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Journal Montag, 17.12.2018

Erster Urlaubstag, woop woop. Nachdem ich zurück war vom Kinder in die KiTa bringen, pusselte ich ein bisschen in der Wohnung rum und machte mich dann daran, noch ausstehenden Arbeitskram zu erledigen. Das dauerte leider etwas länger als anfangs angenommen und zog sich bis in den frühen Nachmittag. Aber jetzt ist mein Schreibtisch leer und ich kann den Rest der Zeit genießen.

Nachmittags buk ich zwei Fuhren Muffins für die KiTa (nach diesem Grundrezept). Abgesehen davon, dass die Zubereitung bei mir natürlich länger als zehn Minuten dauerte (ich schreib mal lieber nicht, wie lange…), gelangen die Muffins ganz gut. Die Kinder werden sich freuen :)

Die Post brachte heute ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Wir haben jetzt wieder eine funktionierende Kaffeemaschine :) Ich bin sehr gespannt, wie der Kaffee morgen früh schmecken wird.

Am Nachmittag ging Öffi-technisch ziemlich viel schief. Die Straßenbahn zur KiTa hatte 15 Minuten Verspätung und war gerammelt voll, und auf der Rückfahrt sah es nicht anders aus. Eine Alternativ-Straßenbahn blieb im Stau stecken, und schlussendlich mussten wir, weil nichts mehr ging, die S-Bahn nehmen und kamen eine halbe Stunde verspätet zu Hause an. Die Kinder waren dementsprechend müde und drehten alle drei am Rad.

Hoffentlich, HOFFENTLICH legt sich die superanstrengende Phase der Zwillinge sehr schnell. Es ist einfach nur unglaublich anstrengend: Sie hören nicht, stacheln sich gegenseitig auf und kennen keine Grenzen. Lange können wir das nicht mehr mitmachen.

Was schön war: In Ruhe den Tag verbringen.

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Journal Sonntag, 16.12.2018

G hat erstmals mit Ansage („pullern!“) ins Klo gepullert und war stolz wie Bolle.

J spricht zunehmend Drei-Wort-Sätze.

M‘s Windel war nachts trocken, er singt ganze Weihnachtslieder auswendig, schreibt Buchstaben und Zahlen aus dem Gedächtnis…

Vielleicht ist es kein Wunder, dass die Kinder gerade anstrengend sind– offenbar passiert da gerade mächtig was im Kopf.

Nach einem sehr missglückten Morgen fuhr ich mit den Zwillingen S-Bahn. Laufen wollten sie nämlich nicht, beschäftigt werden mussten sie aber trotzdem. Also: Los zum Bahnhof, rein in die Bahn, und ab zum Alex. Sonntag Vormittags ist‘s ja angenehm leer, deswegen konnten wir es uns auf einem Dreiersitz bequem machen. J und G guckten aus dem Fenster, ich erzählte mit ihnen.
Auf dem Rückweg vom Alex das selbe Spiel. Als wir ausstiegen, waren sie sichtlich k.o– anders als M in dem Alter sind sie das lange Bahnfahren nicht gewöhnt (was ja auch ganz gut ist– ich kann mir für uns alle schöneres vorstellen, als mit ihnen zwei Stunden pro Tag durch Berlin gondeln zu müssen).

Nach dem Mittag lasen M und ich zusammen Dinotopia. Das hat mir mein Papa vor einer Ewigkeit geschenkt, und ich war (und bin) begeistert von dem Buch und den Zeichnungen. M auch– wir verbrachten gemeinsam fast eine Stunde über das Buch gebeugt. Eine Seite angucken, dann lesen, die Seite mit M besprechen, ihn mit ein paar Fragen zum Nacherzählen/ Rückfragen bringen… Mal schauen, wann er weiter machen möchte.

Während wir lasen, funkelte neben uns der Weihnachtsbaum. Den hatten wir gestern Abend noch schnell gekauft. Jott und ich hatten uns auf einen kleinen Baum verständigt, und die 1,90m, die der Baum hat, sind ja auch noch klein… Zumindest im Verhältnis zur Deckenhöhe von 3,60m.

