Post von der Hausverwaltung: Die Damen und Herren bedauern, keine Rückmeldung von uns bezüglich der Mitte August verkündeten Mieterhöhung bekommen zu haben.
Tja.
Schlaufüchse, wie wir sind, haben wir aber unseren Einspruch gegen genau diese Mieterhöhung als Einschreiben verschickt und können belegen, dass das Einschreiben zugestellt wurde.
Jott schrieb also erstmal eine E-Mail, in der wir um Stellungnahme binnen sieben Werktagen bitten.
Mal gucken, was da noch passiert.
Unsere Nachbarn von oben, deren Miete ebenfalls erhöht werden soll und die ebenfalls Einspruch eingelegt hatten, bekamen von der Hausverwaltung einen Erpresserbrief: Entweder sie akzeptieren die moderate Mieterhöhung oder aber die Hausverwaltung sieht sich gezwungen, die Miete komplett neu zu berechnen. Das Dachgeschoss, in dem unsere Nachbarn wohnen, sei nämlich bei einer Renovierung des Hauses nachträglich bewohnbar gemacht worden und demzufolge kein Altbau, sondern ein Neubau- und da übersteige die Miete die 1000 Euro kalt.
Was für dreiste *****geigen.
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Herr Schnuffke wurde heute geimpft. Der Husten ist halt, da Kindergartenkinder im dem Alter haben eben ständig Infekte und schniefen und husten und sind angeschlagen. Solange der Husten nicht trocken ist und Herr Schnuffke kein Fieber bekommt, sollen wir uns keine Sorgen machen, beschied die Ärztin. Außerdem könne das in der Erkältungssaison noch schlimmer werden und halte vermutlich bis zum März des nächsten Jahres an.
Ich bin da etwas skeptisch- teilweise hustet Herr Schnuffke so stark, dass ich befürchte das er gleich zerspringt.
Für die nächsten 72 Stunden ist er nun besonders anfällig für Infekte, zudem war er über den Tag wohl etwas quengeliger als sonst. Kann sein, dass das schon von der Impfung kommt, kann aber auch sein das er von der Abkehr vom normalen Tagesablauf irritiert ist.
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Punkt 16 Uhr klappte ich im Büro den Rechner zu, lief hinunter zum Hausvogteiplatz und wartete auf meine Verabredung: Die Rabenfamilie, die auf ihrem Weg von Trondheim nach Bielefeld Zwischenstation in Berlin machten.
Ich war sehr gespannt, sollte ich doch heute Frau Rabe samt der beiden Kinder wiedersehen und zusätzlich noch Herrn Rabe persönlich kennen lernen.
Als die vier ankamen, tranken wir einen Kaffee im Coffee Shop am Hausvogteiplatz, besprachen kurz das weitere Vorgehen und machten uns auf den Weg ins Driss im Wunderland. Das hatte ich bei der Abstimmung zu unserem Treffen auf Twitter als geeigneten Ort vorgeschlagen, dabei aber leider nicht so ganz bedacht dass wir ja erst einmal dort hingelangen mussten- und das dauert vom Hausvogteiplatz aus schonmal 30 bis 40 Minuten.
Im Driss im Wunderland konnten die beiden Kinder spielen, während wir Großen eine Kleinigkeit aßen und uns unterhielten. Das war schön.
Herr Schnuffke und Jott, die eventuell hätten dazustoßen können, sagten leider ab. Beide waren angeschlagen, und den nun besonders anfälligen Herrn Schnuffke dem Bazillencocktail eines Familiencafés ausetzen schien Jott und mir keine gute Idee.
Beim nächsten Mal. Und dann auch mit Herrn Schnuffkes Geschwistern.
Nach einer guten Stunde brachen wir wieder auf und fuhren zum Hauptbahnhof. Dort warteten wir gemeinsam auf den ICE, ich verabschiedete die Rabenfamilie und fuhr nach Hause.
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Nachdem Herr Schnuffke eingeschlafen war, probierte ich einen Nasensauger aus, er schnorchelte arg vor sich hin. Wenn er wach ist, habe ich keine Chance, die Nase auszusaugen, er zappelt und dreht den Kopf weg. Im Schlaf sollte das einfacher sein, dachte ich. Aber Pustekuchen- kaum berührte der Saugkopf seine Nase, drehte er sich im Schlaf weg.
Ich würde gern mal sehen, wie das bei Babys und Kleinkindern funktionieren soll.
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Als ich so auf die Rabenfamilie wartete, bekam ich einen kleinen Vorgeschmack auf das Wetter für das nächste halbe Jahr: Kalt und windig, nur der Regen fehlte noch. Zum Glück war ich halbwegs warm eingepackt, nur die Mütze fehlte. Die wird morgen früh aufgesetzt.
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Was schön war: Das Treffen mit der Rabenfamilie.

