Wir haben einen neuen Untermieter. Er heißt Kapu, ist ein Nilfperd, und wohnt im Duplo-Haus, das Jott vor einer Weile für M gebaut hat. Von Kapu dachten M und ich eine Weile, dass es ein böses Nilpferd sei, weil es uns immer von der KiTa zur Straßenbahn nachlief, und wir ihm nur durch einen beherzten Sprung in die Straßenbahn entkamen. In Straßenbahnen können Nilpferde bekanntlich nicht, weil sie nicht durch die Türen passen. Gestern fiel M aber auf, dass das Nilpferd Kapu ja ganz allein an der Straßenbahnhaltestelle stehen würde, wenn wir wegführen, und dass es dann traurig und einsam sei (das hat er tatsächlich so gesagt! Ich wusste noch nichtmal, dass er überhaupt die Bedeutung kennt!). Und da durfte Kapu, der allem Anschein nach doch ein liebes Nilpferd ist, mit zu uns nach Hause fahren.
Beim heutigen Frühstück und Mittagessen saß er neben M und ließ sich füttern („Kapu, kannst Du das essen?“ – hält ein Brötchen in die Luft und tut so, als beiße e ab).
Mal gucken, was Kapu morgen so anstellt.
M hat wirklich eine blühende Fantasie. Bis auf den Umstand, dass Nilpferde nicht Straßenbahn fahren können, hat er das alles selbst erfunden, und spielt das auch. Sehr goldig.
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Zur vormittäglichen Einkaufsrunde mit M nahm ich den Zwillingskinderwagen mit. Der ist nämlich ein guter Packesel und reduziert die paul’sche Schlepperei enorm. Außer, wenn der mitkommende Zweijährige beschließt, im Wagen mitfahren zu wollen…
M saß den Großteil der Zeit auf Gs Seite im Kinderwagen, freute sich wie ein Schneekönig, spielte mit dem Verdeck herum, schlief einmal fast ein und war ansonsten sehr einfach zu handhaben- er konnte ja nicht abhauen.
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Nachmittags waren wir auf einem Mini-Weihnachtsmarkt in Friedrichshagen, aßen Waffeln und Bratwürstchen, tranken Kinderpunsch (an Glühwein trauen wir uns nicht mehr ran, da kippen wir nach einem Becher aus den Latschen und schlafen drei Tage) und schauten uns das Treiben an. Diesmal war ich besser vorbereitet als beim Ausflug zum Kinderarzt, trug meine Winterstiefel und freute mich über warme Füße.
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G geht es besser. Ihr Fieber war heute nicht mehr ganz so hoch.
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Wie nennt man einen Trottel, der 30 Tage lang die Zeiterfassung für den Monat November vor sich herschiebt und das am 1. Adventswochenende nachholen muss?
herrpaul_
Immerhin, die Hälfte ist ins firmeneigene Zeiterfassungstool übertragen. Der Rest folgt morgen.
Und das ist ja Mehrarbeit, von daher passt das.
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Im Bad hat sich am Fenster eine kleine Schimmelfläche gebildet. Beim Abtupfen mit Chlorix kippte ich mir das Zeug fast über die neue Hose… Ich sollte doch mal daran denken, die für solche Tätigkeiten zurückgelegte Hose zur passenden Gelegenheit anzuziehen.
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Was schön war: Die Kinder spielten heute tagsüber mehrmals für je 10 bis 15 Minuten friedlich miteinander.