Nachmittags waren wir bei Bekannten zum Adventskaffee eingeladen und blieben dort, weil‘s so schön war, viel länger als normalerweise. Wir fuhren erst gegen 18:15 Uhr nach Hause zurück, normalerweise sind wir da schon lange zu Hause weil die Kinder natürlich müde sind und wir ja noch ‘ne ganze Weile brauchen für unser Abendprogramm. Heute lief trotzdem alles glatt, wir sparten eine Menge Zeit beim Waschen– es wurde geduscht, statt zu baden. Zumindest G und M fanden das Duschen auch toll, nur J nicht so ganz.

Abends die ersten Apps (Fiete, Grüffelo) für M auf‘s Tablet gezogen. Morgen früh probieren wir das mal mit der Ablenkung beim Anziehen und fertig machen.

Was schön war: Trotz katastrophalen Start in den Tag wurde es dann doch noch ganz schön.

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Journal Samstag, 15.12.2018

Den Tag überstanden. Die Kinder haben „anstrengend“ auf ein neues Level gehoben, dementsprechend fertig sind Jott und ich.

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Journal Freitag, 14.12.2018

Zweiter Tag vom Konfliktmanagement-Seminar. Super Sache, ich habe viel mitgenommen und will jetzt un–be–dingt weitere Seminare dieser Art haben.

Urlaub. Ich werd wohl Montag noch ein bisschen was machen, weil ich mit einem, im übertragenen Sinne, aufgeräumten Schreibtisch ins neue Jahr starten möchte. Ansonsten aber habe ich Ruhe undkann mich auf meinen Urlaub freuen.

Weil die Kinder jeden einzelnen Morgen beim Anziehen eskalieren, habe ich heute kurzentschlossen ein Kindle Fire Tablet und eine Wandhalterung gekauft. Das bringen wir im Eingangsbereich an, und sobald das Anziehen los geht, sag ich sowas wie „Alexa, spiel Paw Patrol“, die Kinder sind abgelenkt und wir kommen entspannter aus dem Haus. Mir ist inzwischen alles recht, um den Morgen zu retten.

Was schön war: Das befreite Gefühl nach Verlassen des Büros.

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Journal Donnerstag, 13.12.2018

Heute Weiterbildung zu Konfliktmanagement im Büro. Vormittags zog ich mich da raus, weil noch zu viele Baustellen bearbeitet werden mussten, aber ab Mittag war ich dabei. War super, habe bereits heute unglaublich viel mitgenommen und freue mich auf den zweiten Tag der Weiterbildung morgen.

Unsere Kaffeekanne ist kaputt gegangen. Ich schwanke zwischen „Neue Kaffeekanne bestellen“ und „Komplette neue supergeile Kaffeemaschine und guten Milchaufschäumer“ kaufen. Entscheidungen, Entscheidungen…

Was schön war: Urlaubsübergaben gemacht, Dinge in Sack und Tüten gebracht. Der Urlaub nächste Woche scheint tatsächlich ab Montag stattfinden zu können.

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Journal Mittwoch, 12.12.2018 – 🐿️

Auf unserer Büroterasse lebt seit ein paar Wochen ein Eichhörnchen. Heute flitzte es besonders lange hin und her und posierte, als wir ihm ein paar Haselnüsse rauslegten, für uns.

Einen Namen hat es mittlerweile auch.

Das Eichhörnchen heißt.

Nussferatu.

… und das ist seine Futterbüchse.

Ansonsten ist heute nicht viel passiert.
Im Büro ist‘s weiterhin stressig und ich war den Abend über allein mit den Kindern, weil Jott auf Weihnachtsfeier war.

Was schön war: Die Kinder sind recht schnell eingeschlafen. Fast ohne das übliche Theater. Das gabs in den Stunden davor.

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Journal Dienstag, 11.12.2018

… wieso vor Weihnachten aber auch immer so viele Termine stattfinden müssen und die letzten Wochen des Jahres nie, nie nie ruhig werden. Schlimm. Außerdem sind bei uns im Team ständig Leute krank (nehme mich da nicht aus) und das macht die Planung und die Abarbeitung echt schwer.
Eine für Freitag eingeplante Auslieferung seh ich jedenfalls mit leichten Bauchschmerzen.

Die Nacht war okay, würd ich sagen. J hat sehr gut geschlafen, M hat sehr gut geschlafen, einzig G nicht und das reicht ja dann schon für‘s Nicht-Durchschlafen der Eltern.

