.

Abendausklang auf der Couch mit Jott, wir sind beide sehr reif für das Wochenende.

Beim Zubettgehen höre ich Schnuffelgeräusche von unter dem Schlafzimmerfenster und entdecke beim Suchen mit der Taschenlampe zwei Igel, die durchs Gestrüpp schnuffeln.

Bin begeistert, verkneife mir aber das rausgehen und aus der Nähe angucken.

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Donnerstag, 06.07.2023

Bürotag. Es ist Office Day, es gibt Frühstück, mein Team Lead ist vor Ort, wir wollen Abends noch was essen gehen… Ich fahre also morgens mit der Bahn (Fahrrad ist mir zu stressig) in die Stadt.

In meinem Scrum Master Projekt starte ich heute in Einzelgespräche mit den Team-Mitgliedern, um sie besser kennen zu lernen, ihre Scrum-Geschichte und ihr Scrum-Wissen zu erfragen. Das macht total Spaß und hat auch den positiven Nebeneffekt, dass die Zeit wie im Flug vergeht. Gleichzeitig ist es ziemlich anstrengend und herausfordernd. Ich bin trotzdem Feuer und Flamme dafür und freue mich, meine neue Rolle mit Leben füllen zu können– und zwar so, wie ich es für richtig halte.

Mittendrin ein 1:1 mit meinem Team Lead. Wir besprechen die aktuelle Projektlage, ein paar Themen zur Firma und das ich endlich mal meine Professional Scrum Master Zertifizierung angehen sollte. Recht hat er, aber so einfach ist das für mich nicht. Is‘ so ein Paul-Ding.

Am frühen Abend gehen drei Kolleg:innen und ich ins Hoa Rong am Bahnhof Friedrichstraße. Eine Kollegin ist auf Insta darauf aufmerksam geworden und hat uns das Restaurant schmackhaft gemacht. Als wir ankommen, staune ich über Einrichtung und Deko– es wurde wirklich darauf geachtet, möglichst instagrammabily zu sein. Das Essen sieht ebenfalls super aus und schmeckt zudem auch sehr gut– eine ganz klare Empfehlung von mir.

Kurz vor Acht sind wir mit unserem After Work Dinner fertig. Mit einer Kollegin, die in unserer Nähe wohnt, fahre ich mit der Bahn nach Hause und merke mittendrin, dass ich eigentlich allein mit Kopfhörern hätte fahren sollen– meine Sozial-Batterien sind leer und ich bin beim S-Bahn-Smalltalk nicht mehr so wirklich dabei. Beim nächsten Mal will ich das für mich besser lösen.

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Mittwoch, 05.07.2023

J und G fahren mit ihrer KiTa-Gruppe als Abschlussfahrt in den Hollandpark. In Ms Schule wiederum findet ab dem frühen Nachmittag das Schulsommerfest statt. Beide Termine überschneiden sich, also fährt Jott kurz nach 14 Uhr in die Schule um den Klassen-Stand zu betreuen und mit den Standgästen Anti-Stress-Bälle zu basteln, während ich zu Hause arbeitend auf die Rückkehr der Zwillinge warte. Nachdem sie angekommen sind, hole ich sie ab und laufe mit ihnen direkt zur Schule weiter. Die beiden haben viel zu erzählen und vergessen immer wieder, das ich nur einem Kind zuhören kann… Vielleicht sollten wir Redebälle oder -stäbe einführen.

Auf dem Sommerfest werden die Kinder mit Süßigkeiten überschüttet. An jedem Stand wird als (Trost-)Preis irgendwas Süßes vergeben, sodass die eigentlichen Attraktionen in den Hintergrund geraten. Wir verbringen viel Zeit mit Anstehen und Warten an wenigen Ständen, bis endlich unser Highlight startet: Die Qwan-Ki-Do-Truppe, darunter auch M, führt vor was sie das Jahr über gelernt haben. G und J freuen sich, M zu sehen, und sind wahnsinnig begeistert als die älteren Schüler, die schon einige Gürtel-Stufen über M stehen, ihre Übungen vorführen und teils auch gegeneinander kämpfen. Zumindest J möchte danach ebenfalls Qwan-Ki-Do trainineren.

Abends ziehe ich die Kinder fix durch die Wanne und gehe anschließend auf den Hof, um noch eine Runde Sport zu machen. Anschließend geht es zurück den Rechner, um noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen zu denen ich am Nachmittag nicht mehr kam.

