Gewitter und Regen in der Nacht, es prasselte gegens Dachfenster. Der Tag startete dementsprechend feucht und frisch, das war aber eigentlich ganz angenehm.
Weil die Temperaturen Jott und mich nicht in Badestimmung versetzten, schauten wir uns die Heringsdorfer GlanzZeiten an. Es gab Musik, Fressbuden, einen kleinen Rummel, Menschen in historischen Kostümen, alte Autos und Fahrräder und diverse Verkaufsstände.
Wir fuhren alle zusammen Riesenrad und schauten uns die Kaiserbäder von oben an (SEHR weit oben, das war nichts für mich), und weil die Kinder nicht genug bekamen durften sie danach auch noch aufs Kettenkarussell (mir wurde schon beim Zuschauen Angst und Bange).

Danach kamen wir rechtzeitig am Wohnwagen von Gilbert dem Scharlatan an und schauten uns seine Show an. Ich lieb das, ich kann Zauberern, Gauklern, Unterhaltern stundenlang zuschauen.

Nach einer halben Stunde wars leider schon vorbei. Wir liefen dann noch die Promenade ein bisschen Richtung Ahlbeck weiter, drehten aber bald wieder um weil die Kinder maulten und keine Stände mehr kamen.
An der Heringsdorfer Seebrücke gabs dann noch einen (zu) großen Eisbecher (bis auf M kapitulierten wir allesamt) und waren anschließend äußerlich als auch innerlich ordentlich durchgefroren– wir hatten uns in einem Anflug von Leichtsinn draußen hingesetzt, wo uns der Wind um die Ohren pfiff.
Zurück im Quartier ausgiebiges Füßehochlegen bis zum Abendessen. Eigentlich war lose vorgesehen, auswärts zu essen, aber dafür waren dann die Füße der anderen zu schwer. War mir recht, auswärts essen zu 5. ist teuer.
Nach dem Abendessen im Quartier tapperte ich dann allein nochmal los, einmal zur Bansiner Seebrücke und zurück. Ein schöner Moment der Ruhe.


