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Journal Donnerstag, 3.12.2015

Woran ich mich für immer und immer und immer erinnern möchte: Die großen, staunenden Augen von Herrn Schnuffke beim Betrachten der Advents-Dekoration.

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Nach Empfehlungen diverser Eltern habe ich heute den Berliner Familienpass für 2016 gekauft. Ich bin gespannt, was es für Aktionen/ Ermäßigungen gibt und ob diese auch säuglingskompatibel sind.

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Im Büro mit einigermaßen großen Erfolg eine abgeschwächte Version der Pomodoro-Technik angewandt, um nicht so leicht den Fokus bei stupiden Aufgaben zu verlieren. Hat in Zusammenhang mit einer gestern Abend geschriebenen ToDo-Liste gut funktioniert, das Prinzip gefällt mir sehr gut. Die heruntertickende Uhr ist ein super Motivator („Yeah, in 7 Minuten 38 Sekunden kann ich bei Twitter reingucken!“), die Pausen alle 25 Minuten sorgen für einen angenehm freien Kopf. Ich probiere das definitiv weiter aus und kann mir auch vorstellen, dass es mir beim Erledigen von Aufgaben am Abend hilft.

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Das Skwish-Spielzeug kommt bombig an. Während Jott beim Rückbildungskurs war, haben Herr Schnuffke und ich gespielt und er war total begeistert. Tolle Sache!

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Am Abend viel Kleinkram erledigt, Termine gemacht, Kalendereinträge aktualisiert, das Haushaltsbuch (eine Excel-Liste…) aktualisiert, ein paar Einkäufe erledigt… So kann ein Abend auch schnell rumgehen.

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Journal Mittwoch, 2.12.2015

Der Stadtteil in dem wir wohnen soll seit Jahren, ach was, seit Jahrzehnten, einen Regionalbahnhof bekommen. Ich begrüße das sehr, mit dem Regio würde sich nämlich die Fahrzeit nach Mitte stark verkürzen. Darum hat mich die Meldung, dass ein weiterer Schritt in Richtung Umsetzung der Regio-Verbindung unternommen wurde, sehr gefreut. Die Vorstellung, in ein paar Jahren vielleicht nur noch 20 Minuten bis zum Alex zu brauchen, ist nett.

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Eine Kollegin twitterte heute morgen sinngemäß „Ich bin zu alt für den Scheiß“. Gemeint ist viel zu spätes zu Bett gehen auf Grund der Weihnachtsfeier und viel zu frühes Aufstehen, um wieder ins Büro zu gehen. Dem kann ich mich nur anschließen. Nach gut fünfeinhalb Stunden Schlaf fühlte ich mich den ganzen Tag über wie gerädert und wünschte mir nichts sehnlicher, als mich wieder hinlegen zu können.

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Herr Schnuffke geht es wieder besser, er konnte heute planmäßig geimpft werden und hat Jott zufolge auch die zweite Auffrischung super weggesteckt. Keine Miene soll er verzogen haben. Hoffentlich zeigt die Auffrischung keine Nebenwirkungen.

Auf Empfehlung von Twitter habe ich Herrn Schnuffke einen Skwish gekauft. Ich bin gespannt, wie er damit spielt- heute hat er ihn zumindest schon einmal von allen Ecken und Enden angelabbert. Ob Säuglinge wohl so ihr Revier markieren?

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Journal Dienstag, 1.12.2015

Firmenweihnachtsfeier am Abend, auf dem Rückweg nach Mitternacht nur unter nahezu unmenschlichen Anstrengungen nicht in der warmen und bequemen S-Bahn eingeschlafen.

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Journal Montag, 30.11.2015

What a time to be alive! Ich bin begeistert, wie ich dank Internet mit Menschen kommunizieren kann, deren Sprache ich nicht spreche und deren Schriftsystem ich nicht lesen kann. Ich hatte auf Instagram ein Foto von frischen Feigen gepostet, unter dem sich eine, ich nenne es mal mutig so, Unterhaltung entspann.

Ich aß gerade zum ersten Mal frische Datteln. Was habe ich nur all die Jahre verpasst?

Ein von Herr Paul (@herrpaul_) gepostetes Foto am


Und zwar in Farsi. Ich spreche kein Farsi. Ich kann die Schrift nicht lesen. Ich wusste allein vom Betrachten der Regenwurm-Zeichen nicht einmal, welche Sprache das überhaupt ist. Irgendwas orientalisches, klar. Hilft mir allerdings nicht weiter. Aber: Dank Google Translate konnte ich die Bedeutung erschließen und darauf antworten- und zwar so, dass meine Antwort wiederum verstanden wurde. Das ist doch unglaublich großartig. Ich wiederhole mich daher gern: What a time to be alive!