Heute Abend haben wir wieder J nach oben geschickt und G nach unten. Leider wollten sie dann beide dahin, wo der andere ist. Das Ende vom Lied war, dass sie beide unten schliefen– sie kletterten nämlich, kaum nachdem wir aus dem Zimmer gegangen waren, nach unten.

Arbeitsbedingt erst kurz vor 17 Uhr in der KiTa gewesen und das ist halt einfach mal krass spät und weder für die Kinder noch mich gut. Ich würd wirklich gern regelmäßig 16 Uhr dort sein können, aber dafür müsst‘ ich ~14:45 Uhr Schluss machen und das ist halt überhaupt nicht mit der Arbeitszeit vereinbar.

Was schön war: Mittags mit dem gesamten Team essen gehen.

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Journal Montag, 10.12.2018

Was passiert, wenn wir mal einen Ticken früher im Bett sind: Kurz nach Licht aus fängt J an zu schimpfen. Wir gehen rüber, ich kann ihn so beruhigen. Wir legen uns wieder hin, sind gerad am Eindösen– und hören erneut J, der jetzt energischer schimpft. Also wieder rüber. Diesmal bekommt er eine Hafermilch und wird ruhig. J und M schlafen friedlich weiter. Nachdem J seine Flasche ausgetrunken und eine frische Windel bekommen hat, legen Jott und ich uns wieder hin. Eine fucking halbe Stunde später heult das nächste Kind, diesmal G. Wir also wieder rüber. G bekommt auch eine Flasche und auch eine frische Windel. M ist mittlerweile auch einigermaßen wach und jammert, dass sein Becher leer ist. Kriegt er einen neuen, okay.
Jott und ich gehen wieder ins Schlafzimmer, legen uns wieder hin, können wieder eine halbe Stunde schlafen UND DANN FÄNGT WIEDER EIN KIND ZU HEULEN AN. Es ist erneut J. Weil er gerade erst eine Flasche bekommen hat, nehme ich ihn mit in unser Schlafzimmer. Dort beginnt er zu toben und zu wüten, weil er nicht bei uns schlafen, sondern noch eine Flasche haben möchte. Ich bin mittlerweile sehr angepisst und will das Kind ins Wohnzimmer ausquartieren, wo er gern allein bocken darf, ohne uns wach zu halten. Jott will das allerdings nicht, und das Ende vom Lied ist das ich ins Wohnzimmer gehe weil ich den bockenden J bei uns im Elternbett nicht ertrage.

Anderthalb Stunden Kindergenerve und statt früher schliefen wir später.
Das sind so die Momente, wo ich sehr gern sehr laut schreiend sehr weit weg laufen möchte.

Gestern Abend las ich noch, dass sich der Bahn-Streik vor allem auf NRW sowie den Fernverkehr beschränken soll. Heute morgen dann im Twitter Feed ein Hinweis der Berliner S-Bahn, dass auch hier gestreikt wird und weitere Infos folgen sollen. Da dachte ich mir noch nichts böses bei und wurde dann von Jotts Anruf während der Anfahrt zur KiTa bös überrascht: Nichts ging mehr. Keine S3, keine Stadtbahn, nichts. Nun ist das ja nicht mein erster S-Bahn-Streik und so war mir dann auch schnell klar, dass selbst nach Beendigung um 9 Uhr noch mindestens ein halber Tag vergehen würde, bis die Bahnen wieder halbwegs regulär fahren würden. Ich cancelte also meine Büropläne, fuhr mit einer extrem vollen Straßenbahn an vielen im Stau stehenden Autos vorbei nach Hause und arbeitete aus dem Home Office.

Das war eine in jeder Hinsicht sinnvolle Entscheidung, zu meiner normalen Nach-Hause-Fahrt-Zeit las ich, wieder auf Twitter, dass der Zugverkehr erneut unterbrochen sei, diesmal wegen eines verdächtigen Gegenstandes am Bahnhof Warschauer Straße.

Ich hoffe einfach, dass sich das alles bis morgen früh wieder einrenkt– morgen muss ich nämlich auf jeden Fall ins Büro.

