M ist weiterhin krank, ich pendelte den Tag über zwischen dem kranken Kind und dem Arbeitslaptop hin und her und konnte letzten Endes keinem gerecht werden. Dadurch musste ich mich dann Abends nochmal an den Rechner setzen und fiel gegen 22:30 Uhr sehr erleichtert, den Tag herumgebracht zu haben, ins Bett.
Montag, 03.04.2023
Morgens die Zwillinge in die KiTa gebracht, Jott verabschiedet und dann entspannt mit der Arbeit gestartet. Nach einer halben Stunde meldete sich meine Mama– M sei krank, sie bringe ihn nach Hause. Da hatte das länger bei ihnen bleiben gerade mal eine Nacht gedauert.
M war dann auch tatsächlich neben der Spur, er fieberte, war blass, apathisch und sehr kuschelbedürftig… mit anderen Worten, wirklich krank.
Der Montag verlief dann also etwas anders als geplant– wenn M wach war, kuschelten wir ein bisschen/er las, ansonsten arbeitete ich vor mich hin.
Nachmittags gings ihm– allerdings nur dank einer IBU zum Mittag– ein bisschen besser, sodass ich beruhigt die Zwillinge abholen konnte. Abends stieg sein Fieber wieder an. Zum Glück allerdings nur moderat, von den 40°C die die Zwillinge Anfang März geknackt hatten blieb er verschont.
Sonntag, 02.04.2023
Zur Rush Hour im Hotel gefrühstückt. Wir mussten einen Vierertisch im Kinderbereich nehmen, weil alle anderen Tische besetzt waren. War dann auch nicht ganz so entspannt, weil es recht laut war.
Nach dem Frühstück entspannt nach Hause gefahren. Jott unterbot die vom Navi angegebene Zeit um satte 15 Minuten.
Zu Hause setzte sich Jott direkt– also wirklich direkt!– an die Steuererklärung (was geht nur in dieser Frau vor…), während ich erstmal einen minimalen Meltdown bekam weil die Mülleimer noch raus mussten, der Geschirrspüler voll (immerhin sauber) war, dringend staubgesaugt werden musste und alle Wäschekörbe überquollen. Beim Verräumen von Kram war dann kein Platz weil unsere Schränke voll sind, wir zu wenig Bügel haben usw usf. Kurz den Wunsch gehabt, wahlweise alles in Brand zu stecken oder mit einem Fingerschnippsen alles in Luft aufzulösen.
Nachdem die schlimmsten Baustellen behoben waren, gönnte ich mir eine Sporteinheit mit Podcasts auf den Ohren. Die Woche hab ichs tatsächlich vier Mal (Mo, Mi, Fr, So) geschafft, das ist super :)
Jotts Mama brachte am Nachmittag die Zwillinge. Die beiden spielten ausgiebig, während wir Kaffee tranken und vesperten. M, so hatten wir das spontan mit meinen Eltern verabredet, würde noch ein bisschen bei ihnen bleiben.
Nachdem Jotts Mama am frühen Abend wieder nach Hause fuhr, durften die Zwillinge mit Jott einen Kinoabend machen, während ich Jott für die Steuererklärung zuarbeitete. Anschließend machten wir beide die Bringmeister-Bestellung für die kommende Woche fertig. Hier gabs dann wieder einen minimalen Meltdown: Da wir zu Ostern Jotts gesamte Familie zu Besuch haben, lag der Warenkorb-Wert bei 300 EUR– es war aber auch nicht unbedingt Überflüssiges drin… Und das nach dem teuren Wochenende in Warnemünde.
Abends gemeinsam die zweite Staffel Shadow and Bone geschaut. Jott hatte die erste Staffel allein geguckt, ich wollt mal schauen ob das vllt unser nächstes gemeinsames Serienprojekt werden könnte (leider nein, mich holt das ganze nicht so sehr ab).
Samstag, 01.04.2023
(Hier bitte einen mittelmäßig guten Aprilscherz vorstellen)
Mittelmäßig geschlafen; offenbar habe ich es in meinen fast 36 Jahren immer noch nicht gelernt, dass sich den Wanst vor dem Schlafen vollhauen keine gute Idee ist.
Nach dem Frühstück hatten Jott und A Anwendungen. S und ich nutzten die Zeit und liefen ein bisschen den Strand auf und ab. S trieb die Hoffnung, Bernstein zu finden, während ich einfach am Strand langlaufen wollte. Das Wetter war ausbaufähig, recht frisch, starker Wind und leichter Nieselregen machten den Strandspaziergang sehr… authentisch. Zwischendrin über Alarmsirenen/-signale gewundert, beim Blick in die Nina-App aber beruhigt worden– in Rostock war heute Warntag.



