Vormittags M die Haare geschnitten. Ich war zu 80% zufrieden mit dem Ergebnis, das Kind fands aber voll in Ordnung und war dankbar für die neugewonnene Luftigkeit auf dem Kopf. Ich muss das noch ein bisschen üben, damit ich dann auch zufrieden bin.
Anschließend draußen Sport gemacht. War nur eine semigute Idee, ich war von gestern k.o. und es war zu warm. M saß demonstrativ gelangweilt in der Gegend; ich hatte ihm verboten Krach zu machen (es war Mittagszeit) oder nebenbei Tablet zu spielen. Lesen wollte er nicht, auf dem Hof spielen auch nicht, da blieb nur rumsitzen übrig. Nach zwei Drittel des üblichen Trainings beendete ich meine Sporteinheit vorzeitig und ging wieder rein ums Mittagessen vorzubereiten. Anschließend durfte M dann endlich wieder Tablet spielen, während ich mir Bart und Haare schor.
M schaut momentan mit großer Begeisterung Lets Plays. Ich find das blöd, denn:
- Er vergisst darüber die Zeit
- Er sitzt stumpf vor dem Tablet und macht nichts
- Die LetsPlays sind teils unfassbar dämlich und nervig
Wenn er irgendwas spielen würde hätte ich kein Problem, denn beim Spielen ist er aktiv, denkt nach und ist kreativ. Ich hab versucht ihm das zu erklären, aber ob er es verstanden hat…
Nachmittags fuhren wir gemeinsam zur Badestelle am Kleinen Müggelsee. Ich wollte ausprobieren, ob er das packt (es sind ca 7,5km von uns aus) und hatte generell Lust auf Sandstrand und See.
Obwohl er mittendrin kurzzeitig schwächelte, kamen wir ziemlich fix (gute 30 – 35 Minuten) an der Badestelle an. Während ich unser Strandlager aufbaute (also das Handtuch hinlegte und an allen vier Ecken irgendwas drapierte damit es nicht wegflog, stürzte er sich ins Wasser und planschte drauflos. Wider Erwarten meinerseits musste ich nicht mit ihm spielen– ihm reichte es, (sehr) kurze Strecken zu schwimmen, wieder zurückzukommen und herumzuspritzen. Super Sache, so konnte ich mich ein bisschen sonnen (ich brauch noch ein bisschen Sonnengewöhnung, nicht das ich im Ostseeurlaub Ende Juli Sonnenallergie kriege) und ihm zuschauen.

Kurz vor 18 Uhr fuhren wir dann gemeinsam mit dem Rad zurück. Allerdings nicht nach Hause, sondern zu A, S und E, mit denen wir für den Abend verabredet waren. Jott war bei Ankunft schon dort, sie war direkt aus Magdeburg, wo sie J und G bei ihrer Mama abgeliefert hatte, durchgefahren.
Im Anschluss gemeinsames Abendessen (Pizza), dann durfte M Tablet spielen während wir Erwachsenen auf der Terrasse saßen und erzählten.
Die Rückfahrt gegen 22 Uhr war für M dann gruselig– es war ja schon halb dunkel…
Schöner Tag.