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Abgesehen davon wüsste ich tatsächlich gern, wie es kommt das mir persisch sprechende Menschen auf Instagram folgen. Wie kam es dazu (die Frage stelle ich mir bei jedem neuen Follower/ Kommentator, sei es auf Instagram, Twitter ode eben hier)?

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Die Nacht war kurz, ich sollte langsam mal lernen rechtzeitig ins Bett zu gehen. Gerade wenn Herr Schnuffke krank ist, was das Risiko einer Störung unserer nächtlichen Ruhe sehr vergrößert.

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Jahres-End-Stimmung im Büro. Ich habe keine Lust mehr. Keine Lust auf die Pendelei, keine Lust auf das laute, zugige Großraumbüro, keine Lust auf die Arbeit. Erfahrungsgemäß wird das irgendwann wieder besser. Solange heißt es, Zähne zusammenbeißen.

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Auch auf Instagram fand ich ein Foto von diesen supercoolen Reittieren.

Die Hundehütte ist fertig! Großkind tobt sich mit den Umzugskartons und Co. aus.

Ein von Herr Pfarrfrau (@herrpfarrfrau) gepostetes Foto am

Das sind Rupfentiere, wie ich erfrage, und sie kosten ein Vermögen. Ich dachte ja, ganz naiv, „Och, die sehen aber cool aus, das wär doch was für Herrn Schnuffke wenn er größer ist“. Das seh ich immer noch so, aber ich bin etwas unwillig um die 1000 Euro für so ein Viech auszugeben.

Am Rande: Ich finde es unglaublich kompliziert, mir ein Bild davon zu machen welcher Preis wofür angemessen ist. Gerade wenn ich keine Erfahrungswerte habe.

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Herr Schnuffke hat einen ärztlich bestätigten viralen Infekt. Lunge und Bronchien sind ok, wir sollen aber trotzdem aufpassen ob sich Husten und Rumschniefen verschlimmern. Mein armes kleines Baby :(

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Journal Donnerstag, 26.11.2015

Furchtbar schlecht geschlafen. Herr Schnupfke Schnuffke hat eine Erkältung und schnieft und röchelt vor sich hin. Irgendwann gegen zwei Uhr morgens war es so schlimm, dass ich es nicht mehr aushielt (Jott und das Kind schliefen weiter, ich frage mich wie das geht), den Nasensauger suchte, nicht fand, zum Schlafen ins Wohnzimmer umzog, dort im Halbschlaf von Jott geweckt wurde die den Nasensauger gefunden hatte und das Kind gegen viertel Drei nasenabsaugte. Anschließend blieb ich im Wohnzimmer, konnte nicht einschlafen und zählte die Stunden und Minuten, die mir bis 5:47 Uhr noch blieben. Zu wenig, viel zu wenig.

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Jetzt halbwegs früh ins Bett in der Hoffnung, nicht wieder umziehen zu müssen.

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Journal Mittwoch, 25.11.2015

Das Kind dreht sich! Komplett! Vom Rücken auf den Bauch und zurück! Der Wahnsinn.

Beim Zusammenpacken unserer diversen Dinge und Sachen für die Rückfahrt von Magdeburg nach Berlin bemerkten wir zufällig, wie Herr Schnuffke ungefähr einen Meter von der Stelle entfernt lag, wo wir ihn abgelegt hatten. Da er noch nicht krabbeln kann, muss er sich dorthin gerollt haben.

Jetzt ist es wohl endgültig an der Zeit, die Wohnung kindersicher zu machen.

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Die Polizei hat das Verfahren gegen Unbekannt wegen Fahrerflucht eingestellt. War zu erwarten, ist trotzdem blöd. Das Geld für die Reparatur von Kotflügel und Tür hätten wir für andere Sachen sinnvoller nutzen können.

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Auf der Rückfahrt vom 80. Geburtstag von Jotts Großvater gestern Abend lag das Kind eingemummelt in einen Fußsack im Maxi-Cosi, schlief friedlich, schnarchte gaaanz leise vor sich hin und und mir wäre fast das Herz vor lauter Liebe geplatzt. Dieses Baby. So viele Kleiner-Drei kann ich gar nicht schreiben.

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Ich fand das beste Babyfoto der Welt. Wir brauchen so eine Brille für Herrn Schnuffke.

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Der, also Herr Schnuffke, schlief gestern Abend bei seinem Großvater, während wir auf der Geburtstagsfeier vom Urgroßvater waren und zum ersten Mal seit fünf Monaten tatsächlich etwas ohne Kind unternahmen. Das war gleichzeitig schön und merkwürdig, weil ungewohnt.

