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Journal Freitag, 27.5.2016

Langer Tag im Büro, der sich zu Hause fortsetzte. Die Menge an Fehler-Behebungen, die notwendig sind, ist ziemlich erdrückend. Daher eben Abends noch etwas Arbeit, die- wie gewohnt im Home Office- deutlich angenehmer vonstatten ging.

Über einen Blogbeitrag beim Kiezneurotiker stieß ich auf den Artikel On Parenthood. Der beschreibt ganz gut das Elterndasein. Ich hab zwar nur ein Kind und das noch nicht so lange, aber gewisse Parallelen lassen sich ziehen. Heute nach dem Abendessen hat Herr Schnuffke beispielsweise rumgenervt weil er nicht Zähne putzen wollte. Aber beim Umziehen vor dem Schlafen gehen haben wir rumgealbert und er hat die ganze Zeit gelacht und sich gefreut und das war eines der allerallerbesten Gefühle der Welt.

Was schön war: Jott besuchte heute das letzte Mal den Singen-und-Klatschen-Babykurs mit Herrn Schnuffke und brachte neue, ultraputzige Bilder mit. Es ist faszinierend, anhand der Bilder die Entwicklung von Herrn Schnuffke über das letzte halbe Jahr hinweg zu betrachten.

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Journal Donnerstag, 26.5.2016

Herr Schnuffke trieb es in der vergangenen Nacht sehr bunt, was dazu führte das wir gegen halb Zwei ins Wohnzimmer umzogen. Jott konnte nämlich nicht schlafen, da das Kind versuchte sich quer auf ihr Gesicht zu legen (dussliges Baby). Im Wohnzimmer gings dann, Herr Schnuffke schlief quasi nach Ablegen ruhig ein.
Ob er sich so vielleicht ungestörte Papa-Zeit sichern möchte?

Nach dem Aufwachen kuschelten wir jedenfalls erstmal ausgiebig, ehe wir Jott weckten.

Die gestresste Grundstimmung im Büro setzte sich fort und wurde nicht besser, als ein Kollege und ich entdeckten das bei vielen Websites grundlegende Konfigurationen falsch eingetragen waren und nun bis zum nächsten Dienstag behoben werden müssen.
Beim Beheben der Fehler lernen wir gerade so extrem viel, dass bei der nächsten halbjährlichen Software-Ausrollung viele Dinge anders laufen können.

Wenn jetzt alle denkbaren Fehler gemacht werden, sind in einem halben Jahr hoffentlich alle Fehlerquellen eliminiert. Bleiben die undenkbaren Fehlerquellen, und im übernächsten Release sind wir optimal vorbereitet.

Die Arbeit lässt mich nicht los- heute Nacht wachte ich mit einem Mal auf, hatte einen Geistesblitz zur Lösung eines Problems und schlief wieder ein. Im Büro konnte ich das Problem dann mit der in der Nacht eingefallenen Lösung beheben.

Ich bin Anfang/ Mitte Juni an einem Samstag zum Geburtstag eingeladen. Beim Ankommen im Bahnhof Köpenick sah ich, dass genau an diesemm Wochenende wieder gebaut wird ein SEV eingerichtet wird. So setzt sich die Serie also fort, das an den wenigen Abenden an denen ich außer Haus bin keine gesichterte Bahnverbindung besteht.

Auf Zeit Online wurde gestern ein sehr guter Artikel über gestiegene Wohnkosten veröffentlicht. Aus eigenen Wohnungssuchen konnte ich das bestätigen:

In Berlin, München, Frankfurt oder Hamburg, wo die Mieten in den vergangenen Jahren teils um bis zu 40 Prozent gestiegen sind, sind die Umzugsquoten besonders niedrig. Dort können sich tatsächlich immer weniger Menschen eine neue Wohnung leisten.

Ich suche gelegentlich Wohnungen innerhalb des Ringbereichs. Nichts ausgefallenes, ab 80 Quadrameter verteilt auf idealerweise vier Zimmer. Balkon, Einbauküche, Stellplatz/ Garage, Aufzug sind nicht ganz so wichtig. Dafür müssen wir um die 900 Euro Kaltmiete einplanen, warm ungefähr 1200 bis 1300 Euro- und das ist nur das untere Ende der Fahnenstange. Bessere Lage und bessere Ausstattung kosten teils erheblich mehr, wirklich gute Wohnungen für uns beginnen ab circa 1400 Euro Kaltmiete.

