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Montag, 22.07.2024

Bildungsurlaub Tag 1. Ich fuhr morgens in die Stadt, genauer: Zur VHS Mitte in die Linienstraße. Anders als befürchtet brauchte ich durch das zusätzliche Umsteigen auf Grund der Bauarbeiten auf der Stadtbahn nicht wesentlich länger, sondern ungefähr genauso lange.

Der Kurs ist auf A1-Niveau, allerdings nicht für komplette Anfänger sondern fortgeschrittene Anfänger. Hatte ich mir ja absichtlich so rausgesucht weil ich schon ein ganz kleines bisschen dank Babbel und Co. kann. Unser Dozent spricht zu 99% italienisch mit uns, nur in absoluten Ausnahmefällen fällt mal eine deutsche Vokabel. D.h.: Sämtliche Erläuterungen werden ebenfalls auf italienisch durchgegeben. Ich bin sehr froh, dass ich nicht übermütig gewesen & einen noch „höheren“ Kurs gewählt habe. Die Erklärungen und Anweisungen versteh ich relativ gut, aber wenns ein bisschen komplexer wird steig ich aus. Ich nehme die Wörter wahr, komme aber mit der Übersetzung nicht mehr hinterher.

Die Übungen im Lehrbuch (wir verwenden Con piacere nuovo) sind einfach, da haben die Babbel-Lektionen sehr geholfen. Sobald es ums Sprechen geht, habe ich einen Knoten im Kopf.

Wir sind im Kurs 13 Leute. Die Altersspanne reicht von 15 bis 68, männlich/weiblich bunt gemischt. Alle haben Lust auf den Kurs, das ist eine schöne Erfahrung. Die Motivationen zum Italienisch lernen sind unterschiedlich; manche machen das aus Spaß an der Freude (so wie ich), andere weil sie Italien-Fans sind, andere weil sie mit Partner/Familie/Freunden italienisch sprechen möchten und wieder andere weil sie sich auf ein Auslandsjahr (z.B. die 15-jährige Teilnehmerin) vorbereiten möchten.

Am Nachmittag war die Luft raus. Es ist gut, dass 14:30 Uhr Schluss ist – der Tag war ziemlich anstrengend. Fast sechs Stunden Hochkonzentration und das erste Mal nach 15 Jahren wieder die Schulbank drücken sind eine sehr ungewohnte und fordernde Erfahrung.

Nachmittags dann eine Eingebung gehabt und mit der U8 von Rosenthaler Platz bis Jannowitzbrücke gefahren– so sparte ich mir das Umsteigen am Alex und die muffige Unterführung.

Insgesamt bin ich total begeistert und freu mich _unfassbar_ über den Unterricht und die vor mir liegende Woche. Das wird eine tolle Erfahrung :)


Nachmittags „Kieferoktopäde“ (noch so ein Wort, das die Kinder gern beibehalten dürfen) mit den Kindern. Schnelle Nummer, alles soweit unverändert/i.O., nach 15 Minuten waren wir wieder raus. In einem halben Jahr sollen wir wieder kommen.

Ein bisschen Zeit haben wir vermutlich noch, bis uns zu Zahnspangen o.ä. geratenn wird– noch sind zu wenige Zähne raus (G führt aktuell mit 8 bleibenden Zähnen, gefolgt von M mit 7; weit abgeschlagen kommt J mit 4).


Sport am späten Nachmittag/frühen Abend. Ich kräftigte mich, G turnte an meinen Gymnastikringen herum und bereitete uns anschließend einen Wildkräutersalat und Sandburger zu.


Abends Gepolter und Schmerzensschreie im Kinderzimmer, als ich angerannt kam krümmte sich Jott am Boden und J weinte. Großer Schreck, dann aber verstanden das Jott ein Tablet mit der Ecke genau auf den großen Zeh gefallen war. Der Zeh war bereits angeschwollen und verfärbt, Jott brauchte ein paar Minuten um den Schmerz zu veratmen. Das muss wirklich böse wehgetan haben.
G, die gucken kam was los war, fing vor Schreck ebenfalls an zu weinen– für sie hatte ich aber keine Hand mehr frei; mit der einen beruhigte ich J und mit der anderen Jott.

Später am Abend war der Zeh bereits blau, gebrochen scheint aber nichts zu sein. Die Ecke ist wirklich genau mittig auf den großen Zeh gerumst.


Beim Tablet-Aufladen gemerkt, dass M das frisch aufgezogene Panzerglas vom iPad pult. Vier Tage lang sah das iPad neu und frisch aus, jetzt ist wieder eine große nicht weggehende Luftblase drin. Bisschen aufgeregt, wozu setz ich mich hin und pfriemel das Zeug rauf?

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