Nochmal ausgeschlafen, auch heute morgen regnete es– joggen wollte ich da nicht unbedingt. Lieber snoozte ich ein bisschen, in der Nacht war ich nämlich ständig wach geworden weil der Regen auf unser Alu-Fensterbrett trommelte.
Vormittags rödelte ich im Haushalt rum, die Kinder spielten Kniffel und ein Bibi-Blocksberg-Hexenkugel-Spiel miteinander. Sehr kooperativ, sehr ruhig und friedlich– ich war ganz überrascht, das sie das auch können.
Mittagessen: Burger und als Nachtisch Mochi-Eis; oder wie J es ausdrückte: „Der beste Tag der Welt!“
Während wir das Mochi-Eis naschten, kam Jott gut erholt, aber sichtbar müde (die Karaoke-Bar…) aus Leipzig wieder. Während sie sich auf der Couch ausruhte (und dabei einschlief), gingen die Kinder und ich auf den Bolzi. Auf dem Weg dorthin entdeckte J ein Waschbärjunges, das durch die Gegend stromerte. Die Kinder stürmten sofort los und ließen sich nur mit Mühe auf Abstand halten. Das Waschbärjunge war ziemlich zerzaust und rettete sich zitternd vor uns und einer Katze in einen Strauch. Während G fasziniert den Waschbären anschaute, verscheuchte J die Katze (in seiner Erzählung wurde später ein epischer Kampf mit einer PUMA-großen Raubkatze draus…). Nachdem ich nachgeschaut hatte, wie man sich in diesem Fall am besten verhält und mich dazu auch über einen Gartenzaun mit einem Anwohner austauschte, beschloss ich, das Tier einfach in Ruhe und der Natur im Falle der Rückkehr der Katze ihren Lauf zu lassen. Die Kinder sprachen den restlichen Weg nur vom Waschbären, das war das Highlight ihres Tages.
Auf dem Bolzi spazierte ich ein paar Runden auf der Tartan-Bahn um das Fußballfeld und hörte dabei einen Babbel-Italienisch-Podcast, während die Kinder schonmal Fußball spielten. Später spielte ich auch mit, wir verloren schmählich gegen eine Mannschaft aus zwei Viert- und zwei Fünftklässlern (die sind aber auch alle schnell und wendig!).
Abends Joggen an der Wuhle & Couching mit Jott. Wir schauten endlich mal „The Last Kingdom“ weiter und beendeten die dritte Staffel.
Kein Sport, stattdessen ausgeschlafen– es regnete wie angekündigt. Gegen Dreiviertel Neun aus dem Bett gewankt, spätes Frühstück mit den Kindern.
Vormittags die Tablet-Einrichtung für die beiden iPads abgeschlossen (jetzt aber wirklich), während draußen der Regen prasselte. Alle benötigten Spiele sind installiert, die Minecraft-Accounts eingerichtet, die Anton-App samt Profil installiert… Bisschen nervig, weil ich alles doppelt machen muss. Eigentlich bräuchte ich eine Mini-MDM-Lösung, aber das wäre dann wohl auch wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Oder ich muss mal schauen ob ich nicht die Einstellungen in einem Profil speichern und dann auf einem anderen iPad importieren kann– so würd ich mir das zumindest beim Tablet für G, das irgendwann da sein wird, sparen.
Was mich ja wirklich fuchsig macht: Wenn die Kinder theatralisch im Weg rumliegen (ja, rumliegen) und nichts mit sich anzufangen wissen. So heute M. „Mir ist langweilig“. Herrje, das Kind hat noch ungelesene Bücher, diverse Spielsachen, zwei Geschwister und zig Gesellschaftsspiele zum spielen, aber ihm ist langweilig.