Zum Vergleich: Für ~75 Quadratmeter bezahlen wir derzeit 490 Euro Kaltmiete und 730 Euro Warmmiete- unsere Wohnkosten würden sich also bei einem Umzug nahezu verdoppeln. Bei unserer derzeitigen finanziellen Situation ist das daher schlicht nicht möglich. Und selbst wenn Jott wieder ihr volles Gehalt bekommt, wäre es eine zu knappe Sache.
Wir fragen uns, wie das sein wird wenn wir tatsächlich eine größere Wohnung brauchen.

Was schön war: Nach der Arbeit in netter Gesellschaft im AGÜEVO zu Abend essen. Ich ließ mir die Sopes Tinga empfehlen, trank Hibiscuslimonade, aß zum Nachtisch Pastel de Tres Leches und unterhielt mich gut.

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Journal Mittwoch, 25.5.2016

Dieses gerissene Kind. Herr Schnuffke weiß, dass er solange kein neues Essen von uns bekommt, wie er noch etwas in Reichweite hat. Andernfalls führt das nämlich dazu, dass er beispielsweise von seinem belegten Brot den Belag runterzuppelt/ runterlutscht und das Brot liegen bleibt. Jedenfalls kommt es gelegentlich vor, dass er unliebsames Essen „entsorgt“- das landet dann auf dem Boden oder auf dem Hochstuhl-, um neues Essen zu bekommen.
Heute Abend gab es Cornichons (er liebt Cornichons, fragen Sie nicht…), und weil er natürlich möglichst viele Cornichons haben wollte, hat er etwas sehr schlaues getan: Er hat auch das Cornichon „versteckt“, um ein neues zu bekommen. Und zwar in seinem Mund. Herr Schnuffke hat ein ganzes Cornichon quer in den Mund geschoben, sah aus wie ein Hamster mit dicken Backen, und forderte ein neues Cornichon ein- er hatte ja offensichtlich keines mehr.

Auf Arbeit läuft alles auf eine große, halbjährliche Deadline in der nächsten Woche zu. Bis Ende der Woche müssen wir viele, viele kleine und große Websites mit einem Code-Paket aktualisieren, da in der nächsten Woche Entwicklungsstop ist und keine neuen Features und Bugfixes veröffentlicht werden können. Es ist also gerade ein wenig stressiger, ein wenig lauter, ein wenig hektischer und ein wenig chaotischer als normalerweise.

Bei uns umme Ecke hat heute ein neuer Eisladen eröffnet. Auf dem Heimweg war ich kurz drin und kostete ein Haselnuss-Schoko-Eis. Hat geschmeckt, die nächsten Tage werde ich weiter testen wie das Eis so ist.
Bezahlt werden die Eisportionen übrigens nach Gewicht. Das ist eine nette Idee, aber ich finde es eher unpraktisch wenn ich nicht weiß, wieviel ich bezahlen muss. Das ist bei einem Kugelpreis einfacher.

Ich bin gespannt, ob sich der Laden hält- im selben Gebäude war vorher eine eher merkwürdige Bar drin, die nach einem halben Jahr wieder schließen musste weil sie keine Kundschaft fand.

Beim Rumstöbern auf Spotify entdeckte ich, dass seit kurzem auch das „aktuelle“ (naja, auch schon wieder anderthalb Jahre alte) Album Feelings aus der Asche von Olli Schulz (Hipster-Angeberei: Den höre ich auch schon, seit er noch als Olli Schulz und der Hund Marie durch die Szene tingelte) verfügbar ist. Hurra! Nach diversen Malen Anhören hat sich mein Lieblingslied herauskristallisiert:

Was schön war: Auf dem Bahnsteig sah ich ein Kind mit Propellermütze. Total großartig. Brauchen wir für Herrn Schnufke ebenfalls.

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Journal Dienstag, 24.5.2016

Das OnlineBanking-Überweisungen bis zu zwei Werktage dauern können, ist auch ein merkwürdiger Anachronismus. Ich überwies am Sonntag Abend Geld vom Sparkonto auf mein Hauptkonto, um für die Elternzeit und unseren Dänemark-Urlaub gewappnet zu sein, und das Geld war tatsächlich erst heute auf dem Hauptkonto verfügbar. Dabei dauert der eigentliche Überweisungsvorgang auf dem Bankserver mit Sicherheit nicht einmal eine Sekunde.

