[WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ und ist so ’ne Tagebuch-Blog-Aktion. Mehr Infos und Beteiligte gibts bei Frau Brüllen.]
Der Wecker klingelt um 7 Uhr, ich snooze aber noch etwas bis viertel Acht. Dann kommen Jott und Herr Schnuffke und wecken mich. Die beiden sind seit viertel Sieben wach (in Jotts Fall unfreiwillig) und haben sich die Zeit vertrieben. Der Wecker musste gestellt werden, weil wir um zehn Uhr einen Termin in einem Fachgeschäft für Reboarder haben und das fertig machen mit Kind immer noch länger dauert als wir denken.
Weil Herr Schnuffke schon von Jott gewickelt, angezogen und befrühstückt wurde, bleibt uns Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Herr Schnuffke isst zu unserer Überraschung noch einmal mit und isst so insgesamt zwei Stullen mit Frischkäse (eine unglaubliche Sauerei) und Mortadella und zusätzlich noch einige Löffel Naturjoghurt mit Beerenfrüchten.
Gegen halb Neun wird Herr Schnuffke immer müder, also schnappe ich ihn mir und wiege ihn in den Schlaf. Als er in seinem Bettchen liegt, mache ich mich fertig und dann ists auch schon Zeit zum Losfahren. Es geht nach Neuenhagen, von uns aus sind das ungefähr 20 bis 25 Minuten mit dem Auto entfernt.
Punkt zehn Uhr stehen wir vor dem Kinderladen, der Beratungstermin kann beginnen. Wir hatten uns schon zuvor auf den AxKid Minikid eingeschossen und besprechen offene Fragen zu diesem Modell. Was wir hören, bestärkt uns darin das dieser Sitz das richtige für uns ist.
Während Jott sich den Einbau ins Auto zeigen lässt, spielen Herr Schnuffke und ich im Laden mit kinetischen Sand. Eigentlich spiele nur ich (sehr cooles Zeug), Herr Schnuffke krabbelt auf dem Boden herum und untersucht ein Töpfchen. Als ich ihn probehalber drauf setze, schaut er mich neugierig an und lässt sich zur Seite plumpsen.
Irgendwann kommt Jott wieder rein. Wir kaufen den Sitz, einen Schonbezug der sich einfacher als der eigentliche Sitzbezug reinigen lässt, eine Schutzmatte für den Rücksitz und noch eine Mini-Motorikschleife und ein Ziehtier für Herrn Schnuffke. Beim Bezahlen schluchze ich leise vor mich hin und bin sehr dankbar, dass sich unsere Eltern gemeinsam am Kindersitz beteiligen.
Gegen elf Uhr fahren wir weiter zu meinen Eltern. Herr Schnuffke gefällt der neue Kindersitz, er sitzt nun höher als in der Maxi-Cosi-Babyschale und kann besser nach draußen gucken. Kurz bevor wir bei meinen Eltern ankommen, schläft er ein und ist daher etwas ungehalten, als wir ihn nach der Ankunft aus dem Sitz nehmen. Die schlechte Laune verfliegt aber schnell wieder, als er im Wohnzimmer sein Spielzeug entdeckt und herumturnen kann.
Um Zwölf bekommt Herr Schnuffke seinen Mittagsbrei, anschließend versuchen erst meine Mama und dann Jott sehr lange, das inzwischen sehr müde Kind zum Schlafen zu bringen. Meine Mama gibt es irgendwann auf, Jott springt ein. Wir anderen beginnen derweil schon einmal mit dem Mittagessen und freuen uns, als Jott etwas später zu uns stößt. Herr Schnuffke ist endlich eingeschlafen. Als mein Bruder unsere Mama anruft, wacht er allerdings auf und ist irritiert, weil er in einem halbwegs fremden Raum ist in dem sich weder Jott noch ich befinden.
Damit Jott aufessen kann, schnappe ich mir das Kind, schaukel ein bisschen mit ihm, setze mich auf die Couch und schaffe es, dass Herr Schnuffke erneut einschläft. Sehr gut.
Die Couch ist bequem, ich bin vollgefressen, das warme und muschelige Kind liegt auf meinem Bauch und ich beschließe, nur mal kurz meine Augen auszuruhen.
Eine dreiviertel Stunde später wacht Herr Schnuffke auf und gibt mir zu verstehen, dass meine Augen nun genug ausgeruht sind. Da hat er recht, Jott und ich müssen nämlich noch einkaufen fahren wenn wir kommende Woche etwas zu essen haben möchten.
Wir übergeben den noch etwas verschlafenen Herrn Schnuffke an meine Mama, fahren gegen 14:30 Uhr zu Edeka, kaufen alles Benötigte in einem Rutsch ein und merken beim Bezahlen, dass der Luxus, alles in einem Laden kaufen zu können, seinen Preis hat. Naja, so oft machen wir das nicht.
Beim Einkaufen ruft ein für morgen verabredeter Besucher an und gibt seiner Verwunderung Ausdruck, dass bei uns zu Hause niemand die Tür öffnet. Kunststück, aus einer anderen Stadt ist das schwer möglich. Im Telefonat kommt raus, dass besager Besucher sich im Tag geirrt und morgen gar keine Zeit hat. Einerseits schade, andererseits haben Jott und ich dadurch unvorhergesehen einen Tag frei.
16 Uhr sind wir wieder bei meinen Eltern und bleiben dort bis 17:30 Uhr. Herr Schnuffke krabbelt durchs Wohnzimmer, schäkert mit seinen Großeltern, zieht sich an Beinen und Couches hoch und ist sehr vergnügt.
Bevor es endgültig dunkel wird, fahren wir zurück nach Hause, verstauen dort die Einkäufe und dann ists auch schon Zeit für Herrn Schnuffke, schlafen zu gehen. Beim Wickeln um 19 Uhr hilft diesmal auch kein YouTube-gucken, Jott muss helfen.
Als Herr Schnuffke bettfertig ist, übernimmt Jott zum Stillen und ich gehe Abendessen. Weil ich auf die Suppenreste von gestern keine Lust habe, mache ich mir Sandwiches mit viel Käse, lese im Feedreader und genieße eine halbe Stunde Ruhe.
20:00 Uhr hören Jott und ich durch das Babyphone merkwürdig rasselnde Atemgeräusche, flitzen ins Kinderzimmer und sind beruhigt als wir merken, dass alles in Ordnung ist, Herr Schnuffke ruhig schläft und nur auf Grund seiner Erkältung etwas lauter atmet.
Jott beträufelt ein Tuch mit Babix, das hängt sie ins Kinderzimmer.
Als ich eine Viertelstunde noch einmal nach Herrn Schnuffke sehe (die Rasselgeräusche sind wieder da), wird er wach. Also hochnehmen, wieder in den Schlaf schaukeln, leise rausschleichen. Klappt. Aber nur vorerst. Kurze Zeit später ist er wieder wach. Diesmal geht Jott ins Kinderzimmer und beschließt, Herrn Schnuffke zu uns ins Schlafzimmer zu holen. Dort schläft er seit ungefähr 21 Uhr tief und fest.
Danach verkrümel ich mich an den Rechner, Jott auf die Couch. Feierabend!