Nachmittags war das Wetter wieder besser. Wir fuhren daher nach Karlshorst. Dort gibt es mit „Welt der Karten“ einen Laden für Sammelkartenspiele (Yu-Gi-Oh!, Magic, Pokemon etc. pp), den die Kinder gern besuchen wollten. Der Weg war… anstrengend. Bei uns versammelten sich die Union-Fans für das Spiel gegen die Glasgow Rangers und in der Wuhlheide die Peter-Fox-Fans für das Konzert am Abend. Hatte ich beides nicht auf dem Schirm, wir mussten uns durchkämpfen. Hinter der Parkbühne wurde es dann aber schlagartig leerer und wir konnten ungestört vor uns hinradeln.
Bei Ankunft an der angegebenen Adresse dann große Enttäuschung: Der Laden war zu, obwohl er laut Google Maps geöffnet sein sollte. Lange Gesichter, die sich aber schnell wieder aufheiterten: Neben dem Besuch bei Welt der Karten stand auch noch ein Besuch bei Prinzeneis an– und die Eisdiele war geöffnet :)
Zurück fuhren wir dann nicht durch die Wuhlheide, sondern an der Wuhlheide vorbei, mit Abstecher zum Rewe Ecke Edisonstraße/Treskowallee wo sich die Kinder mit Süßigkeiten eindeckten. Das war ein Stresstest für mich. Einerseits sollen sie ihr Taschengeld verwenden dürfen wie sie wollen, andererseits find ichs furchbar wenn sie sich nur Süßigkeiten davon kaufen. J wollte allen Ernstes mit 4 Packungen Gummitieren aus dem Rewe marschieren, da intervenierte ich dann doch und beschränkte die Kinder auf je zwei Packungen. Großes Gemotze, das sei ja unfair. Ich machte mich direkt noch unbeliebter und kündigte an, dass die Süßigkeiten in der Küche und nicht in den Kinderzimmern gelagert werden müssen– ich möchte zumindest ein bisschen Kontrolle darüber haben, wann und wieviel Süßes sie essen (auch wenn das illusorisch ist, weil ich nicht den Nerv habe das wirklich genau zu kontrollieren und sie dann doch öfter naschen als gut wäre).
M möchte spanisch lernen (er findet die Sprache cool, ich weiß nicht genau welche Berührungspunkte er damit hat, aber warum auch nicht) und klickte sich heute ein bisschen durch Mondly. Babbel fand ich für Kinder nicht geeignet, Mondly hat ein verspieltes Interface (und ist nicht so unfassbar nervig gamifiziert wie Duolingo). Mal schauen, wie oft er die App benutzt.
Schnelle Sporteinheit am Abend, danach Abendessen bis 20:30 Uhr. Die Jungs entdeckten Sucuk für sich (die hatte ich für mich gekauft, mimimi) und waren begeistert, G war sie zu scharf.
Dann wieder spielen, gegen 23 Uhr ins Bett– da kam von Jott noch die Nachricht, dass sie nun in eine Karaokebar wollen. Ich frag mich, woher sie die Energie dazu nimmt.
Letzter Tag Bildungsurlaub. Würd gern noch ’ne Woche ranhängen. Heute entwickelte sich eine „Diskussion“ (normales italienisch des Dozenten vs. bruchstückhaftes italienisch des Kurses) zu Gender-Bemühungen im Italienischen. Es gibt offenbar Bestrebungen/Initiativen, die sehr binäre Sprache aufzubrechen, die sind aber wohl sehr akademisch geprägt und nicht in der Umgangssprache angekommen (Infos bei Interesse hier). Außerdem gings um die Unterschiede zwischen Schriftsprache und Populärsprache, ich hatte nämlich ob unserer Beschäftigung mit dem passato prossimo (Perfekt) gefragt, ob das Perfekt im Italienischen öfter verwendet wird als das Präteritum. Im Deutschen ist das ja mittlerweile so (las ich irgendwo + eigene Wahrnehmung); im Italienischen wohl auch. Das Präteritum wird wohl überwiegend in der Schriftsprache genutzt und eher weniger in der Populärsprache.
Fazit insgesamt: Super Sache, so ein Bildungsurlaub/Sprachkurs. Würd ich wiedermachen, ich war auch sehr wehmütig das ich nächste Woche wieder normal arbeiten muss– ich würd glatt noch ’ne Woche dranhängen.