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Was kann man eigentlich mit einem kleinen Wirbelwind wie Herrn Schnuffke anstellen? Er langweilt sich recht schnell und möchte nach spätestens einer Viertelstunde bespaßt oder herumgetragen werden. Und das den ganzen Tag lang. Ich bekam das heute im Home Office wieder einmal mit, hatte ein schlechtes Gewissen weil ich mich nicht zerteilen kann und suche nun also nach Lösungen wie sich das Kind selbst beschäftigen kann.

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Journal Montag, 23.11.2015

Hurra! Es ist 23:30 Uhr und ich bin in Magdeburg bei Jott. Vorhin habe ich verzückt das schlafende Baby angeschmachtet, jetzt diktiere ich der WordPress-App den heutigen Beitrag. Das geht übrigens erstaunlich gut, es könnte sein dass das eine Alternative zum rumtippen ist.

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Direkt nach der am Ankunft am Magdeburger Omnibusbahnhof bin ich zu Jott gelaufen. Die war mit Freundinnen auf dem heute eröffneten Weihnachtsmarkt und hat sich mit denen einen schönen Abend gemacht. Weil ich nach der Fahrt sehr großen Hunger hatte dachte ich, dass ich mir noch was zu essen besorgen. Dabei wurde ich schön über den Nappel gezogen: für etwas Schafskäse und Gemüse im Fladenbrot, also ungefähr so was wie ein vegetarischer Döner, musste ich 5 Euro berappen. Aber was tut man nicht alles, wenn man hungrig ist.
Ist aber auch alles egal, denn: Endlich wieder mit der Familie zusammen.

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Journal Freitag, 20.11.2015

Im Büro Sachen gemacht, an deren Sinn und Zweck ich teilweise zweifelte, dementsprechend leicht unmotiviert. Als Belohnung für das Durchziehen- manchmal muss man eben- gabs einen Crêpe mit Pflaumen-Thymian-Kompott vom Wochenmarkt.

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Weil der Abend lang werden sollte, traf ich später als sonst im Büro ein und blieb dementsprechend lange dort. Das ist inzwischen ungewohnt- je später der Nachmittag wurde, desto mehr ging die Konzentration und auch die Motivation flöten.

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Teil 1 des Abends begann auf einer Bank am Ostkreuz, wo ich auf K. wartete. Wir waren wieder zum Burger essen verabredet, schlugen uns die Bäuche im Schillerburger (der im Schillerkiez ist besser) voll und gingen danach auf einen Cocktail in eine der zahlreichen Bars in der Sonntagsstraße. Das sind zwar zum Großteil Tourifallen, aber für unsere Ansprüche (irgendwo sitzen wo es warm ist, was zu trinken und ein Klo gibt) reichen sie durchaus aus. Ich trank einen Berlin Mule und war begeistert. Wieso es ein Berlin Mule und kein Moscow Mule war weiß ich nicht, aber der Cocktail hat geschmeckt. Frisch gurkig und leicht herb und nicht süß und eventuell mit Gin statt Wodka, das muss ich nochmal recherchieren. Die Strategie, einfach einer Empfehlung zu vertrauen, zahlt sich aus.
Danach war ich allerdings trotz Burger-Grundlage leicht angetüddelt, dazu bedarfs bei mir nicht mehr viel- ich trinke drei Mal im Jahr Alkohol und der knallt dann dementsprechend.
K. wurde mehrmals von Bekannten angesprochen, das war irritierend. Ich kenne kaum Menschen, K. hingeben die halbe Stadt- er studiert und das scheint tatsächlich bei entsprechender Veranlagung eine gute Basis zum Menschen kennenlernen zu sein.

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Gegen Zehn fuhr ich weiter auf die Geburtstagsfeier eines ehemaligen Arbeitgebers in Mitte (der mit dem Zeugnis), ein paar ehemalige Kollegen treffen. Es war schön, alle mal wiederzusehen und ein wenig zu Quatschen.

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Ich habe zum ersten Mal Networking betrieben, das war eine eigenartige Erfahrung- aber tatsächlich ein sehr nettes (hehe, nettes Networking) Gespräch, in dem im Endeffekt rauskam das scheinbar in ganz Berlin händeringend Entwickler gesucht werden- nur eben für Bereiche, die nicht zu meinem Fachgebiet gehören (hätt ich mal was anständiges gelernt).

