Vormittags die Kinder mit Schulvorbereitungen getriezt und Haushalt erledigt, nachmittags nach langer Zeit mal wieder ins FEZ gefahren und das schöne Wetter ausgekostet. Die Jungs wollten nicht wirklich, wurden aber zwangsverdonnert und hatten dann unheimlich Spaß… Hoffentlich merken sie sich das mal.
„Still Papa, da ist eine Ratte! Ach nee, ein Vogel.“
Die Kinder scheinen insgesamt fit zu sein. J ist wieder über’n Berg, G war nur gestern Mittag unwohl und M blieb, so wie ich auch, verschont. Glück gehabt. Auch Jott sah heute schon wieder deutlich lebendiger als gestern aus.
J erbrach sich in den frühen Morgenstunden, ab halb Fünf waren wir alle wach. Jott schnappte sich dann J und zog mit ihm ins Wohnzimmer ihres Papas um, die beiden anderen und ich versuchten noch zu schlafen, leider vergeblich. M und G folgten Jott und J, ich schlief von 6:30 Uhr bis 7:30 Uhr nochmal bevor mich das schlechte Gewissen auch runtertrieb.
J gings im Laufe des Vormittags besser, dafür wurde Jott immer blasser. Wir entschieden uns für eine vorgezogene Abreise, weil wir das Horrorszenario eines Magen-Darm-Infekts in der Fremde vor Augen hatten. G brach beim Aussteigen aus dem Auto in Tränen aus, weil ihr schlecht sei, im Gegensatz zu J behielt sie aber im weiteren Verlauf alles bei sich. Jott wechselte im weiteren Tagesverlauf die Gesichtsfarbe von weißlich-blass zu grünlich-blass, ich selbst hatte bis auf ein bisschen Schwindel zum Glück nichts.
Nachmittags waren die Kinder fit genug für einen Spaziergang (Eisvogelsafari an der Wuhle), Jott hing durch und schonte sich auf der Couch. Wir pirschten also zu viert am Wuhleufer entlang, anschließend spielten die Kinder noch ein bisschen auf dem Wuhlespielplatz bevor es zurück nach Hause ging für einen sehr lockeren und entspannten Tagesausklang.
Morgens im Müllstellhäuschen diesen Karton mit Dragonball-Sammelkarten gefunden. Die Kinder waren total aus dem Häuschen, ich musste den Schatz in die Wohnung tragen bevor auch nur an den Schulweg zu denken war.
Mittags mit Jott beim Kinderarzt bezüglich einiger Beobachtungen und Spiegelungen von Dritten hinsichtlich G beraten lassen.Wir bekamen Anlaufstellen für nächste Schritte empfohlen und müssen da mal durchklingeln.
Gutes Feedback bekommen hinsichtlich meiner Workshop-Ideen zur agilen Transformation. Sinngemäß „Das hat alles Hand und Fuß und ist super aufeinander abgestimmt und hergeleitet“. Ich darf das nun konkretisieren und dann wirds der GF vorgestellt. Die Kollegin, mit der ich daran zusammenarbeite, möchte nämlich gern neue Geschäftsbereiche erschließen. Ob ich auch dabei wäre, fragte sie danach. Schwierig… Kann mir das schon vorstellen, aber da bräucht ich noch einen etwas solideren Unterbau hinsichtlich Fach- und Methodenwissen.
Nach der Arbeit Aufbruch Richtung Magdeburg. Jotts Papa hatte zur Geburtstagsfeier eingeladen. Wir kamen pünktlich am Restaurant an, ich spielte ein paar Runden Kartenspiele mit den Kindern und dann aßen wir überraschend gut (die Kinder Schnitzel, Jott Salat mit Hähnchen und ich Kürbis-Falafel mit mediterranen Gemüse und Knoblauchbaguette). Mittendrin wurde J flau, wir schoben’s auf das Raumklima und die späte Stunde, nahmen das aber als Signal für den Aufbruch.
Nachdem die Kinder bei Jotts Papa in den Betten lagen, saßen wir noch ein wenig zusammen, snackten und erzählten. Ich war kurz vor 23 Uhr durch und ging ins Bett, Jott hielt noch länger aus.
Davor und danach war ich im Büro und machte Dinge, die man in Büros so tut.