Bei der Rückkehr nach Hause furchtbar erschrocken– ich stolzierte in die Küche um mir einen Kaffee zu ziehen als ich aus den Augenwinkeln auf der Couch eine Bewegung wahrnahm und dann einen Menschen liegen sah! Jott konnte es nicht sein, die war Mittags zum Wellness mit Kolleginnen nach Leipzig aufgebrochen…
Stellte sich raus: Es war ihre Mama B, die am Abend auf die Kinder aufpassen würde und schon etwas früher zu uns gekommen war.
Das musste ich dann erstmal veratmen…
Während Jotts Mama B auf die Kinder aufpasste, ging ich eine Runde an der Wuhle Joggen. Lockeres Traben bei angenehmen 23°C, das war ganz nett. Ich freu mich auf den Herbst, wenn es wieder kälter ist und das Laufen mehr Spaß macht.
Abends, als die Kinder endlich im Bett waren, an den Rechner geschwungen und in Ruhe gespielt. Tat gut, machte Spaß.
Morgens die glorreiche Entscheidung getroffen, von Jannowitzbrücke bis zur VHS zu laufen. Die U8 fuhr unregelmäßig, ich hätte 13 Minuten warten müssen– was lag also näher, als 35 Minuten zu Fuß zu gehen?
Im Kurs: Ein wirklich blödes Gefühl, so limitiert zu sein. Ich verstehe (mindestens sinngemäß) was unser Dozent (mir) erzählt, kann aber nicht adäquat antworten. ARGH!
Bin weiterhin sehr froh, das zu machen und freue mich unfassbar.
Nachmittags gab es auf der U8 wieder/immer noch Unregelmäßigkeiten. Ich lief nicht, sondern wartete, und durfte zur Belohnung in einer übervollen, stickigen Bahn fahren. Yay!
Ich bin so froh, das ich im Alltag nicht auf die U-Bahn angewiesen bin.
Zu Hause die geplante Sporteinheit ausfallen lassen und stattdessen gefaulenzt/Blogbeiträge nachgeschrieben. Ja, nach dem Sport hätt ich mich auch gut gefühlt, aber mal nichts zu machen war auch schön.
Ferienhort macht hungrig: Die Woche werden wir binnen 5 Tage vier Brote benötigen (und ich rede nicht von den Mini-500g-Broten– es handelt sich um 750g- 1000g-Brote). Weiß nicht wo die Kinder das alles hinessen.
Ich ertrage das endlose Gequassel und „Hochfahren“ der Kinder, vor allem von J, am Abend nicht. Es macht mich so fertig, dass, wenn ich einfach nicht mehr möchte, die Kinder noch nicht fertig sind.
Vermutlich muss ich meinen Kompass neu justieren und mich darauf einstellen, dass erst zwischen 20:30 und 21 Uhr Ruhe einkehrt.
Übermut tut selten gut: So entspannt und einfach wie gedacht wird diese Woche nicht. Der Unterricht ist echt knackig, ich bin am Nachmittag doch immer ziemlich k.o.. Da wird vermutlich auch die Fahrerei einen Teil dazu beitragen, aber es ist tatsächlich eher geistige Erschöpfung.
Is‘ halt doch was anderes als nur Sachen zu machen die man seit x Jahren macht und wo man einigermaßen fit drin ist.
Ich liebs. Bin weiterhin schwer begeistert und freu mich über den Bildungsurlaub.
Als Nachtisch zum Mittagessen (heute: Mitgebrachter Hirtensalat von Rewe) ein wirklich ausgezeichnetes Schokocrossaint genascht. Sehr fluffig, nicht zu schokoladig– mi piace (gekauft hier)!
Heute noch fix zu DM gegangen bevor die Kinder nach Hause kamen. Ich wiederhole mich: Es ist schon sehr praktisch, so früh Schluss zu haben.