Als S nochmal zum Hotel zurücklief und seine Gummistiefel holte, nutzte ich die Wartezeit und baute eine kleine Staumauer und einen Kanal. Kurz bedauert, dass ich keine Schaufel bei habe und die Kinder auch nicht da sind, wir hätten viel Spaß gehabt. So musste ich mich mit meinen Füßen als Werkzeug und mir allein begnügen, das war aber auch okay.
(Achtung, jetzt kommen sehr viele Fotos und auch zwei Videos weil ich sehr begeistert war)




Als S wiederkam, liefen wir weiter– ich vorneweg und er mit gesenkten Haupt hinterher.


Zur Mittagszeit waren Jott und S fertig massiert, wir gingen bei mittlerweile besseren Wetter eine Runde spazieren und uns den Alten Strom anschauen. Dort gabs für die drei anderen Fischbrötchen, während ich mir eine Bratwurst im Brötchen (mit Fisch hab ichs nicht so) holte. Als wir ausreichend durchgefroren waren, setzten wir uns ins selbe Café wie gestern, tranken Kaffee (ich) und Latte Macchiato mit ordentlich Bailys (die anderen) drin und wärmten uns ein bisschen auf.

Zurück im Hotel dann nochmal Baden und am Pool entspannen; anders als gestern fanden wir kaum Liegen und mussten uns wie die Geier auf die Plätze von gehenden Badegästen stürzen.
Mir wars dann irgendwann zu warm, also ging ich schonmal aufs Zimmer vor; der Rest folgte dann zehn Minuten später– schneller als erwartet.
Anschließend Abendessen und eine erneute Rommé-Runde, bevor wir relativ früh ins Bett gingen.

Freitag, 31.03.2023
Urlaub!
Morgens M mitsamt einer großen Tasche Wechselsachen für ein Wochenende bei meinen Eltern in der Schule abgeliefert und anschließend mit Jott nach Warnemünde gefahren. Nach Ankunft lieferten wir unser Gepäck im Hotel ab, setzten uns in ein kleines Café und nahmen dort remote an einem Termin teil (Jott) bzw. bereiteten Projekt-Monatsabschlüsse vor (ich). Im Anschluss liefen wir ein bisschen durch Warnemünde, aßen zum Mittag bei Peter Pane Burger (Jott mit Messer und Gabel, die Corporate-Welt hat sie verdorben…) und bezogen danach unser Hotelzimmer. Kurz darauf kamen auch A und S an und bezogen das Zimmer neben uns. Tochter E hatten sie zuvor bei As Eltern abgeliefert– so stand unserem kinderfreien Wochenende nichts im Wege.


Nach Beziehen der Zimmer und Verschnaufen gingen wir alle vier in den Poolbereich und testeten die verschiedenen Becken an. Jott, A und S machten es sich bald darauf auf Liegen/Pool-Sofas gemütlich, während ich noch eine ganze Weile Bahnen schwamm– wann hab ich schonmal die Gelegenheit dazu. Nach gut 40 Minuten hatte ich genug; auf eine Liege legen und nichts tun wollte ich aber auch nicht– also schmiss ich mich in meine Sportklamotten und absolvierte meine Eigengewichtsübungen im Hotel-eigenen Fitnessraum. Danach war ich ganz schön geschafft, aber glücklich.

Nach dem Abendessen flitzten wir noch in einen nahe gelegenen Rewe– okay, 15-20 Minuten Fußmarsch ist vielleicht nicht ganz so nahe– und deckten uns mit Getränken und Knabbereien für die anschließende Rommé-Partie ein.
Ich trug heute meine neuen Stiefel und hatte den Tag über trotz diverser Fußwege keine Probleme. Die 20 Minuten zum Rewe hetzen waren dann aber zuviel– nun hab ich am linken Fuß eine kleine Blase. Bin trotzdem positiv überrascht, das kenne ich von normalen Schuhen auch teils anders.
Vom Hotelzimmer aus können wir die Skaninavien-Fähren abfahren und ankommen sehen. Tolle Sache.
Donnerstag, 30.03.2023
Im Büro gewesen, Sichuan-Nudeln (veg. Zajiang Nudeln) gegessen und mit den Kollegen gebondet. Abends ein bisschen Pathfinder: Kingmaker angespielt und festgestellt, dass mir das um Welten zu komplex ist. Ich hätte gern ein Mittelding zwischen Klick-Klick-Diablo und sowas wie Pathfinder, aber das scheint recht schwer zu finden zu sein.
Mittwoch, 29.03.2023
Ich hätte gern diese Lampe. Sie ist so großartig! Wenn Jott und ich die Woche im Lotto gewinnen, kauf ich sie mir für meinen Nachttisch (in der neuen großen 7-Zimmer-Wohnung, die wir dann auch kaufen).
In Sachen Produktivität gabs heute definitiv Luft nach oben.
Nach der Arbeit eine Sporteinheit eingeschoben, während M las (weiterhin „Harry Potter und der Halbblutprinz“). Jott kam mittendrin nach Hause, baute ein neues Balkonmöbel auf und arbeitete dann noch ein bisschen.
Nach dem Sport duschten M und ich– für ein Kind lohnt es sich nicht, die Wanne voll zu lassen– und aßen dann gemeinsam Abend; Jott musste zur selben Zeit an einem Team Call teilnehmen.
Abends Blogbeiträge geschrieben und mal wieder (ich mach das alle paar Jahre mal) den Myers-Briggs-Persönlichkeitstest gemacht (hier). Vor ein paar Jahren war ich noch ein Mediator, mittlerweile bin ich offenbar ein Logistiker. Offenbar bin ich über die Jahre bodenständiger und pragmatischer geworden. Zumindest laut Testergebnis. Ob das wirklich der Realität entspricht, müssen andere beurteilen; ich find solche Tests aber immer ganz interessant.
Dienstag, 28.03.2023
Ungefähr selber Tagesablauf wie gestern: Morgens zuviel Zeit gehabt, dann auf Arbeit Digitalisierungsberatung etc. und nachmittags mit M Tischtennis und Fußball gespielt.
Als wir wieder zu Hause waren, begann es kurz darauf zu schneien und zu hageln.