Nachmittags die geniale Idee gehabt, einen großen Löffel Kakaopulver in den Espresso zu schütten. Schmeckte ziemlich gut, nur die entsetzten Blicke des Kollegen störten ein wenig.
Weiterhin mit Agilität & Changemanagement beschäftigt. Das ist eigentlich auch ein super spannendes und vor allem weites Feld, da könnt ich mir mich auch gut vorstellen (wenn ich mehr Fachwissen habe).
Abends ziemlich platt gewesen, 100% wieder hergestellt bin ich nach der letzten Erkältung noch nicht. Hartnäckiges Biest.
Bürotag. Ich recherchierte und erarbeitete heute Workshop-Formate zur agilen Transformation. Als Scrum Master habe ich da eine okaye, allerdings noch recht team- und operativ-zentrierte Basis, die konnte ich heute etwas erweitern um den Blick auf die Gesamtorganisation. Das war also lehrreich und auch interessant, insofern sticht der Tag positiv hervor.
Nach Alltags-Bewältigung am Abend weitere Stellensuche, ich fand an unerwarteter (aber eigentlich bei ein bisschen Nachdenken erwartbarer) Stelle spannende Positionen. Da mittlerweile eigentlich jedes (etwas größere) Unternehmen ein IT-(gestütztes-)Unternehmen mit entsprechenden personellen Bedarfen ist, hätte mich das nicht so überraschen sollen.
„Spaß“ mit Sharepoint. Alles sehr umständlich, wenns darum geht Inhalte von Site A nach Site B zu verschieben. Nachträgliche Anpassungen an Struktur und Hierarchie scheinen nicht gewünscht zu sein.
Nachmittags mit den Kindern wieder schwimmen gefahren und von dort weiter gearbeitet; wieder zu Hause dann erstmal rechtschaffen k.o. für ein halbes Stündchen an den Spielerechner gesetzt.
Ausraster beim Abendessen weil die Kinder sich so eklig zueinander verhalten. M ist von einer einfachen Bitte um Wiederholung von G hör- und sichtbar genervt; G ist zickig/schnippisch und J maßregelt seine Geschwister, hält sich aber selbst nicht an das was er einfordert. Ich lass sie demnächst einfach allein Abendessen, das brauch ich nicht.
Abends Internet- und Laptopprobleme beim Abarbeiten von Stellenausschreibungen, als dann das MacBook mitten im Bewerbungsformular durchklicken abstürzte gab ichs auf und ging zu Jott ins Bett.
Ich muss/möchte Inhalte aus einer Sharepoint-Site in eine andere Site umziehen. Das ist ein unfassbarer pain in the ass. Unsere IT sowie eine eigenständige Recherche brachten folgende Lösungsmöglichkeiten zutage:
Händisches Kopieren. Da meine zu kopierenden Seiten aus unterschiedlichen Webparts bestehen, kann ich nicht einfach Kopieren/Einfügen, sondern muss das für jede Seite mehrfach machen. Fällt raus.
Drittanbieter-Plugins. Entfallen aus IT-Gründen.
Semi-automatisch mittels Flows. Interessant, aber super umständlich. Der Weg der Wahl.
Ich hab dann also erstmal gelernt wie ich Flows nutzen kann, welche Trigger und Aktionen ich brauche und musste dann meinen Flow für jede umzuziehende Seite neu konfigurieren. Völlig bescheuert, aber anders scheint es wirklich nicht zu gehen.
Retrospektiv betrachtet wäre 1.) genauso schnell wie 3.) gewesen. So hab ich immerhin weniger klicken müssen und dabei noch was gelernt.
Rückfahrt nac Hause. Die ersten hundert Kilometer waren die Straßen leerer als leer, Richtung Grenze nahm der Verkehr moderat zu. An einer Tankstelle wollte S jemand „gute Parfüm“ aus einem Auto heraus verkaufen, er lehnte dankend ab.
Kurz darauf die Grenzquerung. Wie großartig ist es bitte, dass abgesehen von Schildern _nichts_ auf die Grenze zwischen zwei Staaten hinweist?
Gegen Mittag kamen wir bei uns an; es war full house– neben Jott und den Kindern waren auch A, E und Jotts Mama bei uns.