Später am Nachmittag mit den Kindern auf den Bolzi gegangen. Während sie spielten, mit meinem Papa telefoniert und mich anschließend mit den Kindern geprügelt– sie wollten Boxtraining (gerade von mir, lol…). So „boxten“ wir halt, das war ganz schön schweißtreibend. Aber sie hatten offenbar unfassbar Spaß und wollten gar nicht aufhören.
Bei der Rückkehr nach Hause dann große Freude über mein „Schweiß-Herz“ auf dem Rücken. Ich bin eine wandelnde Saline.
Mit großer Freude entdeckt, dass es auf Zeit Online eine Interviewreihe (aktuell nur zwei Texte, aber es werden mehr!) mit Helen Klaar gibt. Ich bin seit diesem Interviewein Fan interessiert und habe die beiden Interviews gern gelesen.
Schön fand ich folgende Beschreibung des Sinnes einer Ehe– „fühl ich“, würde man wohl sagen.
Klaar: Ich beobachte immer wieder, dass die Leute dazu tendieren, die Widrigkeiten des Lebens dem Partner in die Schuhe zu schieben. Dabei besteht für mich der Sinn der Ehe eigentlich im genauen Gegenteil.
ZEITmagazin ONLINE: Und worin?
Klaar: Dass man zu zweit eine Art Schutz-und-Trutz-Gemeinschaft bildet, in der man den Widrigkeiten des Alltags besser entgegentreten kann. Weil meistens nicht bei beiden alles schiefgeht. Wenn der eine einen beruflichen Rückschlag hat, hat der andere vielleicht gerade einen Erfolg. Und wenn man den anderen gernhat, freut man sich über dessen Erfolg auch.
Mir raucht der Kopf auf italienisch. Es macht weiterhin Spaß, ist aber unfassbar fordernd. Ich kann bei Ansprache nicht schnell genug umschalten und hab tatsächlich eine Barriere im Kopf die mich am Sprechen hindert. Wenn ich die Antwort aufschreibe und dann ablese, ist das Ergebnis richtig (wie auch weiterhin die Übungen im Buch), aber das ist ein wenig unpraktisch…
Mittagessen Berlin-Style
(Wobei… Vor 15 Jahren bestimmt, aber jetzt?)
Das Häkchen bei Hokey Pokey auf der Eis-Bucketlist kann ich nun auch setzen. Am Rosenthaler Platz ist eine kleine Filiale, die heute leer war. Die Chance nutzte ich und holte mir eine Kugel Französische Schokolade (… 2,80 EUR). Schmeckte hervorragend, sehr schokoladig, sehr reichhaltig. Die Bedienung hatte es zudem gut mit mir gemeint und mir eine echt große Kugel gegeben– danach war ich pappsatt.
Freitag soll es warm werden, da werd ich nochmal vorbei schauen und mir zwei Kinderkugeln holen.
Nach der Ankunft in Köpenick nochmal fix in den leeren Rewe geflitzt und ein paar Lebensmittel gekauft. Es ist echt praktisch, so früh Schluss zu haben.
Nach Ankunft der Kinder meine Hausaufgaben wirkungsvoll in Szene gesetzt; inkl. extra Betonung wie sinnvoll ich die finde und dass ich’s gut finde den Unterricht aufzuarbeiten. Quasi das angenehme mit dem nützlichen Verbunden.
Ich brauchte gute 40 Minuten, danach reichte es mir dann auch.
Joggen am Abend. Mittendrin setzte Regen ein, da musste ich dann durch (wortwörtlich und im übertragenen Sinne). Sehr nass, k.o. und glücklich wieder zu Hause angekommen.
Ich hab jetzt den 10k-Plan auf der Garmin aktiviert. Der soll mich bis Mitte Oktober fit machen, einen 10km-Lauf durchzustehen. Danach geh ich auf Zeit.
Oder ich knick das einfach, mal schauen. No pressure und so (vllt doch).