26° waren das heute aber nicht. Ich will nicht sagen, dass ich im Sommeroutfit (Sandalen, kurze Hose, T-Shirt) gefroren habe, aber heute hätte ich nicht nein gesagt zu einer leichten Jacke.

Herr Schnuffke schlief heute Nachmittag nicht und war dementsprechend unleidlich, als ich nach Hause kam. Die Serie der letzten Tage setzte sich beim abendlichen Wickeln und Bettfertigmachen fort.

Immerhin schlief er schnell ein.

Was schön war: Das Zusammentragen von vielen Informationsschnippseln bei Kunden und Kollegen und das anschließende Ausprobieren des Lösungsweges sowie das Aufbereiten und Dokumentieren dieser Informationen im Projektwiki. Das liegt mir.

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Journal Montag, 23.5.2016

Bei einem erneuten Telefonat mit einem anderen Mitarbeiter unseres Kunden stellte sich heraus, dass die am Freitag erhaltenen Informationen teilweise unvollständig waren und jetzt doch alles ganz anders ist als gedacht. Hrmpf.

Das Kind macht mich derzeit Abends wahnsinnig. Ich habe keine Lust auf stundenlanges Wickeln und in den Schlaf begleiten. Es wäre schön, wenn Herr Schnuffke manchmal einfach funktionieren und nicht ständig rumzappeln und sich freiwinden würde- ich kann mir weitaus schöneres vorstellen als diese Show.

Aber vermutlich muss eher ich von festen Abendplänen wegkommen und mich einfach darauf einlassen- der Wunsch ist ja eigentlich und auch uneigentlich ziemlich dämlich. Als ob Herr Schnuffke weiß, dass sich meine Welt nicht nur um ihn dreht und ich noch anderen Kram zu erledigen habe.

In sieben bis acht von zehn Fällen mache ich ihn ja gern Abends fertig, weil ich dann wenigstens noch etwas Zeit mit ihm unter der Woche verbringen kann, aber wenn die Zeit dann eher Krampf und Stress ist habe ich auch keine Lust- und das war an den letzten Tagen unter der Woche der Fall.

Im Chat mit zwei Kolleginnen- eine bekommt demnächst ihr Baby- nach Besprechung des Filmplakats zu Hangover (das mit dem Baby in der Trage, das nach vorn guckt) in die Falle getappt und geschrieben, dass sie das Kind dann aber bitte nicht so tragen sollen- die Nachteile sind ja inzwischen relativ gut dargelegt.
Das war allerdings bekannt, demzufolge war die Reaktion verhalten.

Also wieder was gelernt: Nur noch den Senf zu solchen Dingen dazu geben, wenn jemand explizit fragt.

Was schön war: Mit Jott in Ruhe frühstücken. Herr Schnuffke schlief heute bis kurz vor meinem Aufbruch ins Büro und ließ uns daher ein wenig Zeit für uns.

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Journal Sonntag, 22.5.2016

Unser Zimmer in Halle lag zur Ostseite des Gebäudes, war sehr, sehr hellhörig, hatte sich im Verlauf des gestrigen Tages ordentlich aufgeheizt und wurde durch den Vollmond beschienen. Alles ideale Faktoren für eine ruhige Nacht zu dritt- nicht.
Nach diversen Aufwachern war Herr Schnuffke ab halb Fünf endgültig wach. Eine halbe Stunde stellten wir uns schlafend und hofften, dass er wieder einschliefe, aber gegen fünf Uhr sah ich die Vergeblichkeit dieser Versuche mit Jott in einem Zimmer ein, schnappte ihn mir und versuchte in der Küche noch einmal eine halbe Stunde, Herrn Schnuffke zum Schlafen zu bewegen. Umsonst, alles umsonst. Also machte ich das Kind bettfertig, bereitete ihm Frühstück zu, verzweifelte auf der Suche nach Kaffeefiltern und bespaßte unkoffeiniert Herrn Schnuffke. Erlösen konnte mich letztendlich Jotts Schwester, die berufsbedingt ebenfalls Frühaufsteherin ist, kurz darauf zu uns stieß und es mir ermöglichte, einen Hufeisenkaffee zu kochen.