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Dienstag, 04.07.2023

Nachmittags tauschen wir G gegen einen von Ms Freunden: Während G bei einer KiTa-Freundin den Nachmittag verbringt, kommt Ms Freund nach der Unterricht gemeinsam mit M zu uns. Während die beiden mit Ms Minecraft-Lego und den Yu-Gi-Oh-Karten spielen, kann ich noch ein bisschen arbeiten– zumindest bis wir zu Dritt J abholen. Ich hatte kurz überlegt, die Großen allein zu Hause zu lassen– aber da ich ja nicht nur für M die Verantwortung trage, sondern auch für seinen Freund, ist mir das nichts. Passt aber, während ich in der KiTa Js Kram einsammle spielen sie zu Dritt Basketball.
Den Nachmittag über sind sie dann gemeinsam mal draußen zum Fußballspielen, mal Drinnen zum Herumlungern und auf die Medienzeit warten. Als es dann soweit ist, spielen die großen gemeinsam Minecraft– M zeigt stolz seinen neu erworbenen Minecraft Mod „One Block“ vor–, während J Let’s Plays zu Minecraft binged und mit mir das Ninjago TCG spielt.

Beim Auspacken von Ms Mappe fällt mir die Auswertung seines HSP-Tests in die Hände. Er hat laut Begleitzettel überdurchschnittlich gut abgeschnitten, Jott und ich freuen uns, sind stolz und sagen das M auch so.

Als Abends alle Kinder im Bett und der Haushalt halbwegs gebändigt ist, setze ich mich nochmal an den Rechner um mich zu den Scrum Events einzulesen– am Freitag werde ich gemeinsam mit dem Team das Ende „unseres“ aktuellen Sprints begehen und mit ihnen eine Sprint Review und eine Sprint Retrospektive durchführen. Als Teilnehmer ist mir das alles vertraut, aber als Moderator/Durchführender ist’s nochmal eine andere Sache.

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Montag, 03.07.2023

6 Uhr klingelt im Kinderzimmer ein Wecker. Ein böser Verdacht– klingelte der auch am Wochenende? Ich hab nichts gehört, aber das würde natürlich erklären weshalb die Kinder allesamt so früh wach waren…

Beim Brotbüchsen machen mit Jott kurze Abstimmung zu Ms Schwimmtraining: L ist auf Klassenfahrt, unser Plan B fällt wg. Erkrankung des eigenen Kindes aus, ich selbst kann nicht weil ich G, J und seinen Freund von der KiTa abhole und betreue. Jott müsste eigentlich ins Büro, schichtet und schiebt aber um sodass sie M bringen kann.

Auf dem Rückweg von der KiTa entdecke ich, dass meine Laufroute an der Wuhle die nächsten 3 bis 6 Monate unterbrochen sein wird: Auf Grund von Bauarbeiten in der Birnbaumer Straße am Trinkwassernetz wird die Wuhlebrücke Birnbaumer Straße und auch unser Zugang zum Wuhlespielplatz gesperrt. So’n Scheiß.
Ich bin pissed weil a.) meine morgentliche Runde dadurch beeinflusst wird, b.) ich nun nicht mehr morgens am Klettergerüst rumhangeln kann und c.) weil ich nun nicht mehr jeden Morgen den ich da lang laufe ein Foto von der Brücke aus machen kann. Blödes Trinkwasser, wer braucht das schon.

Zu Hause ein schnelles Frühstück mit Jott, dann gehts an den Rechner zum Arbeiten. Bzw. nicht so wirklich, weil mir noch tausend Sachen im Kopf herumfliegen zu den nächsten Wochen sitz ich da, schreibe Sachen in den Kalender, auf PostIts und auf Stickies und sortiere mich einmal durch. Als das fertig ist, hab ich wieder Kapazität für Arbeitskram.

Vormittags bin ich dann offiziell Scrum Master im Projekt und möchte durch mein erstes Daily führen. Leider reißt die WLAN-Verbindung die Hufe hoch, sodass ich zum ersten Termin fünf Minuten zu spät komme weil ich noch fix auf Hotspot umstelle. Upsi. Geht sich aber doch alles aus, ich glaub ich hab das gut gemacht (die Zeit wirds zeigen…).

Mittendrin noch einen Zahnarzt-Termin für J organisiert, dem wächst sein erster bleibender Zahn hinter einem Milchzahn hoch; der Milchzahn sitzt aber wie alle Zähne von J bombenfest. Da G und J aber demnächst bei Jotts Mama und danach mit uns im Urlaub sind, möchten wir doch rechtzeitig einen Zahnarzt raufschauen lassen

Mittags Reste vom Wochenende aufgewärmt, nochmal mit Jott geplant und festgestellt, dass die Abholung von M durch sie nur knapp vor knirsch möglich wäre. Wieder überlegt, ggf. könnte ich mit den Zwillingen und Js Freund ja per Straßenbahn… Mit der Mama von Js Freund geschrieben, sie versteht nicht was ich will, schickt Sprachnachrichten, ich schreibe sehr geduldig zurück, irgendwann verstehen wir uns. Parallel weiter gearbeitet.