Beim abendlichen Rollo-Runterlassen eine Person entdeckt, die allein auf dem Parkplatz lag. Eine halbe Minute später kam ein Trupp Jugendlicher, der sich kümmerte– die Person war offenbar einer von ihnen, anscheinend war eine Absturz Abschluss-Party eskaliert. Kurz gescheut, dann über den Parkplatz gefragt ob sie Unterstützung brauchen– sie waren aber dann schon bestens versorgt, hatten eine Decke und wohl auch einen Rettungswagen aktiviert.
Wie groß sind die Chancen? Am Nachmittag sah ich in der Bahn die selbe auffällig & ziemlich cool tätowierte Frau, die ich morgens schon gesehen hatte.
Weil ich neugierig war, hab ich das mal bei ChatGPT eingegeben:
Hallo Chatty :) Ich habe gestern in der Bahn zufällig eine Frau getroffen, die ich am Morgen schon getroffen habe. Lässt sich die Wahrscheinlich/die Chance für dieses TReffen berechnen?
Hallo! Interessante Frage, die du da hast. Die Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines zufälligen Treffens in der Bahn hängt von verschiedenen Faktoren ab, die berücksichtigt werden müssen. Hier sind einige der wichtigsten:
Gesamtanzahl der Fahrgäste: Wie viele Menschen nutzen die Bahn auf der Strecke, die ihr beide benutzt?
Zeitraum und Häufigkeit: Wie oft nutzt du die Bahn und wie lange? Ebenso für die Frau.
Zufälligkeit des Treffens: Wie zufällig war das erste Treffen? War es zur gleichen Zeit am gleichen Ort oder unterschiedlich?
Angenommen, die Bahn hat eine hohe Kapazität und es gibt viele Fahrgäste, wäre die Wahrscheinlichkeit eher gering. Andererseits, wenn es eine bestimmte Zeit und Strecke gibt, die von weniger Menschen frequentiert wird, könnte die Wahrscheinlichkeit höher sein.
Eine grobe Formel zur Berechnung könnte wie folgt aussehen:
P = 1/n
wobei nnn die Gesamtanzahl der Personen ist, die in der Bahn fahren.
Für eine genauere Berechnung bräuchte man jedoch spezifische Daten wie die Anzahl der Fahrgäste zur betreffenden Zeit, die Häufigkeit der Fahrten und weitere Variablen.
Möchtest du es noch detaillierter berechnen, oder hast du weitere Informationen?
… ein bisschen hin und her schreiben später:
Die geschätzte Wahrscheinlichkeit, dieselbe Person zweimal zufällig in der S-Bahn zu treffen (einmal morgens und einmal nachmittags), liegt bei etwa 4.34×10−64.34 \times 10^{-6}4.34×10−6, also etwa 1 zu 230.000. Das ist eine sehr kleine Wahrscheinlichkeit, aber deutlich höher als die Chance, im Lotto zu gewinnen.
Diese Berechnung basiert auf der Annahme, dass die Frau und du zufällig zur gleichen Zeit in einem Zug mit etwa 480 Fahrgästen wart. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit könnte variieren, wenn weitere Faktoren wie Gewohnheiten, spezifische Züge oder Stoßzeiten berücksichtigt werden.
Bildungsurlaub Tag 1. Ich fuhr morgens in die Stadt, genauer: Zur VHS Mitte in die Linienstraße. Anders als befürchtet brauchte ich durch das zusätzliche Umsteigen auf Grund der Bauarbeiten auf der Stadtbahn nicht wesentlich länger, sondern ungefähr genauso lange.
Der Kurs ist auf A1-Niveau, allerdings nicht für komplette Anfänger sondern fortgeschrittene Anfänger. Hatte ich mir ja absichtlich so rausgesucht weil ich schon ein ganz kleines bisschen dank Babbel und Co. kann. Unser Dozent spricht zu 99% italienisch mit uns, nur in absoluten Ausnahmefällen fällt mal eine deutsche Vokabel. D.h.: Sämtliche Erläuterungen werden ebenfalls auf italienisch durchgegeben. Ich bin sehr froh, dass ich nicht übermütig gewesen & einen noch „höheren“ Kurs gewählt habe. Die Erklärungen und Anweisungen versteh ich relativ gut, aber wenns ein bisschen komplexer wird steig ich aus. Ich nehme die Wörter wahr, komme aber mit der Übersetzung nicht mehr hinterher.