Abends mit M „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ geschaut. Er war Feuer und Flamme; als Harry, Ron und Lockhart in die Kammer des Schreckens hinabstiegen zog er von seinem Fernsehsessel zu Jott und mir auf die Couch um und kuschelte sich zwischen uns.
Nach dem Film brachten wir M ins Bett und gingen dann selbst auch direkt schlafen– beim Film war das Wachbleiben schon schwer geworden.
Montag, 27.03.2023
Morgens viel Zeit gehabt. Mit nur einem Kind, das sich fertig machen muss, ists um einiges entspannter als sonst.
Arbeitsmäßig stecke ich die Woche thematisch tief in der Digitalisierung „meiner“ kleinen baden-württembergischen Gemeinde im Stuttgarter Speckgürtel. Läuft; ich frage mich allerdings wie eine flächendeckende Digitalisierung sinnvoll und ressourcensparend funktionieren soll wenn jedes Kuhdorf eigene Satzungen, Vorgaben und verwaltungstechnische Besonderheiten hat, die mit ihren Besonderheiten in digitalen Prozessen/Anträgen/Formularen abgebildet werden müssen.
Pünktlich Feierabend gemacht und mit M bei strahlenden Sonnenschein, aber einstelligen Temperaturen, Fußballspielen gegangen.

Nach einer guten Stunde waren wir genug durchgefroren und liefen wieder nach Hause. Während ich Sport machte, wuselte M durch die Wohnung, machte auch ein bisschen Sport, las, und spielte dann Minecraft.
Abends mit Jott Carnival Row zu Ende geschaut und einen Wochenend-Abend auf der Couch simuliert.
Sonntag, 26.03.2023
Bis kurz nach 9 Uhr geschlafen (Sommerzeit). Anschließend in Ruhe gefrühstückt, alle Uhren umgestellt und im Anschluss weitere Punkte von der ToDo-Liste abgearbeitet. Zwischendrin immer mal wieder Pause gemacht und Internet gelesen. Mittags eine unfassbar gute Linsenbolognese gekocht (dieses Rezept), ich konnte beinahe nicht mit dem Essen aufhören. Nach ein bisschen Verdauen beim Versuch, unser Bett zu entquietschisieren, fast verzweifelt. Ich baute Matratzen, Lattenroste und Mittelbalken ab, zog alle erdenklichen Schrauben fest, fettete bewegliche Stellen, baute alles gerade und ausgerichet wieder auf– doch es half nichts, das Bett quietschte weiterhin. Als ich nicht mehr weiter wusste, trat ich wütend gegen das Fußende. DAS half dann offenbar– allerdings (Spoiler) nicht nachhaltig; am Abend quietschte es schon wieder. Nach ein bisschen Insta Reels gucken schwang ich mich nochmal aufs Fahrrad und fuhr eine Runde durch die Wuhlheide nach Karlshorst und wieder zurück, um noch ein bisschen frische Luft zu schnappen, und setzte mich dann an den Rechner um meinen WoW-Account einzumotten. Nochmal Kram verkaufen, ein bisschen durch die Gegend fliegen, angefangene Quests beenden… Nach einer guten Stunde war ich damit fertig. Bald darauf kamen Jott und M zurück. M steckte ich noch fix in die Wanne, dann ging er ins Bett. Jott und ich erzählten noch ein bisschen im Wohnzimmer, aber da Jott ziemlich k.o. war gingen wir auch bald Schlafen.
Beinahe sämtliche Tätigkeiten führte ich übrigens beschuht aus– wie auch gestern setzte ich alles daran, die neuen Schuhe einzutragen.