Heute mit Gesellschaft im Home Office. Die drei haben mich immer vorwurfsvoll angeschaut, wenn ich mich ablenken wollte.

M hat seit einiger Zeit eine etwas rebellische Phase und denkt, dass er überall mitreden und alles mit uns diskutieren darf. Das sehen wir ein bisschen anders, und das birgt derzeit einiges an Konfliktpotential. Er muss noch verstehen, dass er auch einfach mal auf uns hören muss, ohne endlos zu diskutieren. Wir machen viel mit, schon allein um uns sinnlose Kämpfe zu sparen, aber irgendwo hörts halt doch auf.

Das Schlafarrangement der Kinder sieht so aus, dass J heute im Hochbett und G und M unten schlafen. Wir versprechen uns da viel von. Morgen kann ich hoffentlich positiver von der vergangenen Nacht berichten…

Was schön war: In Ruhe aus dem Home Office arbeiten.

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Journal Sonntag, 9.12.2018

Die Nacht war nicht ganz so gut wie die vorherige, die Zwillinge kamen ein Mal mehr und waren auch schon halb Sieben wach. Dementsprechend waren wir morgens und vormittags alle etwas müde und gereizt. Frische Luft half dagegen anzukommen, und so spazierten die Zwillinge und ich durch Köpenick und Jott und M blieben zu Hause und buken Fensterplätzchen.

Nach unserer Rückkehr durften die Kinder ein bisschen Weihnachtsfilm gucken…

… dann gab‘s Mittagessen, Mittagsschlaf mit einem wütend aus dem Zimmer herausstapfenden Paul (die Zwillinge machten ALLES außer ruhig liegen und einschlafen) und einer als Einschlafbegleitung einspringenden Jott, und als die Zwillinge dann schliefen durfte M nochmal ein bisschen Weihnachtsfilm gucken. G gesellte sich wenig später ebenfalls dazu, sie hatte schlecht geträumt und wollte nicht wieder einschlafen.
Nachdem auch J aufgewacht war, fuhren wir zu Bekannten ins Brandenburgische und verbrachten den Rest des Tages dort.

Was schön war: Auf der Rückfahrt nach Hause Weihnachtslieder singen. M ist erstaunlich textsicher bei „In der Weihnachtsbäckerei“, und die Zwillinge sind auch gut dabei.

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Journal Samstag, 8.12.2018

Recht gut geschlafen. Die Kinder meldeten sich gegen Viertel Zwei und schliefen anschließend bis ~7 Uhr. Wach wurden wir, weil G weinte. J hatte ihr eins übergezogen, weil sie auf seiner Decke lag. Die Kinder sind diesbezüglich alle etwas eigen…

Nach dem Frühstück wuselten die Kinder durch die Wohnung und ich verzweifelte, weil immer, wenn ich mich einem der Kinder zuwendete, eines der anderen beiden irgendeinen eingreifensnotwendigen Mist baute. J zum Beispiel saugte wunderbar die Wohnung, und weil ich derzeit wieder verstärkt Fotos machen möchte, setzte ich mich daneben und fotografierte ihn ein bisschen. Dann kam M, musste auch unbedingt mit dem Staubsager saugen und dann waren da zwei sich lautstark streitende und dann auch irgendwann heulende Kinder. Super Motiv, echt. Passiert jedes Mal. Sobald wir uns auf ein Kind oder eine Tätigkeit beschränken, brennt hinter uns die Hütte ab.
Naja.

Am späten Vormittag ging ich mit den Zwillingen einkaufen. Als wir wiederkamen, traf gleichzeitig mit uns unser Besuch ein, mit dem wir den Rest des Tages verbrachten: Mittagessen, Mittagsruhe, Vesper, Kinder bespaßen, Kinder trotz Mistwetter auslüften (die wären sonst in der Wohnung die Wände hochgeklettert).
Abends so halb „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ im Fernsehen geschaut. Immer wieder toll, obwohl wir den bestimmt schon fünf Mal oder so geguckt haben.

Was schön war: Mit allen drei Kindern beim Spazieren gehen um die Wette rennen. Ich schaffte dadurch mein Schrittziel mit einigen Überhang, und die Kinder powerten sich ordentlichst aus und waren beim anschließenden Abendessen und Zubettbringen beinahe pflegeleicht.