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Für die Heimfahrt gönnte ich mir den Luxus eines Taxis. Von Mitte an den Stadtrand dauert es mit den Öffis mindestens 45 Minuten, wenn zwischendrin SEV ist wesentlich länger. Und es war SEV. Natürlich. Das ist ein running gag: An 3 von 5 Abenden, die ich tatsächlich mal etwas in der Stadt unternehme, fahren die Bahnen nicht regulär (das ist allerdings kein Kunststück, auf der Strecke wird seit längerem gebaut). So auch heute.
Jedenfalls hatte ich, nachdem ich die entsprechenden Hinweisschilder der S-Bahn sah, Sash von Gestern Nacht im Taxi (lese ich seit einiger Zeit) angeschrieben ob er nicht Lust auf eine Tour von Mitte an den Stadtrand hätte. Hatte er, konnte aber nicht versprechen das es relativ spontan klappte.
Das war dann aber kein Problem, wir telefonierten uns zusammen, ich machte den polnischen Abgang und ließ mich im warmen Taxi mit netter Unterhaltung nach Hause kutschieren. Eine gute Entscheidung: Kein nächtliches rumlaufen, keine komischen Menschen in der Bahn, kein Umsteigen, kein SEV, kein ewiges Fahren- einfach ’ne halbe Stunde Passagier sein und die Strecke von der Straße aus angucken.

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Das war heute genug Interaktion fürs Wochenende. Bis Montag morgen verkriech ich mich.

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Journal Donnerstag, 19.11.2015

Ohne Jott und Herrn Schnuffke passiert hier überhaupt nichts, es ist schlimm. Die Tage fließen so vor sich hin.

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Es ist total irritierend zu sehen, wie langsam sich Geschirrspüler, Waschmaschine und Mülleimer füllen. Normalerweise können wir alle ein bis zwei Tage den Spüler anstellen, aber in dieser Woche war er noch nicht einmal an. Und wenn das Geschirr darin nicht gemuffelt hätte, wär das vermutlich noch bis zur Rückkehr der Familie so gewesen.

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Weil ich heute in der S-Bahn zum Teil keine Lust auf die Pest-GeoEpoche hatte, las ich meine Pocket-Liste ein wenig leer. Ausbeute: Ein Video von flüchtenden Pinguinen (Pinguine gehören ohne Zweifel zu den großartigsten Tieren der Welt), ’ne tolle Liste was man in Berlin so unternehmen kann und ein sehr ergreifender Beitrag eines Partners einer im Le Bataclan ermordeten Frau. Nach dem Lesen hatte ich zum einen einen Kloß im Hals und zum anderen die Frage im Kopf, was dieser Mann für ein Heiliger sein muss dass er eben nicht Wut, Hass und Verachtung spürt und zeigt.

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Journal Mittwoch, 18.11.2015

‚Ne satte Stunde verschlafen- vielleicht sollte ich doch wieder vor 12 Uhr ins Bett gehen und mehr als fünfeinhalb Stunden die Nacht schlafen. Heute wird das nichts, aber morgen, morgen!

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Heute beim Mittagessen gelernt: Im Meisterstück gibt es sündhaft teures Bier, einen offenen Holzkohlegrill und nach Einkehr riecht man den Rest des Tages wie ein Spanferkel über’m Feuer. Die Bratwürste in der Fleischtheke sahen verdammt gut aus, was mich daran erinnert dass ich Holgis Empfehlung eh schon einmal folgen wollte und dort Bratwürste (ich mag gute Bratwürste!) kaufen wollte. Und in der Fleischerei Genz. Aber da komm ich nicht mehr täglich vorbei, was die Sache erschwert.

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Nach der Arbeit fuhr ich nach Moabit. Jott und ich wohnten dort einige Jahre und gingen folglich auch in der Nachbarschaft zum Zahnarzt. Zu diesem war ich unterwegs, um mein Bonusheft nachstempeln zu lassen- 2011 hatte ich das vergessen und es heute, viereinhalb Jahre später, endlich geschafft das zu erledigen.
Beim Herumlaufen sah es so aus, als ob sich Moabit weiterhin im selben Status wie vor vier Jahren befindet: Es ist im Kommen, aber das Wann ist ungewiss. Vielleicht tue ich dem Stadtteil aber auch Unrecht, ich war tatsächlich in einer furchtbar hässlichen Ecke unterwegs.

Mein Bonusheft ist nun aber endlich wieder lückenlos.

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In Kombination mit der Zeugnisnachtragegeschichte ergibt sich daraus, dass ich nicht unbedingt gut darin bin, Dinge und Sachen immer zeitnah zu erledigen. Zum Glück ist es nie wirklich wichtig.

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Herr Schnuffke und ich haben heute am Telefon miteinander geredet. Er hat gequietscht und geblubbert und ich hab vom Tag erzählt. Das war schön.