Als M nach Hause kommt ist großes Theater, er will partout nicht zum Schwimmen. Erklärung hier, Verzweiflung da, Tränen dort, am Ende haben wir alle unsere Standpunkte ausgetauscht, er geht nicht schwimmen, wir haben den ganzen Abstimmungsknatsch umsonst gehabt, aber ich muss immerhin nicht mit x Kindern durch Köpenick fahren. Atmen.

Danach nicht mehr weiter gearbeitet, sondern G, J und seinen Freund abgeholt. Wieder zu Hause kurz versucht, noch was zu machen, aber mit vier Kindern gibts dazu keine Chance. Sehr resigniert aufgegeben und stattdessen voll und ganz für die Kinder da gewesen. Ich muss die fehlende Zeit vom Morgen und vom Nachmittag nacharbeiten, das wird ’ne längere Session.

Gegen 18 Uhr wird Js Freund abgeholt. Die verbleibende halbe, Dreiviertelstunde bis zum Abendbrot könnte ich arbeiten, bin aber im Kopf unfassbar durch und schreib stattdessen die Einträge ab Mittwoch. Vermutlich dumm, das hat ja nun keine Prio– aber ich schaffs nicht mich zum Arbeitskram durchzuringen, ich hab da gar keinen Kopf für.

Anschließend Abendessen, Kinder bettfertig machen, aufräumen, 5 Minuten Löwenzahn mitgucken, fast einschlafen. Aufgaben für den Rest des Tages sind Abstimmung zur aktuellen Woche mit Jott (wir müssen zu bestimmten Zeiten an mehreren Orten gleichzeitig sein), Abstimmungen zur folgenden Woche mit Jott (da müssen wir immerhin nur an unterschiedlichen Orten, aber nicht gleichzeitig da sein), Zeit rausarbeiten (höheres Wesen hilf mir) und Blogbeiträge fertigschreiben damit das von meiner mentalen Todoliste runter ist.

Ich brauch Urlaub, weniger Wochenstunden, längere Tage, mehr Energie.

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Sonntag, 02.07.2023

Die Kinder sind heute kurz vor 6 Uhr wach. Ich brech ab. Wir pusseln uns so durch den Morgen und besprechen nach dem Frühstück, welches Kind welches Tablet wofür braucht. Am Ende weiß ich, dass wir auf Jotts Galaxy Tab Minecraft installieren und generell einen Weg finden müssen, damit G auf allen Tablets genau ihre YouTube-Videovorschläge findet.

Anschließend laufen wir zum Wuhlespielplatz. Die Kinder spielen, ich mache Sport. Das schöne an den Eigengewichtsübungen ist, dass ich sogut wie keine Utensilien bräuchte (aber trotzdem habe, die Gymnastikringe erleichtern einiges) und eigentlich überall Sport machen kann.

Zur Mittagszeit geht es nach Hause, ich mache uns Pizza, gehe duschen und bereite anschließend gemeinsam mit den Kindern alles für unseren Nachmittags-Bade-Ausflug an den Müggelsee vor. Es ist zwar nicht so wirklich Bade-Wetter, aber die Kinder möchten trotzdem gern. Mir solls recht sein, solange wir draußen und die Kinder beschäftigt sind. Währenddessen kommen Hiobsbotschaften von Jott, deren Bahnfahrt sich immer weiter verlängert.

Am Müggelsee (Läufer) sprinten die Kinder ins Wasser, bremsen aber ruckartig sobald sie wadenhoch drin sind und staken von da an vorsichtig weiter– ist wohl noch ein bisschen frisch, so insgesamt. Die nächsten anderthalb Stunden sind die drei immer mal wieder im und am Wasser, toben herum, üben Qwan Ki Do unter Ms Anleitung und füttern flauschige Babyenten mit Kekskrümeln.

Gegen 17 Uhr brechen wir wieder nach Hause auf. Zurück ziehe ich die Kinder einmal durch die Badewanne und bin gerade beim Aufräumen des Badezimmers, als Jott endlich heimkommt– mit gut zwei Stunden Verspätung und einem sehr aktiven Wochenende in den Knochen.

Während die Kinder fernsehen, legen wir Wäsche, ich räume ein bisschen auf, lege noch mehr Wäsche und arbeite Jott zu, die die diversen Unterlagen die wir am Mittwoch aus der Schule mitbekommen haben, ausfüllt– das hab ich die Tage über noch nicht geschafft. Sehr geschafft geht es gegen 22:30 Uhr zu Bett.