Um den Rest der Schläfer nicht zu stören, wickelte ich Herrn Schnuffke in eine Decke ein und spazierte mit ihm im Buggy durch Halle. Am Bahnhof gabs ein Rosinenbrötchen für mich zur Stärkung, und auf dem Rückweg zur Wohnung passierte etwas wofür ich Herr Schnuffke sehr, sehr lange böse sein werde: Er schlief nämlich ein. Tief und fest.
Die Rückkehr-Pläne verschob ich daher nach hinten, stattdessen schaukelte ich das Kind weiter durch Halle und verschaffte so wenigstens ihm noch zu einem Teil des fehlenden Nachtschlafes.

Gegen halb Neun wars dann aber auch gut, wir waren nämlich zum Brunch verabredet und mussten zurück zu den anderen.

Da sowohl das Kind als auch ich etwas durchhingen (ich neigte bislang überhaupt nicht zu Augenringen, heute hatte ich welche) und uns schon am Vormittag unglaublich warm war, ließen wir die Ausstellung ausfallen und fuhren nach dem Brunch nach Berlin zurück. Das erwies sich als die bessere Entscheidung: Die Autobahnen Richtung Berlin waren noch leer (in der Gegenrichtung standen die Autos kilometerweit) und als wir am frühen Nachmittag zu Hause ankamen konnten wir alle etwas entspannen.

Um Jott etwas Ruhe zu gönnen- sie ist derzeit ziemlich k.o.- schnappte ich mir Herrn Schnuffke, cremte ihn ordentlich ein, setzte ihn in den Buggy und spazierte zum Müggelsee. Unterwegs gabs Eis, und als wir gute drei Stunden später wieder zurück waren, konnte der kleine Spatz seine Augen kaum noch offen halten und schlief nach Baden und Abendessen innerhalb von zehn Minuten ein.

Abends auf der Couch „Thor 2 – The Dark Kingdom“ mit Jott. Der erste Teil war einer der wenigen Avengers-Filme, die wir mochten, die anderen finden wir unglaublich langweilig (Iron Man, Captain America). Auch beim zweiten Teil wurden wir gut unterhalten, und der Film verzieh es auch, dass ich nicht mehr jedes Detail aufnahm.

Was schön war: Tartufo- und Sesam-Eis im Da Dalt mit Herrn Schnuffke essen.

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Journal Samstag, 21.5.2016

Wir sind in Halle. Jotts Schwester feierte nämlich ihren Geburtstag nach. Deswegen fuhren wir heute nach dem Mittagessen los und kamen pünktlich zum Kaffeetrinken in Halle an. Herrn Schnuffke hatten wir den Vormittag über so auf Trab gehalten, dass er keine Schlafpause hatte und daher fast die gesamte Fahrt verschlief. Das Vorgehen speichern wir ab, das können wir öfter so machen.

Nachdem ich gestern wegen akuter Müdigkeit sogar noch vor 23 Uhr im Bett war, wachte ich heute ausgeschlafen (!) halb Sieben auf, ließ die schlafende Jott und den schlafenden Herrn Schnuffke im Schlafzimmer zurück, räumte ein wenig auf und bereitete das Frühstück vor. Eine halbe Stunde später kamen die beiden Langschläfer (scnr) dazu, und weil schon fast alles vorbereitet war konnten wir sehr entspannt in den Tag starten.
Ich würd das ja öfter machen, müsste mir aber vermutlich einen Wecker stellen um tatsächlich entsprechend früh aufzuwachen. Aber das ist es mir dann doch nicht wert. Von der Gefahr des Mitaufwachens von Jott und Herrn Schnuffke bei Weckerklingeln ganz zu schweigen.

Gestern Abend erinnerte ich mich an einen Blogbeitrag der Kaltmamsell über die Sonderausstellung „Krieg – Eine archäologische Spurensuche“ im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. Nach Lesen des Beitrags vor einiger Zeit hatte ich mir schon gesagt, dass ich die Ausstellung gern sehen möchte- aber ach, es fehlte die Gelegenheit dazu (wir sind einmal alle drei Jahre in Halle). Nun läuft die Ausstellung aber nur noch bis morgen und ich bin zufällig in Halle, daher habe ich heute alles mit Jott und der Familie geklärt und werde daher morgen, so alles glatt geht, ins Museum gehen. Ich freu mich.