Überraschung bei Ankunft: Jott hat in den vergangenen Tagen mit Unterstützung ihrer Mama bei IKEA neue Flurmöbel gekauft, den Flur gestrichen und die neuen Möbel aufgebaut und aufgestellt. Natürlich zusätzlich zur Kinderbetreuung. Sehr ambivalente Gefühle diesbezüglich– mir war noch nicht bewusst, dass wir schon auf einem finalen gemeinsamen Nenner bezüglich der Umgestaltung sind; zudem ging ich eigentlich davon aus, dass wir das gemeinsam machen weils ein Haufen Arbeit ist (und weil Jott mich eventuell bei schwierigen Sachen brauchen würde, aber das scheint nicht der Fall zu sein was natürlich gut für sie ist, aber nicht für mein aktuell eh angeschlagenes Ego). Ziemlich rumgemuffelt und Jott vor den Kopf gestoßen; später immerhin entschuldigen und klären können.
Einigermaßen früh (S: 7 Uhr, ich: danach) aufgestanden und an den Hausstrand gegangen um zu schauen was über Nacht so angespült wurde. S harkte den Strand und fand Krümel, ich lief unambitioniert hin und her, harkte nicht, fand aber auch ein paar Krümel. Immerhin!
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Osten um an anderen Stränden unser Glück zu versuchen. Leider war es nicht unser Tag– der Strand war bis auf ein paar Kiesel sauber. Also beschäftigten wir uns andersweitig und buddelten am Strand herum/stauten Wasser (die Kinder hätten so viel Spaß gehabt!).
Cooler Pistolenstock
Am frühen Nachmittag gings mit einem Abstecher bei Biedronka zurück ins Hotel, Füße hochlegen und (später) Essen.
Nach Einbruch der Dunkelheit liefen wir nochmals zum Hausstrand runter, traten uns dort aber mit anderen Bernstein-Suchenden (teils mit Käscher, Watthosen und richtig fetten UV-Stirnleuchten) auf die Füße. S war auch diesmal ambitionierter dabei als ich und harkte wieder Seegras durch, ich schaute aufs Meer und freute mich.
Nachdem sogar S resignierte (und er ist wirklich leidensfähig!), spazierten wir über einen Abstecher zum Hafen ins Hotel zurück, packten für die morgige Heimfahrt und ginge wieder einigermaßen zeitig ins Bett.
Die Erkältung verabschiedet sich so langsam wieder, zum Glück. Morgens war das noch nicht so wirklich spürbar, aber nach zwei Stunden gings– ggf. lag das aber auch am Kaffee, den brühte ich versehentlich nach Cowboy-Manier (… das Hufeisen bleibt beim Umrühren drin stecken) auf.
Nach dem Frühstück liefen wir die gut 100 Meter bis zum Strand runter und suchten dort Bernstein. Wir fanden ein paar Krümel– S deutlich mehr als ich, weil er den Strand harkte. Als wir genug hatten, fuhren wir mit dem Auto an den Weststrand von Kolberg (zu Fuß hätte uns das beinahe 40 Minuten gekostet, weil der Hafen zwischen dem Hotel und dem Weststrand ist), nur um dort weiter Bernstein zu suchen. Leider war trotz Wind und Wellen kaum etwas zu finden, der Strand war quasi besenrein sauber.
Als wir am Nachmittag keine Lust mehr hatten, fuhren wir ins Hotel, vesperten dort mit Kaffee und Snacks und legten bis zum Abendessen die Füße hoch.
Nach dem Essen gings in der Dunkelheit mit den UV-Lampen nochmal zu „unserem“ Strand runter. Hier fanden wir dann zum Glück richtig viele kleine Bröckchen. Die machen nicht viel her, aber es hat etwas meditatives, sie im Schein der UV-Lampe aufzulesen :) Beim Sammeln konnte ich mehrfach meinen einzigen polnischen Satz („Przepraszam, nie mówię po polsku“ – Ich spreche leider kein Polnisch“) anbringen, es war nämlich recht voll & wir wurden wiederholt von Passanten angesprochen die wissen wollten ob wir Bernstein (Bursztyn) suchen und wie Bernstein unter UV-Licht aussieht.
Auch heute wieder einigemaßen früh ins Bett, uns steckte das Umherstapfen am Stand in den Knochen.