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Samstag, 01.07.2023

Die Kinder sind sämtlichst Punkt 6 Uhr wach. Meine Versuche, sie zum Weiterschlafen zu animieren, fruchten nichts. Weil sie erst ab 7:30 Uhr Tablett spielen dürfen (mein kläglicher Versuch vom Vorabend, sie zum länger im Bett bleiben zu animieren), sitzen sie im Wohnzimmer und vertreiben sich die Zeit: J und G spielen Yu-Gi-Oh, G sitzt auf der Couch und schaut sich Zeitungen und Hefte an.
Ich nutze die Beschäftigung und mach Bart und Haare flott, damit ich nicht wie ein Waldmensch aussehe.

Nach dem Frühstück strukturiere ich mit den Kindern den Tag: Wir besprechen, wo wir heute wann sein müssen und was wir dafür benötigen. Anschließend packen die Kinder ihre Rucksäcke selbstständig, während ich mich daran mache meine Aufgabenliste für die nächsten Tage abzuarbeiten. Der Grundzustand der Wohnung ist bedenklich, das gliedert sich in viele kleine Aufgaben auf.
Beim Flottmachen der Fahrräder stolpern wir über Möbel und Umzugshelfer. Unsere Nachbarn von oben ziehen ins Eigenheim. Wir sind traurig, weils gute Nachbarn und nette Menschen sind (auch wenn sie ganz schön trampeln…).

Gemeinsam fahren wir am späten Vormittag zu Ms Qwan Ki Do Training. Während er trainiert, spielen J und G ich auf dem nahe gelegenen Pflanzgartenspielplatz. Der wurde vor ein paar Monaten erneuert und ist seitdem ein wunderschöner Spielplatz mit Tischtennisplatten, Wasserpumpe, Schaukeln und Klettergerüsten. Während die Zwillinge klettern, zuppele ich mein T-Shirt hoch und halte meine mozzarellafarbenen Oberarme für 7 – 8 Minuten in die Sonne. Das reicht für einen leichten Sonnenbrand, wie ich Abends entdecke.

Wieder zurück koche ich uns Mittagessen (Tortelloni mit Pesto). In der anschließenden Medienzeit der Kinder wird aufgeräumt und alles für das Schwimmtraining der Zwillinge vorbereitet. Gegen 14:30 Uhr fahren wir alle vier zur Allende-Schwimmhalle. Während G und J trainieren, spielen M und ich Yu-Gi-Oh.

Ich gewinne, allerdings auch nur weil wir nach gut 40 Minuten das Spiel abbrechen müssen und M zufällig genau zu diesem Zeitpunkt weniger Lebenspunkte hat.
Wir holen eine stolze G und einen leicht geknickten J ab: G hat erfolgreich die Seepferdchen-Prüfung absolviert, J leider nicht– seine Arme taten ihm weh, er hielt sich am Beckenrand fest. Ich beglückwünsche G und freue mich mit ihr, danach fange ich J auf und freue mich auch mit ihm über seinen Einsatz und wie er sich trotz schmerzender Arme angestrengt hat. Ihn muntert ein bisschen auf, dass auch M etwas länger für das Seepferdchen gebraucht hat und jetzt trotzdem super schwimmen kann.

Wieder zu Hause verschwinde ich kurz aufs Klo. In diesen 5 Minuten eskalieren die Kinder völlig, sie prügeln sich beinahe über die Frage, welches Kind welches Tablet benutzen darf. Ich fühle mich auf dem Klo unfassbar machtlos, verfluche den Tag an dem ich Kinder in die Welt gesetzt habe und phantasiere davon die drei einfach rauszuschmeißen. Konsequenz für die Kinder: Einmal zusammengeschrien werden und Tablet-Verbot für den Rest des Tages.
Nachdem sich die Gemüter ein bisschen beruhigt haben, gehen wir trotzdem noch zu Rewe ins Forum Köpenick und kaufen für einen Belohnungs-Grill-Abend ein. Ich erkläre mehrfach, dass es eine Belohnung für ihre Anstrengungen und ihren Einsatz beim Schwimmen ist, _nicht_ aber für ihr furchtbares Verhalten. Ob sie das einordnen können weiß ich nicht, aber ich habe meine pädagogische Pflicht getan.

Anschließend schauen wir alle Nimona auf Netflix. Ich bin dabei begeisterter als die Kinder, die sich einfach über den Film und die ungewöhnliche Handlung freuen.

Nachdem die drei im Bett sind und ich aufgeräumt hab, gehts für eine weitere Folge Somebody feed Phil auf die Couch und gegen 23 Uhr wieder ins Bett.