Die Übungen im Lehrbuch (wir verwenden Con piacere nuovo) sind einfach, da haben die Babbel-Lektionen sehr geholfen. Sobald es ums Sprechen geht, habe ich einen Knoten im Kopf.
Wir sind im Kurs 13 Leute. Die Altersspanne reicht von 15 bis 68, männlich/weiblich bunt gemischt. Alle haben Lust auf den Kurs, das ist eine schöne Erfahrung. Die Motivationen zum Italienisch lernen sind unterschiedlich; manche machen das aus Spaß an der Freude (so wie ich), andere weil sie Italien-Fans sind, andere weil sie mit Partner/Familie/Freunden italienisch sprechen möchten und wieder andere weil sie sich auf ein Auslandsjahr (z.B. die 15-jährige Teilnehmerin) vorbereiten möchten.
Am Nachmittag war die Luft raus. Es ist gut, dass 14:30 Uhr Schluss ist – der Tag war ziemlich anstrengend. Fast sechs Stunden Hochkonzentration und das erste Mal nach 15 Jahren wieder die Schulbank drücken sind eine sehr ungewohnte und fordernde Erfahrung.
Nachmittags dann eine Eingebung gehabt und mit der U8 von Rosenthaler Platz bis Jannowitzbrücke gefahren– so sparte ich mir das Umsteigen am Alex und die muffige Unterführung.
Insgesamt bin ich total begeistert und freu mich _unfassbar_ über den Unterricht und die vor mir liegende Woche. Das wird eine tolle Erfahrung :)
Nachmittags „Kieferoktopäde“ (noch so ein Wort, das die Kinder gern beibehalten dürfen) mit den Kindern. Schnelle Nummer, alles soweit unverändert/i.O., nach 15 Minuten waren wir wieder raus. In einem halben Jahr sollen wir wieder kommen.
Ein bisschen Zeit haben wir vermutlich noch, bis uns zu Zahnspangen o.ä. geratenn wird– noch sind zu wenige Zähne raus (G führt aktuell mit 8 bleibenden Zähnen, gefolgt von M mit 7; weit abgeschlagen kommt J mit 4).
Sport am späten Nachmittag/frühen Abend. Ich kräftigte mich, G turnte an meinen Gymnastikringen herum und bereitete uns anschließend einen Wildkräutersalat und Sandburger zu.
Abends Gepolter und Schmerzensschreie im Kinderzimmer, als ich angerannt kam krümmte sich Jott am Boden und J weinte. Großer Schreck, dann aber verstanden das Jott ein Tablet mit der Ecke genau auf den großen Zeh gefallen war. Der Zeh war bereits angeschwollen und verfärbt, Jott brauchte ein paar Minuten um den Schmerz zu veratmen. Das muss wirklich böse wehgetan haben. G, die gucken kam was los war, fing vor Schreck ebenfalls an zu weinen– für sie hatte ich aber keine Hand mehr frei; mit der einen beruhigte ich J und mit der anderen Jott.
Später am Abend war der Zeh bereits blau, gebrochen scheint aber nichts zu sein. Die Ecke ist wirklich genau mittig auf den großen Zeh gerumst.
Beim Tablet-Aufladen gemerkt, dass M das frisch aufgezogene Panzerglas vom iPad pult. Vier Tage lang sah das iPad neu und frisch aus, jetzt ist wieder eine große nicht weggehende Luftblase drin. Bisschen aufgeregt, wozu setz ich mich hin und pfriemel das Zeug rauf?
Joggen am Morgen. Erstmals die 5k. Fiel mir nicht so schwer wie gedacht, ich fühlte mich im Anschluss auch gar nicht so sehr geschafft. Auf den letzten Metern von einer Joggerin (die war maximal die Hälfe von mir…) überrascht-mitleidig angeschaut worden weil ich halt schnaufend und schweißüberströmt vor mich hintrabte (es war aber auch morgens schon warm, klar das man– vor allem ich, ich schwitz ja immer– klatschnass ist…).