Was schön war: In Ruhe mit Herrn Schnuffke den Abend verbringen. Der Rest der Familie ist zum Geburtstagsessen außer Haus, und da ich mich erboten habe die Kindesbetreuung zu übernehmen, kann ich ganz bequem auf’m Sofa sitzen, die Füße hochlegen und Dinge und Sachen im Internet machen.

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Essensplan

Essensplan KW 20/21 2016

Tag Gericht
Samstag Pizza
Sonntag Asiapfanne mit Tofu
Montag Spaghetti Bolognese
Dienstag Stampfkartoffeln mit Buttermilch und Gurkensalat
Mittwoch Erbsensuppe
Donnerstag Milchreis
Freitag Nudelpfanne
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Journal Freitag, 20.5.2016

Verblüffender Effekt: Mit Heavy Metal aufe Ohren verkürzt sich das letzte Stück des Arbeitsweges um mehrere Minuten. Dafür war ich ganz schön außer Atem- scheinbar laufe ich, von der Musik beschwingt, etwas schneller.

Im Büro konzentriertes Arbeiten und Klärung von wichtigen Detailfragen mit einem unserer Kunden. Die entsprechenden zu klärenden Details schwirrten in kleinen, sich widersprechenden und unvollständigen Häppchen durchs Büro. Diesem Zustand bereitete ich heute mit einigen Telefonaten und Recherchen ein Ende.

Als ich nach Hause kam, schlief Herr Schnuffke bereits. So konnte ich in Ruhe und ohne Zeitdruck des „Das Kind muss ins Bett“ Abendbrot essen und anschließend diversen organisatorischen Kram erledigen: Den Papierkalender aktualisieren, mehrere Überweisungen (unter anderem für den KiTa-Betrag) anpassen, den Smartphone-Tarif-Anbieter wechseln und ein bisschen mit Jott erzählen.

Nun sind es nur noch drei Wochen bis zur Elternzeit. Ich freu mich und bin gespannt, wie das wird.

Was schön war: Ich habe heute Abend den Telefonanbieter gewechselt und spare dadurch pro Monat 26,01 Euro, bekomme aber gleichzeitig ein vier Mal so hohes Datenvolumenpaket.

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Journal Donnerstag, 19.5.2016

Ausgleichende Gerechtigkeit, Elternkarma, wasauchimmer: Herr Schnuffke wollte heute partout nicht schlafen gehen und hampelte anderthalb Stunden rum. Und wir also mit ihm- denn er kann sich ja noch nicht allein beruhigen oder einschlafen. Und als er endlich schlief, wartete die mistige Küche und anderer Haushalts-Nervkram.

Dreiviertel Zehn war dann alles halbwegs fertig, und ich auch.

An manchen Tagen stecke ich das besser weg, an manchen Tagen weniger. Heute war ein Weniger-Tag- ich habe mir beim Einschlafen helfen nichts sehnlicher gewünscht als das er endlich, ENDLICH aufhört rumzuzappeln, sich der Müdigkeit ergibt und die Augen zumacht. Aber nein, das wäre zu einfach- und heute nervte es mich so kolossal.

Mein über das Jahr verteilter Urlaub wurde genehmigt. Die KiTa-Schließzeiten sind also abgedeckt und wir müssen uns wegen der Betreuung von Herrn Schnuffke keine Alternativen einfallen lassen.

Glück muss der Mensch haben: Bei Spotify wurde ein Banner mit dem Angebot, drei Monate Premium-Mitgliedschaft für 9,99 Euro statt 29.97 Euro erwerben zu können, eingeblendet. Da schlug ich direkt zu und kann jetzt erstmal drei Monate die Premium-Vorteile (keine Werbung, kein Shuffle-Zwang beim Anhören von Alben, Offline-Funktion) genießen.

Herr Schnuffke kann sich seit gestern oder vorgestern seine Oberteile selbst über den Kopf und die Arme ziehen. Das macht er auch sehr gern- vor allem direkt nach dem Anziehen. Beim Kampf um das Anbehalten lassen wurde ich an einen Oktopus erinnert- das waren auf jeden Fall mehr als zwei Arme, die ich im Blick behalten musste.

Was schön war: Auf der S3 wird mal wieder gebaut (das ist nicht direkt schön), diesmal ist mein Arbeitsweg davon aber nur am Rande betroffen (das ist schon etwas direkter schön). Auf Grund der Bauarbeiten fuhren heute morgen nur sehr wenige Leute mit „meiner“ Bahn und das war sehr entspannt (das war schön).