Am Vormittag mit den Kindern auf dem Bolzi abgehangen. Trotz der Wärme veranstalteten die Jungs einen Show-Box-Wrestling-Kampf und kloppten sich mit ihren Boxhandschuhen. G und ich frisbeeten sehr unambitioniert hin und her, jede Bewegung war zu viel.
Zum Essen und der anschließenden Rommé-Runde waren A, S, E und Jotts Mama da. Rommé zu 5. bringt nochmal eine ganz neue Dynamik mit sich. Auch drinnen war es zu warm– im Wohhzimmer hatte es 28°C, wir schwitzten vor uns hin.
Nachmittags entspannten wir alle vor den Endgeräten/miteinander, als ich keine Lust mehr hatte wuselte ich in der Wohnung rum während sich der Rest auf den Balkon verkrümelte (Gottseidank). Nach 5 Minuten schon wieder klatschnass gewesen, es ist einfach nicht feierlich. An solchen Tagen hätte ich gern eine Klimaanlage in der Wohnung.
Abends ausgiebig (das entspricht zwei Stunden) WoW gespielt, dann bei 27°C im Schlafzimmer versucht zu schlafen. Zum Glück soll es in der kommenden Woche ein bisschen Abkühlung geben…
Sport am Morgen. Unter Auslassung einer Übungseinheit etwas früher aufgehört, weil die Rewe-Lieferung etwas früher ankommen sollte & ich noch die Küche freiräumen wollte.
Vormittags im Haushalt gerödelt, nachmittags mit den Kindern zum Habermannsee baden gefahren. Sie finden es da toll und wollen gar nicht mehr woanders hin– offenbar hats dort das richtige Verhältnis zwischen Anfahrtsweg & Badevergnügen.
Es war wieder voll, wir fanden trotzdem einen Platz direkt am Ufer. Hinter uns saß eine Gruppe Männer, die auf (glaub ich) spanisch/portugiesisch zu Gitarrenklängen sangen. Das war punktuell nervig, punktuell aber auch ganz nett.
Abends mit Jott Dune 2 geschaut. Genauso bildgewaltig und visuell überzeugend wie Teil 1. Ich war überrascht, wie kurz die Kampf- und Actionszenen gehalten waren und wie ausführlich auf die religiös-philosophische Komponente eingegangen wurde. Meiner Erinnerung nach ist das tatsächlich in Übereinstimmung mit dem Buch, das fand ich gut; wenngleich mir ein wenig unbehaglich wurde beim gezeigten Fundamentalismus.
Den nächsten Teil schauen wir auf jeden Fall im Kino, das ist wirklich eine Reihe für die große Leinwand.
Nach Abgabe der Kinder in der Schule zur Wohnung von Jotts Mama gearbeitet und von dort gearbeitet um einen Handwerker reinzulassen. Jotts Mama war in Magdeburg und versuchte, ihre alte Wohnung samt Küche loszuwerden. Der Handwerker kam direkt zu Beginn des angekündigten Zeitfensters, das war eine beinahe schon skurrile Erfahrung.
Meinen Kollegen ins Projektmanagement- und Zeiterfassungstool eingearbeitet. Die grundlegenden Themen waren schnell erklärt. Wir werden uns nun jeden Tag aktuelle und abgeschlossene Anfragen anschauen, damit er zum einen lernt wie ich an diese Probleme herangehe und zum anderen die verschiedenen Aspekte des Tools besser kennen lernt.
Joggen am Nachmittag. Es war unfassbar warm, ich bedauerte mittendrin ein wenig, nicht am Morgen laufen zu können.
Abends mit Jott noch einmal den 1. Teil Dune geschaut, wir wollen am Wochenende Teil 2 gucken. Wir waren beide wieder hellauf begeistert, der Film ist immer noch unfassbar gut. Diese Bildgewalt! Das war eines der wenigen Male an denen ich bedauerte, dass wir nur einen kleinen Fernseher haben.